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Dann wollen wir uns auch mal vorstellen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.03.2017, 20:12

Dann wollen wir uns auch mal vorstellen


Hallo, ich bin die Neue .
Wie mein Nutzername schon verrät, habe ich im letzten September ein total verfilztes Angora-Kaninchen (weiblich) am Straßenrand gefunden. Nach der Untersuchung beim Tierarzt und Entfilzen des Kaninchens hat es einen kastrierten Bock (Kurzhaar) zur Gesellchaft bekommen. Die beiden kommen super miteinander aus, spielen, kuscheln, und putzen sich gegenseitig.
Da das Angora-Kaninchen mein erstes Langhaar-Kanninchen ist, hoffe ich, hier im Forum einige hilfreiche Tipps zur Pflege etc. von euch zu bekommen.

Ich freue mich auf einen schönen Austausch mit euch!

Beste Grüße

Eure Kaninchenfinderin



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.03.2017, 20:21

Hallo und herzlich willkommen

Du bist hier genau richtig, denn wir haben hier im Forum eine Expertin für Angoras, die dir bestimmt deine Fragen beantworten kann.

Ist deine Häsin denn ein echtes Angorakaninchen, oder benutzt du die Bezeichnung Angora als Synonym für langhaariges Kaninchen? Am besten zeigst du mal ein Foto von ihr, dann kann Angora-Angy sich das mal ansehen.



gerti and heliroland66 like this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.03.2017, 21:40

Huhu und willkommen.
Footoos, Fooootooooos, oder wir falln um fallera!!!
Im Ernst, zeig mal her, dann kann man abschätzen ob das ein Angora oder ein sonstiges Plüschkaninchen ist. Das KANN einen Unterschied in der Pflege machen.
Wie groß und schwer ist die Gute denn? Mach am besten mal ein Foto mit einer Größenreferenz, irgendwas dessen Größe jeder kennt, ne Milchtüte oder sowas...



Lupine and Schneehäschen like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.03.2017, 13:32

Hallo Ihr Lieben,
entschuldigt, dass ich mich jetzt erst melde, aber: Termine, Termine, Termine. Die einzigen Fotos, die ich im Moment von der Dame besitze, ist vom Fundtag (noch notdürftig in einem Transportkarton) und vom Einzug in ihr neues Heim. Da es heute so schön sein wird, dass die beiden Langohren rauskönnen, werde ich nachher noch ein paar aktuelle Fotos machen, auf dem das ganze Ausmaß "Marke geplatztes Sofakissen" ersichtlich sein wird.
Bis später und viele liebe Grüße
Die Kaninchenfinderin




Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.03.2017, 16:01

Ich würde gerne Bilder hochladen, weiß aber leider nicht, wie . Kann mir vielleicht jemand eine Anleitung dafür geben? Vielen Dank




Benutzerbild von Applejack
Moderatorin
 
Registriert seit: 08.11.2010
Beiträge: 10.250
Applejack befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.03.2017, 16:18

Huhu und herzlich willkommen hier bei uns in der Forumsfamilie.
Wie man Fotos einstellt kopiere ich dir mal aus dem Fotowetti:

Aber wie stelle ich ein Foto rein?
Unter dem Beitragsfenster gibt es den Button "Anhänge verwalten". Hier kannst du unter "Durchsuchen..." dein Foto vom Computer auswählen und dann "Hochladen" klicken. Die Bilder dürfen dabei aber eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Erst wenn die Datei ein Stück weiter unten sichtbar ist, kann das Fenster geschlossen und der Beitrag gepostet werden
oder
1. Du gehst auf tinypic.com, dort suchst du das Bild aus, dann die entsprechende Größe (am besten "Message Board") aus, dann klickst du auf hochladen, gibst den entsprechenden Code ein und wartest.
2. Du kopierst den "IMG_code für Foren und schwarze Bretter" mit der rechten Maustaste.
3. Diesen Link fügst Du dann an der entsprechende Stelle, wo das Bild erscheinen soll, ein.
4. Fertig!




__________________
Mani wastete yo
Glück auf deinem Weg






Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.03.2017, 19:08

So, da bin ich wieder.
Vielen Dank für die Anleitung, ich hoffe dass es jetzt klappt. Ich teste mal...

Juhu, es hat funktioniert!!!

Zur Erklärung der Bilder: Das Erste oben links zeigt Cleo kurz nachdem ich sie gefunden habe, das Zweite oben rechts ist von heute, zusammen mit Ihrem Cäsar und das Dritte Foto ist von dem Tag, als ich sie vom Tierarzt und der Zwischenstation bei einer befreundeten Kaninchen-Auffangstation wiederbekommen habe.
Zur Geschichte, wie ich an Cleo gekommen bin:
Ende September letzten Jahres wollte ich Freitags Abends meinen Mann von der Arbeit abholen, als ich sie am Straßenrand einer vielbefahrenen Bundesstraßes sitzen sah (ich hab zuerst gedacht, es sei ein kleiner Hund!).
Sie ließ sich sofort packen und ich war entsetzt! Sie war so vefilzt, dass sie wahrscheinlich auch hätte gar nicht flüchten können. Sie hatte faustgroße Filzklumpen am ganzen Körper, das Hinterteil war so verfilzt, dass man noch nicht mal mehr die Blume ertasten konnte.
Nachdem ich sie dann am nächsten Tag großzügig freigeschnitten hatte (unter Aussparung des Hinterteils, ich wollte da nichts abschneiden, was nicht hätte abgeschnitten werden dürfen), bin ich am Montag sofort mit ihr zum Tierarzt gefahren, der noch mal 2 Stunden geschnitten und entfilzt hat.
Momentan hat sie ziemlich langes Fell, das durch fleißiges Bürsten nicht mehr verfilzt ist, aber sie kann die Freude beim Bürsten sehr gut verbergen.
Das Gesicht wächst ständig zu, weshalb ich es ihr im Winter bereits mehrfach freigeschnitten habe (nicht schön, aber selten), damit sie sich putzen und auch vernünftig fressen kann.
Sie lebt mit ihrem Freund Cäsar in Außenstallhaltung und die beiden haben den Winter sehr gut überstanden.
Da jetzt der Frühling naht, befürchte ich, dass sie geschoren werden muss und ich habe sowas noch nie gemacht. Ehrlich gestanden habe ich ein wenig Angst, da was verkehrt zu machen und hoffe deshalb, bei Euch entsprechende Unterstützung zu erhalten, auf was ich achten muss etc.
Ich weiß auch nicht, ob sie ein reinrassiges Zwergangora ist, weil das Fell auf dem Rücken nicht ganz so lang ist, wie am restlichen Körper. Vielleicht ist sie auch kein Angora?
Fragen über Fragen...
Ich werde gleich noch ein paar Fotos hochladen, auf denen sie näher zu sehen ist hochladen, muss die aber noch auf den Rechner ziehen.
Ich bin für alle Ratschläge und Unterstützung offen und hoffe auf regen Austausch mit Euch.
Viele liebe Grüße,
die Kaninchenfinderin



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Dann wollen wir uns auch mal vorstellen-clep-2.jpg  
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Geändert von Kaninchenfinderin (16.03.2017 um 19:26 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.03.2017, 19:44

Da sind jetzt die beiden Bilder, die ich eben von ihr gemacht habe.



Miniaturansicht angehängter Grafiken
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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2017, 15:03

Niedlich. Aber definitiv kein Angorakaninchen. Viel zu klein, keine Puschel an den Ohren. Würde das eher als Teddyzwerg einsortieren. Da musst du aufpassen wegen der Filzerei, die sind nicht so auf pflegeleicht durchgezüchtet wie Angora, die ja nun schon seit ein paar Jahrhunderten gezüchtet werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Angorakaninchen
Auf jeden Fall musst du auf Hobelspäne verzichten als Einstreu, die Späne würden mit ihren teils scharfkantigen, gezackten Rändern in den Haaren festhaken und Filz auslösen. Ich mag Hanfstreu sehr gern, die ist glattrandig. Darüber langes Stroh am besten. Einmal die Woche durchgucken, ob da was in den Haaren hängt und ggf. mit einem Metallkamm rauskämmen. Da gibts in der Hundeabteilung welche mit zwei verschieden feinen Seiten, die sind prima geeignet. Darauf achten, dass da keine Grate oder scharfen Kanten dran sind, die könnten die Haare beschädigen und dann filzen die umso schneller. Im Zweifelsfall kannst du es auch komplett bis auf die Haut runterscheren, wenn das Wetter passt. Dann kann das Haar gesund nachwachsen. Den Geschlechtsbereich und oft auch das Gesicht musst du wohl kurz halten und immer wieder nachschneiden, damit es sich sauber halten und aus den Augen gucken kann.
Zur innerlichen Unterstützung kannst du Leinkuchen verfüttern, die enthalten natürliches Methionin, das eine für den Haaraufbau essentielle Aminosäure ist. Außerdem sind da Schleimstoffe drin, die den Darm sauber halten helfen und Bezoaren vorbeugen, auch beim Partnertier.




Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2017, 19:25

Hallo Angora-Angy,
vielen Dank für die vielen Infos. Bei dem Vergleich von Bildern im Netz mit Teddyzwergen sind durchaus Ähnlichkeiten festzustellen ;-). Na da hab ich mir ja was tolles gefunden .
Ich halte sie derzeit auf Strohpellets als Unterlage und einer dicken Schicht Stroh darüber, da ich es anfangs mit der "normalen" Einstreu probiert habe, und es sich, wie du erwähnt hast, sehr schnell verfilzt hat.
Ich kontrolliere ihr Fell mehrmals in der Woche und bürste sie mit einer kleinen Fellbürste (Zupfbürste) und einem feinen Metallkamm regelmäßig durch, wobei sie das Bürsten generell als absolut überflüssiges Übel empfindet. Das Schneiden des Gesichtshaars ist nur in mehreren Etappen möglich, weil ich bis jetzt davon ausgehe, dass die Tasthaare stehen bleiben müssen und das Sortieren von zu schneidendem Fell und Tasthaaren ziemlich lange dauert.
Machen Teddyzwerge eigentlich einen Fellwechsel oder behalten die ihr Fell, bis es geschoren wird? Wie und womit schneide ich den Geschlechtsbereich am besten frei, ohne sie zu verletzen?
Das Problem ist, dass sie wahrscheinlich nie den ersten Preis für Geduld bekommen wird. Da ich ja ihre Vorgeschichte nicht kenne, weiß ich ja auch nicht, ob sie die Fellpflege irgendwie schon kannte (was ich jedoch fast ausschließe, so furchtbar, wie sie aussah), oder ob sie vielleicht auch schlechte Erfahrungen gemacht hat. Es ist auf jeden Fall unmöglich, sie auf den Rücken zu legen. Gibt es da vielleicht einen Trick, wie man sie schonend daran gewöhnen kann?
Zum Leinkuchen würde ich gerne wissen, ob das die sind, die als Pferdeleckerlie erhältlich sind, oder gibt es speziell welche für Kaninchen? Und wie viel darf man dann davon einem Kaninchen geben?
Fragen über Fragen...
Für die Antworten schon einmal vielen Dank.



__________________
Liebe Grüße,
Kerstin



Geändert von Kaninchenfinderin (18.03.2017 um 20:35 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2017, 21:27

Frag ruhig, dafür sind Foren ja da
Ich benutze diese Schere: https://heikowild.de/haarscheren-mundspatel-fur-tiere/fellschere.html
Die Haarscheren von der Firma sind auch prima, ich glaube die unterscheiden sich nur in der Schenkellänge. Die sieht zwar erstmal teuer aus, aber auf Dauer zahlt sich das schon aus. Ich schere damit 4x im Jahr, zwischen 20 und 30 Tieren, die erste Schere hat nach 4 Jahren angefangen zu schwächeln. Rechnerisch knapp 500 Schuren. Bei einem Tier, das hin und wieder ein bisschen frisiert wird, ist das wohl die einzige Schere die du je kaufen wirst.
Ja auf die Tasthaare solltest du aufpassen, aber es ist auch kein Weltuntergang, wenn du mal eins erwischst. Es ist nicht wahr dass die dann im Kreis laufen oder Gleichgewichtsprobleme kriegen. Das Haar wächst nach wie jedes andere auch. Du kannst die Tasthaare nach vorn Richtung Nase "klappen, die Wangen ausschneiden und dann die Tasthaare wieder loslassen.
Das Auf-den-Rücken-legen musst du einfach durchziehen und kein Mitleid mit ihr haben. Wenn du zaghaft anfasst und selbst schon die Augen voll Tränen hast, wird sie erst recht strampeln und sich wehren. Sie muss das Gefühl haben, dass sie einerseits nicht gleich runterfällt, andererseits auch keine Chance zu entkommen hat. Ich setze mir das betreffende Tier auf den Schoß, mit dem Kopf Richtung Knie. Dann umfasse ich die Vorderbeine und Brust mit der rechten Hand, die Hinterbeine und den Po mit der linken. Wichtig ist, die Hinterbeine oberhalb der Sprunggelenke FESTzuhalten. Die Hinterbeine sind Waffen, wenn sie erst Schwung holen können, hast du verloren. Die Verletzungsgefahr nicht zu vergessen, die haben so viel Kraft in den Hinterbeinen, dass sie sich selbst das Rückgrat brechen können. Ich habs selbst erlebt und das Geräusch des knackenden Wirbels und das Krampfen des Tieres kriege ich nie wieder aus dem Kopf... Also FESTHALTEN!!! Selbst auf die Gefahr hin, dass es ihr kurz ein bisschen an den Beinen wehtut, das ist nichts im Vergleich zu einer ernsthaften Verletzung. Dann drehe ich das Tier ruhig und nicht zu schnell, aber doch mit Bestimmtheit über den Rücken, bis der Kopf in meiner Armbeuge ist. Bei meinen großen Tieren ist der Kopf auch mal unterm Arm (Niko hat dann angefangen meinen Ärmel zu beißen und zu ledern...). Mit dem Arm "klemmst" du dann Kopf und Vorderpartie fest, natürlich ohne das Tier zu strangulieren oder zu zerquetschen. Immer die Hinterbeine weiter festhalten, so dass das Tier nicht strampeln kann! Ganz wichtig! Du bist in dem Moment mit dem Gesicht in der Reichweite der Krallen - und du willst keine mit Kraft geführten Kaninchenhinterkrallen im Gesicht haben! Das Tier wird sich dann beruhigen (oder in Starre fallen, wie man es nimmt). Dann kannst du deine Tätigkeiten ausführen, auch die Hinterbeine loslassen und dazwischen arbeiten. Um ein Hinterbein zu strecken, brauchst du übrigens nur das Knie strecken, dann wird das Bein von selbst gerade. Falls sie doch strampelt, brauchst du jemanden der die Hinterbeine festhält. Wenn du fertig bist, drehst du das Tier genauso über den Rücken wieder hoch. Möglichst nicht selbst umdrehen lassen, die machen das so schnell und unkontrolliert, dass sie runterfallen oder sich was zerren oder sonstwie wehtun können. Zumal sie dann meist auch direkt flüchten wollen, was auch eine Verletzungsgefahr birgt. Am besten ist es, wenn sie erstmal noch kurz auf deinem Schoß sitzen bleibt und du sie ruhig und kontrolliert runtersetzt. Immer alles mit Ruhe und Gelassenheit, das überträgt sich aufs Tier. Du kannst sie auch zwischen den Augen kraulen, da ist ein Akkupressurpunkt, der Herzfrequenz und Atmung verlangsamt und das Tier insgesamt beruhigt. Klappt, hab ich ausprobiert.
Für die ersten Übungen würde ich nur das Drehen üben, ohne lange rumzufummeln. Nur kurz legen und gleich wieder richtigrum drehen, damit sie lernt, dass ihr nichts schlimmes passiert. Für die Brust erspare ich meinen das Drehen, sondern lege den linken Arm hinten um das Tier, hebe mit der linken Hand den Kopf hoch und kann dann am normal sitzenden Tier die Brust scheren. Wenn sie es noch nicht kennen, zappeln sie kurz, aber sie lernen es ganz schnell. Unterboden, Gesicht und Brust sind aber Sachen, die vielleicht 2-3 Mal im Jahr fällig sind, also kein Dauerstress.
Ach ja, und wenn du sie doch mal schneidest - das wird passieren, selbst mir passiert das nach all den Jahren hin und wieder mal - mach Silberspray drauf und gut ist. Wenn du langsam schneidest, merkst du rechtzeitig, wenn du an die Haut kommst und kannst aufhören. NIEMALS die Haare von der Haut hochziehen, damit kommt IMMER Haut mit und das Risiko steigt. Besser ist es die Haut "straff" zu ziehen und die Schere flach aufliegend zu führen. Am Geschlechtsteil geht das oft nicht gut, da schnippelst du dann am besten die Haare stückchenweise weg. Die Wild-Schere ist so scharf, dass das Tier das selbst oft gar nicht registriert und daher auch nicht zuckt. Ich hab mich vor Jahren in der Arbeit mit einer richtig scharfen Klinge in die Hand geschnitten, so tief und lang dass es genäht werden musste. Vom Schnitt selbst hab ich überhaupt nichts gespürt, nur dann das Blut tropfen sehen... Bei Kaninchen blutet es noch nichtmal wirklich doll.
Bei manchen Tieren kann ich übrigens die "Unterbodenpflege" machen, indem ich sie normal sitzend sanft an der Blume "hochziehe". Die stellen sich dann auf und ich kann von hinten her an die fraglichen Bereiche. Natürlich sind meine Angora kooperativ und bleiben von alleine auf dem Tisch.... Ach ja, rutschfeste Unterlage, ganz wichtig! Ich hab im Moment einen Fußabstreifer als Unterlage. (Irgendwie komm ich beim Schreiben vom Hundersten ins Tausendste... sorry...)

Zupfbürste würde ich gar nicht nehmen. Die bestehen aus Drahthäkchen und sind relativ scharfkantig. Durch die große Fläche dringen sie auch nur wenig in die Tiefe ein. Besser ist wirklich der Kamm, auch wenn es sich anfühlt als würde es ziepen. Kleinere Filzknötchen kannst du oft mit den Fingern rauszupfen. Sind sie widerspenstig, kannst du sie in Querrichtung auseinanderziehen und dann die Stückchen rausziehen. Wenn das auch nicht geht, schneiden.
Teddys haben einen Fellwechsel und werden normalerweise nicht geschoren. Wenn da allerdings mal Chaos drin ist, kann die radikale Militärschur bis auf die Haut hilfreich sein. Während des Fellwechsels kann es nötig sein, täglich zu kämmen oder auch mal eine Sitzung zu machen und die losen Haare auszuzupfen, denn die werden nicht vollständig von alleine ausfallen können, weil sie sich mit den umgebenden langen Haaren verhaken. Die losen Haare sehen meist stumpfer und heller aus als die neuen, die fasst du ganz an den Spitzen, nur immer dünne Strähnen, und zupfst sie leicht raus. (Genau das ist übrigens mit Pflücken gemeint, wenns um Angora geht ) Wenns schwer geht, ist das Haar noch nicht lose, dann lässt du es. Die Haare werden sich dabei elektrisch aufladen, hab ein feuchtes Tuch dabei, mit dem du Hände und Gesicht abwischen kannst. Wenn die Haare einmal in Augen und Nase sind, wirst du dankbar dafür sein

Leinkuchen sind Leinkuchen, egal welche Firma da welches Bildchen draufdruckt. Markenzuschlag würde ich tunlichst vermeiden, ebenso unnötig ist es sie noch zu Flocken zu verarbeiten. Leinkuchenmehl nehmen meine Kaninchen nicht, das kaufe ich nur für die Wachteln. Es gibt immer wechselnde Angebote auf ebay, man kann auch direkt bei den diversen Ölmühlen schauen (Mühle Schlingemann, oelfreund.de,... da gibts einige). Mehr als 1€/kg würde ich nicht zahlen, Versand eingerechnet. Du wirst natürlich nicht die Mengen brauchen, die ich immer kaufe (25kg Säcke, meist gleich 100kg auf einmal) und kleinere Gebinde sind gewöhnlich teurer vom Grundpreis her. Kühl, dunkel und trocken gelagert halten die sich ganz gut. Da das Öl größtenteils raus ist, werden sie auch nicht so schnell ranzig wie das Leinöl selbst.



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Geändert von Angora-Angy (18.03.2017 um 21:33 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.03.2017, 00:31

Dein geplatztes Sofakissen dürfte tatsächlich ein Teddy sein.

Ich wünsche dir so viel Glück mit dem Fell, wie ich es mit meiner Wuschel hatte, sie hat nur dann recht heftig gefilzt wenn es längere Zeit sehr feuchte Witterung war. Sie war auch sehr brav bei der Fellpflege, auch wenn sie es echt doof fand.

Im Sommer würde ich das Fell deutlich kürzen, so habe ich es bei Wuschel auch gemacht. Da sieht die ersten Tage aus wie von Motten zerfressen, nicht erschrecken. Das legt sich schnell wieder. Es ist dann einfach angenehmer für die Tiere. Im Winter habe ich das Fell "nur" an den Seiten und teils ein bisschen am Bauch kürzer gehalten, damit es nicht auf dem Boden schleifte. Intimbereich muss natürlich kontrolliert werden - Wuschel hatte da zum Glück recht kurzes Haar.

Wie Angy das schon beschrieben hat, eine Fußmatte ist eine gute Unterlage. Ich hatte sie in einer alten Käfigunterschale liegen, die Wuschel eine Art "psychologische" Barriere darstellte - sie hätte zwar raus hüpfen können, tat das aber nicht.

Wenn man Filzknoten nicht raus bekommt: mit der Schere parallel zur Haut reinstechen bis man auf der anderen Seite raus kommt. Dann die kaninchenabgewandte Scherenseite rausziehen, und den Knoten der Länge nach aufschneiden. So ist die Verletzungsgefahr recht gering. Ist der Knoten erst mal so der Länge nach aufgeschnitten, kann man ihn meist problemlos mit den Fingern rauszupfen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.03.2017, 16:20

Danke Euch für die vielen guten Tipps.
Das von Hölzchen auf Stöckchen kenne ich von mir nur zu gut . Ich finde das vollkommen in Ordnung, weil es manchmal einfach Kleinigkeiten sind, die für Euch selbstverständlich sind, es mir aber leichter machen, den ein oder anderen Zusammenhang zu verstehen. Ich bin für jeden Rat dankbar und offen, schließlich habt Ihr mehr Erfahrung mit den Kleinen.
Die Fußmatte werde ich gleich heute ausprobieren. Da ist dann nämlich erst mal wieder das verhasste Kämmen dran. Im Moment flust sie wie verrückt, das feuchte Tuch wird mir da sehr helfen. Auf die Zupfbürste werde ich verzichten, die ist mir, wenn ich ehrlich bin, sowieso unsympathisch. Damit sie das Kämmen positiv wahrnimmt, bekommt sie zur Belohnung anschließend immer eine große Portion Streicheleinheiten und eine Erbsenflocke, die sie zwar annimmt, aber beleidigt sofort wieder ausspuckt, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Ich werde das lange Fell rundherum erst mal ein wenig kürzen, so dass es sich beim Auslauf nicht so schnell verfilzen kann. Bisher habe ich darauf nur verzichtet, weil ich die Befürchtung hatte, dass es vielleicht noch zu kalt sein könnte. Aber wenn ich die Unterwolle dran lasse, dürfte es doch diesbezüglich keine Probleme geben, oder? Außerdem muss auch das Gesicht wieder frei geschnitten werden, und ich danke Dir, Angy, für den Rat mit den Barthaaren. Dadurch wird das Ganze wahrscheinlich einfacher und schneller gehen. Im Frühjahr, wenn die Nachtfröste vorbei sind, bekommt sie dann eine Radikalkur verpasst. Momentan besitze ich nur eine „normale“ Haarschere, also eine, die eigentlich für menschliches Haar gedacht ist, vielleicht geht es vorerst damit, bis ich eine richtige Fellschere mein Eigen nennen kann. Die Wild-Schere ist leider ausverkauft, aber vielleicht kommt sie ja wieder, dann werde ich shoppen.
Ich gebe es zu, dass ich sie beim Wegschneiden der Filzknäuel nach der „Rettung“ leider auch einmal geschnitten habe . Weil ich gerade nichts anderes zu Desinfektion da hatte, habe ich ihr Octenisept draufgesprüht, es hat sich Gottseidank nichts entzündet. Das habe ich immer zu Hause, um meine Blessuren zu desinfizieren. Es hat den Vorteil, dass es nicht brennt, wenn man es aufträgt. Für die weiteren Schnippelaktionen werde ich mir aber auf jeden Fall Silberspray zulegen, damit ich da wirklich auf der sicheren Seite bin.

Die Anleitung für die „Unterbodenpflege“ werde ich erst mal im Auslauf ausprobieren, wenn ich mich auf den Boden setzen kann. Dann kann sie sich nicht wehtun, wenn es noch nicht klappt und sie mir vielleicht ausbüxt. Außerdem habe ich im Zweifelsfall noch meine Tochter und meinen Göttergatten zur Unterstützung.
Morgen werde ich dann Leinkuchen kaufen, bei uns gibt es einen Raiffeisen-Markt mit einer großen Abteilung für Tiere, da werde ich sicherlich fündig werden. Wieviel davon gebe ich den beiden Langohren denn, oder kann ich das einfach unter die Trockenkräuter mischen?
Ihr habt mir auf jeden Fall schon mal sehr weiter geholfen. Ich weiß gar nicht, wie ich Euch dafür danken soll.



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__________________
Liebe Grüße,
Kerstin



Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.03.2017, 16:48

Meine Kaninchen mögen keine Erbsenflocken. Egal wann und wie. Leinkuchen kannst du gut als Leckerli nehmen, ansonsten aber auch in einer Schüssel zur freien Verfügung hinstellen. Eine Dosierung hab ich jetzt auch nicht parat.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.03.2017, 19:14

Erbsenflocken waren bei meinen auch nicht der Mega-Hit. Ein paar Haferflöckchen schon eher - die wurden von allen sehr gern gefressen. Ansonsten schau mal, was sie sonst besonders gern frisst. Bei manchen Nins ist Dill sehr angesagt, bei anderen Petersilie, bei wieder anderen ein Stückchen Apfel oder eine halbierte Weintraube. Manche haben auch eher außergewöhnliche Vorlieben, mein Leo zum Beispiel stand total auf Zitronenthymian. Du wirst sicher schnell herausfinden was sie besonders gern mag.




Ninchen
 
Registriert seit: 12.03.2017
Beiträge: 9
Kaninchenfinderin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.03.2017, 22:58

So, ich habe jetzt alles in meiner Umgebung abgegrast, was Leinkuchen haben könnte, Ergebnis: das gibt es hier nicht. Also muss doch mein heißgeliebtes Internet liefern.
@ Lupine: Haferflocken mögen sie beide gerne. Als ich die beiden neu hatte, war ein Spalt zwischen "Vorratslager" und "Séparée" der Beiden, und Cäsar ist ein ziemlich schmächtiges Kaninchen... Enderfolg: Er hatte die (Papier)Tüte mit den Haferflocken in den Stall gezerrt und die Beiden hatten die ganze Nacht lecker zu naschen gehabt . Seitdem werden sämtliche Nahrungsmittel der Beiden weit weit weg gelagert.
Sonnenblumenkerne mögen sie auch, Mais in einer Heißluft-Popcornmaschine wird auch gerne mal genommen (höchst selten). Da ich Brot und Brötchen backe, habe ich auch diverse Saaten hier: Sonnenblume, Kürbis. Leinsamen und Sesam fallen wahrscheinlich Aufgrund ihrer Größe aus, genauso wie Schwarzkümmel?. In meinem Garten wachsen solche Sachen wie Thymian, Rosmarin, Zitronenmelisse, Petersilie... Dürfen sie Rosmarin und Thymian? Außerdem gehört zu unserem Haus ein riesiges Grundstück, das schon als Pferde- und Schafweide genutzt wurde, mit reichlich Löwenzahn, Klee, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Butterblumen, Apfel-, Pflaumenbaum, Haselnuss... und allem, was landläufig als Unkraut bezeichnet wird. Im Moment füttere ich vorsichtig das frische Grün an, damit sie keine Verdauungsprobleme bekommen, wenn die richtige Freiluft-Saison losgeht.
Meine Tochter und ich haben vorgestern den Teddy frisiert. Der Tipp mit den Barthaaren wegklappen war spitze, so schnell habe ich das bisher nicht im Gesicht hinbekommen, rundherum wurde auch ein bisschen gekürzt und unter dem Bauch und im Geschlechtsbereich ist sie freundlicherweise nicht so lang behaart. Gutes Kaninchen. Aus Freude über ihre neue Frisur hat sie meine Tochter gleich mal in den Hals gebissen. Ob wohl einer ihrer Vorfahren ein Vampir war? Meine Tochter hat eine ganz schöne Blessur davon getragen... Außerdem beißt Cleo sowieso sehr gerne. Aber dieses Mal war sie glaube ich einfach genervt, vielleicht auch ängstlich wegen der ganzen Haarschneide-Prozedur. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, sie lässt sich jetzt viel leichter kämmen... Für alle ein Win-Win-Situation.
Jetzt muss ich erst mal zusehen, dass ich einen neuen Stall gebaut bekomme, der derzeitige Stall sind zwei verbundene Schränke und die Türen geben den Geist auf... Vielleicht finde ich hier ja ein paar hübsche Anregungen.
Das war es erstmal an Neuigkeiten, ich wünsche Euch allen noch einen schönen Abend, bis bald.



__________________
Liebe Grüße,
Kerstin



Benutzerbild von gerti
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Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.03.2017, 23:48

Eine meiner Angorakaninchen beißt auch, wenn sie ihren Unmut zeigt. Zum Scheren zieh ich mich da dicker an und leg mir ein dickes Badetuch auf die Beine. Wenn sie dann beißt kann ich es ignorieren, nicht dass sie meint, dass es was bringt...so mein Gedanke .
Sonst ist sie auch total lieb, aber sie weiß was sie nicht will.



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Dann wollen wir auch mal :) ViviRay Unsere Kaninchen, User-Vorstellung & Fotos 6 07.01.2012 09:42

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