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Kastration bei Weibchen wegen Dominanzgehabe?Hallo, ich war gestern im Rahmen von Zahnkontrolle und Krallenschneiden mit meinen beiden Kaninchen bei der Tierärztin. Er war wie immer ruhig und ließ alles über sich ergehen, sie war auch wie immer ganz tapfer- sie kämpfte bis zum Schluss mit viel Gezapple und Gekratze. ![]() Im allgemeinen Gespräch riet mir die Tierärztin, mich mal darüber auseinanderzusetzen, ob ich nicht meine Dame kastrieren lassen möchte wegen des Temperaments usw. Er ist natürlich schon kastriert, aber da sie dominant ist und ihn öfter berammelt, meinte meine Tierärztin, - auch vorbeugend wegen ev. Veränderungen der Gebärmutter - dass ich über eine Kastration von ihr nachdenken sollte. Ich bin hin- und hergerissen. Sie ist halt ein ganz anderer Charakter als er, er ist ruhig, unterwürfig, schmusig und halt ein bisschen schafig. ![]() Sie ist das Gegenteil. Temperamentvoll, dominant, wobei sie auch sehr anlehnungsbedürftig ist und ständig zu ihm kommt, sich neben ihn schmeißt - keine Fliege passt dann dazwischen. Nun ist es aber so, dass sie ihn alle paar Tage/Wochen rammelt. Er lässt sich das kurz gefallen, aber da sie ihn von vorne nimmt, zwickt er oder was auch immer, dann rennt sie davon, er kurz hinterher und gut ist. Sie ist jetzt 8 Monate, er im Mai 1 Jahr geworden. Beide also noch recht jung, und ich denke, das hängt doch noch eher mit Frühling/Pubertät zusammen? Außerdem wird an den Tagen, wo sie sich etwas zoffen, überall Köttel verteilt, ich vermute sowas wie Revier markieren. ![]() Kann es sein, dass er ihre Dominanz nicht mehr so akzeptiert? Es ist jetzt nicht so, dass ich mir Sorgen mache, es fließt kein Blut, keine Kratzer, nur etwas Fell (wie im Fellwechsel) und Köttel. ![]() Sorry für das verwirrte Schreiben, aber das hat mich gestern doch etwas überrascht, und ich denke, eine Kastration ändert doch nicht den Charakter, oder? Sie war ja noch nicht mal scheinschwanger oder hat Nester gebaut. Liebe Grüße Sonja PS: ich liebe sie so wie sie ist, bitte nicht falsch verstehen.....mich hat es halt nur überrascht, dass ich das in Erwägung ziehen soll. Geändert von Frusihase (28.06.2017 um 11:06 Uhr).
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| Im Alter von acht Monaten würde ich auf keinen Fall prophylaktisch kastrieren lassen, frühestens mit einem Jahr, bei größeren Rassen (die werden später "erwachsen") mit 1,5 bis 2 Jahren. Bei Auffälligkeiten natürlich eher, die liegen hier nach Deiner Beschreibung aber absolut nicht vor. Geändert von Terry (28.06.2017 um 17:15 Uhr).
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| Bestell deiner Tierärztin mal einen schönen Gruß. Ich kann ihre Behauptung, dass eine Kastra am Dominanzgehabe etwas ändern würde, definitiv widerlegen. Der Beweis hieß Jule und war nach ihrer Kastra (aus medizinischen Gründen wegen Veränderungen an der Gebärmutter) mindestens genauso "schlimm" (also dominant) wie vorher. Prophylaktisch kann man drüber nachdenken, allerdings würde ich auf jeden Fall die Pubertät abwarten. Und dann muss man halt schauen welches Risiko man lieber eingehen möchte, das der OP oder das möglicher Veränderungen. Ich bin, obwohl ich eine Häsin an Krebs verloren habe, nach wie vor unsicher wie ich mich entscheiden würde. Diese Entscheidung kann einem leider keiner abnehmen. Aus Verhaltensgründen ist so eine Kastra aber definitiv Quatsch, es sei denn es herrscht ein als krankhaft anzusehendes Hormonungleichgewicht. Und da wären wir dann eigentlich auch schon wieder bei einer medizinischen Indikation.
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| Hallo, Also ich würde sie , nachdem was du beschreibst, momentan nicht kastrieren lassen. 1. Wegen des geringen Alters und 2. Wegen der (für mich) nicht vorhandenden medizinischen Indikation. Ich würde auf jeden Fall noch mindestens ein halbes Jahr warten und dann erst nochmal darüber nachdenken, aber das auch nur, wenn die Problematik schlimmer wird. Jetzt kann es wirklich mit der Hitzigkeit deiner Häsin an der Pubertät liegen. Und auch wenn es nicht daran liegt, würde ich abwägen. Bei meiner Häsin war es so, dass sie ca. Jede bis jede 2. Woche für 3-7 Tage sehr hitzig war und sie und ihr Partner nicht zur Ruhe kamen. Die beiden hatten sehe viel Stress und der Tierarzt konnte beim Abtasten eine Veränderung der Eierstöcke nicht ausschließen. Er hatte da etwas gefühlt. Er hatte mir geraten, sie kastrieren zu lassen. Ich habe darüber noch ein paar Monate nachgedacht und mich schließlich dazu entschieden, weil es mit der Hitze und den Scheinträchtigkeiten immer schlimmer wurde . Leider ist sie noch vor der Op in der Narkose verstorben. Ich möchte dir damit keine Angst machen! Du solltest gründlich überlegen und erstmal noch abwarten. Heutzutage gibt es , laut Tierarzt, auch extra Kaninchennarkosen . LG
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| Guten Morgen, vielen Dank für eure Antworten. Damit bestätigt ihr meine Meinung, dass ich noch warte. Ich habe mir ja selbst schon gesagt, wenn es bis Ende des Jahres nicht besser wird, dann überlege ich mir was. Im November ist sie dann 1 Jahr. Aber er leidet offensichtlich nicht unter ihr, gestern war wieder gar nichts, ich vermute, sie machen einfach das Dominanzgefüge neu aus. Und überall liegen Köttel ![]() ![]() Es sind übrigens Widderzwergkaninchen, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Wenn ich merke, er oder sie leiden unter ihrer Hitzigkeit, dann werde ich sie kastrieren lassen, aber wie gesagt, sie war ja noch nicht mal scheinschwanger. Mir gegenüber ist sie auch "schmusiger" geworden, lässt sich mehr streicheln, kommt her, stupst mich an etc. Dann werde ich mal weiter beobachten und danke euch! Liebe Grüße und einen schönen kühlen Sommertag Sonja
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| Nur um dir Mut zu machen. Deine Beschreibung trifft unsere Situation vom vergangenen Winter wie die Faust auf Auge. Da waren sie auch knapp 1 Jahr und er hat es sich nicht mehr gefallen lassen wollen, dominiert zu werden. Das Dominanzgefüge ist hier jetzt ausgeglichener, sie rammelt ihn noch manchmal, wenn er keine Lust dazu macht er ihr das klar und gut ist. Köttel fliegen keine mehr rum und sie ist auch total schmusig und nur selten hitzig. Warte mindestens noch bis Ende des Jahres oder 1 Jahr ab, bevor du dir das erneut überlegst...
__________________ “Unfug denkt man sich nicht aus. Unfug wird’s von ganz allein. Aber dass es Unfug war, weiß man erst hinterher.” Michel aus Lönneberga (A. Lindgren)
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| Hallo Maren, vielen Dank für deine Aufmunterung. Tatsächlich ist es seit ein paar Tagen wieder vorbei. Keine Markierungen mehr, kein Gejage - bis zum nächsten Mal. Ich warte auch definitiv ab, wie es sich entwickelt, sie ist mir einfach noch zu jung, um schon über so eine schwere OP nachzudenken. Sie ist auch jetzt mir gegenüber sehr anhänglich geworden, kommt immer her, stupst mich an, will gestreichelt werden. Insgesamt etwas ruhiger, aber natürlich bleibt ihr Temperament, weswegen ich sie liebe. Solange sie nicht darunter leiden (also beide), werde ich auch nichts machen, dafür habe ich zu sehr Angst wegen den Risiken. LG und einen schönen Tag noch! Sonja
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