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Gebärmutter-OP, EC (?) & Stress auf Kaninchen Forum

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  • 3 Post By Maddro

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Benutzerbild von Maddro
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 22:20

Gebärmutter-OP, EC (?) & Stress


Hallo, wie ich in unserem Vorstellungsthread schon berichtet hatte, musste unsere Maja wegen Gebärmuttertumoren gestern Abend operiert werde. Ursprünglich sind wir mit folgenden Symptomen zum Tierarzt:

- frisst nicht mehr / köttelt nicht
- sitzt nur noch in der Ecke
- leichte Gleichgewichtsstörung (schwanken beim Putzen, etwas unsicheres hoppeln, 2x stärkere Probleme beim Lossprinten (da wollte ich sie Einfangen um zum Tierarzt zu gehen)).

Ich hatte mich gestern schon gefragt, ob die Gleichgewichtsstörung auf EC hindeuten und das auch mit dem TA besprochen. Auf Grund des gravierenden Befundes in der Gebärmutter und den miserablen Blutwerten, wurde sie nun erstmal operiert.

Heute Abend konnten wir Maja nach der OP wieder abholen. Sie war wie ausgetauscht. Total aufgeweckt, fraß sofort unseren mitgebrachten "Blumenstrauß" aus Dill, Petersilie und Möhrenkraut, köttelte wie verrückt und wollte die ganze Transportbox umgraben. Erstmal keine Anzeichen von einer Gleichgewichtsstörung mehr.
Wir verabreichten ihr dann zu Hause alle Medikamente (Schmerzmittel, AB wegen Gebärmutter & Baycox, da auch Kokzidien festgestellt wurden), und setzen sie auf den Boden. Sie sprintete sofort los, vollkommen sicher. Beim zweiten Sprint plötzlich fällt sie auf die Seite, rappelt sich wieder auf und sitzt seit dem in der Ecke. Sie hat allerdings noch etwas Dill gefressen und sich geputzt. Beim Putzen hat sie einmal leicht geschwankt.
Ich habe daraufhin voller Sorge in der Tierklinik angerufen. Vielleicht hat sie doch EC und sollte dann natürlich schnellstmöglich behandelt werden.
Unser Arzt war natürlich nicht mehr im Dienst. Die Nacht-Ärztin führt das alles auf die OP zurück.

Was ist eure Meinung dazu? Wenn wir verdachtsmäßig auf EC behandeln wollen, geht das überhaupt bei der Masse an Medis, die sie schon bekommt und ja auch braucht? Bei der EC Behandlung zählt schließlich jeder Tag.
Morgen früh ab 09:00 Uhr kann ich unseren TA anrufen.

Nächstes Problem: Tabsy (unser anderes Weibchen) dreht total am Rad und möchte jetzt die Rangordnung mit Freddy und Maja neu auskämpfen. Zuerst haben sich Maja und Tabsy im Flur beschnuppert, wenig gejagt, nachdem Maja allerdings ins Gehege geflüchtet ist, wurde es aggressiver. Maja teilt auch aus, aber das viele Rennen, Springen etc kann doch nach der OP nicht gut sein, oder?

Wen sollte ich nun separieren? Maja? Tabsy?
Tabsy und Freddy sind sich, wie gesagt, momentan auch nicht mehr ganz grün...

ich wäre euch für eure Meinung/Hilfe sehr dankbar. Wir sind hier gerade etwas am Verzweifeln.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 22:47

Die Tiere leben in der Wohnung? Dann würde ich Tabsy separieren, aber nach Möglichkeit komplett aus dem Gehege raus.

Maja würde ich erstmal nur weiter beobachten, solange keine weiteren Symptome dazu kommen. Wie hoch ist denn der Koki-Befall? Ich glaube, ich hätte auch mit dieser Behandlung noch gewartet, bis sie die OP richtig "verdaut" hat.




Benutzerbild von Maddro
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 23:00

Marinahexe, vielen Dank für deine Antwort.

Ja, sie leben in einem Kaninchenzimmer mit Gehege (3x3m) drin. Tabsy könnten wir dann nur im Bad unterbingen.

Wie hoch der Befall ist, weiß ich leider nicht. Werde es morgen früh gleich erfragen. Die Behandlung der drei könnten wir ggf noch abbrechen. Maja hatte 2 Tage vor ihren Symptome dünneren Kot, würde es aber nicht als Durchfall bezeichnen. Freddy hatte vor einer Weile (einige Wochen) einen Tag dünnen Kot. Bei Tabsy gab es keine Auffälligkeiten in der Hinsicht. Vllt gibt das Hinweise für die Stärke des Befalls.




Benutzerbild von flyrider
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 16.10.2014
Beiträge: 693
flyrider befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 23:04

Hallo, ich würde auch mit der EC Behandlung anfangen, evtl. das Baycox noch verschieben. Das andere AB ist das Baytril? Das wäre bei EC auch hilfreich...
Panacur ist eigentlich sehr verträglich, das kann sie dann ab morgen bekommen und Vit B dazu. Möglichst nicht unbedingt nochmal zum TA schleppen, vielleicht gibt euch die TÄ das Medi so mit, ich hab immer gefilmt und halt Symptome genau beschrieben. Ich drücke euch die Daumen!




Benutzerbild von flyrider
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 16.10.2014
Beiträge: 693
flyrider befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 23:07

Ich würde sie ehrlich gesagt, mit Gitter trennen, damit sie sich nicht völlig "vergessen"...falls ihr das hinkriegt.




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 23:15

Ich würde die Baycox Behandlung nicht abbrechen, denn bei Stress explodieren die Kokzidien und die Wahrscheinlichkeit, dass sie an den Kokis Hopps geht emfpinde ich als wahrscheinlicher, als dass sie das Baycox ausschaltet. Du kannst das Baycox über den Tag verteilt geben mit nochmal Flüssigkeit verdünnt. Wenn sie das Schema 5-5-5 bekommt, kannst du auch auf 3-3-3 senken. Da gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Bei 3-3-3 war bei meinen Kokitieren keine Kokzidie mehr da.
Dass sie nach einer so großen OP noch schwankt finde ich auch nicht ungewöhnlich und würde ich auch erst mal beobachten.



__________________

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 23:46

Momentan bekommt sie Marbocyl. Ist das bei EC zufälligerweise auch förderlich?

Also werde ich den TA morgen gezielt noch einmal nach dem Koki Befund fragen und um eine Einschätzung zu EC bitten. Ich mache mich seit 2 Tagen deswegen schon vollkommen verrückt... Die Medis würde er uns sicher auch ohne nochmaligen Besuch mitgeben. Mich beruhigt es schonmal, dass ihr nicht alle ausschließlich von EC ausgeht, auch wenn es verschiedene Meinungen gibt.

Baycox haben wir für alle je 7x mitbekommen. Wir sollen es jetzt erst einmal 3x bis Montag geben, dann zum Nachsorgetermin sollte diesbezüglich das weitere Vorgehen besprochen werden.




Benutzerbild von Maddro
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2018, 23:52

Ach so, Tabsy ist jetzt über Nacht erst einmal ins Bad gezogen. Die Gehegetür lässt sich leider von außen (das wäre dann Tabsys Seite) nach innen reindrücken, sodass Tabsy, wenn sie es drauf anlegt, ins Gehege kommen könnte. Werden uns dafür morgen was überlegen, vorausgesetzt Tabsy wird am Gitter nicht sofort aggresiv. Wenn sie nur wie wild am Gitter nagt, ist leider auch niemanden geholfen.




Benutzerbild von flyrider
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Registriert seit: 16.10.2014
Beiträge: 693
flyrider befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.01.2018, 08:28

Marbocyl ist aus derselben Gruppe wie Baytril und soll mindestens genauso gehirngängig sein, von daher war das von deinem TA schon mal eine gute Wahl Wegen den Kokis würde ich ihm dann vielleicht auch vertrauen, die Gradigkeit des Befalls kann man nur aus der Nähe einschätzen, wie du deine Tiere beschreibst, denke ich zwar, dass man da nichts überstürzen muss, aber wie gesagt, da würde ich dem TA vertrauen.
SUPER wichtig ist aber das Panacur, das unterbindet quasi den "Nachschub" der Schädlinge, verhindert also noch mehr Schäden. Wenn es richtig dosiert wird, sind auch keine Nebenwirkungen bekannt...




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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.01.2018, 10:56

Also, der TA ruft mich zum Ende der Sprechzeit zurück, d.h. ab 12 Uhr irgendwann.

Maja geht es heute unverändert. Leichtes Wackeln beim Putzen, mehr konnte ich heute noch nicht beobachten. Die Schwester hatte kurz Rücksprache mit dem Arzt gehalten. Wenn wir denken, dass sie Schmerzen hat, sollen wir noch einmal Metacam geben. Und falls sie nicht frisst, etwas zufüttern.
Letzteres werde ich erst einmal lassen. Sie hat eben an einem Stängel Dill geknabbert und die Waage zeigte heute morgen 1830g, also unwesentlich weniger als vor der OP. Wenn man bedenkt, dass die Gebärmutter raus ist, hat sie also bisher nicht weiter an Gewicht verloren. Wahrscheinlich hat sie nachts doch noch gefressen.

Maja döst jetzt im Wohnzimmer unterm Stuhl, Freddy traut sich nicht aus dem Gehege und Tabsy sitzt im Bad. Wie schön war es noch vor einer Woche, als sie zu dritt rumgelegen haben...




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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.01.2018, 19:04

So, jetzt endlich der Bericht zum TA Telefonat von heute Mittag:

Es handelt sich um einen mittelschweren Koki Befall. Er empfiehlt auf alle Fälle die Behandlung nicht abzubrechen.
Bzgl der Gleichgewichtsschwankungen geht er davon aus, dass es noch Nachwirkungen der OP sind. Er würde Maja bis zum Nachsorgetermin am Montag Ruhe gönnen, denn es war ein großer Eingriff und sie war davor schon geschwächt. Bis Mo sollten die Störungen jedoch abgeklungen sein und Maja wieder deutlich mobiler. Nichts desto trotz lässt er die EC Medis und auch Schmerzmittel in etwas höherer Dosierung am Tresen hinterlegen. Dies können wir uns bei Bedarf abholen.

Wir sollen auf alle Fälle darauf achten, dass sie frisst und ggf Sab geben und zufüttern.

Maja sitzt eigentlich nur rum. Heute morgen im Wohnzimmer, dann im Flur und jetzt im Gehege. Ich konnte bis auf die leichte Schwankung heute Morgen, keine weiteren Probleme erkennen. Sie frisst allerdings sehr wenig: 1-2 Stängel Dill, ein sehr dünnes Scheibchen Apfel, ein 1cm Stückchen Pastinake.
Der Kälte zum Trotz () bin ich eine große Runde gegangen und habe mit kalten Fingern versucht etwas Wiese zu sammeln. Das war genau das Richtige! 2 Löwenzahnblättchen, etwas Klee, Luzerne, Schafgarbe und Rainfarn hat sie sich rausgesucht.

Freddy interessiert sich leider wenig für Maja und ist alles andere als ein guter Krankenpfleger, aber wenigstens gibt es keinen Streit. Tabsy rüttelt phasenweise kräftig am Gehegegitter von außen und muss daher die nächste Nacht wieder im Bad verbringen.

Mein Mann hatte heute durch einen Zufall die Chance mit 4 Tierärzten vom Tierärztekongress in unserer Stadt zu reden. Er schilderte unseren Fall und die TAs bestätigten mit ihren Ratschlägen genau das, was mir unser TA am Telefon gesagt hatte.

Nun bitte weiter die Daumen drücken, dass es bei Maja bald bergauf geht.
Dankeschön!



marinahexe, gerti and flyrider like this.

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.01.2018, 20:27

Hallo Zusammen, ich möchte mal ein kleines Update geben:

Morgen Abend ist die OP genau eine Woche her. Maja sitzt immer noch den ganzen Tag rum. Es muss schon ein Wunder geschehen, dass ich sie in Bewegung sehe. Glücklicherweise ist sie aber deutlich aktiver, wenn wir sie zur Medigabe holen. Sie wehrt sich gegen die Spritzen, buddelt am Handtuch und verweigert meinen leckeren Päppelbrei, den sie davor selbstständig von der Spritze geschleckert hat. Leider nimmt sie immernoch ab, sind mittlerweile bei 1740g. Sie frisst Dill und Möhrengrün selbstständig. Cunis und Sonnenblumenkerne werde auch 1-2 Stück gefressen, wenn man sie damit bedrängt.
Ihre Narbe sieht sehr schön aus. Das Pflaster, was am Montag noch einmal gewechselt wurde, ist abgefallen. Sie lässt die Narbe aber in Ruhe.
Gleichgewichtsstörungen konnte ich keine mehr beobachten. Panacur und Vit B bekommt sie allerdings seit Sonntagabend, da sie an dem Tag so unsicher beim Putzen war und umgekippt ist, dass ich einfach nicht mehr abwarten wollte.

Tabsy verbringt die Nächte weiterhin im Bad und ist tagsüber zusätzlich im Flur und vorm Gehege unterwegs. Ihr Rumgezicke der letzten Woche hat nachgelassen. Es gipfelte in einem Nestbau am Sonntag und seitdem ist sie wieder ruhiger.

Ich bin jetzt am Überlegen, ob man ein erneutes Zusammentreffen von Tabsy und Maja wagen könnte? Vielleicht blüht Maja dann auf?

Da Freddy absolut kein Interesse momentan an Maja zeigt, sind alle drei allein. Tabsy lässt sich momentan so ausgiebig steicheln und hat auch etwas abgenommen, so dass ich nur vermuten kann, dass sie Maja/einen Partner sehr vermisst. Was ist eure Meinung dazu? Warten bis Maja wieder fit ist oder es versuchen?
Wie denkt ihr allgemein über Majas Verhalten? Ist das 6Tage nach der OP normal?

Freddy verträgt die Baycox Gabe als einziger nicht so gut. Seit 2 Tagen setzt er stinkende Matschköttelhaufen ab, zusätzlich zu ganz normalen Kötteln. Wir geben ihm Bene Bac, aber konnten jetzt noch keine Veränderung feststellen. Da sein Popo nun auch schon 2mal verklebt war, mussten wir ihn waschen. Es sieht aus, als würde er das warme Wasser genießen. Er setzt danach immer wunderschöne Schlammpfützen (dauerhafter Blasenschlammpatient) ab, weil er beim Fönen gleich eine Blasen/Bauchmassage bekommt.



 
 
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