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VergesellschaftungHallo! Bin neu und hätte eine Frage bezüglich der Vergesellschaftung. Ich versuche seit ein paar Tagen einen kleinen Nini (8-10 W. / frühkastriert) mit zwei älteren (2 J. M & W) zu vergesellschaften. Der kleine frisst brav, trinkt brav, geht auf Klo und ist sehr aufgeweckt. Er wird aber von den beiden Älteren ignoriert. Besonders mein älteres kastriertes Männchen interessiert sich 0 für ihn. Das Weibchen versucht öfter mal an ihn heran zu treten, um ihn zu beschnuppern aber dann bekommt der Kleine immer Panik und fängt an zu rennen. Sie läuft ihm dann immer hinterher aber kriegt ihn meistens nicht, weil er zu schnell ist und er sie oft auch austrickst. Wenn sie ihn mal erwischt, macht sie gar nichts. Sie beschnuppert ihn höchstens kurz und geht dann wieder weg. Ich habe aber gelesen, dass sie etwas mit ihm machen muss wegen der Rangordnung. Muss das kämpfen etwa nicht sein, weil der Kleine noch so klein ist? Und wann hört das Jagen denn dann auf? Hoffe ihr könnt mir helfen!
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| Hallo Eine Vergesellschaftung kann sich gut über mehrere Wochen oder sogar Monate hinziehen. Und sie kann auch sehr unterschiedlich ablaufen. Es muss nicht zwingend Jagereien oder Kämpfe geben, und zu denen kann es sogar auch erst später kommen. Gut, dass jetzt noch nichts Ernsthaftes geschehen ist. Wie bereits von flyrider angesprochen wurde, ist der Kleine für eine VG noch zu klein und wird sich nicht wehren können, falls es wirklich hart auf hart kommt. In dem Fall wäre das Riskiko auf Verletzung sehr hoch. Ab der 16. Woche sind sie zumindest alt genug, dass sie den Ausgewachsenen Paroli bieten können. Rangordnungskämpfe kann es auch jederzeit später geben, wenn der Kleine in die Pubertät kommt. Und kann sich bis max. zum ausgewachsenen Alter hin ziehen. Ich würde den Kleinen sicherheitshalber regelmäßig auf Verletzungen untersuchen. Sollten die Alten rabiat werden, solltest Du rasch einschreiten.
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| Danke für die schnellen Antworten! Das bedeutet, sie können sich jetzt verstehen und erst später streiten? Alles klar!
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| Es ist alles möglich. Zumindest scheinen Deine nicht sehr dominant oder territorial zu sein, sondern relativ zugänglich. Sonst würde es anders ablaufen. Der Kleine wird seinen Charakter erst noch entwickeln, dann wird es sich zeigen, ob er eher unterwürfig oder dominant ist. Und ob sie sich zu diesem Zeitpunkt auch noch vertragen werden.
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| Zur Zeit ist es so, dass sich der kleine hauptsächlich auf der linken Seite des Geheges aufhält und die anderen beiden auf der Rechten. Er hat dort sein artgerechtes Häuschen, aber lieber sitzt er am Dach oben und beobachtet alles von dort. Er ist wirklich sehr aufgeweckt und neugierig und wenn einmal einer von meinen Großen auf SEINER Seite ist und sichtlich abgelenkt ist, traut er sich auch vorsichtig hin und schnuppert ein bisschen, bis es ihm zu riskant wird. Gejagt wird er nur dann vom Weibchen, wenn er sich erschreckt und anfängt zu laufen, weil es meiner Meinung nach so aussieht, als würde sich mein Weibchen auch erschrecken und aus Reflex ihm dann hinterherlaufen. Sie gibt nämlich immer sehr schnell auf oder verliert ihn rasch aus den Augen.
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| Achja, ich habe vergessen zu erwähnen, dass das Weibchen öfters auch sehr grob zu ihrem Partner ist. Darum finde ich es auch etwas verwunderlich, dass es beim Kleinen gar nicht so ist.
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| Hallo! Ich bins nochmal. Gestern habe ich sie nochmal länger genauer beobachtet und gemerkt, dass die Große ihn doch nicht nur jagt, weil sie sich erschreckt, sondern gezielt. Nur gibt sie halt immer rasch auf und manchmal versucht sie wirklich einfach nur näher an ihn ran zu kommen aber dann rennt er schon. Langsam tut er mir echt Leid! Es ist nun der 5. Tag der Vergesellschaftung und er ist immer noch so alleine. Habt ihr Tipps wie ich ihm helfen kann oder wie es schneller geht oder was ich versuchen kann? Sollte ich sie vielleicht ganz trennen bis er 12 Wochen alt ist? Bis dahin sind es aber fast noch 4 Wochen und ich kann ihm auch nicht 2qm bieten.. Was meint ihr?
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| Ideal wäre wahrscheinlich ein zweiter im selben Alter gewesen...Bei dreien ist eben meist einer übrig. ![]() Nimmst du deine Ninchen zum Kuscheln manchmal raus? Vielleicht kannst du ihn ja mit dem anderen Kastraten mal zusammen "zwangskuscheln"... so dass sich keiner zurückgesetzt fühlt. Dann freunden sich vielleicht die beiden Männer eher an.. ![]()
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| Hätte eh so gerne noch einen zweiten mitgenommen aber leider habe ich nur 9qm Das mit dem Zwangskuscheln probiere ich heute nach der Arbeit! Mit dem Weibchen kann ich das aber nicht machen, weil die wird immer mega dominant, wenn sie nicht im Gehege ist. Die rammelt den Kleinen sonst zu Tode..
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| Ääähm, Kaninchen sind keine Kuscheltiere und Zwangsbekuscheln geht schonmal gar nicht. Das ist ein menschliches Bedürfnis, was den Kaninchen völlig abgeht. Lass ihnen einfach Zeit, es kann Wochen dauern bis eine Vergesellschaftung abgeschlossen ist. 5 Tage ist noch keine Zeit wo man eingreifen oder sich Gedanken machen muss.
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Ok, Danke! Habe den Züchter auch schon gefragt und er meinte ich soll das Gehege daweil verkleinern, damit sie sich automatisch näher kommen aber das hört sich für mich schon sehr falsch an, weil der Kleine kann die Große ja dann nicht mehr so leicht abhängen..
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| @crazycurry Aaalso, Zwangskuscheln bezog sich nur auf beide zusammen, wir hatten aber noch kein Kaninchen, das nicht gern gekuschelt hat, unsere haben das immer mega genossen und durch Schubsen dann auch eingefordert... Wenn sie es nicht gewöhnt sind, würde ich es natürlich auch nicht machen, deshalb habe ich ja gefragt...@ Michelle 9qm ist doch aber gar nicht so wenig, selbst bei vieren nicht... Wenn es dir möglich ist, würde ich echt nochmal drüber nachdenken, wäre für den Kleinen echt schöner...
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| Man sollte doch 3qm pro Tier haben Und leisten könnte ich mir ein viertes glaube ich auch nicht mehr und ich würde es auch nicht erlaubt kriegen. (wohne bei meinem Freund und seiner Familie, spirch Mutter und kleiner Bruder und da hat die Mutter das sagen)
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| Habe das Weibchen und den Kleinen gestern und heute aus dem gehege genommen und draußen verstehen sie sich super! Das Weibchen putzt ihn ganz oft und er genießt es sichtlich aber kaum bringe ich die Beiden ins Gehege zurück, fängt schon wieder das Jagen und der Abstand an.. ![]()
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| Wo vergesellschaftest Du die Beiden denn? Nicht im neutralen Revier, wie meist üblich? Wenn im alten Gehege, dann wundert mich nichts... Die Mehrheit der Kaninchen sind territorial veranlagt, auch wenn unterschiedlich stark. Und falls eines extrem reagiert, dann kann dies sofort zu schlimmen Verletzungen führen. VG im Revier funktioniert höchstens, wenn man sehr viel Platz zur Verfügung hat oder die Alteingesessenen Kaninchen sehr unterwürfig und nicht territorial veranlagt sind.
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| Zitat:
Die einzige VG, die bei uns wirklich in die Hose ging, war auf neutralem Terrain, mit einer dominanten Häsin und einem zu lieben Frühkastraten, alle anderen im gewohnten Revier funktionierten prächtig, weil sich entweder die Nins mochten oder weil genug Platz zur Verfügung stand. Unsere verhaltensgestörte Betty brauchte z.B. mehr als sechs Monate, bis sie begriff, dass es nicht nur Menschen gibt, sondern man sich auch mit anderen Kaninchen vertragen kann - das wäre nicht möglich gewesen, wenn wir den Nins nur die Mindestfläche zur Verfügung gestellt hätten. Auf gut 20 qm Gehege und zusätzlichen 200 qm Gartenauslauf ging das, trotz dominanter anderer Kaninchen, und mittlerweile kuschelt sie mit jedem. Deshalb plädiere ich für Geduld, Geduld, und nochmals Geduld, und für Platz, soviel es nur irgend geht.
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| Neutrales Revier spielt sehr wohl eine tragende Rolle für die Erstbegegnung und leider haben die wenigsten 200 qm zur Verfügung. Normalmaß ist leider für viele Halter ein Mindestmaß von 2 qm pro Tier und das kann dann auf einer minimalen Fläche von 4 qm ganz schön in die Hose gehen, wenn es im eigene Gehege gemacht wird. Aus diesem Grund wird auch auf den meisten seriösen HP oder Kaninchenschutzorganisationen dringendsten empfohlen, dies auf neutralem Gebiet zu machen! Je größer der Platz, desto entspannter ist es meistens. Ich würde persönlich auch nur VG auf mind. 20 qm machen, weil die wesentlich entspannter abliefen bei Erstbegegnung. Zudem ist gemäß div. Berichten, die VG mit Grossgruppen wesentlich einfacher als bei Kleineren Gruppen (mit Grossgruppen habe ich selbst keine Erfahrungen). Langfristig für ein funktionierendes Zusammenleben ist natürlich der Charakter entscheidend. Aber selbst das hilft nicht, wenn ein territoriales Kaninchen im Revier ein Neuzugang zu Beginn derart böse verletzt, was unter anderen Umständen durchaus hätte funktionieren können. Natürlich habe ich auch schon gegenteilige Situation erlebt, bei der die Erstbegegnungen im 'normalen' Bereich abliefen, langfristig es aber charakterlich nicht hingehauen hat, da einer ständig gemobbt wurde. Ausnahmen gibt es immer, wo ein bekanntes Revier funktionieren kann, das habe ich bereits erwähnt... Aber sicherlich niemals zu empfehlen bei Haltern, wo die nötige VG- Erfahrung fehlt und auch die großzügigen Haltungsbedingungen! PS: und nicht jedes dominante Kaninchen ist auch territorial, das hat mir mein Cheframmler die letzten 2 Jahre beigebracht. Bei ihm funktioniert eine VG auch im Revier. Dagegen hatte ich rangniedrigere Tiere, die waren im neutralen Revier derart eingeschüchtert, im bekannten Revier verletzten sie die Neuzugänge derart, dass es mehr als einmal auf dem Nähtisch des TA gelandet ist... Geändert von Rakete (31.05.2017 um 22:19 Uhr).
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| Bei Michelle sitzen die Kaninchen ja schon im gewohnten Revier zusammen, so dass Vorhaltungen, warum man keine VG im neutralen Revier gemacht hat, nicht mehr zielführend sind: es würde ja wenig Sinn machen, die Gruppe jetzt noch in ein neutrales Revier zu verfrachten. Abgesehen davon läuft es bei Michelle doch eigentlich ganz gut, obwohl der Neuankömmling noch so jung ist, und darin hätte ich ein wesentlich größeres Problem gesehen und auch, wenn sie vor der VG gefragt hätte, dazu geraten, dass man dem Kleinen noch ein paar Wochen Zeit gibt und erst dann vergesellschaftet. Es mag auch sein, dass auf vielen Kaninchenseiten eine VG in neutralem Gelände empfohlen wird, das bedeutet aber nicht, dass dies die ultima ratio ist, es nur so funktioniert und anders immer mehr Probleme auftauchen. Zudem kann es, und das wird bei dieser Empfehlung gern vergessen, auch durchaus passieren, das man mit dem neutralen Revier zweimal vergesellschaftet, denn auch wenn sich alle anderswo gut verstehen, bedeutet das nicht, dass die Harmonie bleibt, wenn alle in das richtige Revier umziehen: die "alten" Kaninchen erkennen auch noch nach Wochen, dass es ihr Revier ist, die "neuen" denken sich "neue Gegend, neues Glück" und probieren, die Rangordnung wieder abzuändern. Viele Halter machen sich, gerade wenn sie Außenhaltung haben, wegen dieser überall herumgeisternden Doktrin "VG immer im neutralen Revier!" vor einer VG zu viele Sorgen, weil sie die Möglichkeit eines neutralen Reviers gar nicht haben und fürchten, dass es anders nicht klappt. Ein mardersicheres neutrales Gehege baut sich nämlich nicht von heute auf morgen, auch ist es oft keine Option, die VG dann im Haus durchzuführen, weil entweder der Platz fehlt oder man den Tieren keine Temperaturwechsel zumuten will. Gerade in Außenhaltung hat man deshalb oft nur die Möglichkeit, im gewohnten Revier zu vergesellschaften, und nach meiner persönlichen Erfahrung klappt das auch sehr gut, wenn man den Tieren dort genug Platz bieten kann. Deshalb würde ich auch niemandem Vorhaltungen machen, nur weil er nicht "neutral" vergesellschaftet, sondern immer betonen, dass es viele Wege zu einer harmonischen Kaninchengruppe gibt, die VG auf neutralem Gelände ist nur einer dieser Wege, mit denen es klappen kann. Und wenn man für die Kaninchen nur das Mindestmaß an Platz zur Verfügung hat, sollte man es meiner Meinung nach mit einer VG lieber ganz lassen, und die bestehende Gruppe nicht mit Neuankömmlingen durcheinander bringen.
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