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2. Kaninchen mit Biss in der Schnauze auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Ron&Minnie
  • 1 Post By Ron&Minnie

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.12.2017, 15:30

2. Kaninchen mit Biss in der Schnauze


Hallo,

Erstmal fröhliche xmas... leider begann es bei uns nicht so gut, da wir mir einem Kaninchen in die Tierklinik mussten. Wunde an der Schnauze, die schon geschwollen war.

Jetzt zum Problem: meine Kids hatten unsere 3 am Morgen in den Garten gekassen und da hatte er noch nix. 5 Minuten später sah man das Blut, aber es gab wohl keinen Kampf?

Ich bin mir da nicht so ganz sicher, denn woher soll die Wunde kommen, die jetzt auch mit AB behandelt werden soll?

Was komisch ist, ist die Tatsache, dass unsere Nummer 4 bei der Vergesellschaftung auch über Nacht in die Schnauze gebissen wurde - wir aber nicht wissen, wer es war. Nr 4 sitzt jetzt erstmal woanders, bevor wir es nochmal versuchen.

Wir tippen in beiden Fällen auf unser sehr dominanes Weibchen, das aber schon kastriert ist.

Cookie, mit dem ich vorher in der Klinik war, ist frühkastriert, und total unterwürfig, weshalb ich das Ganze noch weniger verstehen kann.

Was sagt ihr dazu?



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.12.2017, 17:56

Hallo

Da bleibt Dir nichts anderes übrig, als eben die Kaninchen zu beobachten, um heraus zu finden, wie gut sich die wirklich alle verstehen...

Dann würde ich mich mal fragen, wie lange alle schon zusammen sind, respektive wie lange die Vergesellschaftung läuft (um die ob allenfalls Fehler gemacht wurden), Wieviel Platz sie alle permanent zur Verfügung haben, wie das Verhältnis bisher untereinander ist, wie die Konstellation, Alter etc. ist. Und ob die Kaninchen von Deinen Kindern in ein fremdes, neues Revier gesetzt wurden.

Ohne detailliertere Infos lässt sich leider nur darüber rätseln, was denn passiert sein soll.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2017
Beiträge: 81
Ron&Minnie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.12.2017, 19:27

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Hallo

Da bleibt Dir nichts anderes übrig, als eben die Kaninchen zu beobachten, um heraus zu finden, wie gut sich die wirklich alle verstehen...

Dann würde ich mich mal fragen, wie lange alle schon zusammen sind, respektive wie lange die Vergesellschaftung läuft (um die ob allenfalls Fehler gemacht wurden), Wieviel Platz sie alle permanent zur Verfügung haben, wie das Verhältnis bisher untereinander ist, wie die Konstellation, Alter etc. ist. Und ob die Kaninchen von Deinen Kindern in ein fremdes, neues Revier gesetzt wurden.

Ohne detailliertere Infos lässt sich leider nur darüber rätseln, was denn passiert sein soll.

Hi,

Das Weibchen und das 1. kastrierte Männchen haben wir schon seit Mai 2017 (beide im April geboren und aus dem Zoohandel) und nachdem das Weibchen auch kastriert wurde, haben sie sich super verstanden. Sie verstanden sich vorher schon gut, aber das Weibchen hat ihn überhaupt nicht mehr in Ruhe gelassen und war auch uns gegenüber aggressiv. Ihm gegenüber ist sie jetzt viel netter - uns gegenüber leider nicht.

Dann kam vor 7 Wochen das 2. kastrierte Männchen (geboren im August und von einer Auffangstation) dazu, welches nach 2 Tagen schon integriert war, da es sehr unterwürfig ist.

Achja, die 3 haben ein 7 qm Außengehege für nachts und tagsüber sind sie immer in unserem ca. 30 qm großen Garten.

Am 4.12 haben wir dann noch ein Männchen dazugeholt (da wir sahen, dass eines der 3 anderen immer alleine saß) das in einem Kaninchenzuchtverein in einem Mini-Käfig gehalten wurde :-(... er war noch nicht kastriert und wurde uns aber als ruhig verkauft.

Wir versuchten eine Vergesellschaftung in unserem kalten Keller (ca. 7 qm), die 2 Tage ohne größere Blessuren gut ging, aber am 3. Tag hatte Nr. 4 eine Wunde am Mund, die vom Arzt versorgt werden musste und später zuhause mit AB-Behadlung. Seitdem sitzt er bei uns im Vorhof, den er, solange es hell ist, komplett für sich alleine hat (ca. 16 qm), nur nachts müssen wir ihn in einen Käfig tun, da der Vorhof leider nicht mardersicher ist.

Er wurde in der Zwischenzeit kastriert und auf Kokzidien behandelt (im Zuchtverein sagten sie uns, er wäre schon behandelt worden?!).

Leider bin ich mir jetzt auch nicht mehr unsicher, ob er wirklich ruhig/unterwürfig ist. Seit kurzem hat er anfangen uns immer anzuknurren und auf die Hand zuzurasen um zu beißen, wenn wir ihm Futter in sein Gehege stellen. Auch knurrt er sehr.. das erinnert mich sehr an unser Weibchen, das wirklich IMMER, wenn wir morgens das Futter ins Gehege stellen, auf unsere Hand zurast, um die Hände zu zwicken. Die 2 anderen Männchen sind da ganz anders und lassen sich auch mal streicheln.

LG, Yvonne



Kaninchenflocke likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.12.2017, 22:13

Hallo Yvonne

Also sind zumindest 3 Kaninchen in diesem Jahr geboren und stecken inmitten der Pubertät. Da kann es immer Unruhe geben, und generell lässt sich auch noch nicht fix sagen, ob sich diese als ausgewachsene Tiere auch noch verstehen werden. Da hast Du also mehr Probleme, als 'bloss' eine Vergesellschaftung. Und beim frisch Kastrierten müssen sich die Hormone zuerst noch vollständig abbauen.

Sowieso gibt es nie eineGarantie, ob eine Konstellation funktioniert oder auch nicht. Je mehr Ausweichsmöglichkeiten, desto größer auch die Chance. Nachts mit nur 7 qm ist schon etwas wenig, gerade eben wenn es nicht harmonisch ist... Paarungen schon grundsätzlich etwas idealer, damit zumindest einen Kuschelpartner hat, auch wenn natürlich letztendlich die Charakteren auch eine große Rolle spielen.

Generell kann ich nur sagen, dass die Probleme meist unter den Gleichgeschlechtlichen statt findet und sehr selten zwischen Paaren. Und solche hatte ich unter den gleichen Geschlechter langfristig fast immer, sogar wenn richtig viel Platz zur Verfügung stand (ganze Wohnung), auch wenn die Vergesellschaftung einigermaßen gut geklappt hat.

Bei so vielen Kaninchen würde ich eine Vergesellschaftung zwingend auf wesentlich größerer Fläche machen (vorzugsweise neutrales Revier oder eben altes, möglichst großes Revier umstellen). Es läuft einfach viel entspannter ab und wenn es eskalieren sollte, kommt es auf kleinerer Fläche mit wenig Ausweichmöglichkeiten schneller zu Verletzungen. Einengen würde ich eine große Fläche nur, wenn es sich heraus stellt, dass sich die Tiere so komplett aus dem Wege gehen. Zu beachten gilt auch, dass es auch nach Umsetzung ins gewohnte Revier wieder Probleme geben kann oder jeder neuer Raum, auch solches wieder auslösen kann.

Natürlich dauert eine VG durchaus Tage oder Wochen, und es muss auch nicht immer zwingend bereits am Anfang heftiger zu gehen, selbst wenn dies häufig der Fall ist. Kleinere Blessuren kann es auch mal geben, das ist okay, solange die irgendwann mal aufhören und nicht die Gefahr besteht, dass sich die Tiere nicht komplett ineinander verbeißen. Wunden an Ohren, Maul und Augen sind natürlich nicht so schön, da ödet kaum Fellschutz besteht und es relativ rasch blutig wird (und gefährlich).

Falls Du also eine erneute VG in Angriff nimmst, dann würde ich mir sicherlich etwas Zeit reservieren, um die Situation zu betrachten. Und auf genügend großer Fläche. Falls das massiv eskalieren sollte, könntest Du danach auch eine VG Gitter-an-Gitter (aber ohne dass sie sich durch das Gittr beißen können) versuchen, um zumindest festzustellen, ob jetzt grundsätzliche eine Aggression besteht oder sich die Lage mit der Zeit beruhigt und sie sich aneinander gewöhnen werden.

Das Verhalten gegenüber Menschen hat jetzt auch nichts mit dem Verhalten der Kaninchen untereinander zu tun. Ist ein Kaninchen 'aggressiv', dann hat das meist damit zumuten, dass es entweder verunsichert und ängstlich ist, und sich in die Ecke gedrängt fühlt. Auch hat es noch nicht gelernt, Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Wobei natürlich auch nicht jedes Kaninchen in dieser Situation mit Angriff reagiert.

Grundsätzlich brauchen solche Tiere sehr viel Geduld: man muss ihm genügend Platz zum Ausweichen lassen und auch möglichst schnelle Bewegungen vermeiden. Oft hilft es auch, sich jeweils klein zu machen oder sich eben mal ruhig auf den Boden hin zu setzen (oder zu liegen), damit man nicht als Bedrohung angesehen wird. dadurch wird sogar oft auch die Neugierde der Tiere geweckt und man kann ihnen eine Chance geben, damit sie sich nähern können. Aber es braucht eben alles seine Zeit und manchmal kann das Monate dauern je nach Tier... Oft helfen auch Leckerli aus der Hand. Wenn ein Tier zu scheu ist, kann man die Leckerli vorerst auch in seine Nähe schmeißen.

Also ganz wichtig: möglichst langsame Bewegungen, damit es nicht erschrickt!

Sollte es trotzdem zum Angriff kommen, obwohl man sich selbst (aus Kaninchensicht) richtig verhält, dann kann man durchaus mittels einem Kommando zu verstehen geben, dass es sich falsch verhält. Wenn Meine etwas nicht dürfen, dann sage ich entweder laut 'Nein' oder 'Pscht', das verstehen die sehr wohl. Genauso belohne ich sie stimmlich, wenn sie etwas richtig gemacht haben.

Ob ein Kaninchen zahmer oder zutraulicher ist von Beginn, hängt ab einerseits vom Charakter, aber auch andererseits, ob es Menschenkontakt intensiv von klein aus schon hatte. Dazu kommen dann auch noch die später gemachten negative Erfahrungen hinzu.

Lg
Moni




Geändert von Rakete (28.12.2017 um 22:16 Uhr).
 
 
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