Hallo zusammen,
wir brauchen eure Daumendrücker und ich muss mich mal auskotzen. Aber erstmal zum heutigen Tage ...
Heute früh um 10:30 bemerkte ich, dass Bella Bauchschmerzen hatte. Es ging ihr aber noch verhältnismäßig gut und die Temperatur lag bei 38,2 Grad. Also gab ich ihr erstmal nur Colosan. Als ich vom Einkaufen zurück kam, ging es ihr deutlich schlechter und die Temperatur war auch schon auf 37,3 Grad gefallen. Dann gab ich ihr das volle Programm (Novaminsulfon, Dimeticon, Colosan, Öl) und massierte sie. Anfangs war der Bauch noch sehr weich. Im Laufe der Zeit konnte ich aber den vergrößerten, harten Magen deutlich ertasten und die Temperatur sank auf 35,3 Grad. Also Nachmittags ab in die TK. Rönten ergab - oh Wunder - einen stark vergrößerten Magen mit Gasblase und Aufgasungen im Dünndarm, Temperatur lag dort bei 35,8 Grad. Mit der TÄ war ich so verblieben, dass ich sie ERSTMAL stationär da lasse, sie an die i.v. Infusion kommt und noch ein Kontrastmittelröntgen gemacht wird und wir dann entscheiden wie es weitergeht. Auch wegen eventueller OP.
Um 21:15 bekam ich den ersten Anruf: Das Kontrastmittel ist noch komplett im Magen. Da die Gasblase im Magen sowie die Aufgasungen im Dünndarm aber weniger geworden sind, sollte weiter konservativ behandelt werden und ein erneutes Röntgen um Mitternacht erfolgen. Die Temperatur lag zu der Zeit bei 36,8 Grad.
Um 0:45 dann der nächste Anruf: Das Kontrastmittel ist im Dünndarm angekommen und hat sich dort schon schön verteilt, das Gas ist weg, der Magen ist kleiner und weicher und die Temperatur lag bei 37,5 Grad.
Soweit ja erstmal relativ erfreulich. Es scheint bergauf zu gehen. Aber nun der Hammer ...
Wegen der Infusion hat sie einen Halskragen und die Helferin meinte, dass sie sie morgen ja vielleicht schon von der Infusion nehmen könnten und sie dann auch den Halskragen loswerden würde. Daraufhin sagte ich, dass ich sie morgen ja auch abholen werde, wenn es ihr besser geht. Da meint sie doch glatt: "Sonntags dürfen wir keine Tiere rausgeben." Da wäre ich beinahe an die Decke gegangen. Ich sagte zu ihr, dass es jawohl nicht sein kann, dass das Tier - wenn es ihm besser geht - einen Tag länger in der TK bleiben muss, nur weil Sonntag ist. Dies ist weder für das kranke noch für das einsame Partnertier zu Hause förderlich. Von den Kosten mal ganz abgesehen. Außerdem wurde ich nicht darüber aufgeklärt. Hätte mir die TÄ gesagt, dass Bella mind. bis Montag in der TK bleiben muss, wenn ich sie dort lasse, wäre meine Entscheidung ja vielleicht anders ausgefallen. Zumal ich mit der TÄ ja besprochen hatte, dass ich Bella ERSTMAL zwecks i.v. Infusion und Kontrastmittelröntgen da lasse und wir dann weiter entscheiden. Die Helferinn meinte daraufhin, dass sie das nicht entscheiden kann und sie mit der Chefin darüber sprechen muss.
Morgen früh nach der Visite ca. 11:00 Uhr ruft sie mich wieder an.
Was mache ich denn, wenn sie mir Bella tatsächlich nicht rausgeben wollen, im Falle, dass es ihr den Umständen entsprechend gut geht ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Habe auch schon überlegt, die Polizei in dem Fall hinzuzuziehen. Dann bekomme ich vielleicht Bella aber zusätzlich vermutlich auch noch Hausverbot. Und das will ich ja auch nicht. 1. gehe ich da schon seit mehreren Jahren hin und habe dort meinen Arzt des Vertrauens gefunden und 2. ist das meine Anlaufstelle für Notfälle.
Eigentlich hatte ich nach dem letzten Anruf gehofft, etwas schlafen zu können. Aber momentan könnte ich einfach nur platzen


Sorry für den langen Text. Aber das musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben
