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Gittermethode - Erfolg oder Misserfolg? Zusammentragen von ErfahrungenHallo alle zusammen, Da ich mich diesmal auf völlig neuem Terrain bewegen muss mit einer VG (Bericht in einem anderen Thema) hatte ich mal zu besagter Überschrift im Netz gegoogelt.....und natürlich auch hier. Aber so richtig viel findet man nicht dazu, vereinzelt hier und da mal ein Bericht und auch mal ein Erfolg, aber irgendwie für meinen Geschmack doch zu wenig um sich ein Bild zur Erfolgsquote zu machen. Womit man allerdings zugeschüttet wird ist die Aussage das man es so nicht machen soll, wegen Aggression und so..... Unterschwellig bekommt man allerdings das Gefühl das die Gittermethode dann doch viel öfter angewandt wird als zugegeben.....irgendwo las ich sogar das es in Amerika sogar bevorzugt wird, wo es hier in Deutschland eher verpönt wird......Kurzum es scheiden sich die Geister! Aber doch jetzt mal Butter bei die Fische .....wer hat es gewagt so zu vergesellschaften? Wer ist damit gescheitert? Wer hatte Erfolg? Wer ist Befürworter, wer Gegner?Ich würde mir hier einfach nur ein Zusammentragen verschiedener Erfahrungsberichte und Geschichten wünschen-egal wofür wer ist und ohne den anderen zu beurteilen oder in richtig oder falsch einzuteilen.......also, wer hat Lust zu berichten? Liebe Grüße, Nicole ![]()
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| Ich habe das auch schon mehrfach so gemacht. Ich habe immer mal wieder Pflegetiere, die dann ihren Auslauf Gitter an Gitter mit meiner Gruppe haben. Und es haben sich bisher alle Pflegies irgendwann mit meiner Gruppe vergesellschaftet. Allerdings war das keine Sache von einer Woche. Das hat auch schon mal 4-6 Wochen gedauert, bis ich das Gefühl hatte, dass es soweit ist die Gitter zu öffnen. Anfangs werden die Neuen noch viel und oft in ihren Bereich zurück gejagt, da dann aber auch in Ruhe gelassen. Das wird dann mit der Zeit immer weniger und seltener und nach ein paar Tagen hat sich das dann ganz erledigt. Also von mir ein klares "ja" zu der Methode. Es braucht aber Zeit.
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| Ich habe auf diese Art und Weise auch schon zweimal erfolgreich vergesellschaftet. Allerdings habe ich den Neuankömmling in einem extra Gehege neben das vorhandene gestellt. Gerade bei "explosiveren" Konstellationen konnten sich die Kaninchen so schon mal aneinander gewöhnen. Aggression wurden dabei nie gezeigt. (Einmal junger Rammler zu altem Rammler und einmal Häsin zu bestehendem Pärchen.) Als ich meinen Hugo vom Veterinäramt übernommen habe, bekam ich ein Merkblatt mit über verschiedene Vergesellschaftungs-Methoden. Die "klassische" VG wurde dabei als "Schock-VG bezeichnet und wurde nicht so als das Non plus ultra angesehen. Ich habe jedes Mal nach Bauchgefühl entschieden und eben zwei Mal Gittermethode und zwei mal die "klassische Version" angewandt. Wobei ich auch aus Platzgründen nie ein neutrales Gehege hatte, hab das bestehende vorher lediglich gereinigt und umgebaut (zwei Wasserstellen, zwei Kloschalen, viiieeel Futter verteilt, Häuschen mit nur einem Eingang raus...). Bisher ist auch nur bei einer VG mal etwas Fell im Gehege gelegen, alle anderen waren komplett harmlos und blutige Wunden o.ä. gab es zum Glück nie. *auf Holz klopf* Ich denke allerdings, dass es gar nicht so entscheidend ist, welche Methode man wählt. Viel wichtiger ist in meinen Augen, dass die Tiere vom Charakter her zusammen passen. Und tun sie das nicht, kann man nach allen Regeln der Kunst vergesellschaften bis man schwarz wird, dann bringt das alles nix. Ich betone, das ist meine persönliche Meinung dazu. Bei größeren Gruppen mag es sicherlich alles noch etwas komplizierter sein. Solange keine argen Verletzungen auftreten oder ein Tier massivst und dauerhaft gemobbt wird, sollte man den Tieren aber auch genügend Zeit geben sich kennen zu lernen. Luke und Lilly haben sich war null gezofft, aber 8 Monate gebraucht bis sie richtig gekuschelt und sich geputzt haben. Jetzt sind sie ein Traumpaar! Wir Menschen neigen schon dazu, da etwas arg ungeduldig zu sein.
__________________ Geändert von die Kleine (01.05.2017 um 09:14 Uhr).
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| Ich habe bislang bei einer Vergesellschaftung die Gittermethode angewendet. Wir hatten einen kastrierten Rammler dazu geholt, der noch zwei Wochen Kastrationsfrist absitzen musste. Dazu haben wir ihm dann ein Gehege im Gartenfreilauf der anderen fünf Kaninchen aufgebaut. Nach den zwei Wochen habe ich dann einfach das Gehege geöffnet und ihn zu den anderen gelassen. Vorher durfte er noch alleine das Nachtgehege der anderen erkunden. Ich konnte keinen Unterschied zu den anderen Zusammenführungen feststellen, die direkt im Gartenfreilauf und mit an allen Möglichkeiten geöffnetem Gehege stattgefunden haben. Dabei durften die neuen Tiere ebenfalls einige Zeit alleine das Nachtgehege erkunden, damit sie sich auskannten, wenn das Gehege zur Nacht geschlossen wurde. Hat auch immer gut geklappt. Ich denke, wie schon die Userin 'die Kleine' beschrieb, dass Erfolg und Misserfolg einer Vergesellschaftung nicht unbedingt mit der Art der Methode zusammenhängen, sondern vielmehr von den Charakteren der einzelnen Tiere abhängt. Außerdem finde ich wichtig, wie viel Platz den Tieren anschließend zur Verfügung steht, da auch Tiere, die sich nicht zu 100 % verstehen mit ausreichend Raum und individuellen Aufenthaltsorten (Örtlichkeiten im Gehege, wo sie sich auch mal aus dem Weg gehen können) eine funktionierende Gruppe bilden können. Möchte man nur zwei Kaninchen halten, wäre es natürlich schon wichtig, dass die Tiere halbwegs harmonieren.
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