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Kaninchenzwist auf Kaninchen Forum

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  • 2 Post By marinahexe
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Benutzerbild von House_Stark
Ninchen
 
Registriert seit: 18.02.2017
Beiträge: 14
House_Stark befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2017, 21:57

Kaninchenzwist


Hallo,

wir haben aktuell Stress mit unseren Kaninchen.

Unsere 3:
-Rocky (7 Jahre, kastriert): lebte vorher mit seiner Mutter und seiner Schwester zusammen. Vorher war er eindeutig untergeordnet während die zwei Weibchen sich mal sehr leicht (nur Rammeln und mal Haare ausziehen beim Rammeln aber ohne jagen) gekabbelt haben. Als diese dann jeweils gestorben sind, haben wir andere Kaninchen dazu genommen und er stieg in der Rangfolge auf.
-Rhaegar (2 Jahre, kastriert): Der größte und stärkste Rammler. Als Rocky Mutter starb, nahmen wir ihn hinzu, da Rocky ein Eigenbrödler ist und seine Schwester jedoch sehr nähebedürftig gegenüber anderen Kaninchen war. Er hat sich super eingelebt und direkt untergeordnet.
-Hermine (1 Jahr): Unsere kleinste und wildeste. Sie nahmen wir hinzu, da wir sowohl mit Vergemeinschaftungen als auch mit der Dreierkonstellation gute Erfahrungen gemacht haben und Rocky und Rhager zu zweit wieder die Kombination aus Eigenbrödler und Gemeinschaftstier darstellten.

Der Verlauf seitdem wir Hermine haben (Februar 2017):
Hermine hat sich super bei uns eingelebt und den anderen beiden untergeordnet. Anfangs war sie auch ganz ängstlich. Die Kaninchen haben bei uns ihr Gehege in der Wohnung was ihnen dauerhaft zur Verfügung steht und sie können wenn wir Zuhause sind auch frei durchs Wohnzimmer hoppeln. Vor ein bis zwei Monaten merkten wir, dass Hermine dominanter wird. Dem sehr dominaten Rocky hat sie sich nicht entgegengestellt, jedoch hat Rhaegar sich ihr unterworfen.
Irgendwann gab es im Gehege und in der Wohnung unterschiedliche Situationen:
Gehege: Rocky ist die Nummer 1 und alle leben friedlich.
Wohnung: Hermine wil Rhaegar rammeln und dieser läuft panisch weg, obwohl sie ihm nicht weiter weh tut. Seit ein paar Wochen geht das so weit, dass Rhaegar sich nicht mehr aus der Wohnung traut. Rocky ließ sich ihr dominantes Verhalten außerhalb des Geheges nicht gefallen, hat das klar gemacht und sie hat abgelassen.

Nun wurde Hermine noch dominanter (seit zwei Tagen). Sie jagt Rhaegar durch Gehege und durch die Wohnung, will ihn rammeln, zupft ihm auch mal Fell aus. Dieser läuft oft panisch vor ihr weg. Außerhalb des Geheges traut er sich gar nicht mehr wenn sie auch draußen ist, im Gehege jagt sie ihn mal ganz wild und mal liegen sie friedlich zusammen.
Weiterhin kabbeln sich Hermine und Rocky im Gehege und freien Umlauf durch die Wohnung. Rocky will seine dominante Stellung nicht aufgeben und Hermine akzeptiert das nicht. Sie beißen sich nicht blutig, aber jagen sich sehr heftig, springen sich an, zupfen sich Fell heraus und das auch mal so stark, dass das ganze Gehege ein Chaos ist. Ein bis zwei mal habe ich auch ein Fiepen vor Schmerz gehört, weil sich jemand beim Rennen weh getan hat oder doch mal gebissen wurde (kein Blut).

Zu dieser ganzen Situation kommt oben drauf, dass wir bald (Schrittweise zwischen 29.07 und 15.08. wann der Hauptumzugstag ist wissen wir noch nicht) umziehen. Das heißt komplett neue Wohnung, in ihrerem Gehege neuer PVC-Boden (Gitter-Elemente lassen wir erst einmal) also neues Revier mit womöglich neuen Rangkämpfen. Hinzu kommt, dass wir ihnen das Gehege neuer, schöner und etwas größer gestalten wollen (nach dieser Anleitung: http://www.langohrwelt.com/unsere-haltung-fuetterung/gehegebau/unsere-innengehege/7qm/). Das geht nicht vor dem Umzug weil wir keine Zeit und aktuell keinen Platz zum vorher bauen haben. Das heißt nach dem Umzug werden sie nach ca. ein bis zwei Monaten recht zügig erneut ein neues Gehege mit neuem Revierkampf haben und das dann beides in unserer Situation.

Wir haben jetzt Angst, dass die Kämpfe zwischen Rocky und Hermine von Tag zu Tag schlimmer werden und Rhaegar parallel dazu nur noch Angst vor ihr hat.

Habt ihr Tipps wie ich in der Situation vorgehen soll?



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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 26.07.2017, 06:45

Lies Dir hier mal ein paar Threads durch, gefühlt jeder zweite beschäftigt sich mit diesem Thema.

Dort werden auch immer wieder von uns die gleichen Fragen gestellt, zum Beispiel nach der Größe des Geheges, ob das Mädel kastriert ist, ob sie mal einem TA vorgestellt wurde etc.




Benutzerbild von House_Stark
Ninchen
 
Registriert seit: 18.02.2017
Beiträge: 14
House_Stark befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.08.2017, 18:59

Hallo,

ich habe mir die anderen Threads jetzt durchgelesen und möchte jetzt noch einmal schreiben, da das ja dann doch oft individuell anders ist.

Unser Grundgehege ist 5m² groß. Zusätzlich haben sie tagsüber wenn wir Zuhause sind Wohnzimmer und vor der Umzugsvorbereitung auch den Flur um freien Laufen zur Verfügung gehabt (über 25m²).

Die beiden Rammler sind kastriert das Weibchen nicht, da wir bis jetzt selbst mit mehreren Weibchen nie Probleme untereinander hatten und die Kastrierung der Männchen halt weniger invasiv ist.

Nachdem wir Hermin getrennt hatte, haben wir festgestellt, dass Hermine ein Nest baut also Scheinschwanger ist. Unser Tierarzt hat ihr Gestagen gegeben und meint, dass sich das hormonell ausgleicht und sie sich wieder beruhigen würde.

Als wir versucht haben sie zu vergesellschaften hat es nicht geklappt. Rhagar ist sehr panisch rennt vor ihr weg und unterwirft sich, aber es schein zu klappen und sie lässt ihn in Ruhe er rennt glaube ich nur panisch weg, weil sie so aggressiv zu dem anderen Kaninchen ist.
Mit Rocky gab es keine Besserung. Sie hat ihn inzwischen bereits blutig gebissen, sodass er von ihr wegrennt. Sie lässt nicht ab und geht immer wieder auf ihn los.

In der neuen Wohnung gibt es einen neuen PVC und erst einmal das gleiche Gitter für das Gegehe, dann danach ein größeres Gitter wenn es fertig ist. Zusätzlich ebenfalls Wohnungsauslauf und Zukunftsmusik ist auch ein gut abgesichertes Freizeitgehege in der Wiese (zur Abwechslung, Standardhaltung trotzdem in der Wohnung).

Wie würdet ihr Vorgehen? Die Kaninchen erneut versuchen nächste Woche nach dem Umzug zu vergesellschaften? Noch einmal zum TA? Mit welchem Ziel? Sollte man kastrieren?




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 09.08.2017, 19:41

Ich würde nach dem Umzug im neuen Gehege neu VGen, aber das zukünftige Nachtgehege deutlich größer einplanen. Kaninchen sind dämmerungs- und nachtaktiv, haben also in ihrer aktivsten Phase am wenigsten Platz.

Auch würde ich persönlich das Mädel kastrieren lassen.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.08.2017, 21:17

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen

Auch würde ich persönlich das Mädel kastrieren lassen.


Warum? Das Mädel ist gerade 1 Jahr alt und in der Pubertät. Außerdem ist sie scheinschwanger, kommen also mehrere Faktoren zusammen. Sie wird wieder verträglicher werden wenn die SS vorbei ist und etwas ruhiger, wenn die Pubertät durch ist. Ich hab das auch gerade hier. 3 Kastraten (7, 4, 2 1/2) und eine große Silberhäsin (1) mit ca. 6 kg. Lady war auch gerade scheinschwanger, hat ein wunderschönes Nest gebaut, was die 1m-Kloschale ausfüllte, und war im Umgang mit den Kastraten auch nicht gerade zimperlich. Die SS ist durch und jetzt sucht sie wieder jemanden zum Kuscheln. Bei mir haben sie allerdings die komplette Wohnung zur Verfügung. Das Gehege sollte auf jeden Fall vergrößert werden, vielleicht gibt es in der neuen Wohnung ja ein freies Zimmer? Ansonsten kannst Du das Gehege erstmal mit diesen Freilaufgittern vergrößern, kannst Du später für den Wiesenauslauf noch brauchen.



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Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.08.2017, 09:24

Ich kann Marinahexe nur zustimmen, Hermine benimmt sich wie jedes pubertierende Kaninchenmädel, und mit genug Platz kann man das aussitzen, bis die Kleine etwas älter und gesetzter geworden ist, dann legt sich das normalerweise wieder von alleine.

Über eine Weibchen-Kastra würde ich erst nachdenken, wenn sie im Alter von drei, vier Jahren immer noch ständig scheinschwanger und offenkundig von ihren Hormonen geplagt ist, dann könnten nämlich auch Veränderungen an der Gebärmutter eine Rolle spielen.

Wir waren im Frühjahr gleich mit zwei pubertierenden Damen "beglückt", und wenn beide gleichzeitig hitzig waren, suchten nicht nur Betty, das ältere Weibchen, und die beiden Kastraten das Weite, sondern sogar die Gartenvögel... und selbst meine Wenigkeit wurde angebrummt, wenn ich es wagte, eines beim untertunneln des kompletten Gartens zu stören.
Da unsere Bande aber in einem gut 20 qm Gehege plus 200 qm Gartenauslauf lebt, waren selbst zwei schlecht gelaunte und hormongeplagte Häsinnen nie ein Problem, weil jeder sich auch vor jedem zurückziehen konnte.



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