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Bitte um euren Rat!! Wurmbefall/plötzlicher Tod auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By GertrudausmPott
  • 1 Post By Terry

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.07.2017, 21:41

Bitte um euren Rat!! Wurmbefall/plötzlicher Tod


Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und aufgrund eines traurigen Vorfalls habe ich beschlossen, mich hier mitzuteilen und den einen oder anderen Rat einzuholen. Zur Geschichte: Seit letzten Sommer haben mein Vater und ich 2 Kaninchen (1 Weibchen/1 Männchen-ca. 4 Jahre alt). Am Sonntagabend bekam ich einen Anruf von meinem Vater, dass es unserer Kira nicht gut gehen würde, er glaube, dass das 2. Kaninchen sie gebissen hat, weil er den Fuß komisch nachzieht und sich seltsam verhält. Er beobachtete ihren Zustand noch weiter und als er am Abend mit ihr zum Tierarzt fahren wollte, war sie tot. Ich fuhr gleich zu ihm und fand Kira im Stall liegend vor. Wir rechneten damit, dass sie vom Männchen Rambo durch Bisse verletzt (und sogar vielleicht tödlich verletzt) wurde und waren gefasst, dass sie schlimm zugerichtet ist. Mein Bruder und ich haben sie uns daraufhin genau angesehen, aber nichts Auffälliges festgestellt. Keine Bisswunden, kein Blut, nichts. Wir waren erleichtert, denn wir konnten uns sowieso nicht vorstellen, dass ihr geliebter Partner ihr etwas getan haben könnte. Wir brachten das tote Kaninchen am nächsten Tag zur Tierärztin, da ich wissen wollte, woran sie gestorben sein könnte (hatte Angst, dass eine ansteckende Krankheit vorliegt). Das Männchen haben wir vorsichtshalber ins Haus getan in einen anderen Stall. Heute bekamen wir den Anruf, dass sie ohne labortechnische Untersuchung nicht genau sagen kann, woran sie starb. Sie fand jedoch Maden im Körper, sie wird evtl. daran gestorben sein, meinte sie. Nun habe ich recherchiert und über diese schreckliche Kaninchenerkrankung Myiasis gelesen. Mir wurde ganz schlecht, allein die Vorstellung, dass mein Häschen daran gestorben sein könnte… :-( :-( Nun meine Frage: Kann die Myiasis ein Kaninchen innerhalb von wenigen Stunden töten? Mein Vater hatte beide tagsüber im Schatten im Freigehege, sie war morgens und mittags als er nach ihr sah, völlig unauffällig und fraß sogar noch etwas. Erst später am Nachmittag bemerkte er die Verhaltensänderung (unruhig, Fuß nachgezogen) und er bemerkte auch Fliegen rund um ihren Körper. Am Abend war sie bereits gestorben. Und: Laut Krankheitsbeschreibungen auf diversen seriösen Kaninchenseiten sind äußerlich Maden und im fortgeschrittenen Stadium Löcher bzw. Hautreizungen sichtbar. Als sie bereits gestorben war, konnten wir aber keinerlei Anzeichen dafür finden. –Wie hätten wir es bemerken können? Können die Maden unauffällig direkt in die Haut eindringen? Wenn sie daran gestorben ist, müsste die Krankheit doch fortgeschritten gewesen sein müssen, bzw.könnte sie bereits nach kurzer Infektion durch die Parasiten durch deren Vergiftung gestorben sein? Wir sind total traurig, da unsere Kira ein ganz besonderes und tolles Kaninchen war, das wir sehr liebten. Ihr Partner ist jetzt auch ganz traurig (bin schweren Herzens schon auf der Suche nach neuer Partnerin) und ich mache mir große Vorwürfe, dass wir nichts bemerkt haben :-( Sorry für den langen Text, aber ich musste mir das von der Seele schreiben, bin ganz fertig.Vielen Dank schon mal für´s Lesen und eure Antworten!



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.01.2017
Beiträge: 80
GertrudausmPott befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.07.2017, 07:28

Liebe Sarah, es tut mir leid um deinen Spatz...

Fliegenmaden können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln, ohne dass man sie bemerkt. Das kommt vor, wenn Schmeißfliegen ihr Gelege auf dem Tier ablegen. Das tun sie aber eigentlich nur an vorhandenen Wunden oder Kot-/Urinresten. Daraus entwickeln sich dann die gefürchteten Maden, die durch die Haut ins Tier eindringen.
Meine Mathilde hatte im letzten Jahr Myasis, die wir Gott sei Dank frühzeitig entdeckt haben. Sie hatte am Bauch/im Genitalbereich von den Maden verursachte Verletzungen, die eigentlich wie entzündete Stellen aussahen. Die Maden müssen abgesammelt werden, was sich leichter anhört als es ist, denn sie müssen aus den Mini-Öffnungen, die sie ins Tier gegraben haben, regelrecht heraus gepult werden mit passenden Instrumenten. Wir hatten ein Nest dabei übersehen, so dass ich sah, wie schnell sich die Parasiten entwickeln. Innerhalb von zwei Stunden nur waren sie von 3mm langen Bindfäden zu klar erkennbaren Maden geworden, die wir zum Glück aber komplett los wurden, so dass Mathilde keinen Schaden genommen hat. (Natürlich bekam sie dazu die richtigen Medikamente, die evtl. im Körper vorhandene Maden raustrieben/töteten, denn absammeln allein reicht so oder so nicht weil man nie weiß, wie tief die Maden bereits ins Tier eingedrungen sind.) In sofern kann es sein, dass deine Maus an Myasis gestorben ist und ihr den Befall nicht bemerkt habt. Nicht weil ihr nicht achtsam ward, sondern weil es leider passieren kann...

Dennoch ist es gut, dass du ihren Partner aus dem Risikobereich heraus geholt hast, denn auch eine andere, ansteckende Krankheit ist nicht völlig auszuschließen. Da der tote Körper deiner Maus ja bei euch einen Tag lag, wenn ich das richtig verstehe, kann es auch sein, dass die Fliegeneier auf dem toten Körper abgelegt wurden und sich die Maden erst nach ihrem Tod entwickelten. Aber man weiß es nicht.

Mach dir keine Vorwürfe. Es ist gut, dass du jetzt nach einer neuen Partnerin für dein Böckchen Ausschau hältst. Es wäre aber vermutlich gut, noch eine Woche zu warten, um sicher zu sein, dass er gesund ist/keine ansteckende Krankheit vorliegt.

Viel Kraft und liebe Grüße

Gertrud



Polly8 likes this.

Geändert von GertrudausmPott (12.07.2017 um 07:39 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.07.2017, 10:26

Danke für deine lieben Worte. War gerade mit meinem Männchen bei der Tierärztin,er ist soweit gesund.Frisst nur leider fast nichts. Mach mir nur Vorwürfe,dass ich sie nicht oft genug gebürstet/kontrolliert habe. Aufgrund ihres dichten Felles wäre das sicher notwendig gewesen. Habe aber gemerkt,dass sie sich beim Kämmen und beim Rausheben allgemein dehr unwohl fühlt,deshalb habe ich es bewusst nicht so oft getan. Wollte ihr nicht so viel Stress bereiten. Einmal habe ich eine starke Verklebung mit Kot am Fell mit Mühe und Not rausgebürstet und sie anschließend in einen eimer mit wenig wasser gegeben zum Waschen. Sie hatte Panik und sprang raus. Ich wollte ihr das nicht mehr zumuten,hätte ich es besser getan :-( :-( :-( ich hoffe nur,dass sie nicht zu lange leiden musste :-( bin ganz fertig deswegen




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.01.2017
Beiträge: 80
GertrudausmPott befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.07.2017, 23:03

Fühl dich gedrückt, Sarah... Schau, dass es dem Böckchen gut geht und ich wünsche euch, dass du schnell eine neue Partnerin für ihn findest.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2017, 21:27

Morgen ist es soweit und seine neue Partnerin zieht ein. Danke dir!!!




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 13.07.2017, 21:35

Bitte setze sie nicht direkt zusammen sondern halte Quarantäne ein und lass während der Zeit alle notwendigen Untersuchungen und ggf. Impfungen machen.



Lupine likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.07.2017, 12:19

Wie lange dauert eine Quarantäne?




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 14.07.2017, 12:40

2 Wochen ist die üblicherweise empfohlene Quarantänezeit. In dieser Zeit erfolgt der Tierarztcheck, eine Sammelkotprobe und möglicherweise notwendige Impfungen, wie Terry schon erwähnt hat. Werden Infektionen, z. B. Kokzidien, festgestellt dann verlängert sich die Zeit natürlich bis nach der erfolgreichen Behandlung. Es geht ja darum, mögliche Ansteckungsgefahren zu verhindern.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.01.2017
Beiträge: 80
GertrudausmPott befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.07.2017, 15:51

Ich wünsch euch viel Erfolg, wenn's dann so weit ist!



 
 
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