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Kaninchen braucht dringend HilfeHallo zusammen, bitte verzeiht, wenn es jetzt bisschen schwer zu lesen ist, aber ich bin so was von durcheinander und am zittern.. Ich brauche ganz dringend Hilfe für ein armes Kaninchen. Dazu muß ich weiter ausholen. Wir haben zwei Bekannte, die vor drei Jahren in unsere Gegend gezogen sind. Als wir denen damals ein Haus besorgt haben, hatte die Vorbesitzerin von dem Haus noch ein Kaninchen. Es wurde im Käfig gehalten, welcher total verdreckt war, hatte kein ordentliches Futter, keine ärztliche Versorgung. Ich fragte unsere Bekannten, ob sie das Häschen mit übernehmen wollen, weil die Vorbesitzerin es ansonsten in ein Tierheim gebracht hätte (und so, wie ich die Vorbesitzerin kenne, hätte sie es wahrscheinlich doch einfach ausgesetzt). Unsere Bekannten stimmten zu. Sie erhielten von uns die Erstaustattung (Käfig und Futter aller Art) und ich redete sehr viel mit ihr, wie sie den kleinen Kerl halten solle etc - sie sehen ja auch, wie unsere Karnickel bei uns leben. Sie ging dann auch öfter mit zum pflücken usw und es war geplant, daß der Kleine kastriert wird und Gesellschaft bekommt. Ebenso war abgesprochen, daß, sobald das Schlafzimmer renoviert wird, er dort frei laufen darf. So weit, so gut. Nun, der Kontakt zwischen uns wurde über die Zeit zwar nicht weniger, aber wir waren mittlerweile nur noch selten bei den beiden zuhause. Zwischenzeitlich ist das Schlafzimmer renoviert, der Kleine sitzt aber trotzdem in seinem Käfig. Und seit einiger Zeit kann man dabei zusehen, wie er immer mehr sich allein überlassen wird. Letzten Sommer, als ich zu Besuch war, hab ich sofort gesehen, daß er Probleme beim fressen hat. Ich sprach meine Bekannte darauf an und sagte, sie soll heute noch zum TA fahren. Ja macht sie, war die Antwort. Am nächsten Tag ruf ich sie an und frage nach, was rauskam - sie war noch nicht beim TA, der würde doch ganz normal fressen.. erst, als ich damit gedroht habe, das Kaninchen zum Tierheim zu bringen, fuhr man doch zum TA. Zähne mußten gekürzt werden. Ich hab mit ihr immer wieder über das Kaninchen geredet. Ich hab ihr zwischenzeitlich einen größeren Käfig zumindest mal geschenkt. Ich brachte immer wieder gutes Futter für den Kleinen mit. Bis ich feststellen mußte, daß das Futter von mir auf dem Dachboden lagert und er weiterhin nur Dreck bekommt. Ich hab ihr die Vermittlung von dem Kleinen angeboten, hab schon oft gesagt, daß es reine Tierquälerei ist. Alles negiert und abgelehnt. Sein Zustand war die letzten Male schon nicht berauschend. Aber heute war ich seit langer, langer Zeit mal wieder zu Besuch. Und morgen werde ich das Tier da jetzt rausholen. Nebst den Umständen wie dem Käfig, dreckig, kein frisches Heu, Dreckfutter, Brot, Gurke und Apfel - das Kerlchen selbst ist von oben bis unten verfilzt, strähnig und dreckig wie die Sau. Seine Nase ist verkrustet. Aber das Schlimmste, ich hab ihm Futter gegeben, Schwarzkümmelpellets - er wollte es nehmen und ließ es wieder fallen. Ich hab ihm Kräuter vor die Nase gelegt, da hat er keinerlei Anstalten gemacht, daß er es fressen möchte. Der Kerl ist abgemagert, klapperdürr. Ich vermute, daß er nicht fressen kann wegen seinen Zähnen. Und somit gerade am verhungern ist. Oh Gott, ich dreh echt gleich durch. Er ist unglaublich lieb, will nur gestreichelt werden. Aber sobald man aufhört - so einen traurigen und leeren Blick hab ich noch nie gesehen, er hat sich aufgegeben. Ich konnte ihn jetzt nicht mitnehmen, die Bekannten mußten jetzt auch weg - die sind nämlich zum Essen eingeladen, während ihr Vieh verhungert. Morgen hol ich den Kerl da raus. Jetzt habe ich nur folgende Probleme. Ich hab kein Geld, um für das Karnickel zu sorgen bzw die Tierarztkosten zu tragen. Ich weiß ja auch noch gar nicht, was er alles hat, ob er es überlebt etc und weil letztes Jahr unser Produzent verstorben ist, ist unser Geschäft massiv eingebrochen, so daß wir selber grad um unsere Existenz kämpfen müßen und schon Probleme haben, unsere Karnickel zu versorgen, die ja grad auch wieder TA-Kosten verursachen. Ich hab zwar grad mit meiner Mutter gesprochen, sie würde auch was dazu geben, aber wie gesagt, ich weiß ja nicht mal, was da alles aufkommt und ob er es dann vielleicht doch nicht überlebt. Das zweite Problem ist, daß ich in meiner Wohnung keinen Platz für ihn habe. Ich könnte ihn notfalls in mein Badezimmer tun, aber ich habe Angst, daß er was ansteckendes hat, wegen unsere Hasen, deren Immunsystem ja sowieso geschwächt ist. Mein Quasi-Schwager hat hier bei mir im Ort noch ein leerstehendes Zimmer, dort bring ich ihn morgen erst mal hin nachm Tierarzt. Dann kann ich zwar nicht den ganzen Tag bei ihm sein, aber zumindest zweimal am Tag kann ich dort hinfahren und mich um ihn kümmern. Es ist halt alles eine umständliche Lösung. Am besten wäre jemand, der sich um ihn kümmert. Ich würde sogar sagen, daß ich ihn nehme und versuche, ihn mit meinen beiden zu vergesellschaften. Aber dazu muß er erst mal gesund sein und abgeklärt sein, ob der meine mit irgendwas anstecken kann. Ich bin grad echt bisschen überfordert und durch den Wind. Aber wie auch immer, morgen hol ich den Kerl da raus, ist mir egal. Zu dem Kleinen selbst: er müßte circa sieben Jahre alt sein und ist ein unkastrierter Rammler. Er war sein ganzes Leben lang allein und kennt nur miserable Haltung. Er scheint auch Schnupfer zu sein und hat auf jeden Fall schon mal Probleme mit den Zähnen. Er ist weiß mit hellbraunen Flecken und ein unglaublich anhängliches, jetzt sehr sehr trauriges Kerlchen.
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| Danke für die Antwort. Ich weiß jetzt grad im Moment auch noch gar nicht, wie es weiter gehen soll. Jetzt hol ich den morgen erst mal und fahr gleich zum TA und dann wird sich das weitere Vorgehen erst mal entscheiden. Ich wär so froh, wenn der Kerl noch mal richtig leben dürfte. Warum sind immer die Tiere, die so gequält werden, so robust und so zutraulich?
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| Ich frag mal ganz vorsichtig: Ist das "rausholen" des Tieres mit der Besitzerin abgesprochen?
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| Nein, das rausholen ist nicht abgesprochen, das wird morgen für dumme Gesichter sorgen. Aber ich sags mal ganz direkt: das ist mir so was von egal.
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| Cindy, fahr mit ihm direkt zu einem kaninchenerfahrenen TA (Kleine Heimtiere). Idealerweise hat er auch die Zusatzquali "Zahnheilkunde". Beide Angaben findest Du auf der Homepage der Praxis unter TEAM im Werdegang des TA. Danach bring ihn zu Deinem Bruder und richte ihm ein kleines Gehege ein. Nicht das ganze Zimmer, damit wird er überfordert sein. Besorg Dir Cuni Complete, das können Zahnis fressen. Die kann man notfalls auch einweichen. Geriebene Möhre und Haferflocken sollte er auch fressen können. Dann sammelst Du 3 Tage Köttel und lässt die beim TA auf Kokzidien, Hefen und Würmer untersuchen. Bitte strenge Hygiene einhalten und Hände desinfizieren. Ich denke, dass er auf jeden Fall Hefen haben wird, durch die Zahnprobleme. Wenn der TA ihn durchgecheckt hat und die Kotprobe ansonsten negativ ist, reicht einfaches Händewaschen.
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| Direkt in der Nähe hab ich meinen üblichen TA; der hat zwar die Zusatzquali nicht, den kenn ich aber schon seit einigen Jahren. Er ist zumindest auch so, daß er ehrlich sagt, wenn er selbst nicht weiter weiß; wenn nichts außergewöhnliches ist, kriegt der das hin. Natürlich laß ich ihn morgen gleich röntgen, damit wir schwerwiegende Probleme sofort erkennen. Ich frag mich, warum der Kerl so dreckig und strähnig ist, wie ein ungepflegter Hund sieht der aus. Der müßte sich doch normal selbst putzen.. Gehege einrichten, dazu brauch ich ja erst mal entsprechende Gitter. Ich weiß nicht, ob ich das zeitlich noch hinbekomme. Ich erklärs mal kurz: das Kaninchen selbst ist circa 40km weit weg von mir (einfache Fahrt). Um entsprechende Gitter zu kaufen, müßte ich gut 50km in Baumarkt fahren. Normalerweise war es angedacht, daß ich in aller Früh erst mal meinen TA anrufe und einen Termin ausmache. Dann wäre ich in eine Gärtnerei gefahren und hätte ein bisschen Grünzeug geholt und dann hätte ich das Karnickel da raus geholt. Am besten dann gleich zum TA, wozu ich vom "Karnickel-Standort" wiederum ungefähr 30km fahren muß. Und vom TA zum neuen Heim für den Kleinen sinds dann noch circa 20km. Wenn ich vorher Gitter kaufen gehe.. ich weiß ja ehrlich gesagt gar nicht, ob ich die nachher tatsächlich brauche. Wenn seine Zähne unter Narkose behandelt werden müßen, zweifel ich ein wenig daran, ob er die Narkose schafft in seinem Zustand. Geht es also gar nicht, ihm gleich das Zimmer zur Verfügung zu stellen? Cunis hab ich sowieso da, Haferflocken auch, die werde ich ihm gleich anbieten. Und Köttelprobe mach ich natürlich; wahrscheinlich hat er da auch erst mal Probleme, die sehr wenigen Köttel, die ich im Käfig gesehen hab, sahen erstens schon älter aus und nicht besonders toll.
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| Schwieriges Thema. Wenn du das Tier tatsächlich bekommst ist die Frage, ob du nicht auf den komplette TA-Kosten sitzen bleibst. Natürlich ist es wichtig dem Kerl zu helfen. Dazu wäre eine Einschätzung eines ehrlichen TA dann auch sinnvoll. Denn wenn tatsächlich einiges gemacht gehört....wie Zahn-OP, Päppeln, Nachsorge bist du mit 200 Euros schnell dabei. Nicht zu vergessen den Aufwand der nebenbei entsteht. Wenn er gepäppelt werden muss, macht es auch keinen Sinn ihn weiter weg zu parken. Dann gehört er in deine Nähe damit du dich um ihn kümmern kannst. Ich wünsch dir viel Glück für deinen Plan und hoffe dass du eine Lösung findest.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/
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| Wie teuer das werden kann, ist mir wohlbekannt.. Tierarztkosten fürs Karnickel von bis zu 700€ im Monat kenne ich schon. Meine zwei Kleinen haben in den letzten sechs Wochen bereits 300€ gekostet und müßen nächste Woche auch nochmal zum TA, was voraussichtlich auch nochmal circa 200€ kosten wird. Deshalb meinte ich ja, daß ich die Kosten für das fremde Karnickel nicht tragen kann und nach jetzigem Stand reichen 200€ für den nicht aus. Aber ich kann nicht zusehen, wie das arme Vieh verhungert. Wir haben den Kleinen jetzt vorhin geholt und sind gleich zum TA gefahren. Meine Güte, außerhalb vom Käfig bei Tageslicht betrachtet, schaut er noch viel schlimmer aus. Die Krallen sind viel zu lang, der ganze Hase ist nur noch ein verfilzter Dreckballen. Mein TA hat ihm vor allem erst mal ins Mäulchen geschaut und gleich gesehen, daß ein Zahn gezogen werden muß. Der Zahn hat sich komplett verdreht, ein Backenzahn, und mit den anderen Zähnen stimmt auch nicht alles. Dann hat er noch sein Bäuchle abgetastet und konnte ebenso gleich feststellen, daß es komplett leer ist. Der kleine Kerl hat sich sowieso aufgeführt, wie wenn ihn noch nie jemand so angefasst hat. Bevor wir da weiter rumgetan haben, wurde gleich beschlossen, daß er heute noch operiert wird. Wenn er dann schon in Narkose liegt, wird er vielleicht auch gleich kastriert. Und geröntgt wird er definitiv auch noch. Natürlich die Krallen geschnitten und mal sehen, ob man ihm das Fell stellenweise scheren muß, weil es wirklich nur noch strähnig, filzig und dreckig ist. Mein TA wird tun, was er meint, ihm jetzt zumuten zu können; er will jetzt auch nicht zu viel machen - ich muß ja nicht dazu sagen, daß das alles sehr riskant ist. Das ist jetzt erst mal der Stand. Er ist also jetzt beim TA, der ruft nachher an. Ich hab noch Cunis, Haferflocken, Dill und Heu dagelassen. Ich hab eigentlich auch Fotos gemacht.. aber weil ich meine Kamera vergessen hatte, hab ich mir von meiner Schwägerin ihr Telefon ausgeliehen und ausgerechnet jetzt hats die Fotos nicht gespeichert! Fotos reich ich also nach, sobald wir ihn nachher vom TA abholen. Gleich schreib ich noch mehr dazu.
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| Und deine Bekannten haben ihn dir, ohne zu murren, mit gegeben? Ich drück erstmal alle Daumen und warte auf deinen Bericht und die Fotos. Für den kleinen Kerl geht es jetzt hoffentlich bergauf.
__________________ LG Heike
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| So, und jetzt versuch ich mal, das in Ruhe auf die Reihe zu kriegen. Als wir den abgeholt haben, erfolgte tatsächlich noch Gegenrede. Dem Hasen geht es doch gut, der frisst nie viel, der darf angeblich jeden Tag rumhüpfen, der fühlt sich bloß in dem großen Käfig, den ich denen geschenkt habe, nicht wohl und außerdem wollten sie ja sowieso diesen Monat zum TA... usw... Ich hab nochmal, zum hundertsten Mal, alles ruhig erklärt, damit es nicht eskaliert, denn mein Menne mußte schon schlucken. Ich weiß ja genau, daß die gute Frau es besser weiß, ich kenn sie ja nicht erst seit gestern. Man kümmert sich einen Dreck um das Tierchen, aber will sich dann auch noch fast weigern, den herzugeben. Als dann aber klar war, daß wir den Hasen definitiv mitnehmen, war auch Ruhe. Dann brachte sie mir seine Transportkiste. Dieser Korb ist ja das letzte Mal im Sommer benutzt worden. Da war immer noch dasselbe Handtuch, dasselbe Stroh (kein Heu) und dieselben alte Köttel drin.. Das Karnickel wurde dann ausm Käfig gelassen, und ich muß dazu sagen, daß die beiden auch noch zwei Hunde haben. Sofort ist das Karnickel geflüchtet, sofort ist einer der Hunde hinterher und hat ihn gejagt. Dann saß er ganz verschüchtert im hinterletzten Eck - bei der Gelegenheit konnte ich auch gleich sehen, daß er nicht ordentlich hüpft, es sieht so o-beinig und ungelenk aus. Da kam dann noch der Spruch, daß der Hase jetzt spielt... bis mein Mann klargestellt hat, daß der Kerl Angst wie die Sau hat. Ja, so viel zur Abholung von dem Kleinen. Dann zum geplanten weiteren Vorgehen. Mein TA kann leider keine Tiere aufnehmen, sonst hätte ich ihn erst mal paar Tage dort gelassen, zur besseren Beobachtung. Mir ist zumindest bekannt, was das Päppeln für ein Aufwand ist, auch das kenne ich zur Genüge. Mein Hoppelchen, welches ja dieses Jahr gestorben ist, hatte nebst einer Herzproblematik auch ständige Verdauungsprobleme und zuletzt auch Zahnprobleme (aber nie so schlimm wie bei dem jetzt). Ich weiß also grundlegend, was die Nachsorge bedeutet. Und ja, mir ist auch nicht sonderlich wohl dabei, daß das Kerlchen in dieser Zeit nicht ständig bei mir sein kann. Aber wie soll ich es anders machen? Ich kann ihn nicht zuhause aufnehmen, so lang er nicht gesund ist, ich kann erstens nicht meine beiden Schnupfer gefährden und hab zweitens keinen extra Platz in der Wohnung. Also hab ich ja nur die Möglichkeit, ihn weiter weg zu "parken"; ich hab leider auch niemanden, der ihn aufnehmen könnte, schon gar nicht, weil er momentan so viel Pflege braucht. Natürlich hab ich nebenher noch meine eigenen Karnickel, mein Geschäft, meinen Haushalt, aber ich versuche, so oft wie möglich bei dem fremden Karnickel zu sein. Mir wäre es anders auch lieber, aber einen Versuch ist es allemal wert. Er wäre sonst ja sowieso jämmerlich gestorben, so hat er vielleicht noch eine Chance. Nachher werde ich jetzt erst mal das Zimmer einrichten - es ist eine abgeschlossene Wohnung, aber nur ein Zimmer, das gehört jetzt dem kleinen Kaninchen. Nun muß ich eh erst mal abwarten, ob er die Narkose schafft... Übrigens, der hatte ja noch nicht mal einen Namen. Wir haben ihn jetzt Ulf genannt.
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| Daumen sind gedrückt! Heike, die haben ja offenbar eh kein Interesse an dem Tier. Werden aber mit Sicherheit keinen Cent beisteuern. Normal müsste man das anzeigen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz... Leider interessiert sich keiner für ein blödes Karnickel, mal ganz direkt ausgedrückt. Theoretisch könnte man sogar die Polizei einschalten, aber die werden auch nur herablassend lächeln. Ist doch bloß ein Karnickel, wen juckts? ![]()
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| Angy, so ist es leider. Wie oft ich schon wegen Kaninchen Veterinäramt eingeschaltet hab und nie ist irgendwas passiert. Ein Kaninchen ist doch gar nix wert in den Augen der Leute.. oftmals wird nicht mal mehr wegen Hunden eingeschritten. Mit der Tierliebe und dem Verfolgen der Tierschutzgesetze ist es nicht weit her. Und nein, von denen brauch ich keinen Pfennig erwarten, das ist sowieso gleich klar. Edit: Übrigens war die Ausrede für sein dreckiges, strähniges Fell, daß es ein Angorakaninchen sei, das war schon fast zum Lachen. Er sieht aus wie ein verhindertes Löwenköpfchen, was man unter dem Dreck sehen konnte..
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| Er hat die Operation überstanden. Ich geh jetzt los, wärm die Wohnung vor, richte alles her und dann zieht er ein. Hoffentlich schaffen wir das!
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| Ich würde ihn die erste Nacht nicht außer Haus verbringen lassen.
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| Wenn du ihn zumindest für diese eine Nacht in ein Extrazimmer bei dir in einen großen Karton setzt? Er ist die Enge ja eh gewöhnt und nach der Op ist bestimmt ein bisschen Ruhe gut... Ich denke auch, dass du keine Ruhe hast, wenn er soweit weg ist. Hast du paypal? Ich würde gern etwas beisteuern, finde es toll, dass du das durchziehst...
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| Jetzt bin ich wieder zuhause.. Bis ich alles vorbereitet hatte, ist es sieben geworden, daß wir Ulf abholen konnten. Zuerst mal war ich ganz erstaunt, weil er schon relativ fit wirkte. Also, der Zahn wurde ihm gezogen, der stand auch schon unter Eiter. Aber der Eiter kam gut raus und müßte jetzt auch komplett draußen sein. Gezogen wurde ihm ein oberer Backenzahn. Am Unterkiefer stimmt irgendwas nicht. Zwar sieht dort der betreffende Zahn noch gut aus, aber der Kieferknochen selbst ist äußerst dünn. Es kann sein, muß aber nicht, daß er dort auch noch Probleme hat, das kommt noch auf. Ansonsten wurde noch ein bisschen geschliffen. Kastriert wurde er nicht, weil die Narkose dann hätte verlängert werden müßen und das wollte mein TA bei dem schlechten Zustand nicht. Deshalb hat er übrigens auch kein AB bekommen; denn das Röntgenbild hat bestätigt, daß sein Bäuchlein leer, nur voll mit Luft, ist. Blut hat er auch gleich abgenommen und läßt es testen. Außerdem wurden natürlich noch seine Krallen geschnitten. Er war und ist so verfilzt und dreckig, weil er sich vollgesabbert hat.. das ist alles Sabber. Er niest öfter, aber man kann jetzt nicht sagen, obs von den Zähnen oder von Schnupfen kommt. So weit dazu. Bereits jetzt sieht er schon hundert mal besser aus als vor der OP. Sein Blick hat sich auch schon gleich verändert. Als wir ihn in die Wohnung gebracht haben, war er erst mal ganz aufgeregt. Er hat sofort alles erkundet, aber muß sich immer wieder ausruhen, weil er so viel hüpfen ja gar nicht gewöhnt ist. Das Beste ist jedoch, daß er gleich mit fressen angefangen hat - sogar schon Cunis! Nicht viel, aber er frisst immer wieder kleine Portionen. Getrunken hat er auch, Heutee und Wasser, er kennt ja sonst nur die Nippeltränken. Und er hat auch sofort geköttelt, die Köttel selbst sehn gar nicht so schlimm aus. Nur uriniert hat er noch nicht. Er will unglaublich viel schmusen und einen Bockhüpfer hat er auch schon gemacht. Außerdem ist er wahnsinnig neugierig und eigentlich gar nicht ängstlich. Allerdings ist er natürlich immer noch sehr dreckig - und er stinkt massiv. Dazu muß ich aber sagen, daß es bei denen, wo ich ihn geholt habe, auch extrem stinkt. Es schimmelt dort, und es riecht einfach nach Dreck und teilweise Moder; und so riecht der Kleine halt auch. Aber er ist wirklich sehr dünn, man spürt jeden einzelnen Knochen so überdeutlich, daß man fast Angst hat, man zerbricht ihn, wenn man ihn streichelt. Heute war wirklich eine Notrettung, der hätte diese Woche nicht mehr überlebt. Es ist jetzt schon klar, daß er ein dauernder Zahnpatient bleiben wird, es kommt nur noch auf, wie schlimm es wirklich ist. Und ich liebe meinen Mann :-) Er hat sich sofort bereit erklärt, die nächsten zwei, drei Tage in der Wohnung zu verbringen, damit Ulf nicht alleine ist und er aufpassen kann, wie er sich macht! Jetzt sitz ich hier mit unseren zwei Kleinen und mein Menne wohnt bei Ulf, grinz. Er hat gerade nochmal angerufen und mir erzählt, daß er von ihm gleich begrüßt wurde, als er wieder rein kam, und daß Ulf jetzt neben seiner Matratze liegt und ständig gekrault werden will; ist das nicht herzerweichend? Ansonsten scheint er Frischfutter gar nicht wirklich zu kennen, ich bin echt stinksauer, wie oft ich mit ihr darüber geredet habe! Er hat nämlich Endivie, Fenchel, Basilikum, Dill und Petersilie zur Auswahl und er hat erst mal alles kurz angeknabbert, wie zum probieren. Sab und Metacam hat er noch bekommen und mein Menne will ihm später nochmal Sab geben. Mir ist bewußt, daß er jetzt noch lange nicht überm Damm ist. Aber es ist einfach schön zu sehen, wie er in der kurzen Zeit aufgeblüht ist und es beruhigt mich ungemein, daß selbst, wenn er es letztendlich vielleicht doch nicht schaffen sollte, er zumindest noch mitbekommen hat, daß es auch Menschen gibt, die ihm Gutes tun. Sein Kämpferherz beeindruckt mich wirklich enorm. Jetzt kommen gleich Fotos; ich bitte nur die Qualität zu entschuldigen, mein Menne hat die Fotos gemacht und der kann das nicht so gut ;-)
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| Darf ich vorstellen... Ulf ![]() Hier sitzt er noch in der Transportkiste, da haben wir ihn gerade vom TA wieder geholt. ![]() ![]() Sieht er nicht schlimm aus? Und trotzdem... stellt Euch das noch zehnmal dreckiger vor, so sah er vor der OP aus. ![]() ![]()
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| Man Man Man, was manche Menschen sich nur denken! Da könnte ich echt sauer werden. Ich bin so froh das Du dich Ulf (lustiger Name) angenommen hast. Wir hatten ja schon geschrieben, melde Dich! Ich drücke für Ulf mal alle Daumen und lass auch noch 8 Pfoten drücken Hallo Ulf, schön dich kennen zulernen! Du bist ja ein ganz Süßer!
__________________ Luka, Julchen und Roland Luzie, Du bleibst immer in meinem Herzen
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