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Kastrierter Rammler unterdrückt anderen KastratenLiebe Kaninchenfreunde, ich habe Anfang Februar zwei Löwenköpfchen gekauft. Leider handelt es sich (entgegen der Angabe der Züchterin) nun um zwei Männchen. Beide wurden mittlerweile kastriert. Die Rangordnung scheint auch geklärt, aber das dominantere Männchen beißt und jagt das andere Männchen immer obwohl sich dies unterwürfig zeigt und entweder klopft und verschreckt dasitzt oder versucht zu fliehen. Ich hatte gehofft, dass sich die Situation mit der Zeit bessern würden, aber leider tritt keine Besserung ein. Daher lassen wir die Hasen nur zusammen raus, wenn wir ein Auge auf sie haben können. Ansonsten sitzen sie in getrennten Ställen nebeneinander oder es darf nur einer ins Freigehege in der Wohnung. Es hat jeder einen großen handelsüblichen Stall sowie ein gemeinsames Freigehege von rd. 4 qm. Habt ihr Ideen und Anregungen? Was können wir noch tun? Wir sind mittlerweile wirklich ratlos. Würde eine Hasendame Abhilfe schaffen? Müssen wir einen Hasen verkaufen? ![]() Viele Grüße Kessy88
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| Hallo Kessy, willkommen im Forum! ![]() Zitat:
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Ich weiß, ist verflixt schwer, das zu beobachten, ohne einzugreifen, geht aber, wenn man genügend über Vergesellschaftungen bei Kaninchen weiß. Diesbezügliche Youtube-Videos helfen beim Coolerwerden. ;-) Zitat:
Grüße, Aen Geändert von Aen (25.06.2017 um 19:53 Uhr).
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| Hallo zusammen, vielen Dank für eure schnelle Rückmeldung. Wir können tatsächlich das Gehege auf 6 qm vergrößern. Ich würde dann ab morgen früh die Beiden in dem 6 qm großen Gehege zusammen setzen. Darf ich in keiner Weise eingreifen? Manchmal mache ich lediglich Geräusche, dann lässt das dominante Männchen in machen Fällen schon vom anderen Kaninchen ab. Soll ich das auch unterlassen? Soll ich die Beiden auch in der ersten Nacht direkt zusammen lassen? Das macht mir wirklich starke Kopfzerbrechen, aber ich werde mir mal die Kaninchen Videos anschauen. Ich hoffe das hilft! Viele Grüße Kessy88
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Grüße, Aen
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| Hallo Aen, die Youtube Videos waren wirklich "beeindruckend". Ich habe eben gelesen, dass man die Kaninchen am Besten an einem neutralen Ort vergesellschaften soll. Trifft das auch bei mir zu? Da die Häschen sich ja zur Zeit ständig riechen bzw. bereits gemeinsam Zeit verbringen? Danke nochmals für eure Hilfe!
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| Hi Kessy, ja, fand ich auch. *lach* Zitat:
![]() Achja, und ich würde schauen, dass alle Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten zwei Ausgänge haben.
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| Hallo, der erste Tag ist nun rum. Besonders heute Morgen sind die Fellbüschel nur so geflogen. Das Verhalten ist wie bisher auch, der dominante Hase jagt den unterwürfigen Hasen. Allerdings kam es heute Abend 3x dazu, dass der dominante Hase den unterwürfigen Hasen am Kopf geschleckt hat. Allerdings hat der Dominante im direkten Anschluss immer versucht am Po des Unterwürfigen zu schnuppern. Der Unterwürfige Hase ist danach direkt abgehauen. Danach ging die übliche Jagd weiter. Mittlerweile macht der unterwürfige Hase einen ziemlich fertigen Eindruck (schneller Atmen, zittern). Was meint ihr? Sind die "Fortschritte" schon akzeptabel? Hat das am Kopf schlecken etwas gutes zu Bedeuten? Wie lange hat eine Vergesellschaftung bei euch gedauert? Viele Grüße
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| Guten Abend, Kessy ![]() Zitat:
Bei uns - wir haben zwei Frühkastraten - dauerte es ein kerniges Wochenende lang. Dann war Ruhe im Karton, und inzwischen lieben sich die beiden wirklich heiß. :-) Hast Du Dir überlegt, wie Du's heute nacht regeln möchtest? Dass der vermeintlich Dominante den vermeintlich Unterwürfigen putzt, beschreibt manchmal auch das direkt umgekehrte Kräfteverhältnis: der Dominante schiebt dem anderen das Köpfchen unter: "Putzen. Jetzt!" wäre die direkte Übersetzung. ![]() Wer-putzt-wen zeigt das Rangverhältnis also nicht immer so eindeutig an, wie's aussehen mag. Günstig ist aber jedenfalls schon mal, wenn die Rangordnungsrituale zwischen den beiden zu greifen beginnen, die Körpersprache der beiden untereinander also "funktioniert". Kannst Du durchaus als gutes Zeichen nehmen. Du schreibst von schnellem Atem und Zittern ... frisst er denn regelmäßig und hockt auch mal in Ruhe in der Gegend rum oder ist Erholung für ihn gar nicht drin? Grüße, Aen Geändert von Aen (27.06.2017 um 00:01 Uhr).
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| Hallo Aen, ich würde Sie über Nacht in getrennte Stelle setzen und direkt morgen früh gege 6 / 7h wieder zusammen lassen. Der Unterwürfige sieht schon sehr fertig aus Viele Grüße Kessy88
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| Würde ich nach Lage der Dinge vermutlich auch so machen. Hm, vielleicht kannst Du's so einrichten, dass sie sich morgen früh gar nicht erst durch die Gitter ihres jeweiligen Stalles beäugen können, sondern der erste Sichtkontakt gleich im gemeinsamen Revier stattfindet. Hieße also gut verdunkeln und direkt bei Tagesanbruch wieder zusammen setzen.
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| Gute Idee. Ich könnte sie auch räumlich auseinander setzen. Wäre dann vermutlich ideal, oder?
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'N bisschen unorthodox, ich weiß. Mal sehen, was andere sagen. :-)
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| Hallo Kessy und Aen, habt ihr Lupines Beitrag wirklich durchgelesen? Sie ist wirklich seeehr erfahren und Kompetent, und beschreibt genau das Problem. Kessy, wenn du die beiden weiterhin immer wieder trennst, dann wirst du nie Ruhe bekommen. Lass sie machen. Die klären das schon ganz alleine. Du musst aufhörten sie ständig zu beobachten. Lass sie völlig in Ruhe und alleine und geh nur 2 - 3 Mal am Tag hin um kurz nach größeren Wunden zu schauen. Mit größer meine ich sowas ![]() Fellbüschel sind kein Grund die Tiere zu trennen und Jagereien sowieso nicht. Lupine hat doch wirklich anschaulich und leicht verständlich erklärt, was du damit anrichtest.
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| Moin Toflolesa, klar hab ich Lupines Beitrag gelesen, ich fand ihn prima. Und es geht jetzt selbstverständlich darum, den permanenten Wechsel zwischen Zusammensetzung und Trennung zügig zu beenden, hab ich ja geschrieben. Kessy ging gestern dazu über, sie erstmals den ganzen Tag über zusammen zu lassen. Dass sie Manschetten vor der ersten Nacht hatte und nach einer Lösung suchte, mit der sie klarkommt, kann ich gut verstehen. Dass das keine Dauerlösung sein soll - tagsüber zusammen, jede Nacht getrennt - steht doch außer Frage. Schon die kommende Nacht sollte neu betrachtet werden. Und wenn die beiden „Ex-Rammler“ sich heute tagsüber weiterhin ohne grobe Zwischenfälle zusammenraufen, gäbe es für mich auch keinen Grund, sie in der Folgenacht schon wieder zu trennen. Und dass Fellflug und kernige Jagereien zum Standard einer Vergesellschaftung gehören, schrieb ich auch. Kessy hat in ihrem ersten Beitrag ausgeführt, dass es hier um zwei Rammler geht, die sich beide bereits als kampffreudige Rammler erlebt haben - und jedenfalls nicht frühkastriert worden sind. Das wäre mir brenzlig genug, um durchaus beobachten zu wollen, wie die Vergesellschaftung der beiden sich in den nächsten Tagen entwickelt. Du hast freilich recht, wenn Du anmahnst, dass man deshalb trotzdem nicht jede Minute dabei hocken sollte. Die Wunde Deines Kaninchens ist anschaulich, zweifellos, und vielleicht hilfreich, um Vergesellschaftungswunden einordnen und besser tolerieren zu können. Ich meine aber trotzdem nicht, dass das die Latte ist, über die jeder Kaninchenhalter bei der Vergesellschaftung seiner Kaninchen muss. Grüße, Aen
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![]() Kaninchen sind nun mal keine Kuscheltiere! Sie haben ein hohes Aggressionspotenzial und eine sehr strenge Rangordnung. Und die muss ausdiskutiert werden. Bei manchen Paaren ist sie innerhalb von Minuten klar, bei anderen dauert es Monate. Das Pech von Kaninchen ist ihr niedliches Aussehen ![]() Kessy, wenn du dir das nicht zutraust - bitte, lass es jemand anderen machen. Es ist ja in Ordnung wenn man nicht die Nerven für sowas hat. Mir ist das auch nicht wirklich leicht gefallen, meine Kaninchen dabei zu beobachten wie sie sich gegenseitig angesprungen haben und im Flug versucht haben in die Vorderpfoten zu beißen. Und auch nicht, morgens den Gehegeboden kaum noch wiederzufinden, weil er fast komplett mit Fell bedeckt war. Mir ist es auch nicht leicht gefallen, bei der letzten hier durchgeführten Vergesellschaftung den armen Willy eine volle Woche lang rennen zu sehen, wann immer meine Zicke Wuschel ihn zu Gesicht bekam. Und das, wo ich noch einige Zeit zuvor fest der Meinung gewesen war, Wuschel wäre das unterwürfigste und harmloseste Kaninchen was ich kenne... weit gefehlt. Erstaunlich, wie schnell so ein gemütlich aussehender Widder werden kann, wenn ein durchgedrehtes geplatztes Sofakissen hinter ihm her ist ![]() Aber da muss man als Halter durch - wenn man es nicht kann, muss man sich eben Hilfe holen. Oder man holt sich ein bereits fertig vergesellschaftetes Paar jenseits der Pubertät. Dann hat man gute Chancen, dass das Rangordnungsgefüge stabil ist und das auch bleibt. Zitat:
Und das, wo es jetzt doch endlich gut aussah...Zitat:
Wenn das Gehege ordentlich eingerichtet ist (keine Sackgassen, mehrere voneinander sichtgeschützte Futterstellen), gibt es KEINEN Grund einzugreifen. Es gibt genau zwei Gründe, einzugreifen. Das eine ist eine schwere Verletzung. Das zweite ist, dass eines der Kaninchen das Fressen für 24 Stunden eingestellt hat. Zitat:
Zitat:
Ich kenne Spätkastraten, die Gemüter wie Nilpferde haben. Und welche, die echte Angsthasen sind. Ich kenne Frühkastraten, die ausgesprochene Hitzköpfe sind und freche Früchtchen und die ihren Platz in der Rangordnung ganz oben sehen.Und ich kenne extrem dominante Häsinnen. Bei mir war nämlich eine an den Prügeleien Beteiligte Jule, meine dominante Häsin. Nix Kastrat, die hat sich aber deutlich schlimmer geprügelt als das was ich hier lese. Und ich kenne einen absolut mangelhaft sozialisierten Spätkastraten (mit 4 - 5 Jahren kastriert, vorher mit ca. 5 - 6 Wochen von der Mutter getrennt und danach ausschließlich Einzelhaltung)... Übrigens: das sind die beiden "fliegenden" Kontrahenten schon kurz darauf, nachdem wir das mit der ausreichenden Portion Härte meinerseits durchgestanden hatten (Leo, der ehemalige Einzelhaltungs-Spätkastrat, weißgranne-schwarz und Jule, die Oberzicke mit Wrestling-Allüren, holländer-wild): ![]() Zitat:
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Und diese Wunde ist nicht mal eine VG Wunde, sondern das kann auch passieren wenn zwei Tiere, die schon jahrelang zusammen leben, mal eben im Frühjahr "Hormone" haben. Und Lupines Rat, dir Hilfe zu holen, finde ich echt gut. Ich habe das selbst auch schon 2 Mal gemacht mit Pflegetieren von mir, als sich die neuen Besitzer die VG nicht zugetraut haben. Ich habe einfach das Tier der Leute zu meinem Pflegie dazugeholt und dann, nach ca 1 Woche, ein harmonisches Paar abgeben.
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| Hi Lupine, auch wenn mir das Zitat:
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![]() Zitat:
Aber Du hast recht, auch in dem Zusammenhang wäre jedes künstliche Dogma quatsch. Grüße, Aen Geändert von Aen (27.06.2017 um 08:51 Uhr).
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Hier geht es um eine "ganz oder gar nicht-VG", und da ist jede Trennung mehr als kontraproduktiv wie Lupine jetzt schon mehrfach anschaiulich erklärt hat. Und immer wieder gegenanzu"argumentieren" hilft Kessy null, im Gegenteil, es verunsichert sie nur. Zitat:
Es kommt immer auch auf die Charaktere der Tiere an ob und wie schnell eine VG funktioniert. Lediglich bei erwachsenen unkastrierten Rammlern die sich vorher noch nie gesehen haben, sollte man den Hormonabbau nach der Kastra mgl. abbauen um eine Chance zu haben sie als "Paar" VGen zu können. Aber auch das traf hier nicht zu, da die beiden seit Februar zusammenleben. Ich finde es toll dass und wie Du hier versuchst den Fragestellern zu helfen, aber bitte gehe dabei doch auch auf die spezielle Fragestellung ein (hier zum Beispiel dass nicht versucht wird zwei ausgewachsene Rammler zu VGen) und akzeptiere, dass User mit langjähriger Erfahrung (lt. Deinem Profil hast Du erst seit 0-1 Jahren Deine Kaninchen) wie Lupine oder Toflolesa über etwas mehr Wissen und Erfahrung verfügen.
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