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Wollen nicht ins Gehege auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 51
Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 11:24

Wollen nicht ins Gehege


Hm...

Meine Kaninchen bleiben nach wie vor, am liebsten im Käfig. ODER legen sich hinter den Käfig. Versteckmöglichkeiten IM Gehege, gibt es mittlerweile genug.

Wir haben extra ein großes Gehege darum gebaut. Damit sie laufen können. Aber das wollen sie gar nicht.

Ich könnte sie jetzt raus setzen und die Tür zu machen. Aber BEVOR ich das tue, möchte ich erstmal den Grund heraus finden.

Sie legen sich ja auch lang hin. Also kann es ihnen doch gar nicht schlecht gehen.

Aber ich vermisse das fröhliche Hoppeln und Toben, welches man eben von Kaninchen kennt. Welches ICH von meinen früheren Kaninchen kenne.

Da liest man ständig von armen Kaninchen, die ihr Dasein im Käfig fristen müssen. Das finde ich auch schlimm. Deshalb, haben wir den Kaninchen ja eine schöne Spiellandschaft gebaut. Aber die Beiden fühlen sich IM Käfig völlig wohl. Oder unterm Käfig, oder hinterm Käfig. Hauptsache nicht laufen.

Langsam frage ich mich wirklich, ob sie vom Verkaufsladen irgendwelche Verhaltenspsychosen mitgenommen haben. Er war lange dort. Sie nur 11 Wochen.

Sie haben in den ersten Wochen Baytril bekommen, weil sie sich ständig gejuckt und geniest haben. Nein, das machen sie mittlerweile nicht mehr.

Mittlerweile pinkelt einer von ihnen nicht mehr in die Katzentoilette, sondern mitten in den Käfig. Anfangs haben sie die Toilette noch begeistert genutzt.

Bitte Leute... Ihr habt mir auf die letzten Fragen zum Gehege nicht geantwortet. Ist auch okay, bin nicht böse drum. Aber wir sind wirklich, wirklich ratlos.

Wir wollen ja, dass sie sich wohl fühlen. Was machen wir falsch?

Käfig ganz raus???




Geändert von Mia2017 (14.05.2017 um 11:29 Uhr).
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Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.429
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 12:03

Das Verhalten deiner Kaninchen könnte verschiedene Gründe haben:

1. Sie mögen nicht gerne auf dem PVC-Boden laufen, weil er ihnen zu glatt ist. Das ist von Kaninchen zu Kaninchen verschieden, manche mögen das halt nicht. Du könntest ausprobieren, ob es daran liegt, in dem du einige einfache Teppiche auslegst (z. B. Signe von Ikea, die verwende viele hier, ich auch, kosten 1,99€).

2. Sie mögen ihren Käfig und liegen gerne darin, weil sie sich dort sicher fühlen.

Ganz rausnehmen würde ich den Käfig nicht, aber ich würde dir empfehlen, das Käfigoberteil (Gitter) abzunehmen, weil es sehr gefährlich werden kann, wenn die Kaninchen mal da drauf springen. Sie können mit den Pfötchen hängen bleiben und sich schwer verletzen.
Ich verwende auch nur die Unterschalen und habe sie eingestreut mit Stroh obendrauf. Ist schon kuschelig zum Liegen.
Das sie dort auch ihre Pipiecken haben, ist nicht ungewöhnlich.

3. Möglichkeit, dein Pärchen ist einfach gemütlich und kuschelt lieber, anstatt im Gehege zu toben.
Wir hatten anfangs auch nur ein Pärchen, da war viel weniger Bewegung drin als jetzt mit sechs Tieren.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 51
Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 12:17

Was den Boden betrifft... Wir haben extra einen rauen PVC-Boden geholt, damit sie sich nicht verletzten. Aber vielleicht mögen sie ihn tatsächlich nicht. Ich probiere es mit den Teppichen.

Nun ja, dass sie am Käfig hoch springen ist sehr unwahrscheinlich. Sie probieren ja nicht mal, über das Gitter zu springen. Was ich schon unnatürlich finde. Meine vorherigen Kaninchen, hätten den Zaun gekillt.

Wenn ich daran denke, dass mein Rübe mal eine komplette Kammer umdekoriert hat. Hier ist keine Neugierde. Nichts. Überhaupt nicht.

Sie haben wohl angst vor uns. Lassen sich auch nur manchmal streicheln.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 51
Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 13:08

Okay, Schale steht nur noch im Gehege. Erstmal haben sie blöd geschaut (jetzt nehmt ihr uns auch noch unser Gitter im Gitter!) und sind dann schnurstracks ins Häuschen. Dort verharren sie jetzt.




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 14:36

Du könntest auch mal versuchen, als kleinen "Ansporn" den Käfig zu erkunden einige Leckerlies zu verstreuen...



__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!



Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.429
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 15:24

Toll, dass du das mit dem Gitter der Käfigschale doch noch geändert hast.
Lass deinen Kaninchen Zeit sich daran zu gewöhnen.

Was mir beim Lesen deiner anderen Threads noch aufgefallen ist, dass ihr sehr großen Wert darauf legt, die Kaninchen zu streicheln.
Vielleicht mögen sie es nicht so gerne, dass das häufig von euch aus geht, sondern fühlen sich bedrängt und suchen Rückzugsorte, an denen sie vor euch sicher sind.
Vielleicht täuscht auch der Eindruck, aber beim Lesen deiner Einträge kam es mir so vor. Entschuldige ,falls ich das falsch interpretiere.

Setzt euch doch einfach mal nur so zu den Kaninchen und wartet bis sie zu euch kommen, lockt sie mit Leckerchen, wie Kaninchenherz28 schon schrieb.

Außerdem kann es sein, dass deine Tiere noch scheu sind und einfach mehr Zeit zum Eingewöhnen brauchen.

Wir haben hier auch eine Weibchen, das bereits 3,5 Jahre alt ist (und schon fast zwei Jahre bei uns lebt) und sich eigentlich gar nicht streicheln lässt.

Kann also auch passieren, dass deine Tiere einfach das Streicheln nicht mögen.

Wir haben sechs Tiere und alle sind da völlig unterschiedlich in ihrem Verhalten und was sie zulassen.




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 14.05.2017, 16:05

Kann es sein, dass es rund um das Gehege für die Tiere zu unruhig ist, bzw. könnten die Tiere es als aus ihrer Sicht zu unruhig empfinden?
Habt Ihr Kinder, Hunde, Katzen oder tagsüber "laute" Musik an?

Wenn nein, würde ich sie tatsächlich erstmal ganz in Ruhe lassen, also nicht versuchen sie zu streicheln sondern mit den Händen nur Leckerlies anbieten. Gut eignen sich dafür meist Cunis, Cranberries, Apfelringe o.ä.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 51
Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 16:59

Klar, ich sollte ein bisschen etwas über uns erzählen.

Ja, wir haben Kinder. Für meinen Sohn (Autist) war es sehr wichtig, etwas lebendiges in der Umgebung zu haben. Er ist sehr krank. Geht aber unwahrscheinlich liebevoll mit den Tieren um. Vor allem vorsichtig. Autisten und Tiere, sind sowieso etwas ganz Besonderes. Auch meine Tochter (4 Jahre) ist da sehr umsichtig. Wir haben es den Beiden sehr genau eingeprägt. Da ich selbst ein Asperger Mädchen bin, lege ich darauf sehr großen Wert. Es sind sehr liebe Kinder, keine Rabauken, wie man es manchmal kennt und sieht. Mein Mann ist auch eher ein ruhiger Vertreter. Typisch Asiat eben.

Natürlich, hier läuft auch mal der Fernseher oder der Computer. Laute Musik mögen wir alle nicht. Um das mal zu erklären... Solche Geräusche sind für Asperger Menschen um ein 4-faches lauter und schmerzen körperlich. Jedenfalls ist das bei meinem Sohn und mir so.

Ich muss die Tiere nicht unbedingt streicheln und den größten Teil des Tages, ist es hier auch sehr ruhig. Ich arbeite viel am Computer, die Kinder sind in Schule und Kindergarten, mein Mann ist arbeiten.

Wir begrüßen die Tiere, setzen uns Abends zu ihnen. Und machen es genau so, wie ihr beschrieben habt. Wir setzen uns zu ihnen. Haben Leckerchen für sie. Einfach nur etwas Nähe. Kein Zwang. Ich bin da sowieso sehr zurückhaltend.

Hier geht niemand rum und streichelt sie fortwährend. Aber man muss auch mal nachschauen, ob alles in Ordnung ist (Popo), Nägel schneiden. Je nachdem was gerade anfällt.

Ganz ehrlich? Wir versuchen wirklich alles, um es ihnen gemütlich und schön zu machen.

Aber ich kenne es eben anders. Mein Rübe, war schwer krank... Aber er hatte eine sehr große Lebensfreude, wenn er springen und laufen durfte. Er war für eine Zeit lang tatsächlich mein bester Freund. Ich weiß also schon, wie es mit Liebe und Vertrauen sein kann.

Was ich natürlich merke, ist diese Angst. Als hätten wir ihnen etwas getan. Von Anfang an. Das habe ich ja schon mal beschrieben. Bereits beim Kauf, hatte die Verkäuferin große Schwierigkeiten, Max aus seiner Ecke zu holen und er hat mich auch schon extrem zerkratzt. Natürlich. Vor Angst.

Da wir alle sehr auf die Bedürfnisse der Tiere achten, sie achten, glauben wir dass vorher etwas wesentliches passiert sein muss. Wir wissen, dass es Lebewesen und keine Stofftiere sind.

Kann es sein, dass Max, die Kleine mit seiner Vorsicht angesteckt hat? Verständigen die Zwei sich da irgendwie?

Hören sie nur Schritte oder wenn über uns die Klospülung gezogen wird, ist die totale Panik angesagt. Und wir leben in einem Zwei-Familienhaus, ländlich. Also für unsere Verhältnisse auch sehr ruhig.

Besuch haben wir selten. Und wenn wir Besuch haben, dann findet das Gesellschaftsleben meist in der Küche statt.

Wir versuchen nur zu ergründen, was den Tieren fehlt und vor allem, was wir falsch machen. Vielleicht ja gar nichts. Aber wir sind eben bemüht, dass es ihnen gut geht.

Abends sitzen und sind wir bei den Tieren. Schauen fern oder ich arbeite am Computer. Das ist alles sehr gesetzt und ruhig. Wir mögen die Tiere sehr und wollen das Optimale für sie rausholen. Und ich orientiere mich an vielem, was hier ihm Forum steht.

Was ihr herauslesen könnt und sicherlich auch meine Art der Beschreibung ist, ist die Zuneigung für die Tiere. Es ist nach 10 Jahren einfach schön, wieder Tiere um sich zu haben. Das ist das, was ihr herauslesen könnt.



Anjanka likes this.

Geändert von Mia2017 (14.05.2017 um 17:02 Uhr).

Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 14.05.2017, 18:17

Wenn ich es richtig verstehe (ich habe andere Threads von Dir noch nicht gelesen, also verzeih wenn ich "dumme" Anmerkungen mache) sind die beiden aus dem Zoohandel, richtig?

Wenn ja, nur zur Erklärung, Tiere aus dem Zoohandel werden überwiegend in fürchterlichsten Zuständen im Ausland "produziert", hier in Deutschland unter ebenso schlimmen Zuständen bei "Zwischenhändlern" aufbewahrt um dann als "deutsche" Nachzucht in den Zoohandel (oder Baumarkt) weitergegeben zu werden.
Diese Tiere (die als absolute Babys zu den Zwischenhändlern kommen) kennen Menschen nur als "Feinde", die sie absolut mies behandeln.
Erst in wirklich guten Zoohandlungen merken sie das erste Mal, dass Menschen vielleicht doch keine Fressfeinde sind.

Aber um dieses Trauma loszuwerden braucht es Zeit und nochmal Zeit. Und unendlich Geduld.
Nach Deinen Schilderungen hattest Du das Pech an solche traumatisierte Tiere zu kommen, denn was Du hier von Deiner Haltung beschreibst ist es absolut ok.

So kann ich Dir wirklich nur weiter zu ganz viel Geduld raten, ich hab auch schon schwerst traumatisierte Tiere dazu gebracht zumindest Leckerlies aus der Hand zu nehmen und sich die Nase kraulen zu lassen.
Auch echte "Schmuser" sind dabei herausgekommen, aber das dauerte.



marinahexe and Anjanka like this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 51
Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 18:39

Ja, die Beiden sind aus der Zoohandlung. Allerdings aus einer besser dastehenden (ich weiß nicht, ob ich die Kette hier nennen darf).

Wir waren zuerst im Tierheim. Da wir aber damals noch nicht die erforderlichen qm hatten und da auch erst "reinwachsen" mussten, wurde das nichts. Wir hatten zwar gesagt, dass wir offen für Neuerungen sind und uns nicht verschließen... Aber da hatten wir damals keine Chance. Das würde jetzt natürlich anders aussehen, aber jetzt sind Max und Mia da.

Diese Zoo-Handel-Kette, rühmt sich damit, dass alle Tiere kastriert und tierärztlich betreut werden. Jetzt ist wohl klar, welche ich meine.

Dennoch... Ganz egal, welchen Ruf dieser Tierhandel hat... Wir wissen nicht, mit welchen Menschen sie zu tun hatten. Wir wissen nicht, wie die Kastration abgelaufen ist. Und erst recht nicht, was davor war.

Ich hoffe, dass sie irgendwann erkennen/fühlen, dass wir ihnen nichts böses wollen.




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Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 14.05.2017, 18:48

Ich drück Euch ganz fest die Daumen, dass sie bei Euch schnell lernen, dass Menschen auch Freunde sein können!




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Kaninchen
 
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Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 20:28

Ich wünsche euch auch, dass eure Tiere eines Tages mehr Vertrauen zu euch fassen und ihr ein harmonisches Zusammenleben mit Mia und Max erleben dürft.

Du hast ja sehr schön beschrieben, wie euer gemeinsamer Tagesablauf mit den Tieren aussieht und man hört da ganz bestimmt deine (eure) Tierliebe heraus.

Du vergleichst die Zwei aber auch immer wieder mit deinem Rübe, und bitte verstehe mich da jetzt nicht falsch, aber nur weil er so zutraulich war, müssen Mia und Max es zwangsläufig auch sein.
Tiere sind halt unterschiedlich.
Und ja, vielleicht orientieren sie sich auch ein bisschen aneinander, gerade, weil sie beide unsicher sind.

Theresa hat das ja sehr gut beschrieben, was Tiere aus Zoohandlungen oft erlebt haben, nicht nur die schlechte Behandlung, sondern auch das viel zu frühe Trennen von der Mutter. So was hinterlässt natürlich Spuren.

Also nicht verzweifeln. Ich glaube nach deiner Beschreibung nicht, dass ihr etwas falsch macht, ihr braucht nur etwas Geduld und Gelassenheit.

Wir haben übrigen bei unseren sechs Tieren auch welche dabei, wo ich mich freue, zur Begrüßung wenigstens einen kurzen Nasenstups zu bekommen, streicheln geht bei denen gar nicht. Wenn ich allerdings im Garten arbeite und gar nicht auf die Tiere konzentriert bin, kommen sie oft an und knabbern an meinen Schuhen oder zupfen an der Hose.




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 20:53

Die Tiere aus dem Zoohandel werden oft schon mit 4-6 Wochen von der Mutter getrennt. Gute Pflegestellen lassen sie bis zur 12. Woche bei der Mutter, damit die Jungen gut sozialisiert werden. Mit 4 Wochen können sie zwar schon ohne Mutter überleben, weil sie selbständig fressen können. Aber auch mit 12 oder 16 Wochen trinken sie noch bei der Mutter Milch. Das gibt ihnen halt Geborgenheit.

Eure Haltung hört sich gut an. Wie groß ist das Gehege? Wäre da evtl. noch Platz für ein drittes, zutraulicheres Kaninchen, von dem die beiden lernen können?

Ich selbst hab vor etwas mehr als 2 Jahren einen ausrangierten Zuchtrammler aufgenommen. Schoko war damals 1,5 Jahre alt und wurde aussortiert, weil er impotent sein sollte. Er war von Anfang an panisch. Bei jeder noch so kleinen Bewegung rannte er in die hinterste Ecke. Er hat einen sehr zutraulichen Kumpel, der bei mir nachdrücklich Streicheleinheiten einfordert. An ihn hängt er sich ran und geht mit ihm auf Entdeckungsreise, allerdings nur nachts wenn alles ruhig und dunkel ist. Mittlerweile duldet er es, wenn man ihn leicht bis zu den Ohren streichelt und kommt allein um Cranberries betteln. Bis hierhin hat es 2 Jahre gedauert. Ich bedränge ihn aber auch nicht. Wenn er sich streicheln lässt ist es gut, und wenn nicht ist es auch gut. Aber so langsam taut er auf.




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Registriert seit: 24.10.2010
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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 21:06

Ich verschieb das mal in den Haltungsbereich, da ist das Thema besser aufgehoben.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
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Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 22:09

Es sind insgesamt 7,5 qm. Mehr ist im Moment als Kaninchenheim, nicht drin.

Die Idee mit dem dritten Kaninchen, ist ein Gedanke, der vielleicht erstmal reifen muss. Ich kenne mich... Bei 3 Tieren denke ich: ach da muss ja noch eines her. Und schon habe ich hier 10 Kaninchen rumspringen.

Bei Max war klar, dass er keine 13 Wochen alt sein kann. Auch wenn die Tierärztin, ihn (auf unsere Frage hin) auch so einschätzt. Denn die Verkäuferin hat gesagt: der ist schon sehr lange hier. Wie soll ein 13 Wochen altes Kaninchen schon lange da sein? Wenn sie doch erst mit 10 Wochen in die Tierhandlung kommen?

Als ich das hörte, war für mich klar, dass er es sein muss.

Mia wurde von meinen Kindern als Partnerin für Max ausgesucht. Eigentlich pervers. Wir suchen uns unsere Partner aus und die Kaninchen werden zusammen gesetzt. Aber sie haben sich sofort verstanden. Glücklicherweise.

Mia sah sehr babyhaft aus, hatte an den Füßchen noch kahle Stellen. Das habe ich aber erst beim genauen inspizieren festgestellt. Mittlerweile natürlich nicht mehr. Sie kann nicht sehr alt gewesen sein. Also, ich möchte nicht über die Tierhandlung meckern. Aber uns ist später erst aufgegangen, dass die uns irgendwie übers Ohr hauen wollten. Ich hatte vorher keinerlei Kontakt zu den Tieren. Außer Blickkontakt. Dennoch hätten wir diese Tiere auch mit ehrlichen Aussagen genommen. Gerade deshalb wahrscheinlich.

Tja... Thema Rübe. Das ist sehr speziell. Ich bin darüber nie hinweg gekommen. Habe ihn krank aus einem Tierheimloch (ja das gibt es auch!) rausgeholt. Kellerloch. Licht aus, um Strom zu sparen. Er war in einem Einzelkäfig, weil er angeblich einen Mitgenossen fast totgebissen hatte. Außerdem hatte er von Anfang an Durchfall. Er war nicht sofort zutraulich, hat mich aber sehr schnell (zur Verwunderung der Pflegerin) an sich heran gelassen. Jeder andere wurde gebissen.
Er hat bei mir nicht nur im Käfig, sondern neben mir gelebt. Ich war sehr allein und er auch. Bei jedem epileptischen Anfall, war er da. Ein Freund.

Potenzielle Beziehungen hat er immer mit Köddeln beworfen. Ich war seins.

Die Zeit kam, wo ich auch für ihn da war. Er ist unglücklich von der Bettkante gesprungen. Wirbelsäulenbruch. Der sich glücklicherweise verkapselt hat. Jeden Tag hab ich ihm 3,4,5 mal am Tag den Hintern abgewaschen (Durchfall). Seine Beinchen trainiert. Mit 13 Jahren, konnte er dann nicht mehr, wurde eingeschläfert. 8 Wochen, nachdem ich meinen Mann kennen gelernt habe.

Ich brauchte 10 Jahre, um wieder ein (in dem Fall zwei) neue Haustiere zu holen.

Natürlich sind die zwei Hübschen nicht Rübe. Mit dem Gedanken bin ich nicht in die Tierhandlung gegangen. Und dennoch haben sie diese liebe, freundliche Art. Das, was nur Kaninchen an sich haben. Und es ist definitiv eine Beziehung möglich.

Ich würde ihnen gerne die Angst nehmen. Aber wahrscheinlich habt ihr recht. Es ist eine Menge Geduld nötig. Die Beiden gehören eben zur Familie.

Vielleicht habt ihr Tipps... Eure Erzählungen über eure Annäherungen, finde ich sehr schön zu lesen. Ich nehme überhaupt einiges aus euren persönlichen Erfahrungen mit. Um so mehr ärgert es mich, wie wenig respektvoll die Vorbesitzer mit einem lebenden Wesen umgegangen sind.




Benutzerbild von marinahexe
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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 23:26

Wenn Du Dich zu einem 3. Kaninchen entschließen solltest, schreib mich bitte an. Ich habe Kontakte zu etlichen privaten Pflegestellen, wo Jungtiere sitzen. Aktuell sitzen noch welche bei Toflolesa hier im Forum und evtl. noch bei maximus (wenn die nicht schon alle vermittelt sind). Diese Jungtiere sind gut sozialisiert und zutraulich.

Vielleicht schaust Du einfach mal in die Threads rein:

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/41235-habe-es-wieder-getan.html

http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/36779-meine-schlappohrkuschler.html




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 51
Mia2017 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 23:52

Aaaah... Oh nein... Zuckersüß.

Günther.

Aber es geht wirklich noch nicht. Noch nicht.




Benutzerbild von Einhorn09
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.05.2015
Beiträge: 5.570
Einhorn09 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2017, 23:59

Soweit ich weiss sind Susannas Babys alle vergeben



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Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡



Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen...
✝08. Mai 2017
Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017)
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Beiträge: 202
Anjanka befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.05.2017, 10:59

Hi Mia2017,

ich muss sagen, deine Geschichte hat mich sehr berührt. Also die Sache, dass du Asperger hast und dein Sohn sogar Autist ist.
Aus (leider) eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Tier da vor allem in der schweren Zeit der Pubertät mehr hilft als Altersgenossen aus der Schule (die meist kein Verständnis haben und nur mobben, was anders ist).
Ich bin nicht getestet oder so, aber meine Mutter ist sich sicher, dass ich auch eine leichte Form von Asperger habe. (So lange kennt man das auch noch nicht, so dass ich als Kind/Jugendliche zwar auffällig war, aber es niemand einordnen konnte oder wollte.) Meine Haustiere haben mir Sicherheit gegeben. Und ich habe mich immer bemüht (und tue das fortwährend) ihnen ein schönes Leben zu bieten. Ich verstehe die Kaninchen (und andere Tiere) besser als Menschen.
Darum finde ich es toll, dass du deinem Sohn nun auch ermöglichst, mit Tieren aufzuwachsen.

So, und weil du nach persönlichen Erfahrungen gefragt hast:

Ich habe schon viele Kaninchen gehabt, und alle waren anders. Das Zutraulichste war Leonie, ein Löwenköpfchen, das uns anfangs wie ein Hund nachgelaufen kam. Ihre Partnerin, ein Mini-Loop (Luna) war nicht so zutraulich, ließ sich aber (bis zum ersten TA-Besuch) streicheln.
Da meine Tiere seit Jahren draußen leben, erwarte ich aber auch kein großes Zutrauen und schon gar keine Streicheltiere.
Dennoch sieht man deutliche Unterschiede: Eins kommt mal eher an, lässt sich auch streicheln (Leonie etwa), ein anderes hält sich fern, mag nicht angefasst werden.

Aktuell habe ich zwei Kastraten und ein Weibchen. Alle Drei sind eher Draußen-Tiere, also lassen sich nicht streicheln. Wenn man sich ruhig zu ihnen setzt, oder sie nur beobachtet, stört es sie nicht weiter, macht man Gartenarbeit oder ihre Boxen und das Gehege sauber, kommen sie sogar typisch neugierig an und gucken. Aber anfassen ist nicht, bei keinem von ihnen.
Als ich sie bekommen habe (Tierheim und private Haltung), war der eine Kastrat so wie jetzt, der andere und das Weibchen aber sehr scheu. Das hat sich schon sehr gebessert, brauchte aber nun mittlerweile ein Jahr Geduld. OK, TA-Besuche zwischendurch reißen immer mal wieder ein wenig Vertrauen ein, aber was muss, das muss...

Hm, mein erstes Kaninchen war total lieb und sprang einem sogar beim Freilauf im Garten auf den Arm, das Zweite war stur wie ein Ziegenbock (Widder), das Dritte war eher aggressiv und biss schnell mal, während das Vierte (gleichzeitig mit dem Dritten) sich auch mal anfassen ließ und nicht biss. Fünf und Sechs waren dann Luna und Leonie, die drei anderen habe ich auch schon oben beschrieben.
Zwischendurch hatte ich noch kurz zwei andere Widder, beides ältere Kastraten, und die waren mega-lieb. Ließen sich immer und gern streicheln, sogar hochheben war OK.

Du siehst, es hängt sehr vom Charakter des Tieres ab. Aber ich denke, wenn ihr euren beiden einfach Zeit gebt, und sie vielleicht auch mal ein wenig ins Freie lockt (Leckerchen verteilen halte ich für eine gute Idee, wenn das nicht klappt, auch einfachmal raussetzen und schauen, ob sie dann mal umherstreifen), wird das sicher werden. Lisa (das aktuelle Weibchen) kam anfangs auch nicht raus, meine Mama hat sie dann einfach von der Box ins Freigehege gesetzt (da hätte sie auch hingehen können, wollte aber nicht) und plötzlich war Lisa wie ausgewechselt und hat sich über den ganzen Platz gefreut. Manchmal muss man halt mal ein wenig gestupst werden...geht uns ja auch hin und wieder so

So, dann noch ganz viel Spaß mit den Süßen. Ich bin sicher, ihr Leben geht ab jetzt nur noch bergauf. Und das werden die früher oder später kapieren und euch sehr dankbar sein.

LG Anjanka



 
 
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