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TÄ rät zur 3 tägigen Heudiät!? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 19.12.2017
Beiträge: 5
Wackelnäschen27 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2018, 14:22

TÄ rät zur 3 tägigen Heudiät!?


Huhu ihr lieben,

nachdem ich schon eine Weile hier mitlese und einiges an Erfahrung sammeln konnte, hätte ich ein paar Fragen, die ich hier explizit nicht beantwortet finde.

Also ich habe zwei Satin zwergwidder (Brüder). Während Collosso kräftig wächst, alles frisst UND verträgt, ist Karli mein sorgennin Er frisst zwar fleißig und trinkt auch ausreichend, allerdings ist er nur halb so groß wie sein Bruder.

Heute morgen war sein linker Hinterlauf kotverschmiert und hat auch nicht gerade angenehm gerochen.. Darauf hin hab ich mir beide geschnappt und bin zum Tierarzt. Die Ärztin hat Karli erstmal sauber gemacht und untersucht. Danach meinte sie ich solle das Wochenende über komplett auf FriFu verzichten und nur Heu, getrocknete Kräuter und Wasser geben. Sie gab mir auch bene-bac gel mit das ich ihm 2x täglich geben soll. Nach der Diät soll ich wieder komplett neu anfangen und immer nur 1 Sorte an FriFu geben, bis sie sich wieder daran gewöhnt haben.

Hab aber auf vielen Seiten gelesen, dass diese Heudiät alles andere als förderlich für die Verdauung ist.

Bis auf heute morgen hat er eigentlich alles vertragen was ich ihm gegeben habe, hab aber auch nix neues dazu gegeben.

Gestern haben sie 2x (morgens u abends) 8-10 Stängel Petersilie, 4 Stängel Dill, 2 Stangen Staudensellerie, 4 Blätter Löwenzahnsalat (hab ich auf diebrain entdeckt), 2 Blätter Wirsingkohl und 1/2 petersilienwurzel bekommen. War das vielleicht zu viel??

Sonst bekommen sie auch immer die Menge nur halt dann mal möhrenkraut, Koriander, Karotte, Eisbergsalat, Fenchel oder ein Stück Apfel

Den ganzen Tag haben sie verschiedene Sorten Heu und einen Napf mit getrockneten Kräuter zur Verfügung, den Napf leeren sie allerdings nicht täglich. Naja und halt einen Napf Wasser.

Ach und 2x die Woche bekommen sie nachmittags einen Miniteller Nagergras oder Golliwoog und als Leckerchen 1-2 mal die Woche ein Stückchen Banane o. eine Scheibe getrocknete Erdbeere. Karli liebt Banane

Das wars soweit zur Ernährung. Vielleicht mache ich da was falsch.
Wäre eine Heudiät in diesem Fall wirklich ratsam?

Eigentlich sollten sie am Dienstag kastriert werden, geht das trotzdem klar?

Fragen über Fragen. Ich hoffe ihr könnt auch mir bzw. uns helfen.

Dankeschön schonmal



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2018, 15:50

Deine TÄ hätte eine 3tägige Kotprobe anfordern und untersuchen sollen. Heudiät ist Blödsinn, es entzieht dem Körper Flüssigkeit.

Ich persönlich würde mal vermuten, dass sie genug Vitamine über das Frischfutter aufnehmen und den Blindarmkot deshalb liegen lassen. Karli wird da durchgelaufen sein. Kann das sein?

Kannst Du mal Fotos von den beiden hochladen? Wo hast Du die beiden her?



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2018, 18:04

Deine Ta scheint keine wirkliche Ahnung von Kaninchen und deren Ernährung zu haben, wie die meisten anderen auch.

Heudiät ist kontraproduktiv, denn das Heu entzieht dem Körper Wasser um verdaut zu werden und somit ist dann zuwenig Wasser da um die Köttel normal weich zu halten und die Blase zu spülen. Zudem sind getrocknete Kräuter und Heu sehr calziumhaltig.

Was du ausprobieren kannst, alles Knollengemüse und Obst streichen. Es enthält, ebenso wie Heu übrigens, viel Zucker und es gibt einige Kaninchen die darauf mit Matsch reagieren.

Lieber Bittersalate wie Ruccola, Chicoree, Endiviensalat, Stangensellerie, Gemüsegrün von Kohlrabi und Möhren sowie frische Kräuter und ,nach anfüttern ,Kohl.

Ich würde jetzt den Kot über drei Tage sammeln und dann auf Kokzidien, Hefen und Würmer untersuchen lassen, sollte etwas gefunden werden, müsste erst behandelt werden bevor sie kastriert werden.



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Liebe Grüße Heike



Ninchen
 
Registriert seit: 19.12.2017
Beiträge: 5
Wackelnäschen27 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2018, 00:44

Vielen lieben Dank für eure Antworten :-)

Das mit dem Blinddarmkot habe ich mir auch schon gedacht. Ich füttere jetzt ganz normal weiter, lasse Knollengemüse weg, gebe Karli dann 2x täglich das Bene-Bac und sammele in den nächsten 3 Tagen.

Die TÄ machte an sich einen sehr kompetenten Eindruck, aber nach dem Rat mit der heudiät werde ich wohl einen anderen TA suchen.

Was Crazy_curry gesagt hat, ist logisch und sowas in der Art habe ich mir auch schon gedacht. Letztenendes lässt man sie ja dann auch irgendwie aushungern...

Achso und ich habe die beiden von einer Züchterin. Ein Bild stelle ich morgen ein, muss erstmal schauen wie ich das am besten hochlade. Bin aber grad nur noch Matsch im Kopf

Habt erstmal ein schönen Start ins Wochenende und eine erholsame Nacht, bis morgen :-)



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Ninchen
 
Registriert seit: 19.12.2017
Beiträge: 5
Wackelnäschen27 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2018, 15:46

Ich weiß nicht wie man hier direkt Bilder in eine Antwort einfügt. Habe aber ein Album erstellt, da könnt ihr gern schauen

Karli hat heute ganz normale köttel, kein Matschkot mehr. Die beiden haben heute wie gewohnt ihr FriFu bekommen, ohne Knollengewächse.

Dem kleinen Mann hat den Besuch bei der TÄ ganz schön zugesetzt. Er ist sehr Kuschelbedürftig und legt seinen Kopf immer auf den Boden, wenn man ihn streichelt.

Tut das abschleifen der Zähne nicht weh??! Ich hab das mal bei mir machen lassen müssen, als mir eine Ecke des Zahns abgebrochen ist und das hat 2 Tage nachgezwiebelt :O

Ich hoffe das war eine einmalige Angelegenheit und das Näschen muss nicht nochmal wegen den Zähnen hin. Hat hier jemand Erfahrungen mit Zahnproblemen? Wenn ja hat sich das bei euch auch schon so früh bemerkbar gemacht?




Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2018, 20:50

Es gibt leider schon Kaninchen die mit 4 Monaten regelmäßig zum Schleifen müssen. Die Intervalle reichen von alle 2 Wochen bis 2 mal im Jahr.
Leider ein Ergebnis von immer auf kleinere Züchtung mit schmalen Kopf und sinnloser Vermehrung von Leuten, die damit Geld machen wollen.Siehe Zooladen etc.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 06.01.2018, 22:53

Zitat:
Zitat von Wackelnäschen27 Beitrag anzeigen
... Tut das abschleifen der Zähne nicht weh??! Ich hab das mal bei mir machen lassen müssen, als mir eine Ecke des Zahns abgebrochen ist und das hat 2 Tage nachgezwiebelt :O
Nein, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Die Situation ist eine ganz andere.

Bei dir war es so, dass ein Stück Zahn abgebrochen war. Das heißt, der Nerv lag näher an der Oberfläche als er das gewöhnlich tut, und kann deshalb leicht gereizt werden. Und das verursacht Schmerzen.

Bei einem Kaninchen wachsen, anders als bei dir, die Zähne ein Leben lang um den Abrieb durch die Nahrung auszugleichen. Bei einem Zahnkaninchen funktioniert dieser Abrieb nicht richtig, an einer oder mehreren Stellen ist zu viel Zahnmaterial vorhanden. Und dieses Zuviel wird abgetragen, und evtl. noch etwas zusätzlich korrigiert um die Druckverhältnisse auf dem Zahn positiv zu verändern (damit er nicht weiter in Schieflage gedrückt wird). Es wird aber nur das abgetragen, was normalerweise die Natur auch selbst abtragen würde, allenfalls eine Winzigkeit mehr. Aber eben weit vom Nerv entfernt, und deshalb verursacht es keine Zahnschmerzen.

Wichtig ist aber, dass geschliffen wird. Es gibt Tierärzte, die "pitschen", also die Zähne mit einer Zange abkneifen. Das kann zu Rissen im Zahn und üblen Komplikationen wie Entzündungen und Zahnwurzelabszessen führen. Deshalb bitte erkundigen, ob auch wirklich geschliffen wird.




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2018, 23:07

...immerhin hat sie nicht eine reine Heudiät empfohlen. Ich würde nicht immer alles gleich auf die Goldwaage legen, sondern erstmal sacken lassen...überlegen...nachfragen...Infos holen und dann das machen was sich am besten anfühlt...und der TÄ dann auch sagen. Denn nur so funktioniert eine gute Zusammenarbeit, wenn du eigentlich ein gutes Gefühl bei ihr hast.
Eine Kotprobe macht vor der Kastra auf jeden Fall noch Sinn. Denn sollte der Durchfall tatsächlich von Parasiten/Kokis kommen sollte die Kastra noch bis nach der Behandlung warten um das Kaninchen nicht noch mehr zu belasten.
Viele Kaninchen reagieren bei dem ein oder anderen Frischfutter mit Matschkot. Von dem her macht es Sinn herauszufinden welches das ist. Blinddarmkot riecht schon streng, aber normalerweise nicht "ätzend" oder richtig "ekelerregend", das deutet dann eher auf Parasiten hin.
Manche Kaninchen sind beim Zähneschleifen empfindlich. Dafür sollte man vorsichtshalber Schmerzmittel geben. Ob eine einmalige Gabe reicht zeigt das Fressverhalten, bzw. die Waage, wenn man sich angewöhnt bei solchen Anlässen vorher und hinterher mehrmals zu wiegen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 19.12.2017
Beiträge: 5
Wackelnäschen27 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2018, 00:54

Das beruhigt mich. Ich hoffe für Karli, dass das eine einmalige Angelegenheit war. Sieht schon echt übel aus. Dieses „Fixiergerät“ in dem kleinen Mäulchen Konnte garnicht richtig hinschauen. Sie hat aber schon feilende Bewegungen gemacht und hat auch vom feilen gesprochen, aber sollte es ein nächstes Mal geben, frage ich vorher. Danke für den Tipp

Die Kastration soll bei einem Kleintierspezialisten stattfinden, der anstelle einer Injektionsnarkose eine Gasnarkose durchführt. Finde ich schonender. Bin eigentlich nur zu der TÄ gegangen, weil es schnell gehen sollte und ich nicht allzu weit fahren wollte. Ich denke aber auch,
dass es förderlich für die Zusammenarbeit ist, wenn man dem Arzt auch mal sagt, das habe ich jetzt nicht genauso gemacht, wie empfohlen wurde.

Heut war vom Matschkot keine Spur mehr. Er hat fleißig gefressen und auch wieder getobt was das Zeug hält jetzt döst er. Bin mal gespannt ob bei der Kotprobe was rauskommt. Ich hoffe natürlich nichts..

Auf jeden Fall Dankeschön für eure Antworten, haben mir auf alle Fälle weitergeholfen und waren sehr informativ Habt einen schönen Sonntag.



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2018, 11:59

Wenn du mal den direkten Vergleich sehen würdest von Injektionsnarkose und Gasnarkose, würdest du sehen, dass es für die Kaninchen in Wirklichkeit schonender ist mit Injektion einzuschlafen. Aber die Möglichkeit auf Gasnarkose umzuschwenken ist meiner Erfahrung nach sehr wichtig.
Bei einer reinen Gasnarkose wird den Tieren eine Maske auf Nase/Mäulchen gehalten. Sie halten dann die Luft an, weil es komisch riecht....wenn sie nicht mehr die Luft anhalten können bekommen sie Panik, wehren sich gegen die Stinkemaske, fangen zum Atmen an und schlafen dann schließlich ein.
Bei einer reinen Infektionsnarkose kann es vorkommen, dass diese nicht ausreicht dann kann man aber nicht unbegrenzt nachspritzen, sondern dann ist es sinnvoll auf Maske zu erweitern und das Tier bekommt weiterhin nichts mit, aber man kann weitermachen.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2018, 13:05

Und bei einer Gasnarkose soll wohl auch die Gefahr bestehen, daß man zB bei Schnupfentieren die Erreger weiter nach hinten drückt sozusagen und der Schupfen dadurch dann tiefer geht (Lunge etc).

Mein TA hat keine Gasnarkose; wenn deshalb eine aufwendigere OP ansteht, wie zB eine Weibchenkastration, verweist er mich an einen anderen Arzt, welcher mit Gasnarkose arbeitet.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.01.2018, 14:32

Meine Tiere wurden mit zwei Ausnahmen immer nur mit Gasnarkose schlafen gelegt, und es gab nie Probleme - auch keine Panik. Übrigens hat mein TA auch Zahnbehandlungen mit Inhalationsnarkose gemacht - viele Tierärzte behaupten, das ginge nicht. Stimmt nicht - man braucht nur die passende Ausrüstung und die entsprechenden Kenntnisse.

Für eine Häsinnenkastra ist eine Gasnarkose aber viel zu schwach! Dort arbeitet man mit einer Kombinationsnarkose oder einer normalen Injektionsnarkose. Das war die eine Ausnahme die ich erlebt habe, und beide Häsinnen waren noch stundenlang angeschlagen.

Die zweite war eine Zahnbehandlung bei Leo mit Injektionsnarkose bei einer anderen TÄ. Der Unterschied war deutlich, Leos Kreislauf war viel länger beeinträchtigt und er hatte auch erst keinen Appetit.

Es mag aber anders sein, wenn eine antagonisierbare Injektionsnarkose verwendet wird, die wird ja sobald sie nicht mehr benötigt wird medikamentös aufgehoben.

Ich kann also Gertis Ausführungen nach meiner Erfahrung (Inhalationsnarkose vs. normale Injektionsnarkose) absolut nicht bestätigen.

Auch die Befürchtung von CindyH finde ich unlogisch - schließlich atmet ein Kaninchen auch normalerweise, und damit müssten die Erreger genau so in die Lunge geraten, bei jedem einzelnen Atemzug.



Wackelnäschen27 likes this.

Geändert von Lupine (07.01.2018 um 14:34 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 19.12.2017
Beiträge: 5
Wackelnäschen27 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2018, 18:00

Oh okay das hätte ich nicht gedacht. Hab vorher ein bisschen recherchiert und da haben wirklich alle die Op mit Gasnarkose der Injektionsnarkose vorgezogen. Die meisten berichteten wie Lupine davon, dass die Nins nach der Op schneller wieder bei Bewusstsein sind und auch wesentlich schneller wieder agil. Ich dacht ich würde den Ninis damit einen Gefallen tun, wenn sie danach nicht auch noch stundenlang benommen sind.

Wusste auch garnicht das die kleinen die Luft anhalten können. Dachte immer sie fahren ihre Atmung auf ein Minimum runter, aber atmen noch..
Hmmm.. da muss ich dann nochmal genauer recherchieren.




Ninchen
 
Registriert seit: 10.06.2020
Beiträge: 2
Lisa+ befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2020, 19:42

Heudiät ist nicht grundsätzlich schlecht


Hallo zusammen
Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich möchte gerne mal über meine Erfahrung mit einer Heudiät bei meinen beiden süßen Nins berichten.
Nachdem bei meinen beiden Würmer, Kokzidien und ein Hefepilz im Kot festgestellt wurde, riet mir meine TÄ (die selbst Kaninchen besitzt) neben den notwendigen Medikamenten zu einer Heudiät.
Gesagt getan. Sie haben beide automatisch mehr getrunken, sodass der Kot eine normale Konsistenz hatte. Nach 3 Tagen fing ich an Sie wieder langsam an Gemüse zu gewöhnen. Die Heudiät hat beiden richtig gut getan und ich würde es wieder machen, wenn meine TÄ es empfiehlt.
Ich finde, dass man nicht einfach sagen kann, dass TÄ die sowas empfehlen keine Ahnung hätten.
Auch bei Kaninchen gibt es eine Evolution. manche sind vielleicht weit weg gezüchtet von den wilden Kaninchen und vertragen daher eher Heu und Trockenfutter, auch wenn der Magen Darm Trakt anatomisch gleich ist.
Ich meine, wir haben anatomisch auch den selben Magen Darm Trakt wie sie die Höhlenmenschen hatten,trotzdem vertrage ich keine großen Mengen rohes Fleisch. Höchstens ein Mettbrötchen

Liebe Grüße ,

Lisa+




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 10.06.2020, 20:13

Liebe Lisa, zwischen einem Höhlenmenschen und dir liegen ungefähr 20.000 Jahre Entwicklungsgeschichte, zwischen den ersten in Menschenobhut gehaltenen Wildkaninchen (in sogenannten Leporarien durch die Römer, damals noch ohne jegliche Zuchtauslese und unter sehr naturnahen Bedingungen) maximal 2.500 Jahre. Vergleichen kann man das also nicht mal annähernd.

Deinem Kaninchen haben die Medikamente gut getan, nicht die Heudiät. Die könnte unter Umständen Folgen für das Nin haben, die jetzt noch nicht zu bemerken sind - Nieren sind sehr empfindliche Organe und nehmen durch fortgesetzten Flüssigkeitsmangel durchaus Schaden. Kommen dann noch weitere belastende Faktoren dazu, kann Flüssigkeitsmangel eine Nierenerkrankung begünstigen. Ganz ehrlich, da wasche ich dem Nin lieber ein paar Tage lang den Po.




Ninchen
 
Registriert seit: 10.06.2020
Beiträge: 2
Lisa+ befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2020, 20:34

Oh, ich hätte nicht gedacht, dass andere Ansichten in diesem Forum nicht erlaubt sind. Aufgrund dieser Intoleranz werde ich mich hier direkt wieder abmelden.
Ich traue eher TÄ als Aussagen die nur auf persönliche Meinungen beruhen.
Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim Angiften




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 10.06.2020, 20:40

Das ist übrigens die Aussage meines Tierarztes, bestätigt von einer weiteren Tierärztin (Vertretungspraxis)

Meinungen sind selbstverständlich hier wie überall in einem demokratischen Land erlaubt, man muss aber grundsätzlich mit Widerspruch bzw. anderen Meinungen rechnen, die gelegentlich auch begründet werden. So ist das nun mal.



LouisAbby likes this.
 
 
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