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Kaninchen aus unbekannten Gründen krank - möglicherweise E.C. auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 19.03.2017
Beiträge: 3
FeliK befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.03.2017, 19:47

Kaninchen aus unbekannten Gründen krank - möglicherweise E.C.


Hallo liebes Forum,
Ich bin neu hier und habe ich mich hier aus dem unschönen Grund angemeldet, dass mein Kaninchen krank ist und ich langsam nicht mehr weiter weiß.

Ich habe einen leichten Hang dazu, ganze Romane zu schreiben und in diesem Fall bin ich besonders darauf bedacht, wirklich alles hinzuschreiben, was wichtig sein könnte. Ich bedanke mich bei jedem, der bereit ist, sich das Ganze durchzulesen.

Ich habe ein knapp 9 Jahre altes Kaninchenpaar – das Männchen ist kastriert, das Weibchen nicht. Die beiden leben in Innenhaltung in einem Gehege, in dem sich u.a. auch ein Käfig als Rückzugsort befindet. Trockenfutter bekommen sie nicht. Vor ein paar Jahren wurde festgestellt, dass die Kaninchen den E.C.-Erreger in sich tragen.

Aloescha, das Männchen, ist kein Angora-Kaninchen, hat aber ein dichtes, dickes Fell, das 365 Tage im Jahr in verschiedener Heftigkeit haart. Deswegen hatte er in seinem Leben ein paar Mal Probleme mit einer Magenüberladung, weil das aufgeputzte Fell wohl einfach zu viel war.

Ende Januar diesen Jahres fing sein linkes Auge ganz minimal an zu tränen. In der vorletzten Februarwoche bin ich deswegen zu unserer normalen Tierärztin gegangen, die ihm das Auge durchspühlte und uns Augentropfen (Gent Ophtal) mitgab.
Am Montag danach wollte Aloescha nichts essen. Am Dienstag war ich in der Tierklinik, die ihn schon ein paar Mal erfolgreich wegen seiner Magenüberladung behandelt hatte. Ein Röntgenbild zeigte, dass mit seinem Magen alles in Ordnung war, aber „eine mittelprächtige Menge“ Blasenschlamm in seiner Blase war. Die Blase wurde ausmassiert und mir wurden die Medikamente für eine Blasenentzündung mitgegeben. Da er nichts essen wollte, musste ich ihm alle drei Stunden Päppelbrei eintrichtern.

Nach einer Woche schien er wieder fit zu sein, aber hysterisch und paranoid, wie ich nach einer Woche ohne Schlaf war, fiel mir auf, dass sein Partnertier einen Tick heftiger atmete als normal. Ein erneuter Tierarztbesuch brachte in der Sache keine Ergebnisse, aber immerhin konnte bei einer Urinprobe festgestellt werden, dass Aloeschas Blase wieder in Ordnung zu sein schien.

Als ich mit den Kaninchen wieder zu Hause war, hörte Merle, das Weibchen, auf, so heftig zu atmen, dafür fiel mir auf, dass Aloescha plötzlich einen Tick heftiger atmete als normal. Am vorletzten Donnerstag pinkelte er plötzlich überall auf den Teppich im Gehege. Da etwas Lehm zurückblieb, ging ich erneut von zu viel Blasenschlamm aus. Er wirkte aber damals auf mich ziemlich fit, weswegen ich ihm nur etwas Kamillentee eintrichterte und die Sache beobachtete. Zwei Tage lang pinkelte er nicht mehr auf den Teppich – dann ging es wieder los. Montagnacht hatte sein Partnertier plötzlich einen heftigen Durchfall, der nach weniger als 10 Stunden wieder vorbei war – in der Zeit fiel mir aber auf, dass sie trotz ihres Durchfalls fitter wirkte als Aloescha. Ich bekam für Mittwoch einen Termin in der Tierklinik.

Bis zu diesem Tierarzttermin sind mir folgende Symptome an Aloescha aufgefallen:

- Er war nicht apathisch, aber sehr träge. Er lag die meiste Zeit nur lang ausgestreckt irgendwo herum. Mir fiel auf, dass er fast ausschließlich lang ausgestreckt liegen wollte, keine „Hennenhaltung“ einnahm. Manchmal trat er im Liegen mit einem Hinterlauf auf, als wolle er Alarm schlagen oder als wäre etwas an diesem Fuß. Wenn ich ins Gehege kletterte, stand er nicht auf; manchmal konnte ich für mehrere Sekunden seine ausgestreckten Hinterläufe streicheln, ohne dass darauf eine Reaktion kam.
- Er schüttelte häufig den Kopf und putzte mehrmals sein rechtes Ohr – einmal sah ich, wie er den Putzversuch abbrach, weil er minimal aus dem Gleichgewicht geraten war. (Das habe ich allerdings nur ein einziges Mal beobachten können und für ein Stück Minze ist er bereit, sich lang auf den Hinterpfoten in die Höhe zu strecken, ohne dass er dabei Gleichgewichtsprobleme bekommt.)
- Er atmete heftiger, als normal ist. Es schien mir keine Ich-habe-schreckliche-Schmerzen-Flankenatmung zu sein und auch kein Ich-kriege-keine-Luft-mehr-Röcheln. Die Nase war trocken. Er hat vor zwei Jahren oder so angefangen zu schnarchen. Darum habe ich mir die ersten Tage bei dem leisen Fiepen und Grunzen nichts gedacht, weil es sich genau so anhörte wie sein Schnarchen. Als ich aber darauf achtete, fiel mir auf, dass, wenn es Geschnarche wäre, er sehr, sehr oft, sehr, sehr schnell in eine so tiefe Schlafphase fallen müsste, als dass normal wäre. Manchmal klapperte er mit den Zähnen und machte ein leises Knuspergeräusch – da er bequem und lang ausgetreckt da lag, war es schwer zu sagen, ob das Schmerzen oder Wohlgefallen ausdrücken sollte. (Das Zähneklappern ist mir allerdings bislang bei ihm eher nur negativ aufgefallen...)
- Appetit war vorhanden. Der Kot war meist normal geformt und normal groß, manchmal aber etwas kleiner als normal. Er pinkelte auf den Teppich, obwohl meine Kaninchen sonst ziemlich stubenrein sind; angepinkelt hat er sich vor dem Tierarztbesuch allerdings nur einmal.
- Sein Partnertier hat ihn öfters mal gejagt. (Hin und wieder kommt das schon vor, aber in diesen Tagen fand ich, dass es besonders häufig passierte.)

Am letzten Mittwoch in der Tierklinik wurde seine Blase untersucht, sein Urin untersucht und ein Ultraschallbild gemacht. Alle Untersuchungen brachten kein Ergebnis – alles schien prima zu sein. Es war ein bisschen Blasenschlamm im Urin und ein paar Kristalle in der Blase – aber die Tierärztin meinte, selbst mit dem schlechtesten Gewissen würde sie bei einer solch geringen Menge dem Kaninchen kein Medikament aufzwingen. Es wurden die Zähne angeschaut, es wurden die Ohren angeschaut – alles unauffällig.

Die Tierärztin hat mir nun Panacur mitgegeben, da sie den Verdacht hat, er könne einen sehr milden E.C.-Schub haben. Sie erwartete eine Besserung nach einer Woche, wenn es denn E.C. wäre, und würde in dem Fall eine intensivere E.C.-Behandlung vorschlagen. Die Medikamente, die ich also im Moment habe, sind Panacur und Novalgin. Letzteres soll ich ihm nur geben, wenn er Schmerzen zu haben scheint.

Heute Abend kriegt er das fünfte Mal Panacur.

Tagsüber habe ich immer das Gefühl, es würde ihm besser gehen und werde optimistisch. Nachts verschlechtern sich die Symptome und ich bin überzeugt, es geht ihm furchtbar. Keine Ahnung, welche Gefühlslage der Wahrheit entspricht.

Die Symptome haben sich seit dem Tierarztbesuch wie folgt verändert:

- Er ist immer noch träge, aber wirkt aus irgendeinem Grund auf mich etwas fitter. Er nimmt jetzt auch wieder eine andere Schlafhaltung als „lang ausgestreckt“ ein, auch wenn das noch immer seine bevorzugte Haltung ist. Er lässt mich noch immer sehr nah an sich heran, wenn er so da liegt – inzwischen steht er aber auch manchmal wieder empört auf, wenn ich ihm zu nahe komme.
- Das Kopfschütteln hat abgenommen, das Ohr hat ihn jetzt länger nicht mehr gestört. Gestern Nacht habe ich aber wieder beobachten können, wie er es hektisch minutenlang putzte.
- Er atmet noch immer heftiger, als normal ist. Ich bilde mir ein, dass das Fiepen und Grunzen weniger bzw. leiser geworden ist. Es könnte sein normales Schnarchen dabei sein. Gestern Nacht hat er wieder mal mit den Zähnen geklappert und geknuspert – es klang diesmal eher nach Schmerz, also habe ich ihm Novalgin gegeben. Keine 10 Minuten später hat er sich gestreckt und gegähnt und ist über die Futternäpfe hergefallen.
- Appetit ist weiterhin vorhanden; sie kommen mit Karacho aus dem Käfig geschossen, wenn sie mich unten in der Küche mit dem Gemüse und den Kräutern hantieren hören. Der Kot ist mal normal geformt, mal kleiner als normal, mal klebt an einem normal großen Böbbel ein winzig kleiner weiterer Böbbel. Blinddarmkot wird produziert und auch gegessen, auch wenn gerade ein bisschen Blinddarmkot in den Kloschalen herumliegt. Gestern Nacht hat Aloescha normalen Kot gefressen.
- Tagsüber uriniert Aloescha ganz normal in die Kloschalen, nachtsüber pinkelt er überall hin. Es ist inzwischen ziemlich extrem geworden, aber er selber hat sich nur noch ein weiteres Mal angepinkelt.
- Nach dem Tierarztbesuch war sein Partnertier wieder verschmuster mit Aloescha, auch wenn sie ihn noch immer ein bisschen jagt.

Auch wenn die Sache mit dem Urinieren heftiger geworden ist, sehe ich eine minimale Verbesserung. Ich würde momentan dazu tendieren, eine intensivere E.C.-Behandlung durchführen zu lassen.
Aber ich habe Angst, dass ich irgendetwas übersehen haben könnte? Wenn er E.C. hat, möchte ich ihm den Stress ersparen und ihn erneut in die Klinik schleppen. Wenn er aber etwas anderes haben könnte, als gedacht, dann ...

ENDE FEBRUAR wurde ein Röntgenbild gemacht und bei einer Blutuntersuchung wurde nichts Auffälliges festgestellt.
LETZTE WOCHE wurde der Urin untersucht, die Zähne angeguckt, die Ohren angeguckt und ein Ultraschallbild gemacht. Alle Untersuchungen brachten keine Auffälligkeiten zu Tage.

Wenn ich eine E.C.-Behandlung durchführen lasse, gibt es irgendein Medikament neben Panacur, auf das ich bestehen müsste? Ich weiß nicht, wie die Tierärztin der Tierklinik vorgehen würde, weswegen ich vorher gerne Bescheid wissen möchte, was wirklich nötig ist. Im Internet habe ich von verschiedenen Medikamenten gelesen, die einem E.C. Kaninchen gegeben werden können, aber auf manche, so wird hingewiesen, könnte man vom Fall abhängig verzichten.

Ich hoffe sehr, dass irgendjemand bereit war, bis hierher zu lesen und mir irgendeinen Rat geben kann, was ich tun soll.
Ich wäre sehr, sehr dankbar!

Mit freundlichen Grüßen,
Feli



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 19.03.2017, 19:54

Viel helfen kann ich nicht, aber bei EC gibt man Panacur, ein hirngängiges AB (meist Baytril) und Vitamin B.




Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.03.2017, 20:26

Hallo und Herzlich willkommen
Ich würde an deiner Stelle, die E.C. Behandlung so fortführen und solange das Fressverhalten und der Kot ok sind erstmal nichts weiter untersuchen lassen.

Ich habe das Gefühl du beobachtest die beiden wirklich sehr sehr genau und das Tags wie nachts
Manchmal fängt man da auch an Gespenster zu sehen

Ich kenne das übrigens auch von mir selbst sowohl bei meinen Kindern (vor allem als sie noch ganz klein waren) wie auch meinen Tieren.
Entspann dich ein bißchen. Wenn mehrere gründliche Untersuchungen nichts ergeben haben warte erstmal mal ab.




Benutzerbild von Anjanka
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2016
Beiträge: 202
Anjanka befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2017, 09:57

Hi FeliK,

zu EC kann ich nicht viel sagen, aber auch bei meinen beobachte ich diese seitliche Lage, wenn sie bestimmte Probleme haben (dann sieht man auch, dass es ihnen nicht gut geht, sie sich also nicht entspannen, sondern so liegen, weil sie anders nicht können).
Momentan ist Fellwechsel, da haben viele Kaninchen schnell mal Verstopfung. Wenn diese gerade akut ist (ein Köttel nicht raus will), legen sie sich so unentspannt auf die Seite und rutschen immer mal wieder herum.
Meist gibt sich das schnell wieder - wenn sich der Köttel halt gelöst hat. Auch habe ich in diesen Momenten eine schnellere Atmung und eine Art Zittern entdecken können. Alles aber ohne bleibende Folgen - auch ein TA-Besuch hat ergeben, dass sie gesund sind.

Mein Tipp: Wenn er wieder diese kleinen, harten Köttel hat, gib' ihm ein Speiseöl übers Futter (ich würde Kokosöl empfehlen, da das auch ansonsten sehr gut ist), dann rutschen die Köttel besser raus. Hat bei meinen super geholfen.

Ansonsten: Mach' dir nicht zu viele Sorgen. Vertraue dem Urteil deiner Tierärzte und führe eine Behandlung nach deren Rat durch. Wenn sie weiterhin zu EC raten, dann mach' das. Wenn sie sagen, es ist soweit alles OK, dann nimm' all diese kleinen Symptome als Alterserscheinungen hin und denk' nicht an all das Schlimme, das sie eventuell haben könnten.
Ich weiß, das ist schwer. Mir hilft bei solchen Unsicherheiten immer, dass ich mir sage: "Ich habe nun wirklich alles gemacht, was man machen kann. Wenn alles dafür spricht, dass sie gesund sind, dann muss ich das nun einfach glauben."

Alles Gute für deine Kleinen und dich,
LG Anjanka




Ninchen
 
Registriert seit: 19.03.2017
Beiträge: 3
FeliK befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2017, 16:14

Hallo!

Vielen Dank, dass sich irgendjemand meinen Epos der kranken Kaninchen durchgelesen hat!
Und vielen Dank für die Antworten!

Es beruhigt mich schon sehr, wenn andere Kaninchenhalter auch nicht anders handeln würden, als ich es momentan tue.

Nachdem niemand eine grauenhafte Kaninchenkrankheit von den beschriebenen Symptomen her wieder erkannt hat, habe ich heute in der Tierklinik angerufen, um zu sagen, dass ich die E.c.-Behandlung gerne fortsetzen würde. Schau mer mal, was das bringt.

@Anjanka : Danke für den Tipp mit dem Kokosöl. Momentan hat er noch nicht mit dem offiziellen Fellwechsel angefangen, sondern haart nur im üblichen Maße, aber wenn es los geht und Fellketten im Kot zu finden sind, probier ich das mal aus.
Vor Aloeschas Blasengeschichte habe ich noch nicht einmal von der Existenz von Blasenschlamm gewusst und ihm fröhlich den ganzen Winter über Trockenkräuter en masse gegeben. Darum war ich dann, als er erneut Krankheitsanzeichen zeigte, auch einfach nur: Was hab ich jetzt wieder falsch gemacht?!
Vermutlich hast du recht und ich sollte mich mal etwas entspannen...


@Polly8 : Ja, ich gestehe: Ich stecke momentan in den Semesterferien zwischen zwei Studiengängen und habe tatsächlich nichts besseres mit mir anzufangen, als Tag und Nacht meinen Kaninchen beim Atmen nachzuspioniern. XD (Vielleicht atmet er deswegen so schnell: "Merle! Der Spanner ist schon wieder vor unserer Tür und glotzt herein! So tu doch was!")



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Benutzerbild von Anjanka
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2016
Beiträge: 202
Anjanka befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2017, 16:21

Ja ja, wenn sie sich beobachtet fühlen, benehmen sie sich auch gleich ganz anders, als wenn sie denken, dass keiner da ist.

Aber im Ernst: Ich finde es toll, dass du dir so viel Zeit nimmst, um ganz sicher zu gehen, dass es den Kleinen auch gut geht. Würde es eine schlimme Erkrankung geben, du würdest es bestimmt schnell genug merken, um sofort mit der Behandlung eingreifen zu können.

Thema Blasenschlamm: Jau, davon habe ich auch erst hier im Forum (und dann auf der Kaninchenwiese) erfahren. Es ist wie immer im Leben: Man lernt nie aus. (Auch das Thema Verstopfung beim Fellwechsel war mir vorher nicht wirklich geläufig - vermutlich, weil sie eben nie Probleme damit hatten. Aber einmal ist immer das erste Mal.)

Viel Spaß noch in den Semesterferien,
wünscht Anjanka



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Ninchen
 
Registriert seit: 19.03.2017
Beiträge: 3
FeliK befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2017, 23:53

Hallo nochmal,

Ich wollte einen kleinen Zwischenbericht liefern, wie es meinem Haserich inzwischen geht.

Er kriegt jetzt seit 3 Wochen Panacur und hat 10 Tage lang ein Antibiotikum bekommen, bei dem es sich, wenn ich die Arztschrift richtig entziffere, um "Thabocyl" handelt. Laut der Tierärztin soll es besser verträglich als Baytril sein, also habe ich angenommen, dass da die gleichen Wirkstoffe drinnen sind.
Vitamin B Komplex aus der Apotheke bekommt er auch seit einer Woche.

Was die Medikamente angeht, glaube ich, dass gut versorgt ist. Mein Problem ist, dass die Medikamente bislang zumindest keine offensichtliche Wirkung gezeigt haben. Alle Symptome, die mich in den Wahnsinn treiben, sind noch immer da: Es gibt langsam keine Stelle mehr im Gehege, auf die er noch nicht gepinkelt hat; die Hinterpfoten lassen sich weiterhin anfassen - gestern habe ich sogar das Schwänzchen anheben können, um zu gucken, ob er wieder im Liegen Kot absetzt. Was vor allem in der Nacht immer eine Freude ist zu hören, ist das leise Schnaufen und Fiepen, das klingt, als würde er jeden Moment das Zeitliche segnen. Selbst wenn er keine Geräusche macht, sieht man ihn im Vergleich zum Partnertier heftiger schnaufen.

Auch die winzig kleinen Köttel sind immer noch da, genauso wie das tränende Auge, das ich seit bald drei Wochen mit Euphrasia Augentropfen behandele, nachdem ich das erste Medikament wegen der ganzen Blasengeschichte mehrmals abgesetzt hatte.

Seit ein paar Tagen haben beide Kaninchen eine leicht feuchte Nase, wobei ich mir nicht sicher bin, ob der Grund dafür bei beiden derselbe ist. Vielleicht kommt die nasse Nase bei Aloescha vom Schnaufen? Ich weiß es nicht. Morgen pack ich sein Partnertier ein und lasse es untersuchen und dann gegen RHD V2 impfen. (Er kriegt die Spritze dann von mir zu Hause. Die Tierärztin sah dabei kein Problem. Ich hoffe, sie weiß, was sie sagt...) Wenn bei Merles Untersuchung keine ansteckende Mini-Infektion der Atemwege festzustellen ist, werde ich meinen armen Aloescha möglicherweise doch nochmal in die Tierklinik schleppen dürfen. (Aber ganz sicher nicht morgen zu einem Sammelimpftermin... -.- Da werden sich ja alle anderen Kaninchenbesitzer herzlich bedanken, wenn ich da mit einem E.C. Kaninchen antanze...)

Die Tierärztin meinte am Telefon, dass alle Symptome möglicherweise so bleiben werden. Nachdem das Panacur die Symptome nicht abschwächt, würde sie es noch geben, bis es halt zu Ende ist und dann absetzen. Insgesamt würde das Kaninchen dann vier Wochen lang Panacur gehabt haben. Das Anfassen der Hinterläufe und den winzigen Kot erklärte sie mir damit, dass möglicherweise das E.C. irgendwelche Nerven gelähmt hätte. Ich habe keine Ahnung, welche Nerven das sein sollen, denn hoppeln kann der Hase ja wunderbar. (Vorgestern war mal so gut drauf, dass er mehrere Runden um das Gehege gesaust ist.)

Wie man an einem erneuten Roman merken kann, bin ich mal wieder total ratlos, wie ich weiter vorgehen soll. In anderen Forenbeiträgen zu E.C. habe ich gelesen, dass man Panacur ruhig länger als 4 Wochen geben soll. Aber bei diesen Fällen hat das Zeug schneller geholfen und das bei Kaninchen mit einer sehr starken Gleichgewichtsstörung.
(Und wenn es nun doch kein E.C. ist... Aber soll es sonst sein?)
Die Tierärztin meinte noch, ich könne es noch mit homöopatischen Mitteln versuchen; sie selber könne mir da aber leider nicht weiterhelfen, da sie sich damit nicht so gut auskennt. (Wenigstens ein Arzt, der mal zugibt, nicht Bescheid zu wissen... -.-)

Wer auch immer bereit war, sich meine Sorgen anzuhören und vielleicht sogar einen Rat weiß, ich bedanke mich.



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e.c., e.c. verdacht, unkontroll. urinieren



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