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Gewissensbisse wegen EinschläferungHallo zusammen, jeder von Euch kennt sicherlich dieses Gefühl wenn man sein Tier leiden sieht und es einfach nur erlösen will, weil man mit ihm leidet. Doch danach die Gewissensbisse, hätte ich noch was tun können, was wenn die Medis umgestellt worden wären:-( Gestern bin ich diesen schweren Weg mit meinem über alles geliebten Tyson gegangen. Ich bin am Boden zerstört, er fehlt mir so sehr, ich hatte ihn von Geburt an, hab ihn mit der Flasche aufgepäppelt und nun stirbt er in meinen Armen. Meine Traurigkeit kennt keine Grenzen, es ist alles so leer und still ohne ihn, mache mir Vorwürfe ob ich das Richtige getan habe. Zum Krankheitsverlauf: Vor ca. 6 Wochen ist mir das erste mal aufgefallen dass er seinen Kopf leicht schräg hält und ab und zu sein Gleichgewicht verliert. War beim TA und dieser meinte alles ok. Vor ca. 10 Tagen haben sich die Symptome verstärkt. Er hatte eine Schrägstellung vom Kopf und sein rechtes Auge war quasi taub, ich hatte das Gefühl er sieht nichts mehr und das rechte Ohr war auch ohne Funktion. Mein erster Gedanke war ob er evtl. einen Hirnschlag erlitten hat. Daraufhin ging ich mit ihm in eine Spezialklinik die ihm sein Ohr gespült haben (Verdacht auf Otitis). Zusätzlich habe ich einen Ultraschall machen lassen, in welchem deutlich zu sehen war, dass er einen 2cm großen Tumor zwischen Herz und Lunge hatte, welcher bereits das Herz verschoben hat. Die TÄ meinte dass dies kein Todesurteil sein muss und verschrieb Prednisolon (was das Wachstum vom Tumor stoppt) und Prilium zur Unterstützung des Herzens. ZZgl. dazu bekam ich Floxal Ohrentropfen mit und Panacur, Baytril und Rodicare gegen eine evtl. EC Infektion. Anfangs hatte ich das Gefühl dass es bisschen besser wurde, doch er fraß nicht mehr richtig (kein Heu, keine Pellets) nur frische Sachen wie Petersilie, Feldsalat, Pak Choi. Er taumelte und kippte ständig um, konnte seinen Kopf nicht gerade halten, hat sich immer im Haus verkrochen und machte generell einen ziemlich apathischen Eindruck. Wenn er sich geputzt hat dann im Klo weil er da rechts Halt hatte vom Käfig. Gesten Nachmittag nahm ich ihn auf meinen Arm, dann hängte er nur seinen Kopf und atmete schwer und tief, als ich ihn ablegte ist er ständig nach rechts umgekippt und hatte keine Orientierung, zeitweise versuchte er zu laufen drehte sich im Kreis und lag komplett flach auf der rechten Seite, ich hatte das Gefühl dass er sich einfach nur noch quält. Bin dann sofort zum Tierarzt um ihn nochmal untersuchen zu lassen und dort hat er dann kurz komplett die Orientierung verloren, lag auf dem Rücken mit weit aufgerissenen Augen. Der Arzt riet mir ihn einschläfern zu lassen da er sich nur noch quält, und man ihn nicht leiden lassen sollte. Dies habe ich dann auch getan, was ich im Nachhinein bereue, da ich hier im Forum diverse Beiträge gelesen habe, wo die Kopfschiefhaltung erfolgreich bekämpft wurde. Ich bin so unendlich traurig, mein Baby ist nicht mehr da und ich konnte ihm nicht helfen.....das belastet mich so sehr. Ich habe mir vorgenommen dass wir das zusammen schaffen, aber als ich ihn dann so hilflos sah, wie erschöpft und kraftlos er war und so schnell und heftig geatmet hat, wollte ich ihn nicht mehr leiden lassen. Hat jemand Erfahrungen mit so einem ähnlichen Fall? Hätte man ihm noch helfen können? Danke für Eure Zuschriften. E.
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| Das tut mir Leid, dass du dein Tier gehen lassen musstest. Aber du musst versuchen anders zu denken. Du hast ihm ein liebevolles zu Hause gegeben, hast dich so sehr um ihn gekümmert und durftest auch viele schöne Zeiten mit ihm erleben. Der Tod gehört leider dazu, deshalb ist es doch dann schön, wenn man dankbar auf eine schöne Zeit zurückblicken kann. Er ist jetzt mit vielen anderen süßen Hoppelnasen auf der Regenbogenwiese und hat keine Krankheiten mehr. Ich musste die letzte Zeit sehr viele Tiere beim Sterben begleiten und der Gedanke daran hat mir den Abschied dann wenigstens etwas leichter gemacht.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/
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| Weißt du, Esme, ich kann nicht sagen, ob eine andere Behandlung noch geholfen hätte. Das ist immer schwierig zu beurteilen, aus der Ferne... Ich möchte aber was zu deinen Gewissensbissen schreiben: Ich kenne auch so eine etwas ähnliche Situation, auch wenn es um eine ganz andere Erkrankung ging: Es ging damals um meine Meerschweinchendame Roxy. Als sie sechs Jahre alt war musste sie wg. eines Tumors operiert werden und alles lief gut. Bei dieser ersten OP hatte die TÄ schon alles entfernt, was "chirugisch schön" war. Nach etwas mehr als einem Jahr stellten wir den nächsten, sehr schnell wachsenden Tumor fest und ich musste entscheiden ob neue OP oder nicht, wobei meine TÄ mir gleich sagte, wenn der Tumor inoperabel sein oder keine Verbesserung erreicht werden könnte würde sie sie nicht mehr wach werden lassen. Ich entschied mich gegen eine weitere OP und Roxy lebte noch neun Monate, trotz des Tumors. Das war eine lange Zeit. Trotzdem frage ich mich heute noch, ob nicht eine OP noch mehr gute Zeiten für sie gebracht hätte... Was ich damit sagen will ist, dass man immer nur auf Basis der zum Entscheidungszeitpunkt vorliegenden Kenntnisse und Befunde entscheiden kann. Und wenn du zu diesem Zeitpunkt nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hast, solltest du dir selbst verzeihen, selbst wenn es vielleicht doch noch eine Möglichkeit gegeben haben sollte. - Was aber so nur schwer zu sagen ist. Viele liebe Grüße GertrudausmPott Im übrigen muss ich gerti zustimmen. Es ist schwer zu akzeptieren, aber manchmal macht man alles richtig und hat trotzdem das Gefühl, verloren zu haben. - Fühl dich gedrückt. Geändert von GertrudausmPott (10.02.2017 um 20:10 Uhr).
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| Hallo Esmeralda, ich habe sowas ähnliches erlebt, mein erstes Kaninchen war knapp zwei Jahre alt, es er EC bekam. Eine Seele von Kaninchen, ich glaub, der wusste gar nicht, dass er ein Nagetier war, freie Wohnungshaltung ohne Nagespuren, ein Traum. Er bekam EC, ich, jung und dumm, vertraute dem Tierarzt. Jeden Tag hin zum Spritzen, ein absolutes NoGo mit EC und dann begann er auch zu rollen/umzukippen. Wieder dem Tierarzt vertraut, hab ihn einschläfern lassen und er hat so dagegen angekämpft......werd ich nie vergessen. Heute weiß ich, man hätte ihm vielleicht helfen können. Was ich sagen will, jeder macht Fehler, aber daraus lernt man. Und bei deinem Kaninchen kam der Tumor dazu. Wer weiß, wielange er damit noch gelebt hätte, während dieser Zeit hätte er gegen EC auch noch ankämpfen müssen, das wäre für ihn auch nicht angenehm gewesen. Vielleicht war die Entscheidung insofern richtig. Du wolltest das beste für dein Tier!
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| Zitat:
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Ich denke, im Hinblick auf den Tumor hast du das richtige getan. Es ging ihm ja schon einige Zeit nicht gut. EC hätte man sicher behandeln können aber ein zusätzlicher Tumor......die Prognose war sicherlich nicht gut. Ich selbst hatte insgesamt 4 Kaninchen. Zwei von meinen Tieren hätte ich eher einschläfern sollen, so sehe ich das heute.
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