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Erster Wurf mit 4 Jahren, was sind die Risiken? auf Kaninchen Forum

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  • 2 Post By Ankes

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Ninchen
 
Registriert seit: 28.01.2018
Beiträge: 3
Ankes befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2018, 13:10

Erster Wurf mit 4 Jahren, was sind die Risiken?


Hallo zusammen,

Vorab: wir hatten bislang 4 kastrierte Böckchen und 2 Weibchen in einem umgebauten Carport als Gehege. Ein Weibchen ist Weihnachten gestorben, deshalb haben wir im Tierheim nach einem neuen Weibchen gesucht. Sie hatten 5 wurfgeschwister, 2 Weibchen, 3 Böckchen (kastriert) 7 Monate Alt, Mutter hauskanninchen, Vater wildkanninchen, schwer vermittelbar, im Tierheim geboren. Wir haben die beiden Weibchen aufgenommen, sie wohnen im Haus, weil noch kein Winterfell vorhanden ist.

Nun die Probleme: ein Weibchen war trächtig, 3 von 5 Jungtieren sind wohlauf, 2 sind leider gestorben. Das 2. Weibchen war ein unkastrierter Bock! Wir hatten bei Sonnenschein schon mal für 1\2 Stunde auf neutralem Boden erstes Beschnuppern zum Vergesellschaften eingerichtet. Wir haben zwar sofort den Rammler getrennt, aber bei dem 2. 4 Jahre alten Weibchen habe ich, befürchte ich, Föten ertastet��.

Was sollen wir tun, der letzte Kontakt zum Rammler ist jetzt 14 Tage her und wir haben Angst um unser Weibchen, weil sie für einen ersten Wurf viel zu alt ist. Wir wollten nie selber Jungtiere!

Welche Risiken bestehen? Können wir Risiken minimieren? Wenn ja: wie? Wir brauchen dringend guten Rat!



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2018, 16:00

Hallo Ankes, das ist natürlich dumm gelaufen. Hast Du einen guten, kaninchenerfahrenen TA, der notfalls auch nachts erreichbar ist?

Wenn das Weibchen bei einem ersten Wurf schon älter ist, kann es sein, dass der Geburtskanal (?) verknöchert ist, also nicht mehr so elastisch wie bei einem jungen Weibchen. Es besteht die Gefahr, dass es unter der Geburt zu Komplikationen kommen kann (Baby bleibt stecken). Dann müsste sofort ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Bitte besprich das mit Deinem TA oder such Dir einen, der im Zweifelsfall helfen kann. Am besten schon Tel.-Nr. bereit legen, in so Situationen findet man sie garantiert nicht. Man könnte eine Trächtigkeit durch US feststellen, aber der Stress (Bauch rasieren, Autofahrt) wäre mir wohl zu groß. Wie oft bzw. wann waren sie das erste Mal zusammen? Vielleicht kann man das etwas eingrenzen. Nach Deinen Angaben sollte sie in spätestens 16 Tagen werfen. Allerdings, wenn Du die Babys schon fühlen kannst, dürfte sie kurz vor der Geburt stehen.

Verhält sie sich denn anders, ist zickiger oder schmusiger? Biete auf jeden Fall viel Heu und Stroh für den Nestbau an. Keine Petersilie füttern, dafür Fenchel, Dill, Löwenzahn (für die Milchbildung).

Magst Du mir das Tierheim nennen, gerne auch per PN? Ich arbeite bei Notfällen mit einigen TH zusammen. Sowas darf aber nicht passieren. Vor allem nicht, wenn die Tiere 7 Monate alt sind. Da sollte man ein Männchen schon deutlich erkennen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2018, 16:00

Zum Wegspritzen ist es jetzt wohl leider zu spät, aber den TA dazu zu befragen kann nicht schaden. Das Mittel heißt Alizin. Petersilie wird auch immer als abortfördernd beschrieben... Zu guter Letzt bleibt noch die Kastration, da wird die Gebärmutter mitsamt Inhalt entfernt.
Ansonsten kannst du jetzt nicht mehr viel machen. Es MUSS ja auch nicht schiefgehen, das Risiko ist halt erhöht, aber noch nicht bei 100%. Vorsichtshalber belies dich zum Thema Handaufzucht bzw. kontaktiere eine entsprechende Stelle. Bei der anderen Häsin kannst du sie nicht dazu tun, der Altersunterschied ist zu groß.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.01.2018
Beiträge: 3
Ankes befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2018, 17:46

Hallo zusammen, Danke für die Rückmeldungen. Geholt haben wir die beiden am 6.1. am 7.1. und am 14.1. waren sie jeweils etwa 1/2 Stunde alle zusammen. Nach dem was ich gelesen habe, sind die kleinen erst traubengross. 2 habe ich gefühlt, tiefer fühlen habe ich mich nicht getraut, will keins verletzen.
Denen im Tierheim war es oberpeinlich, wir haben schweren Herzens den Rammler zurückgebracht. Ich habe gelernt, nie zu glauben, sondern immer nochmal selber kontrollieren. Ich habe sofort beim genaueren Nachschauen gesehen, dass es ein Rammler ist. In dem Punkt ärgere ich mich über mich, aber hab echt bei 7 Monaten nicht damit gerechnet, dass es Unsicherheiten geben könnte und als Halbwilde waren sie sehr scheu, ich wollte Ihnen Zeit zum Eingewöhnen lassen. Die junge Mutter ist inzwischen handzahm.

Mindestens 1 junges können wir behalten, handaufzucht haben wir uns schon wegen dem ersten Wurf schlau gemacht, wollten die beiden anderen retten und mit Ziegenmilch füttern, weil sie winzig waren, nicht zugenommen haben und die Bäuche eingefallen waren. Hat leider nicht geklappt eventuell dieser Letalfaktor? Haben alles für den Notfall zuhause.
Tierarztnummer ist eingespeichert, ich werde morgen mal dort anrufen und nachfragen.

Von Freunden haben wir einen 2. 2-stöckigen Stall in Aussicht, den stellen wir dann zum anderen ins Haus. Draußen ist es noch zu kalt für junge. Wird eng, aber geht schon für 2-3 Monate. Auslauf müssen sich die Mütter dann teilen und zur Not abwechselnd die Küche unsicher machen. Die 4 jährige ist verschmuster als sonst, war schon 3-4 mal Scheinträchtig und hat bislang noch kein Nest gebaut. Vielleicht haben wir Glück ... Hauptsache die Geburt geht nicht schief, haltet uns die Daumen.




Geändert von Ankes (28.01.2018 um 18:01 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2018, 18:42

Dann heißt es jetzt die nächsten 2 1/2 bis 3 Wochen beten. Oft bauen die Weibchen erst kurz vor dem Wurf ihr Nest. D.h. ab nächstem WE täglich gut das Außengehege kontrollieren oder die vermutliche Mutter jetzt schon reinholen.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.01.2018
Beiträge: 3
Ankes befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.01.2018, 18:23

Hallo zusammen, wir haben mit dem Tierarzt gesprochen, ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar und innerhalb 1/2 Stunde bereit, einen Kaiserschnitt durchzuführen. Damit sind wir erst einmal für alle Eventualitäten vorbereitet. Dann warten wir jetzt die nächsten Wochen ab und holen sie Anfang nächster Woche aus dem Gehege.

Unsere junge Mutter hat erst 2 Tage vor der Geburt ihr Nest gebaut, da haben wir dann auch erst erkannt, dass sie nicht scheinschwanger sonder echt trächtig ist, weil der Bauch sehr gerumpelt hat. Die drei kleinen sind wohl auf, bekommen ringsherum Flaum und kriechen langsam unter der Felldecke im Nest heraus.



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Stichworte
alter, risiko, trächtig



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