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Fundkaninchen mit JungtierenHallo liebes Forum, vor fast genau 5 Wochen fand ich ein ziemlich zutrauliches, ich will sogar sagen anhängliches Kaninchen. Durch die Fellfarbe erkannte ich, dass es sich um kein Wildkaninchen handelte. Nachdem es sich auch noch streichen ließ nahm ich es hoch und mit nach Hause. Zu Hause angekommen leihte ich mir erstmal einen Käfig und besorgte Einstreu etc.. Am selben abend fragte ich beim Kleintierzüchter ob es dort hingehört, aber die Antwort war eindeutig: nein, hier werden öfter welche ausgesetzt. Nach dem Wochenende rief ich Fundbüro und Tierheim an, aber auch diese haben bis heute kein passendes vermisstes Kaninchen. Also bin ich seit 5 Wochen Kaninchenpapa. Ich war dann auch beim Tierarzt, Impfungen, Untersuchungen und sonst alles gemacht. Es ist ein Mädchen. Der Plan war nach 4 Wochen Quarantäne das Kaninchen einer Freundin zu geben die durch einen Todesfall einen einzelnen kastrierten Rammler hatte. Die kleine Berry lebt nun also in einem Meter-Käfig, im Flur, der allerdings nie geschlossen wird. Sie ist sehr stubenrein. 1 Tag vor Ende der Quarantäne bemerkte ich in Berry's Bauch Tritte. Ich wusste dass die Tragezeit nicht sonderlich lange ist und sie eigentlich kurz vor der Entbindung steht. Meiner Meinung nach hätte sie auch schon erste Wehen, da sie leichte Kontraktionen hatte. Also nahm ich am Abend schnell die ebenfalls geliehene Transportbox und füllte sie mit Stroh und Heu und stellte sie in den Flur neben den Käfig. Und siehe da, nachts lagen dann plötzlich 9 kleine Würmchen in einem Nest voll Wolle in der Transportbox. Eines hat die Geburt leider nicht überstanden sonst wären es 10. So nun stehe ich da und muss ehrlich sagen weiss nicht weiter.... Liebe Grüße Sven Geändert von SvenMA (24.08.2017 um 13:32 Uhr).
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| Hallo, ich nochmal. Meine Frage ist halt, wie gehe ich bin vor. Ich habe schon ein paar Interessenten für die Kleinen aus Familie und Bekanntenkreis. Die Kleinen müssen mindestens 10 Wochen bei der Mutter bleiben, richtig? Wie groß ist denn bis dahin der Platzbedarf, weil ich meine die 9 kleinen können nicht alle durch den Flur marschieren. Ich muss irgendwas drum herum bauen.... habt ihr Tipps? Danke Sven
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| Hey, danke erstmal. Ich weiß 9 sind wirklich viele. Aber sie sind heute 6 Tage alt und sehen eigentlich wohlgenährt aus. Haben auch schon leichtes Fell und schlafen ausser die Mama kommt zum säugen, dann geht der punk ab. Der Standort klingt komisch, aber ist in meiner Wohnung am sinnvollsten. Ich wohne hier alleine. Von daher nicht viel Durchgangsverkehr. Sie wirkt auf mich auch sehr gechillt. Liegt meist in irgendeiner "Ecke" lang ausgestreckt oder sogar auf der Seite.... von daher denke ich es ist ok.
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| Herzlichen Glückwunsch, Papa! ![]() Bald machen die Kleinen die Augen auf und dann gehen sie auf Entdeckungsreise. Ab dann musst Du aufpassen, wo Du hintrittst. ![]() Die Mama sollte dann einen Platz haben, wo die Kleinen nicht hinkommen, z.B. auf dem Käfig. Dort kannst Du ein Brett oder eine Decke drauf legen, darf aber nicht runterrutschen, weil sich Mama sonst die Beine brechen kann. Wie groß ist der Flur? Kannst Du evtl. noch einen anderen Raum für die Tiere freigeben? Z.B. die Küche oder das Badezimmer? Beides sollte sich gut reinigen lassen, da die Kleinen erstmal nicht zwingend stubenrein sein müssen.
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| Hey, wie bald ist das denn? Mir fällt ehrlich gesagt nicht ein, wo ich die hin sollen. Bad ist Mini und Küche ein enger schlauch. Hab ein Arbeitszimmer. Aber da können sie nicht auf den Boden. Laminat!! Könnte da höchstens einen großen freilauf aufstellen. Aber wie groß muss das sein?
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| Die Augen öffnen Sie mit 10-12 Tagen und kurz danach werden sie unternehmungslustig...
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| Ich würde im Arbeitszimmer ein Gehege einrichten, mit einem Stück PVC Boden, um das Laminat zu schützen. Solchen Boden bekommt man oft als Reststück ziemlich billig. Außerdem mehrere Unterschlüpfe, da reichen Kartons mit zwei Löchern drin. Mit 2 Wochen werden die Kleinen erste Ausflüge unternehmen und am Heu knabbern, aus dem das Nest gebaut ist. Wenn kein Heu dort ist, kannst du welches hinlegen. Mit Grünfutter haben sie oft anfangs Probleme, es lässt sich schwerer kauen als sprödes Heu. Aber das ist ja nicht schlimm, sie müssen sich ja eh erstmal dran gewöhnen. Ich würde mit spätestens 8 Wochen zusehen männliche und weibliche Jungtiere zu identifizieren. Hilfe gibt diese Website: http://www.kaninchenwissen.de/knowledge/kb_show.php?id=2 Je nach Größe wird es ab dann langsam brenzlig, je kleiner desto schneller geschlechtsreif. Du solltest auch jetzt schon nach einem TA suchen, der möglichst früh kastriert, und natürlich das entsprechende Geld auf Seite legen... Vielleicht steuern die künftigen Besitzer gleich was bei. Ich hoffe du verschenkst sie nicht? und überhaupt: Wo bleiben die Fotos? ![]()
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| Hey, Ich habe schon viel gelesen, Tierarzt ist klar! Und mit Kosten habe ich gerechnet. So ist es nunmal. Was kann man denn verlangen für ein geimpfte kastriertes Kaninchen bzw. Bei Weibchen nur geimpft? Es sind im übrigen wohl Wildkaninchenmix. Sieht zumindest so aus vom ersten Fell und wäre bei dem Fundort auch logisch. Wie kann ich denn Bilder hier einstellen? Grüße Sven
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| Ach, ich hab die Funktion grad gefunden. Hier mal ein paar Bilder der Kleinfamilie. Geändert von SvenMA (24.08.2017 um 23:26 Uhr).
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| Entferne bitte das Törchen vom Käfig und leg oben, auf den geschlossenen Käfig, eine Decke. Es gab schon fiese Unfälle mit gebrochenen Beinchen, weil die Tiere dort hängen geblieben sind. Die sind aber ganz schön propper.
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| Ach sind die süß und die Mutti so schön entspannt! Nur die Käfigöffnung ist gefährlich, da kann die Häsin mit dem Fuß hängenbleiben und sich schnell was brechen. Ich würde das Oberteil des Käfigs ganz abnehmen und die Nippelflasche durch einen Wassernapf ersetzen. Ein Wassernapf ist für die natürliche Kopfhaltung viel besser und es bilden sich auch nicht so schnell Bakterien drin. Ich drück die Daumen, dass sich alle weiter so gut entwickeln.
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| Alles Klar. Tür kommt ab. Die Nippelflasche hängt da im übrigen nur als Notnagel.... der Grüne Napf dahinter ist das Wasser. Ich bin halt tagsüber arbeiten. Und ich hab schon gesehen dass sie es mal umwirft. Zu 90 Prozent säuft sie aus dem Napf. Findet ihr die Kleinen sehen gut und wohl genährt aus? Grüße Sven
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| Die Kleinen sehen sehr gut aus Falls es wirklich Wildmixe sind, wäre es sinnvoll sie in Außenhaltung mit viel Platz zu vermitteln. Wildmixe habe einen sehr hohen Bewegungsdrang und brauchen viel Platz zum buddeln etc. Mit Innenhaltung tut man ihnen, wenn nicht gerade freie Wohnungshaltung ist, keinen gefallen. Für einen Kastraten kannst du 45-60 Euro nehmen, die Mädels gehen meist für 25 Euro weg. Das sind gängige Preise bei Tierschutzinitiativen etc.
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Alles klar. Dann geben wir und mal Mühe. Wie ist das denn, gibt es besonders kritische Phasen bei den Kleinen? Also so nach dem Motto nach 14 Tagen sind sie aus dem gröbsten raus und wer es bis dahin geschafft hat hat gute Chancen? Grüße Sven
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| Man kann schon sagen, je älter sie werden desto stabiler sind sie auch. Der größte Schritt ist geschafft, sobald sie feste Nahrung aufnehmen. Ich finde es einfach super von dir, dass du die Mama aufgenommen hast und ganz selbstverständlich die Kosten für die medizinische Versorgung auf dich nimmst.
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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| Die ersten 2-3 Tage sind erstmal kritisch, wer es darüber hinaus geschafft hat, hat auch weiterhin gute Chancen. Nochmal kritisch ist die Umstellung von Milch auf feste Nahrung. Da haben Jungtiere, die möglichst lange säugen können, Vorteile. Übrigens kannst du der Mutter statt Wasser Fencheltee anbieten. Fenchel regt die Milchbildung an, ich mache das immer vorsorglich. Auch wenn deine Mami offenbar gut zurecht kommt. Fenchel ist auch für die Verdauung der Jungtiere gut, wenn sie anfangen zu fressen und dann natürlich auch am Napf trinken. Sobald sie übrigens anfangen rumzulaufen, musst du schauen dass sie nicht im Napf ertrinken können. Also lieber eine flache Schale hinstellen statt einer tiefen. Oder so hoch, dass sie nicht dran kommen. Es gibt auch Flaschen mit Trinktasse dran. http://www.ebay.de/itm/Kaninchentranke-Trinkflasche-Tranke-fur-Kaninchen-Hasen-Meerschweinchen-/141239095383?var=&hash=item20e2819057:m:m6XsscxiCq KUNiCYPt3FwhQ In der Zeit zwischen Beginn der Nahrungsaufnahme und Ende der Säugezeit bzw. auch noch ein bisschen darüber hinaus hast du das Problem dass sie anfällig für Kokzidien sind. Das kann man mit Medikamenten vom Tierarzt behandeln.
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| Hey, Also, wann fangen die kleinen denn an feste Nahrung anzuknabnern? Was soll ich den anbieten? Heu? Karotten mit Grün? Bisschen Salat? Irgendwas was erstmal garnicht geht? Soll ich dann, wenn sie feste Nahrung zu sich nehmen gleich ne Sammekotprobe abgeben? Grüße Sven
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| So mit 14 Tagen fangen sie an Heu zu knabbern und wenn sie rumwuseln fressen sie das was auch Mama frisst. Durch die Milch kennen sie alles und du musst nichts vorsichtig anfüttern. Wiese ist das natürlichste, ansonsten Gemüsegrün, Bittersalate und belaubte Zweige von Obst und Laubbäumen. Obst, Möhren und anderes Knollengemüse nur sehr selten, da stark zuckerhaltig. Eine Kotprobe ist zwischen der 4 und 6. Woche sinnvoll, das ist die Zeit wo sie zu Kokzidien neigen können. Wenn Durchfall oder Fressunlust bei den Kleinen auftritt, sofort eine Kotprobe abgeben , Kokzidien sind bei Babys die Todesursache Nummer eins. Ansonsten über drei Tage gesammelt und kühl gelagert auf Hefen, Kokzidien und Würmer unzersuchen lassen.
__________________ Liebe Grüße Heike
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