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| Da brauchst du keine Studien. Schau sie dir doch an wie sie rennen und spurten, hüpfen und sich lang ausstrecken. Da siehst du schon, wieviel Platz sie benötigen. In keinem Käfig können sie springen oder sprinten und das tun sie nunmal. Ebenso buddeln, was ein natürlicher Triebist, können sie in keinem Käfig, wo willst da eine Buddelbox reinstellen. Die sich ändernden Zahlen liegen an der Geschlechterkonstellation, bei Gleichgeschlechtlichen rappelt es eher mal, als bei M/W. Wer mal Wildkaninchen beobachtet, der weiss wieviel sie sich bewegen. Ich habe den Vergleich Käfig und dann raus in ein Gehege mit 20 qm Nachts und 40 qm am Tag. Wer dann noch fragt warum sie in keinen Käfig gehören, hats nicht kapiert.
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Hi Sofiea, Zitat:
naja, „artgerechte Haltung“ hat als Referenzgröße eben das beobachtbare Verhalten der Tiere unter natürlichen Bedingungen. Also so wie ein Kaninchen leben würde, wenn der Mensch seine Finger nicht im Spiel hätte. Daraus leiten sich für jene, die für eine sogenannte artgerechte Haltung plädieren, dann auch alle gängigen Empfehlungen zur mutmaßlich richtigen Haltung ab. Daher der Gedanke, das Kaninchen sollte „Wiese“ bekommen. Daher die Idee, je mehr Raumangebot für ein Kaninchen desto besser. Daher die Gruppenhaltung als Standard. Und so weiter. Mehr Begründungszusammenhang ist da erstmal nicht. Nun meinen die einen, dass diese Argumentation - also freie Wildbahn als Referenzrahmen für die Haltung beim Menschen - völlig ausreicht, um sie gegen Zweifel abzudichten. Artspezifisches Bedürfnis des Tieres sticht die menschliche Perspektive in dieser Argumentationsstrategie. Immer. Andere wenden ein, dass diese Argumentation genau besehen nicht weit trägt. Denn dann gehörte auch zur artgerechten Haltung, meinem Kaninchen ein Setting an Fressfeinden wie überhaupt ein Angebot natürlicher Stressoren vorzuhalten, außerdem weitläufige Höhlenbauten zu ermöglichen und seine hormonellen Umtriebe nicht etwa (per Kastration oder Sterilisation) zu unterdrücken. Schließlich sind auch das basale artspezifische Bedürfnisse (m)eines Kaninchens. Beginnt man also Argumentationshilfen zuzulassen, die von der „reinen Lehre“ abweichen, kommt das Konstrukt ins Trudeln, weil dann - logisch widerspruchsfrei - schlicht nicht mehr begründet werden kann, weshalb dann nicht auch andere Punkte relativiert werden können sollten. Es bleibt also beim mühsamen - menschlichen - Gewichten der mutmaßlich artspezifischen Bedürfnisse und Auskaspern der Standpunkte und Meinungen. Und es bleibt auch weiterhin bei Gegenmeinungen. ![]() Grüße, Aen Geändert von Aen (27.10.2017 um 19:20 Uhr).
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| @ Aen: Ja, genau vor diesem Problem stehe ich häufig... Anders als z.B. bei Pferden habe ich auch noch keine tatsächlichen Daten gefunden, die eben den positiven Einfluss einer Haltung mit viel Platz unterstützen würde. (Natürlich auch keine dagegen.) Das sie sich mehr bewegen und wohler fühlen ist ja sehr subjektiv. Meine z.B. sind echte Faulis und egal wie viel Anreiz man ihnen bietet, sie kuscheln eben lieber. So wirklich gerannt oder Haken geschlagen wird sehr selten. Da macht so manches Kaninchen mit Tagesauslauf wesentlich mehr Bewegung.
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| Und mir gefällt, dass Du dafür, also für Begründungsansprüche zwischen Glauben und Wissen, (überhaupt) ein Problembewusstsein hast. Zitat:
Grüße, Aen
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| sehr interessantes Thema über das ich auch häufig nachdenke. Nicht nur in der Kaninchenhaltung sondern besonders auch beim Thema Pferdehaltung, dass ja noch mal ganz andere ethische Fragen aufwirft. Leider wird niemand jemals beantworten können wie sich ein Kaninchen in Einzelhaltung fühlt. Es ist ja nicht in der Lage sich konkret vorzustellen, wie das Leben mit einem Artgenossen wäre allenfalls vermutlich ein diffuses Gefühl, dass irgendetwas "nicht stimmt" aber auch das kann man nicht mit Sicherheit sagen. Ebenso beim Thema Platz. Als Maßstab könnte man vermutlich am ehesten den Radius nehmen, den sich ein Wildkaninchen rund um seinen Bau bewegt und selbst da könnte man argumentieren, dass es sich nur aus der Notwendigkeit heraus geeignetes Futter oder Wasser zu finden so weit weg bewegen muss, aber eigentlich lieber näher am Bau bleiben möchte. Echt sehr schwiereiges aber auch hochinteressantes Thema.
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| Wie sich ein Kaninchen in einzelhaltung fühlt wird es dir wohl wirklich nie sagen. Aber man sieht es. Wenn man mal ein Kaninchen aufgenommen hat dass die ganze Zeit alleine gelebt hat. Oder ein Kaninchen aus Gruppenhaltung wird krank und musste separiert werden. In beiden Fällen blühen die Kaninchen wieder richtig auf wenn sie zu den neuen Mitbewohnern oder den vorhandenen kommen.
__________________ Falls es heute noch niemand zu dir gesagt hat:⠀ - Guten Morgen⠀ - Du machst das super⠀ - Ich glaub an dich⠀ - Alles wird gut⠀ - Du siehst hammer aus⠀ Kaninchenlos aber trotzdem immer in meinem Herzen Ella, Finn, Drops, Hazel und Feivel *RIP*
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| Cortana nutzt erst seit ein paar Tagen die ganze Wohnung zum flitzen, vorher waren ihr einfach die Übergänge zu den Zimmern, von Teppich zu Teppich, suspekt. Jetzt liegt wohl der richtige und sie rennt und rennt und rennt. Manchmal liegt der Teufel im Detail.
__________________ Mani wastete yo Glück auf deinem Weg
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| Mein Mann sagte die Woche "jetzt haben deine Kaninchen schon so ein großes Gehege und es ist ihnen immernoch nicht genug" Wir haben im Sommer endlich ein ca. 8qm großes (immernoch leider recht langweiliges) Gehege gebaut. Vorher lebten sie ca. ein Jahr in einem Knastkäfig, davor in einem Wohnungsgehege (ca.4qm). Er kam zu dieser aussage weil der kleine Crusty bei der morgenfütterung aus dem Gehege ausgebüxt ist (nicht zum ersten mal) und fröhlich durch den Garten rannte. Ich weiß nicht welche Studien diesen richtwerten zugrunde liegen. Es gibt allerdings einige Studien über Wildkaninchen. Wie weit sie sich von ihrem Bau entfernen usw. Ich denke sowas wurde durchaus auch zu Grunde gelegt. Letztendlich sind 2-4qm für ein aktives Kaninchen nichts.
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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| Wer einmal eine harmonische Gruppe oder ein glückliches Paar beim kuscheln und in ihrem "Eheleben" erlebt hat, und ein wenig Empathie besitzt der braucht nicht nach Studien zu fragen. Meine Kuschelmonster sind das beste Beispiel gewesen. Sie haben sich geliebt in glücklichen und in schlechten Tagen. Sogar beim sterben hat Joschi-Hans seine Frau begleitet. Das berührt mein Herz so sehr. Immer noch. Ich brauche keine Studie um zu wissen, dass Einzelhaltung Tierquälerei ist.
__________________ Ohne Gefährten ist kein Glück erfreulich. .................................................. ..............
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| Hier tut sich ja schon einiges @ Polly8: Ich könnte mir vorstellen, dass bei Einzeltieren da durchaus Veränderungen feststellbar sind. Ich glaube, dass diese Tiere mehr oder weniger dauerhaft gestresst sind, da sie ja keine Warnungen und Mitteilungen von anderen erhalten sondern alles selbst machen müssen. Zusätzlich fehlt ihnen das beruhigende Kontaktliegen. Unterstützt sehe ich diese These dadurch, dass man ja immer von der hohen Herzversagen bei Kaninchen gewarnt wurde und wie schnell die doch bei Stress tot umfallen würden. Nun hat man ja tatsächlich im Versuch herausgefunden, dass chronischer Stress das ganze Gefäßsystem schädigt - es wäre also leicht möglich, dass Einzelkaninchen aufgrund eines vorgeschädigten Herzens leichter einen Herzinfarkt erleiden. Aber wie gesagt, das ist nur so ein Gedanke von mir. @ Aen: Natürlich könnte es sein, dass deine wie Applejacks Kaninchen mit dem Untergrund Probleme haben. Bei meinen kann das nicht der Fall sein, da sie Wiese & Erde im Freilauf haben. Da rutscht nichts. Zudem kann ich aus der Vergangenheit sagen, dass meine Hoppler, wenn sie mal ausgekommen sind, an ihren Lieblingsort im Nachbarsgarten gehoppelt sind (und zwar jeder für sich, die sind wenn sie ganz frei waren nicht zusammen geblieben...), dort aber auch kaum mehr als ein paar Quadratmeter um diese Stelle genutzt haben. Zudem sollte man daran denken: Die wenigsten Menschen latschen ihre empfohlenen 10km am Tag... Obwohl sie ganz frei wären und könnten @ crazy curry, Ella_Finn, Olga: Ich weiß, dass ihr keine Studien braucht um eure Haltung zu bestätigen. Auch ich habe ja diese Beobachtungen angestellt. Aber es sind eben Beobachtungen - und zwar hoch emotional beeinflusste Beobachtungen. Zudem welche, die logischerweise keinem Vergleich unterzogen wurden. Für einen selbst reicht das absolut. Andere haben das aber nicht gesehen und für andere reicht es eben nicht. Man kann sehr viel in das Verhalten eines Tieres reininterpretieren. Eine unwissende Person sieht z.B. auf einem Video ein Kaninchen, das ganz entspannt und ruhig am Rücken im Wasser treibt und genussvoll badet. Jeder, der sich auch nur ein klein wenig auskennt weiß, dass dieses Tier Todesängste durchsteht und sich einfach nur in einer Schreckstarre befindet. Für jemanden, der dieser Haltungsform sehr skeptisch gegenübersteht werden solche Berichte nicht ausreichend sein. Genausowenig, wie für mich persönlich z.B. die Berichte impfgegnerischer Personen über die leuchtenden ungebrochenen Augen ihrer ungeimpften Kinder/Haustiere die ja auch nie krank werden ausreichen würden, um eine möglicherweise lebensrettende Spritze auszulassen. Liegt jedoch ein Bericht vor, der tatsächlich beweist (wobei dieses Wort natürlich auch vorsichtig zu gebrauchen ist), dass eine gewisse Impfung oder ein gewisser Impfstoff starke Nebenwirkungen hat oder häufig unwirksam ist, werde ich den nicht auf Teufel komm raus reinjagen, weil ja geimpft werden muss. @ Selkie: Ich glaube das war ein Radius von 100/200 m... Wobei ich mir nicht mehr sicher bin. Ich wüsste nicht, wie man dann auf diese 2/3 qm rückschließen würde, möglich wäre es natürlich, man müsste wissen, woher die Zahl ursprünglich kommt. In den frühen Jahren meiner Kindheit hatten wir die Kaninchen frei - ohne Gartenzaun, nur mit Nachtstall. Ja, klingt gefährlich, erstaunlicherweise ist nie etwas passiert, obwohl wir in einer Wohnstraße mit Hunden, Katzen, Autos etc. waren. Sie haben sich nie mehr als 20 m von ihrem Stall entfernt, obwohl sie echt überall hätten hin können. Und das über 12 Jahre... Was mich interessiert: Sind deine auch in ihrem Gehege viel am rennen und hüpfen?
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| ich hab auch 100m im Kopf. allerdings zur futtersuche. ist die Frage ob sie sich auch soweit bewegen wenn genug Futter im näheren Umkreis ist. ja sie bewegen sich auch im Gehege. hauptsächlich jagt er sie durch die Gegend wenn ich füttern komme rennen sie immer freudenkreise. wenn ich sie aber richtig Harken schlagen sehen will muss ich sie in ihren Auslauf oder in den Garten lassen. wenn die Tür zum Auslauf offen ist rennen sie immer freudig raus, rennen über denen wiesenstück wieder rein Usw. ist schon witzig. aber der Auslauf ist auch nicht sonderlich groß. 3-4qm. ich weiß nicht ob sie sich einfach über die Abwechslung freuen oder die Wiese.
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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| Ich habe einmal gelesen, dass Kaninchen, die frei laufen dürfen (im Garten) sich nicht weiter als 50 Meter von ihrem Gehege entfernen, sofern sie genügend Schutz und Futter haben und in einer harmonischen Gruppe leben.
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Zitat:
Ich bilde mir ja ein, dass 20 qm Gehege und 250 qm Gartenauslauf genügen sollten, Futter schleppe ich auch so viel bei, dass immer noch genügend in Wiesenraufe und Gemüseschüssel liegt, im Gartenauslauf wächst auch noch diverses Gras und sonstiges Unkraut, Büsche, unter denen man Schutz suchen kann, und Häuschen gibt´s auch, gleichwohl wurde schon die Absperrung zum restlichen Garten demoliert und alle spazierten dann in trauter Eintracht (an der Harmonie kann´s daher auch nicht liegen...) in die große Freiheit... hinzu kamen noch die Ausflüge der besonders Mutigen ins Haus, inklusive Umdekorierung des Wohnzimmers und "Beschnitt" meiner Zimmerpflanzen... Bestimmt ist die Bewegungsfreude und die Abenteuerlust von Kaninchen zu Kaninchen unterschiedlich, gleichwohl kann ich von meinen sagen, dass sie zwar einen Gutteil ihrer Zeit auch "ausgestopfte Katze" spielen, dabei aber je nach Tageszeit und Witterung unterschiedliche Plätze aufsuchen, und morgens und abends werden auch ohne weiteres mal 20m-Spurts hingelegt... Deshalb würde ich immer für "je mehr Platz, desto besser" plädieren.
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