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Wegen Zahnproblemen einschläfern? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Ron&Matt
  • 2 Post By Polly8
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  • 1 Post By knuffelchen

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Benutzerbild von Hoppellinoninchen
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.12.2012
Beiträge: 299
Hoppellinoninchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2017, 18:58

Wegen Zahnproblemen einschläfern?


Guten Abend, ich wollte mal nach euer Meinung bezüglich der Zähne von Panda fragen.
Er hat in den letzten Wochen ein wenig langsamer aber ansonsten völlig normal gefressen. In der Tierklinik Neandertal wurde vor knappen zwei Wochen festgestellt, dass die untere rechte Zahnseite sehr entzündet sei und auch die Zähne katastrophal stehen würden. Dies wurde so gut es ging unter Narkose gerichtet, jedoch hieß es, ein Zahn müsse gezogen werden. In den letzten Tagen wurde er mit Antibiotikum und Schmerzmitteln behandelt, da der Zahn erst gezogen werden kann, wenn die Schwellung zurückgegangen ist. Nun wurden wir weiter an den "Tierzahnarzt" Dr. Zahner verwiesen, der uns mitteilte, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass gleich mehrere Zähne gezogen werden müssten, wodurch der Gegenspieler zu den oberen Zähnen fehlen würde. Außerdem besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Kieferknochen durch die Entzündung schon beschädigt ist. Wären diese Faktoren der Fall (wird aller erst nächste Woche Dienstag geprüft und folgend (wahrscheinlich) operiert), sagte der Tierarzt, dass man Panda lieber einschläfern lassen sollte.
Hat hier jemand schon Erfahrungen mit ähnlichen Situationen gemacht? Was würdet ihr tun?
Selbstverständlich will ich Panda nicht leiden lassen, aber er ist eigentlich putzmunter und ansonsten kerngesund und fit.
Vielen Dank im Voraus und für das nehmen der Zeit.



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Benutzerbild von Ron&Matt
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.01.2013
Beiträge: 452
Ron&Matt befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.10.2017, 19:25

Ich kenne Dr. Zahner nicht persönlich, habe aber schon viel von ihm gehört und er hat eigentlich einen guten Ruf. Zu der Tierklinik Neandertal sage ich jetzt besser nichts...

Ich würde mir aber dennoch auf jeden Fall eine zweite Meinung von einem erfahrenen Tierarzt einholen, bevor ein Tier eingeschläfert wird, das eigentlich einen guten Eindruck macht! Wenn du dir vorstellen kannst, bis nach Wuppertal zu fahren, schick ich dir gerne die Kontaktdaten von meiner Tierärztin, die auch bei meinem Zahni mehrere Zähne gezogen hat und ihn regelmäßig behandelt hat (leider ist er allerdings dann dennoch verstorben, aber da konnte sie nichts für...).



marinahexe likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.07.2017
Beiträge: 35
LapislazuliLaura befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.10.2017, 22:54

Das Problem ist halt, dass bei einer fiesen Entzündung auch fast immer Eiter eine Rolle spielt, der bei Kaninchen verdammt zähflüssig ist und den Knochen zersetzt. Wenn der Kieferknochen bei euch schon derart betroffen ist, ist das natürlich scheiße (,ums mal auf gut Deutsch zu sagen). Aufgrund der Konsistenz des Eiters wird man ihn nämlich auch nur sehr sehr schwer wieder los und so wütet eine Entzündung unangenehm vor sich hin.
Einfach so aufgeben würde ich ein Kaninchen aber auch nicht und zumindest versuchen, der Entzündung Herr zu werden. Wenn das nicht funktioniert, kann man immer noch Abschied nehmen...




Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2017, 10:29

Das ist eine ganz zwiespältige Sache.
Ich hatte diese Problem mit meinem Mäxli vor 4,5 Jahren.
4 Eiterherde im Mäulchen und meine alter TA riet zum Einschläfern. Ich habe aber seiner Diagnose misstraut denn er hat anhand des Röntgenbildes die Diagnose Tumor gestellt und das ist unmöglich.
So habe ichir eine 2. Meinung eingeholt und es waren "nur" Zahnwurzeln.
Erst wurden links im Unterkiefer alle Zähne entfernt und ich musste wochenlang die große, nach außen offene, Wunde spülen. Und mit der einen OP war es auch nicht getan, es folgten noch 2.
Dann war eine zeitlang Ruhe, dann ging es auf der anderen Seite los.
Jedesmal dachten wir, noch diese OP und dann ist gut.
In der Zwischenzeit hat er noch so ca. 3 Zähne und kann nicht mehr selbständig seine benötigte Nahrung zu sich nehmen. Er schafft ca. 20 - 30% seines Bedarfs, den Rest muss ich ihm zufüttern.
Ich päppel ihn seit dem 07.01.2016 4x täglich. Damals hatte er einen Unterkieferbruch beim Zähneziehen erlitten. Das Ganze ist dann nicht richtig zusammengewachsen weil seine Patrnerin ihm die Fäden gezogen hatte. Sonst ist er topfit, tobt herum und bettelt sogar nach Leckerlis (die weichen Minijoghurtdrops kann er super fressen ).
Für mich allerdings ist das eine riesen Belastung, meistens geht es aber an manchen Tagen möchte ich es einfach nicht mehr.
Das ist eine ganz schwierige Situation.

edit: insgesamt wurde er seit 2013 22 mal in Narkose gelegt wegen OPs oder Zähne schleifen, das geht auch gewaltig ins Geld



__________________



Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2017, 13:16

Da ich auch ein Zahnkaninchen habe, habe ich vor einiger Zeit einiges zu dem Thema recherchiert und natürlich auch viele Threads zu dem Thema hier im Forum gelesen.

Ich bin für mich persönlich zu dem Schluss gekommen, dass ich aus meinem Kaninchen keinen " Intensivpatienten" machen werde.
Das heißt, dass ich keine Behandlung beginne, die hinterher zu wochen- bis monatelanger mit vielen Schmerzen und Leid verbundener Heilungszeit (wenn überhaupt) führt.

Kaninchen klammern sich nicht an ein langes Leben, sie sind sich des Todes nicht bewusst und auch nicht wie lange ihr Leben dauert und dass es hätte länger dauern können.
Sie fühlen nur das hier und jetzt.
Ein Kaninchenleben sollte artgerecht sein und sich für das Kaninchen "richtig" und "gut" anfühlen.
Dazu tue ich momentan meinen Teil so gut ich kann.
Ob es 1 Jahr dauert, 5 oder 15 ist aus kaninchensicht nicht relevant.

In manchen Threads hier bekomme ich den Eindruck, dass ein gutes Kanichenleben viel zu oft danach bemessen wird, dass es möglichst lange gedauert hat.
Aber das ist "vermenschlichen" in meinen Augen.



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Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2017, 20:09

Zitat:
Zitat von Polly8 Beitrag anzeigen
Da ich auch ein Zahnkaninchen habe, habe ich vor einiger Zeit einiges zu dem Thema recherchiert und natürlich auch viele Threads zu dem Thema hier im Forum gelesen.

Ich bin für mich persönlich zu dem Schluss gekommen, dass ich aus meinem Kaninchen keinen " Intensivpatienten" machen werde.
Das heißt, dass ich keine Behandlung beginne, die hinterher zu wochen- bis monatelanger mit vielen Schmerzen und Leid verbundener Heilungszeit (wenn überhaupt) führt.

Kaninchen klammern sich nicht an ein langes Leben, sie sind sich des Todes nicht bewusst und auch nicht wie lange ihr Leben dauert und dass es hätte länger dauern können.
Sie fühlen nur das hier und jetzt.
Ein Kaninchenleben sollte artgerecht sein und sich für das Kaninchen "richtig" und "gut" anfühlen.
Dazu tue ich momentan meinen Teil so gut ich kann.
Ob es 1 Jahr dauert, 5 oder 15 ist aus kaninchensicht nicht relevant.

In manchen Threads hier bekomme ich den Eindruck, dass ein gutes Kanichenleben viel zu oft danach bemessen wird, dass es möglichst lange gedauert hat.
Aber das ist "vermenschlichen" in meinen Augen.
Da kann ich Dir nur beipflichten !

Mein Schnuppi ist mittlerweile 9 J und schwächelt seit geraumer Zeit .
Neben Zahnproblemen sind jetzt noch Kaninchenschnupfen , Nieren- und Blasenprobleme dazu gekommen ...

Der TA zählte auf , was man alles machen kann und den kriege man wieder hin .

Da habe ich ganz klar gesagt , dass ich nur soweit gehe , wie ich es meinem Tier zumuten kann .

Man sollte immer daran denken , wie es nach einem Eingriff für das Tier weiter geht . Es sollte immer lebenswert bleiben . Ständiges einfangen zum Päppeln und tausend Medikamente geben , damit das Tier steinalt wird ... Das ist nicht in meinem Sinn und da würde ich immer im Sinne des Tieres entscheiden .

Solange ich sehe, dass es ihm mit der Behandlung gut geht mache ich wirklich alles für meine Tiere .

Das muss aber jeder Halter für sein Tier selbst entscheiden .



Terry, Polly8 and Aen like this.
__________________

Viele Grüße von mir



Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2017, 20:51

Zitat:
Zitat von Luke Beitrag anzeigen
Man sollte immer daran denken , wie es nach einem Eingriff für das Tier weiter geht . Es sollte immer lebenswert bleiben . Ständiges einfangen zum Päppeln und tausend Medikamente geben , damit das Tier steinalt wird ... Das ist nicht in meinem Sinn und da würde ich immer im Sinne des Tieres entscheiden .
Mäxli kennt das Einfangen mittlerweile. Er hat sich 2 Einfangplätze ausgesucht.
Wenn ich ihn alleine einfange dann geht er ins Susiklo. Dort kann ich ihn unter den Bauch fassen und hervorholen.
Wenn Göga mir hilft geht er ins Tunnel hinter den Behandlungstisch.
Dort kann ich ihn unter den Bauch greifen und zum Päppeln holen.
Beim Päppeln macht er super mit, das konntet ihr ja schon auf meinen Youtube-Videos sehen.
Er kann mir auch mitteilen wenn er satt ist, da knabbert er meine Finger der linken Hand an. Das ist ein ganz eindeutiges Zeichen, dass er nichts mehr essen möchte.
Momentan bekommt er Homöopathie, die gut anschlägt. Er braucht keine Schmerzmittel und freut sich jeden Tag auf den Gartenauslauf.
Ich denke, wenn man ihn fragen könnte würde er sein Leben durchaus als lebenswert bezeichnen.



marinahexe likes this.
__________________



Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.10.2017, 21:09

Zitat:
Zitat von knuffelchen Beitrag anzeigen
Mäxli kennt das Einfangen mittlerweile. Er hat sich 2 Einfangplätze ausgesucht.
Wenn ich ihn alleine einfange dann geht er ins Susiklo. Dort kann ich ihn unter den Bauch fassen und hervorholen.
Wenn Göga mir hilft geht er ins Tunnel hinter den Behandlungstisch.
Dort kann ich ihn unter den Bauch greifen und zum Päppeln holen.
Beim Päppeln macht er super mit, das konntet ihr ja schon auf meinen Youtube-Videos sehen.
Er kann mir auch mitteilen wenn er satt ist, da knabbert er meine Finger der linken Hand an. Das ist ein ganz eindeutiges Zeichen, dass er nichts mehr essen möchte.
Momentan bekommt er Homöopathie, die gut anschlägt. Er braucht keine Schmerzmittel und freut sich jeden Tag auf den Gartenauslauf.
Ich denke, wenn man ihn fragen könnte würde er sein Leben durchaus als lebenswert bezeichnen.
So lange er Freude am Leben zeigt und es für ihn lebenswert ist , würde ich auch kein Tier einschläfern lassen . Es kommt auch immer auf das Tier an .
Schnuppi ist ein totaler Stresskopf und jedes einfangen ist ein mega Stress für ihn .Auf den Allgemeinzustand kommt es natürlich auch an .
Deshalb sollte man gut beobachten, um nichts zu übersehen . Aber das machst Du ja !



__________________

Viele Grüße von mir



Benutzerbild von Kathy566
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 3.539
Kathy566 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.11.2017, 12:57

Ich komme auch aus Solingen und habe ein Zahnkaninchen. Bei ihm mussten bereits 3 Zähne gezogen werden, wobei die beiden Backenzähne unter Eiter standen und dem Arzt quasi schon in die Hände gefallen sind bei der Zahnsanierung. Ich muss alle 6 Wochen die Zähne von Kiwhy unter Gasnarkose schleifen lassen. Seit 2013 fahren wir dafür nach Duisburg zu Dr. Lazarz und sind da sehr zufrieden. Ich selber war bei dem Dr. Zahner noch nicht, weil er mir mal gesagt hat, er würde keine neuen Patienten aufnehmen (so hat er also auch gar nicht meine Narkosefragen beantwortet).

Die Tierklinik ist sicher nicht die Beste. Allerdings muss ich sagen, dass es hier auf den jeweiligen Arzt ankommt und ich bin trotzdem froh, dass wir so nah überhaupt eine Tierklinik haben. 2013 haben sie Kiwhy das Leben gerettet. Die Ärztin war einfach toll, die Notdienst hatte (war ein Feiertag). Wir waren abends noch bei Dr. Schlupp, weil die als einzige noch offen hatte, weil Kiwhy nicht fraß. Er hatte eine komplette Darmlähmung und die Schlupp meinte schon, er würde die Nacht wohl nicht überleben. Wir haben alles getan und gemacht und er hat überlebt und wir haben ihn am nächsten Morgen sofort in die Tierklinik gebracht. 4 Tage war er da gewesen, täglich haben wir telefoniert.. ich habe immer gegen eine OP gesprochen und das war auch gut so, denn am 4. Tag ging der Nahrungsbrei endlich weiter und die Medikamente haben gut angeschlagen..

Und solche Situationen hatten wir schon häufiger, nur nicht in dem krassen Ausmaß. Nun bin ich auch längst kein Laie mehr auf dem Gebiet der Bauchgeschichten durch unseren kleinen Kiwhy, der ständig Bauch hatte und mir reicht es, wenn ich da abends vorbeifahren kann im Notfall und wenigstens die Medikamente bekomme bis zum nächsten Tag oder Lainy war mal ne Nacht stationär dort, weil ihr Kreislauf durch eine Magenüberladung absackte. Sowas traue ich mir Zuhause dann auch nicht zu mit infundieren etc.

Aber zurück zu den Zähnen... es kann natürlich sein, dass der Kieferknochen schon aufgeschwemmt ist, aber ohne Röntgenbild kommt man da sowieso nicht weiter. Ansonsten habe ich schon so oft von fast zahnlosen Kaninchen gelesen, die viel Lebensenergie haben. Von daher würde ich im Zweifel eine Zweitmeinung beim Lazarz einholen. Da fährt man von uns aus ca. 40min hin. Und wir sind da wirklich zufrieden.



__________________
Ganz liebe Grüße von Kathy und ihren Lieblingen



Lily, 08.03.2011 - 19.11.2011
Jinny, 29.06.2010 - 28.04.2011
Barney, 07.05.2011 - 19.11.2011
Sammy, 29.09.2011 - 14.07.2014
Kuddel, 01.03.2013 - 05.10.2016
Kiwhy, 29.06.2010 - 30.11.2017
Elaine, 07.10.2011 - 07.09.2018

Für immer unvergessen in meinem Herzen Wir werden uns wiedersehen.

Kaninchenschutz e.V. Helfen mit Herz


 
 
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