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Kaninchen aus Zoohandel...schlechtes Gewissen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Rikuloa
Ninchen
 
Registriert seit: 29.08.2016
Beiträge: 4
Rikuloa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.02.2017, 00:10

Kaninchen aus Zoohandel...schlechtes Gewissen


Hallo Leute :-)

Ich bin sonst eher der stille Mitleser, allerdings beschäftigt mich nun seit ein paar Wochen etwas.

Aber von Anfang an: Ich habe seit ein paar Monaten 2 Kaninchen aus dem Tierschutz bei mir. Pärchen, beide anderthalb Jahre alt. Beide leben zusammen im Wohnzimmer und haben daher nicht wenig Platz. Ich verteidige nur wehement mein Sofa und meine Anbauwand, der Rest ist Spielplatz für die :-D

Nächste Woche werden beide aufgrund diverser Ausbruchsversuche (und vorallem weil ich Angst hab das die sich mal was tun) in ein extra Zimmer umgesidelt, dort haben die dann einen richtig festen und stabilen Auslauf mit ca. 6 Quadratmetern und noch Auslauf im Flur wenn ich da bin.

Meine bessere Hälfte und ich wollen noch dieses Jahr eine neue Wohnung beziehen, da ist dann ein komplettes Zimmer für die Beiden eingeplant. Und wir wollen noch 2 dazuholen :-D

Nun zur Sache.
In dem Tierladen wo ich mein Heu und Stroh kauf sitzt seit ca. nem halben Jahr nen kleiner Zwerkaninchenbock. Der ist mittlerweile alleine und "reduziert" auf 20 Euro was ich richtig abscheulich finde. Ich hab da schon immer Wasser in den Augen und geh dort gar nicht mehr gerne hin. Mitleid und so.
Aus Neugierde habe ich dort mal nachgefragt was mit den "Unverkäuflichen" (verzeiht mir den Ausdruck) passiert.

"Keine Sorge, die bleiben hier bis die verkauft sind. Wir wollen das eh alles einschränken."

Naja, ihr könnts euch sicher denken :-D
Das Wohnzimmer wäre in ner Woche wieder frei. Finanziell isses drin.

Meine Mankos:
1.) Er wäre erstmal alleine, ich weiß nicht ob das mit meinen 2 Großen so klappen würde
2.) Er würde ja trotzdem irgendwie Platz für nen Neues machen und ich den Handel unterstützen.
3.) Die Tierheime sind voll...

Argh :-(

Was noch dazukommt: Meine Nachbarin hält ein Kaninchen "im Schuhkartonkäfig" im Kinderzimmer. Habs durch Zufall mitbekommen und werd die Frau die Tage nochmal drauf ansprechen, das lässt mir keine Ruhe. Ich wollte anbieten das Tier vielleicht aufzunehmen wenn sie es nicht mehr will...das hätte ich für den Herren nen "Kameraden".

Helft mir bitte mit ernsthaften Meinungen und Vorschlägen, mein Mitleid frisst mich hier auf :-(

Vielen Dank




Geändert von Rikuloa (04.02.2017 um 00:12 Uhr).
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Benutzerbild von Mo-Mo
Ninchen
 
Registriert seit: 01.02.2017
Beiträge: 6
Mo-Mo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.02.2017, 02:36

Hey Rikuloa,

Zu Anfang würde ich gerne sagen, dass ich bisher keine Antwort auf deine Frage habe aber gerne meine Gedanken mit dir teilen möchte.

Also das mit der Nachbarin ist schrecklich für das Tier und ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall zu ihr gehen und ihr das Angebot machen und wenn sie ihr Kaninchen nicht abgeben will, erkläre ihr mindestens, dass sie es im Käfig regelrecht quält! Das arme Kleine..

Zu dem in der Tierhandlung.. neulich wollte ich mal in einem anderen Laden als dem Bioladen meines Vertrauens nach Kaninchenzubehör schauen. Kurz nachdem ich den Laden betrat, wollte ich nur noch rückwärts wieder raus! Doch als ich mich umdrehte, sah ich die kaninchen und meerschweinchen je in Einzelhaft In Glaskästen nicht länger oder breiter als mein Unterarm. Doch die Kaninchen darin hatten sofort mein Mitleid und mein Herz! Eins von insgesamt 3 versuchte vergeblich Männchen zu machen und musste jedes mal wieder feststellen, dass der Glaskasten zu niedrig war und drehte sich dann immer nur im Kreis (die einzige Bewegungsmöglichkeit). Ich war, wie du, kurz davor den kleinen Schatz mit zu nehmen aus lauter Mitleid und dem Willen ihm zu helfen.
Leider habe ich nicht die Möglichkeiten weitere Kaninchen zu halten, da unsere zwei auch schon Wohn- und Schlafzimmer einnehmen. Daher musste ich den Kleinen schweren Herzens zurück lassen.
Allerdings bereue ich es und wünsche ihm, dass ihn jemand findet der ihn liebt und wertschätzt.
Ich habe für mich nun eine Möglichkeit gefunden mit dem Mitleid umzugehen.
Ich bin erneut zu dem Laden gegangen und habe habe mit dem Besitzer gesprochen, der zwar allen Vorwürfen und Vorschlägen zustimmte aber wohl eher um mich abzuwimmeln als aus Liebe zum Tier. Nun engagiere ich mich ehrenamtlich für Kaninchen, was zunächst merkwürdig und zeitaufwändig klingen mag, doch es gibt viele Moglichkeiten die zum Teil keine oder wenig Zeit beanspruchen aber viel erreichen.
Man kann natürlich protestieren oder aufmerksam machen auf falsche Haltung oder aber diejenigen von uns unterstützen, die ausgesetzte, verwahrloste oder gequälte bzw falsch gehaltene Tiere aufnehmen.
Das ganze ist sehr persönlich gestaltet und wie ich finde eine gute Möglichkeit eben nicht nur einem Kaninchen zu helfen.

Ich hoffe ich konnte dir hiermit wenigstens einen kleinen Aspekt zum überlegen geben und bin sicher du entscheidest dich richtig! Respekt schon mal von mir denn gerade über die ach-so-tollen Tierhandlungen denken noch nicht genug Leute kritisch nach!

Allerliebste Grüße
Alina
Mit Moose und Momo



Kaninchen2902 likes this.

Ninchen
 
Registriert seit: 07.01.2016
Beiträge: 18
Kaninchen2902 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.02.2017, 13:23

Ja da kann ich mich Mo-Mo nur anschließen. Eine richtige Antwort zu geben, ist auch schwierig.
Ich denke man muss es für sich selbst entscheiden! Aber wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich wahrscheinlich (auch wenn man eine Tierhandlung nicht unterstützen sollte!) dazu tendieren, dem Kleinen zu helfen Das hört sich echt schlimm an, und vor allem will ich nicht wissen, wer das Kaninchen später dann noch zu sich nimmt. Wahrscheinlich irgendwelche Menschen, die Kaninchen nicht artgerecht halten. Und das würde ich dem Kaninchen nicht noch weiter antun. Es ist schon schlimm genug, was der Kleine bis jetzt alles vielleicht schon durchgemacht hat und dann hätte er wenigstens ab jetzt ein tolles Zuhause bei dir.
Wenn du genug Platz hast, dann denke ich, dass es eine gute Entscheidung wäre.
Aber wie gesagt, so würde ich handeln. Ich hätte auch Mitleid Aber schlussendlich musst du entscheiden, mit welcher Situation du am Besten zurechtkommst.

Aber ich finde es allgemein toll von dir, dass du dir Gedanken darüber machst!
Ich wünsche dir auch viel Erfolg dabei, dass du mit deiner Nachbarin in Ruhe darüber reden kannst! Ich hoffe du kannst da etwas bewirken und dem Kaninchen von deiner Nachbarin helfen

viele Grüße




Benutzerbild von Rikuloa
Ninchen
 
Registriert seit: 29.08.2016
Beiträge: 4
Rikuloa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.02.2017, 13:48

Hallöchen :-)

Danke erstmal für die Antworten bisher. Ihr machts mir nicht leichter. Ich werde nochmal in mich gehen und dann entscheiden, mal schaun.
Was mir vorhins noch als Gedanke kam, auch wenns albern ist: Der Herr ist der Letzte der übrig ist. Wie ich damals meistens in Sport wenns ans Wählen ging :-D

Für meine Nachbarin hab ich mir jetzt das ausgedruckt:
http://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/43-768x522.jpg

Auf die Rückseite werd ich noch ein paar persönliche Worte schreiben. Ich will die ja nicht persönlich angreifen sondern nur Wege und eventuelle Lösungen aufzeigen :-)

Also, vielen Dank nochmal, ich nehme auch gerne noch mehr Vorschläge an :-)



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 16.11.2016
Beiträge: 37
Susane befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.02.2017, 19:19

Mich würde interessieren wie du dich entschieden hast?
Aber fallst du dich noch nicht entschieden hast, würde gerne auch gerne noch was zu schreiben.

Wie du ja selber geschrieben hast. Kaninchen in Zoohandlungen kaufen macht eigentlich weniger Sinn auch wenn man mit diesen kleinen Rackern Mitleid hat. Ich schau mir immer mal wieder wenn ich Sachen in der Zoohandlung kaufe an und ja man bekommt recht schnell Mitleid.
Manchmal ist es aber auch liebe auf den ersten Blick und nicht unbedingt Mitleid. Zumindest war es das einmal bei mir als ein Mädchen zu mir geholt habe. Ich selber hab auch schon Tiere aus dem Tierheim geholt.
Und wenn man ehrlich ist, die Zoohandlungstiere werden eh gekauft aber man kennt eben dann nie das Schicksal dieser kleinen Tiere oder wie es mit ihnen weiter geht. Wenn man die Verkäufer fragt so Antworten sie das was man hören will, keine Einzelhaltung, kein handelsüblicher Käfig aber wenn sie dann einen verkaufen, dann kann der Käufer eh sagen "Ja und Amen" zu allem, bekommt das Tier und nimmt es mit nach Hause. Wo es dann vielleicht nach paar Monaten im Tierheim landet. Egal wie man es dreht und wendet. Eben man nimmt ein Tier aus dem Tierheim und macht dort Platz für ein neues "gekauftes" und unbeliebtes Tier das in einer Zoohandlung gekauft wurde oder man holt gleich das Tier aus der Zoohandlung weil man sich verliebt hat.
Ich denke egal was man tut und wie man sich entscheidet, es kommt immer das selbe dabei raus. Aber die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.

Was ich aber zuerst vielleicht machen würde, schauen das du von der Nachbarin das Tier bekommst, den wenn sie nichts ändert an ihrem Verhalten kannst du sicher sein das du diesem Tier einen größeren gefallen tust wenn es bei dir ist. Falls die Nachbarin es dir geben würde. Wenn du das Tier hast kannst du ja schauen ob der kleine Racker noch da ist ansonsten kannst du immer noch ins Tierheim oder zu einer Tiernotstation und dir einen Partner für das Tier holen.

Wünsche auf jeden Fall viel Glück und Erfolg, vorallem für das Nachbartier.




Benutzerbild von Kapamalo
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 08.05.2016
Beiträge: 106
Kapamalo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.02.2017, 19:47

Ja, diese Situation kenne ich auch zu gut. Vor genau einem Jahr bin ich genau in die selbe Zwickmühle geraten. Da saß ein kleiner Kaninchenmann, der alleine unter Meerschweinchen war. An der Scheibe stand "20Euro ich bin Max und suche einen Möhrengeber." Auf Nachfragen hieß es der kleine sei schon fünf Monate alt. Alle unsere anderen Tiere sind aus dem Tierheim. Aber an diesem Tag konnten wir irgendwie nicht anders, trotz aller guten Dinge niemals einen Zooladen zu unterstützen. Heute kann ich mir ein Leben ohne unseren Maximilian nicht mehr vorstellen. Auch wenn du wissen solltest, dass er sehr ängstlich ist und durch seine Überzüchtung einen zu kleinen Kiefer hat. Ich denke, dass die Ängstlichkeit damit zusammenhängt, dass er solange dort war. Du solltest dir bewusst sein, dass das Tierchen von dort von keinem Tierarzt vorher durchgecheckt wurde. Max hatte von dort auch Milben mitgebracht.
Das aus Erfahrung meiner seits. Ich hoffe ich konnte dir damit etwas bei deiner Entscheidung helfen und das du dir einfach das Pro und Contra vor Augen führst. Aber am Ende gewinnt meistens das Bauchgefühl.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.06.2016
Beiträge: 26
Kiramika befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.02.2017, 22:38

Hallo, ich würde ihn nicht kaufen. Auch wenn es schwer ist. Schlimm für den Kleinen, aber wenn er nun doch noch verkauft wird, werden die vielleicht doch bald noch andere Kaninchen zum Verkauf anbieten. Ich kaufe nicht in Läden, die Tiere verkaufen. Wenn die ein Herz hätten, würden die keine Tiere verkaufen und schon gar nicht über Monate allein sitzen lassen. Das würde ich nicht unterstützen.



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Benutzerbild von Stephanie P.
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2015
Beiträge: 405
Stephanie P. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2017, 01:16

Ich finde, kaufen ist keine Lösung. Aufklärung schon!

Wenn der Ladenbesitzer auf seiner tierquälenden Verkaufsmethode bestehen will, kann vielleicht eine Anzeige beim Ordnungsamt Änderungen bewirken.
Das kann dauern, aber es lohnt sich.
Ich gehe einmal im Monat zu unserem Stammtisch, dort gibt es fast nebenan einen Laden, der praktisch alles verkauft - bis vor Kurzem auch Kaninchen und Meerschweinchen.
Diese lebten dort zu zehnt oder mehr auf knapp 2m².
Zu den Zeiten unseres Stammtisches hat der Laden schon zu, also habe ich dem Ordnungsamt Essen geschrieben. Gut, es ist schon rund 2 Jahre her, aber seit 2 Monaten gibt es dort keine Tiere mehr im Schaufenster ...

Wenn einer jammert, schert das keinen. Mobilisiere alle, die Du kennst: Familie, Freunde, Nachbarn, den Elternkreis der Schule und den Kegelverein. 100 Beschwerden lassen sich viel schlechter "überhören". Bleibe unbequem!

Viel Erfolg und liebe Grüße, Stephanie



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__________________
"... Die ganze Welt wird dein Feind sein, Fürst mit tausendfachen Feinden, und wann immer sie dich fangen, werden sie dich töten.
Aber zuerst müssen sie dich fangen, Gräber, Lauscher, Läufer, Fürst der schnellen Warnung. Sei schlau und voller Listen, und dein Volk wird niemals vernichtet werden."

aus: Watership Down (Unten am Fluss) von Richard Adams

(\_/) This is Bunny. Copy Bunny into your
(0.0) signature to help him on his way to
(> <) world domination!



Ninchen
 
Registriert seit: 07.01.2016
Beiträge: 18
Kaninchen2902 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2017, 13:24

Das würde mich auch interessieren, wie du dich entschieden hast
Wie gesagt, nur du kannst das entscheiden

Alle haben hier mit ihren Argumenten schon recht! Aber auch wenn du das Kaninchen nicht zu dir holst, dann macht es jemand anderes (kann gut werden, kann aber auch in eine Katastrophe enden. Das weiß man nie!)

Ich selbst habe auch eins meiner Kaninchen ausm Tierhandel geholt. Ich habe es bis heute nicht bereut! Leider hat er sehr viele Krankheiten und nun auch einen Tumor. Aber er hat hier ein tolles Leben. Daher bereue ich das nicht. Denn wenn wir ihn nicht geholt hätten, dann hätte er evtl. bei anderen Menschen gelitten, da leider nicht jeder so viel Geld für ein Tier ausgeben würde (haben für ihn schon über 2000Euro an Tierarztkosten ausgeben müssen).

Aber wie gesagt, nur du kannst das entscheiden
Außerdem auch wenn man Tiere aus dem Tierheim oder Gnadenhof zu sich holt, auch die kommen meistens ausm Zoohandel. Also umgehen kann man diesem Problem nicht.

Es wäre super, wenn du deine Entscheidung hier teilen würdest




Benutzerbild von möhrenschnippler3
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 28.11.2009
Beiträge: 313
möhrenschnippler3 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2017, 18:43

Hallo Zusammen,

Kauft bitte keine Kaninchen und Co. in einer Zoohandlung. Egal ob liebe auf den ersten Blick oder nicht.

Ich komm aus dem Handel. Es ist so Angebot- Nachfrage.

Die Käufer gehören aufgeklärt nicht nur die Händler.
Wenn ein Tier verkauft wird dann wird es schon bald durch ein anderes ersetzt.
Bleibt ein Tier dann wird es zum Ladenhüter auch Penner genannt.

Der Verkauf will keine Ladenhüter egal wobei es sich handelt.

Unterm Strich denke ich das wir die Tiere nur so aus der Zoohandlung bekommen.
Was blutet mir als das Herz wenn ich diese Tiere sehe.

Freunde die Heime sind voll ebenso die Zeitungen, es gibt Züchter(nicht jeder Züchter ist unfähig) ohne Ende.

Glg



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__________________
Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.

Mahatma Gandhi



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.08.2015
Beiträge: 87
Banapfel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2017, 18:53

Ich würde auch keine Tiere aus Zooläden kaufen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Aber wenn selbst diejenigen dort Tiere kaufen, die es eigentlich besser wissen, wird das wohl auch nie aufhören.
Wir haben hier einen Zooladen, der hat früher auch Tiere verkauft. Ich war ab und zu in dem Laden, um Streu zu kaufen. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass manche Tiere wochenlang dort waren. Mittlerweile werden dort keine Tiere mehr verkauft. Ich habe mal beiläufig den Inhaber gefragt, warum es keine Tiere mehr gibt und er antwortete mir, dass es sich einfach nicht gelohnt hat, es wurden nur selten Tiere gekauft.
Wenn man dann ein Tier kauft, weil es einem leidtut erhöht man die Nachfrage und je mehr Menschen das machen, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Laden aufhört, Tiere zu verkaufen.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 16.11.2016
Beiträge: 37
Susane befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2017, 22:19

Zitat:
Zitat von möhrenschnippler3 Beitrag anzeigen
Unterm Strich denke ich das wir die Tiere nur so aus der Zoohandlung bekommen. Freunde die Heime sind voll ebenso die Zeitungen, es gibt Züchter(nicht jeder Züchter ist unfähig) ohne Ende.
Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Aber wenn selbst diejenigen dort Tiere kaufen, die es eigentlich besser wissen, wird das wohl auch nie aufhören.
Es wird immer Zoohandlung geben die Tiere verkaufen. Zoohandlungen beziehen ihre Tiere von Züchtern und wenn es irgendwann keine Zoohandlungen mehr gibt wo es keine Tiere zu kaufen gibt dann gibt es immer noch Züchter/Hobbyzüchter (auch die die unfähig sind) und das Ausland, und jeder weiß das gerade aus dem Ausland mehr kranke Tiere kommen als gesunde. Fazit: Die Tierheime sind trotzdem überfüllt und wahrscheinlich sogar mit mehr kranken Tieren als unbeliebte Tiere die mal eben zu Ostern oder Weihnachten in Zoohandlungen gekauft wurden und ausgesetzt wurden. Das Problem ist hier das es auch immer Eltern geben wird die einfach und schnell den Wunsch des Kindes eines Tieres erfüllen wollen ohne das man fremde Leute in die Wohnung lassen muss, wenn nicht aus der Zoohandlung dann aus dem Ausland und das Tier leidet deutlich länger und qualvoller als in Zoohandlungen, da große Ketten sich auch schon sehr gebessert haben was die Haltung, Beratung etc. der Tiere angeht.




Geändert von Susane (11.02.2017 um 22:27 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.08.2015
Beiträge: 87
Banapfel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2017, 23:19

Ich bezog mich eher auf diese bestimmte Zoohandlung, als dass ich es generell meinte.
Ja, es stimmt wohl, es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass in nächster Zeit alle Zooläden aufhören, Tiere zu verkaufen. Das ganze zu unterstützen macht es aber auch nicht besser.
Es wird auch immer Kaninchen geben, die schlecht gehalten werden, egal wie ich meine eigenen Kaninchen halte. Trotzdem gibt mir das ja nicht den Freifahrtschein, meine Tiere auch schlecht zu halten.
Was will man unterstützen? Tierheime, Notstationen, evtl. auch seriöse Züchter? Oder lieber Zooläden, Vermehrer, weil es die ja eh immer geben wird?
Auch habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Du sagst ja selbst, dass viele Ketten sich gebessert haben, was die Haltung angeht. Ich habe schon das Gefühl, dass wir da auf einem Weg zur Besserung sind. Wer sagt, dass nicht irgendwann doch mal ein Verbot erlassen wird, dass keine lebenden Tiere mehr in Zooläden verkauft werden?
Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass es heute mehr aufgeklärte Menschen gibt, die keine Tiere aus Zooläden kaufen, als vor einigen Jahren. Und wenn die Anzahl dieser Menschen steigt, dann werden auch die verkauften Tiere in diesen Läden weniger werden. Angebot und Nachfrage. Und das ist doch auch schon ein Erfolg.
Ich habe auch von niemandem gehört, der ein Kaninchen aus dem Ausland geholt hat. Bei Hunden beispielsweise schon, aber bei Kaninchen nicht. Das heißt natürlich nicht, dass es das nicht gibt. Was ich so beobachtet habe, ist eher, dass der Zooladen für viele die erste Anlaufstelle ist, wenn es um Kaninchen geht. Einfach weil es eben so üblich ist, ein Kaninchen in einem Zooladen zu kaufen. Als zweite Anlaufstelle betrachten viele dann das Tierheim, zumindest, was ich so mitbekommen habe, das trifft sicher nicht auf alle zu.
Wichtig ist eben auch Aufklärung, denn viele Menschen halten ihre Kaninchen ja nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit falsch. Gerade Kinder wollen ihren Kaninchen ja nichts böses, sie wissen es einfach nicht besser. Und ich habe durchaus das Gefühl, dass die Aufklärung steigt, auch wenn es noch immer erschreckend viele falsch gehaltene Kaninchen gibt.
Natürlich muss jeder selbst entscheiden, woher er seine Tiere holt, das ist nur meine Meinung zu dem Thema.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 16.11.2016
Beiträge: 37
Susane befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2017, 01:52

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Was will man unterstützen? Tierheime, Notstationen, evtl. auch seriöse Züchter? Oder lieber Zooläden, Vermehrer, weil es die ja eh immer geben wird?
Es geht hier ums unterstützen und nicht unterstützen aber irgendwo geht Tierschutz immer etwas zu weit und meistens über den Tellerrand hinaus so das am Ende, trotzdem nicht alles so läuft wie man es sich vorgestellt hat im Gegenteil.

Tierheime haben auch nur ihren Standarttexte. Als ich damals ein Tier aus dem Tiereim genommen habe, war die Dame die die Haltung kontrolliert hat sehr erstaunt, wieviel Platz ich meinem Kaninchen biete (kompletter Balkon) und meinte dann das die meisten nur die Standardmasse haben und selten jemand den Kaninchen einen Balkon oder viel Platz freiwillig zur Verfügung stellt, das waren damals und bei dem Tieheim. 2 Kaninchen, handelsüblicher Käfig mit mind. 3 Stunden Auslauf. Bei Kaninchenschutz usw. sieht das anders aus aber Tierheime versuchen auch ihren Bestand zu verringern.

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Auch habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Du sagst ja selbst, dass viele Ketten sich gebessert haben, was die Haltung angeht. Ich habe schon das Gefühl, dass wir da auf einem Weg zur Besserung sind. Wer sagt, dass nicht irgendwann doch mal ein Verbot erlassen wird, dass keine lebenden Tiere mehr in Zooläden verkauft werden?
Wenn man ein Gesetz macht das Zoohandlungen generell den verkauf von Tieren verbietet dann wird es eben darauf hinaussgehen das die Züchter und somit auch Vermehrer vermehrt unterstützt werden und man kann schlecht von beiden unterscheiden. Man kann aber von Zoohandlung zu Zoohandlung unterscheiden. z.b. darin in dem man das Personal befragt, die Haltung der Tiere generell im Geschäft anschaut usw.
Es gibt mittnerweile seriöse Zoohandlungen die ihre Tiere ärztlich untersuchen lassen mit Imfpass sogar verkaufen und nicht zu vergessen Menschen aufklären über die richtige Haltung. Natürlich können nicht alle Zoohandlungen oder alle Zoohandlungen Kaninchen nicht halten wie wir 2qm pro Tier in einer Gruppe usw. da der Aufenthalt in deren Filialen auch nicht für immer sein soll.

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass es heute mehr aufgeklärte Menschen gibt, die keine Tiere aus Zooläden kaufen, als vor einigen Jahren. Und wenn die Anzahl dieser Menschen steigt, dann werden auch die verkauften Tiere in diesen Läden weniger werden. Angebot und Nachfrage. Und das ist doch auch schon ein Erfolg.
Ich habe auch von niemandem gehört, der ein Kaninchen aus dem Ausland geholt hat. Bei Hunden beispielsweise schon, aber bei Kaninchen nicht. Das heißt natürlich nicht, dass es das nicht gibt.
Angebot und Nachfrage genau. Dann wird die Nachfrage bei Züchtern und Vermehrer mehr werden und das nennt man dann auch irgendwann "Massenzucht" und nur weil der boom bei Kleintieren aus dem Ausland eben noch nicht gibt, weil es eben durch Zoohandlungen, Züchter etc. leichter ist hier ein Kleintier zu bekommen als einen Hund oder Katze, heißt es nicht das wenn sich das alles durch Gesetze ändert nicht der boom im Ausland anfängt.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.08.2015
Beiträge: 87
Banapfel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2017, 02:43

Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Tierheime haben auch nur ihren Standarttexte. Als ich damals ein Tier aus dem Tiereim genommen habe, war die Dame die die Haltung kontrolliert hat sehr erstaunt, wieviel Platz ich meinem Kaninchen biete (kompletter Balkon) und meinte dann das die meisten nur die Standardmasse haben und selten jemand den Kaninchen einen Balkon oder viel Platz freiwillig zur Verfügung stellt, das waren damals und bei dem Tieheim. 2 Kaninchen, handelsüblicher Käfig mit mind. 3 Stunden Auslauf. Bei Kaninchenschutz usw. sieht das anders aus aber Tierheime versuchen auch ihren Bestand zu verringern.
Da stimme ich dir zu, viele Tierheime achten nicht ausreichend darauf, wohin sie ihre Tiere vermitteln. Als ich mal ein Kaninchen aus einem Tierheim geholt habe, wurde ich nur gefragt, ob ich denn ein Gehege oder einen Käfig habe und als ich antwortete, dass ich ein Kaninchenzimmer habe, waren sie zufrieden. Da wurde nichtmal vorher kontrolliert.
Ich würde auch eher Notstationen oder ähnliches bevorzugen. Aber trotzdem sind es Nottiere und keine extra "produzierten" Tiere.

Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Wenn man ein Gesetz macht das Zoohandlungen generell den verkauf von Tieren verbietet dann wird es eben darauf hinaussgehen das die Züchter und somit auch Vermehrer vermehrt unterstützt werden und man kann schlecht von beiden unterscheiden.
Ich denke, nicht nur. Viele Menschen halten es einfach für naheliegend, dass man da wo man Käfig, Streu und Futter kauft auch gleich das Kaninchen kauft. Ich habe da eher die Erfahrung gemacht, dass, wenn das nicht geht, in Tierheimen geschaut wird, als beim Züchter. So was es bei mir früher auch. Ich hatte lange Zeit als Kind Meerschweinchen. Sollte ein neues Tier einziehen, haben wir meistens beim Kölle-Zoo geschaut, gabe es da nichts passendes, sind wir mal ins Tierheim gegangen. Das Problem war eher, dass das örtliche Tierheim meistens nicht so viele Meerschweinchen hatte, sonst wären wir da vielleicht auch mal als erstes hingegangen. Kaninchen gab es aber immer viel mehr. Auf die Idee nach einem Züchter zu suchen, wären wir nie gekommen. Man kennt halt den nächsten Zoohandel, das nächste Tierheim kennt man auch, also geht man als erstes da schauen. Zumindest nach meiner Erfahrung, was ich so mitbekomme.
Außerdem ist ja wie gesagt auch Aufklärung wichtig. Immer mehr Menschen achten eben darauf, nicht beim Vermehrer zu kaufen und viele schauen auch eher nach Nottieren. Wenn Aufklärung steigt und die in Läden verkauften Tiere sinken, dann ist das vielleicht eher ein Zulauf für die seriöseren Züchter und vor allem auch Nottiere. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langer Prozess.
Jetzt wäre ein Verbot natürlich weniger sinnvoll. Sinnvoller ist es sowieso, dass immer weniger Tiere aus Zooläden gekauft werden, eben weil immer mehr Leute das nicht unterstützen wollen. Diese Leute schauen normalerweise dann auch, eben keinen Vermehrer zu unterstützen. Und genau das finde ich ja so schade, dass viele Leute, die es eigentlich besser wissen, trotzdem Tiere dort kaufen. Weil sie Mitleid haben, denken dass das eine Tier ja eh keinen Unterschied macht oder sich einfach verlieben...


Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Man kann aber von Zoohandlung zu Zoohandlung unterscheiden. z.b. darin in dem man das Personal befragt, die Haltung der Tiere generell im Geschäft anschaut usw.
Es gibt mittnerweile seriöse Zoohandlungen die ihre Tiere ärztlich untersuchen lassen mit Imfpass sogar verkaufen und nicht zu vergessen Menschen aufklären über die richtige Haltung.
Das halte ich in sofern für schwierig, dass man eben nur sieht, wie es den Tieren in den Fillialen geht, nicht aber, dort wo sie gezüchtet wurden. Das Problem ist ja meistens eher, dass die Tiere unter schlechten Umständen vermehrt werden, Weibchen als Gebärmaschinen missbraucht werden usw. Die Haltung in den Läden lässt natürlich auch oft zu wünschen übrig, ist aber teilweise auch schon ganz ok. Trotzdem verkaufen die Läden Tiere letztendlich aus Profit und mit einer vernünftigen Zucht lässt sich nicht wirklich Geld verdienen. Das kann man, finde ich, bei einem Züchter besser beurteilen, wenn man sich vor Ort anschauen kann, wie die Tiere gehalten werden, mit dem Züchter selbst sprechen kann usw.

Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Angebot und Nachfrage genau. Dann wird die Nachfrage bei Züchtern und Vermehrer mehr werden und das nennt man dann auch irgendwann "Massenzucht"
Klar, das könnte problematisch werden. Auch hier wieder: Aufklärung!
Informierte Halter gehen eben nicht zu einem Vermehrer und wenn seriöse Züchter keine Tiere haben, dann schauen sie nach einem Nottier. Wichtig wäre, dass sich da grundlegend etwas ändert, an der Haltung der Menschen, evtl. auch an der Gesetzgebung, dass eben nicht mehr jeder seine Kaninchen züchten kann, dass auch nicht jeder Kaninchen unter schlechten Bedingungen halten kann usw.

Dass der Großteil der Menschen derart informiert ist, davon sind wir wohl noch weit entfernt. Aber von den Menschen, die informiert sind, erwarte ich irgendwie auch, dass sie sich da vorbildlicher verhalten, eben keine Vermehrer unterstützen, ihre Tiere nicht in Zooläden kaufen, ihre eigenen Tiere gut halten usw. Einfach weil ich selbst etwas anderes gar nicht mit meinem Gewissen vereinbaren könnte.
Aber wie gesagt, muss jeder für sich selbst wissen.



Lupine likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 16.11.2016
Beiträge: 37
Susane befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2017, 18:53

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Ich würde auch eher Notstationen oder ähnliches bevorzugen. Aber trotzdem sind es Nottiere und keine extra "produzierten" Tiere.
Wenn es anders herum sieht, sind Nottiere produzierte Tiere die in Zoohandlungen, Züchter etc. gezüchtet wurden und einfach nur Platz für neue genau diese Tiere machen. Im Grunde unterstützt man Zoohandlungen etc. in dem die Tierheime leerer werden und wieder unbeliebte/kranke Tiere aufnehmen können. Es ist also ein immer wieder kehrender Kreis der sich schliesst. Natürlich klingt es besser und fühlt sich besser an wenn man sagen kann "ich hab ein Tier "gerettet" aus dem Tierheim". Es ist auch eine Gewissens frage. Allerdings find ich es nicht schlimm wenn man überallher seine Tiere nimmt und ihnen ein schönes Leben bereitet. Den wer weiß wo das Tier aus der Zoohandlung landet, nur weil es eben älter ist, wenn nicht bei uns. Man muss ja jetzt nicht dauerhaft Zoohanldungen "unterstützen" sondern den Partner aus dem Tierheim holen.

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Ich denke, nicht nur. Viele Menschen halten es einfach für naheliegend, dass man da wo man Käfig, Streu und Futter kauft auch gleich das Kaninchen kauft. Ich habe da eher die Erfahrung gemacht, dass, wenn das nicht geht, in Tierheimen geschaut wird, als beim Züchter. So was es bei mir früher auch. Ich hatte lange Zeit als Kind Meerschweinchen. Sollte ein neues Tier einziehen, haben wir meistens beim Kölle-Zoo geschaut, gabe es da nichts passendes, sind wir mal ins Tierheim gegangen. Auf die Idee nach einem Züchter zu suchen, wären wir nie gekommen. Man kennt halt den nächsten Zoohandel, das nächste Tierheim kennt man auch, also geht man als erstes da schauen. Zumindest nach meiner Erfahrung, was ich so mitbekomme.
Siehst du und bei mir war es die Zoohandlung und der Züchter, aber nicht das Tierheim. Da das Tierheim den Ruf hatte da bekommt man meistens kranke und aggressive Tiere her und ich kann behaupten laut Erfahrungen. Ist das auch so. Trotz Partnerin hat sich mein Tierheimkaninchen nie wirklich erholt und war stets aggressiv gegenüber uns, außerdem war er "verhaltensgestört" aber wir haben das ihm nie übel genommen im Gegenteil wir haben ihn eben akzeptiert. Was mich aber beim Tierheim auch stört das ich dort nun mein Leben lang registriert bin und wahrscheinlich in meiner Akte steht "warum ich meine Kaninchen abgeben musste" und ich denke wenn ich dort hin gehe und ein Kaninchen haben möchte wird mir "diese Frage gestellt" wenn ich Pech habe, werd ich einen Menschen vor mir haben der mir das Tier nicht gibt weil "nachtragend und mir den Grund vorwerfen wird" es könnte sich ja in meinem Leben wieder etwas verändern wo das Tier dann wieder abgegeben werden muss. Und ich finde damit verkraulen sich die Tierheime Menschen die gerne Tiere aus der Not nehmen würden aber in der Not auch keinen ausweg sehen als die Tiere wieder abzugeben.

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Außerdem ist ja wie gesagt auch Aufklärung wichtig. Immer mehr Menschen achten eben darauf, nicht beim Vermehrer zu kaufen und viele schauen auch eher nach Nottieren. Wenn Aufklärung steigt und die in Läden verkauften Tiere sinken, dann ist das vielleicht eher ein Zulauf für die seriöseren Züchter und vor allem auch Nottiere. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langer Prozess.
Jetzt wäre ein Verbot natürlich weniger sinnvoll. Sinnvoller ist es sowieso, dass immer weniger Tiere aus Zooläden gekauft werden, eben weil immer mehr Leute das nicht unterstützen wollen. Diese Leute schauen normalerweise dann auch, eben keinen Vermehrer zu unterstützen. Und genau das finde ich ja so schade, dass viele Leute, die es eigentlich besser wissen, trotzdem Tiere dort kaufen. Weil sie Mitleid haben, denken dass das eine Tier ja eh keinen Unterschied macht oder sich einfach verlieben.
Ich finde das man denen Leuten keinen Vorwurf machen sollte. Den im Grunde haben sie auch was dagegen getan. Aber ehrlich gesagt ich habe einem Kaninchen geholfen aus der Zoohandlung, wenn ich den Lebenslauf meiner Kleinen anschaue, dann wäre sie wohlmöglich im Tierheim gelandet, ausgesetzt worden oder gelitten ohne Ende. So hat sie ihr leben bei mir verbracht und ein schönes Leben gehabt, zusammen mit einem Tierheimtier.

Es wird auch immer diese Phasen geben wo nun mal Kaninchen zu Ostern oder Weihnachten gekauft werden, ausgesetzt werden und die Tierheime wieder überfüllt sind. Und wenn es keine Zoohandlungen gibt dann sind es die Züchter und Vermehrer die Profit machen, da das Internet weitverbreitet ist findet man auch schneller Züchter und Vermehrer. Früher war es die Zeitung heute das Internet und wenn die Eltern zu den Kindern sagen kümmere dich darum, dann wird es sich im Internet informieren nach Züchtern und Vermehrern.

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Klar, das könnte problematisch werden. Auch hier wieder: Aufklärung!
Informierte Halter gehen eben nicht zu einem Vermehrer und wenn seriöse Züchter keine Tiere haben, dann schauen sie nach einem Nottier. Wichtig wäre, dass sich da grundlegend etwas ändert, an der Haltung der Menschen, evtl. auch an der Gesetzgebung, dass eben nicht mehr jeder seine Kaninchen züchten kann, dass auch nicht jeder Kaninchen unter schlechten Bedingungen halten kann usw.
Es ist auch eigentlich unmöglich. Wer will den die ganzen Haushälte kontrollieren über die Haltung wenn es sogar die Tierheime nicht richtig machen? Es wird auch nie ein Gesetz rauskommen 2qm Platz pro Tier und 2 Kaninchen usw. da sonst keiner mehr Kaninchen halten wird. Da es unmöglich ist dem Kaninchen soviel Platz zu bieten. Mieten steigen, Menschen verdienen nicht mehr so viel, ich glaube kaum das es Menschen das Wert ist für ein Tier das eigentlich geschlachtet und gegessen wird. Kaninchen sind keine Hunde oder Katzen, wo sich "erziehen lassen" und der Mensch unbeaufsichtig in der Wohnung lassen kann.
Somit wäre es das Ende der Kaninchenhaltung allgemein und ich glaube kaum das sich das Gesetz das unterschreiben wird, wenn die Wirtschaft beim Tierverkauf seine Finger im Spiel hat.




Geändert von Susane (12.02.2017 um 18:55 Uhr).

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Banapfel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2017, 20:32

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Im Grunde unterstützt man Zoohandlungen etc. in dem die Tierheime leerer werden und wieder unbeliebte/kranke Tiere aufnehmen können. Es ist also ein immer wieder kehrender Kreis der sich schliesst.
Nein, das würde ich so nicht sehen. Man unterstützt eben das Tierheim, dass dann mehr Nottiere aufnehmen kann. Hier ist es beispielsweise auch so, dass verschiedene Tierheime miteinander kooperieren, wenn ein Tierheim etwas mehr Platz hat, kommen Tiere aus einem anderen Tierheim dorthin. Das entsprechende Tierheim ist dann nicht leerer, ein anderes aber weniger überfüllt.
Wenn du in einen Zooladen gehst, bekommt der sein Geld und hat eine erhöhte Nachfrage, neue Tiere zu produzieren. Gehst du in ein Tierheim, fällt das schonmal weg, außerdem bekommt das Tierheim das Geld und kann das für Nottiere verwenden. Wie unterstützt das denn den Zoohandel?
Die Menschen warten ja nicht damit, sich ein neues Tier anzuschaffen, bis sie wissen, dass das Tierheim genug Platz hat, es aufzunehmen.

Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Siehst du und bei mir war es die Zoohandlung und der Züchter, aber nicht das Tierheim. Da das Tierheim den Ruf hatte da bekommt man meistens kranke und aggressive Tiere her und ich kann behaupten laut Erfahrungen. Ist das auch so.
Da macht eben jeder andere Erfahrungen, ich kann zum Beispiel nicht bestätigen, dass die meisten Tierheimtiere krank oder aggressiv sind. Ich habe vor längerer Zeit mal ein Praktikum in einem Tierheim gemacht. Einige der Tiere dort waren sehr scheu, aber aggressiv war keins. Andere waren aber auch zutraulich und ließen sich sogar streicheln. Die meisten Tiere wurden wegen Haltungsaufgabe abgegeben, aus Zeitmangel oder weil die Kinder kein Interesse mehr hatten. Zumindest waren das die angegeben Gründe, was wirklich dahinter steckt, weiß man ja nicht. Manche Tiere waren krank, wenn sie abgegeben wurden, aber in der Regel nur sowas wie Milben oder ähnliches. Kaninchenschnupfen kam auch vor, aber ansonsten gab es kein ernsthaft krankes Tier.


Was ich meine, ist folgendes: Das Ziel sollte doch sein, dass immer weniger Kaninchen aus unseriösen Quellen kommen, dass die Menschen immer mehr zu seriösen Züchtern gehen oder eben nach Nottieren schauen. Das erreicht man nur, wenn man die Leute informiert, aufklärt, bzw. sie sich selbst informieren. Ich habe wie gesagt das Gefühl, dass es immer mehr informierte Menschen gibt.
Aber was bringt das, wenn die Menschen zwar informiert sind, aber dann trotzdem in Zooläden rennen und dort ihre Tiere kaufen? Dann werden es natürlich auch nie weniger Tiere, die dort verkauft werden.
Natürlich wird es wohl immer irgendwo Tiere in Zooläden geben, aber wenn die Anzahl sich deutlich verkleinert, wäre das doch super und bedeutet weniger Tierleid.
Ein Tier aus einem Zooladen zu retten, bedeutet zwar weniger Leid für dieses Tier, aber es unterstützt eben das generelle Leid, das dahinter steckt. Ich kann den Gedankengang zwar durchaus verstehen, dass man Mitleid mit einem Tier hat, das schlechte Vermittlungschancen hat usw. Für dieses eine Tier ist es natürlich schön, ein gutes Leben zu bekommen.
Aber trotzdem halte ich es nicht für sinnvoll. Weil dann eben neue Tiere nachrücken. Statt diesem einen Kaninchen, wird eben das nächste in ein schlechtes zu Hause vermittelt und landet dann im Tierheim.
Und solange der Zoohandel gute Nachfrage hat, wird er auch weiter Tiere verkaufen.
Und diese Tiere werden nunmal in der Regel unter sehr schlechten Bedingungen vermehrt, einfach weil es anders gar nicht möglich wäre, damit Geld zu verdienen. Sowas möchte man doch nicht unterstützen, zumindest ich würde das nicht wollen...
Ein Kaninchen zu retten ist meiner Meinung nach nur sinnvoll, wenn man damit nicht unterstützt, dass neue Kaninchen produziert werden.



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Susane befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2017, 20:06

Zitat:
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Da macht eben jeder andere Erfahrungen, ich kann zum Beispiel nicht bestätigen, dass die meisten Tierheimtiere krank oder aggressiv sind. Ich habe vor längerer Zeit mal ein Praktikum in einem Tierheim gemacht. Einige der Tiere dort waren sehr scheu, aber aggressiv war keins.
Andere waren aber auch zutraulich und ließen sich sogar streicheln.
Manche Tiere waren krank, wenn sie abgegeben wurden, aber in der Regel nur sowas wie Milben oder ähnliches. Kaninchenschnupfen kam auch vor, aber ansonsten gab es kein ernsthaft krankes Tier.
Ich denke mal das die akuten kranken Tiere meistens sowieso eher ausgesetzt werden und dort sterben bevor sie überhaupt ins Tierheim kommen. Auch weil die Menschen wohlmöglich denken, im Tierheim werden sie so ein krankes Tier nicht aufnehmen und als ich noch Kind war da war es noch so eine Zeit da haben Tierheime versucht die Halter permanent zu überzeugen das Tier doch zu behalten und ihnen halt ins Gewissen geredet, gerade wenn man keinen trifftigen Grund hatte wie z.b. Kosten.

Kaninchen sind eigentlich generell eingeschüchtert wenn sie in eine neue Umgebung kommen. Und zeigen dort eigentlich keine aggressiven Auffälligkeiten. Außerdem ist das ja auch kaum möglich bei dem engen Raum den die Tierheime manchmal bieten aber sobald sie in der neuen Umgebung sind fangen sie an aufzutauen und zeigen ihren wahren Charakter.
Das gleiche ist wenn man ein Kaninchen zum TA mitnimmt. Wie brav und eingeschüchtert sie doch sind aber sobald sie wieder zu Hause sind, gehts ab.
Im übrigen war mein aggressives Kaninchen woanders auch nie aggressiv sondern nur in den eigenen 4 Wänden. stille Wasser sind tief.

Zitat:
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Was ich meine, ist folgendes: Das Ziel sollte doch sein, dass immer weniger Kaninchen aus unseriösen Quellen kommen, dass die Menschen immer mehr zu seriösen Züchtern gehen oder eben nach Nottieren schauen. Das erreicht man nur, wenn man die Leute informiert, aufklärt, bzw. sie sich selbst informieren. Ich habe wie gesagt das Gefühl, dass es immer mehr informierte Menschen gibt.
Aber was bringt das, wenn die Menschen zwar informiert sind, aber dann trotzdem in Zooläden rennen und dort ihre Tiere kaufen? Dann werden es natürlich auch nie weniger Tiere, die dort verkauft werden.
Natürlich wird es wohl immer irgendwo Tiere in Zooläden geben, aber wenn die Anzahl sich deutlich verkleinert, wäre das doch super und bedeutet weniger Tierleid.
Es geht hier ja nur um 1 Tier und nicht um jedes Tiere. Meine Tiere waren auch nicht "nur" von Zooläden und die eine die ich gekauft hatte, war auch nicht alleine oder die letzte, hab sie nicht aus Mitleid genommen sondern eher liebe auf den ersten Blick, sie sah nämlich genauso aus wie mein aller erstes eingenes Kaninchen das im Alter von 3 Jahren gestorben ist wegen Stress/Blähbauch bei/nach der VG. Ein schlechtes Gewissen lass ich mir nicht einreden nur weil ich ein Tier aus der Zoohandlung geholt habe, wie gesagt ich finde man kann es auch ausgleichen in dem man für das gekaufte Tier einen Partner im Tierheim sucht sofern nicht schon ein Partner vorhanden sind. Reine Erfahrung würde ich auch immer einen Rammler im Tierheim holen weil er dort bereits kastriert ist.

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Und diese Tiere werden nunmal in der Regel unter sehr schlechten Bedingungen vermehrt, einfach weil es anders gar nicht möglich wäre, damit Geld zu verdienen. Sowas möchte man doch nicht unterstützen, zumindest ich würde das nicht wollen...
Man weiß nicht wie und wo die Tiere aus der Zoohandlung gezüchtet werden. Meine Stammzoohandlung verkauft keine Tiere im Laden kennen aber Züchter, nicht nur von Kaninchen aus ganz Deutschland verteilt wo auch seriös züchten und ich kann da hin und ein oder zwei Kaninchen bestellen.
Und ich denke andere Zoohandlungen machen es nicht anders. Die haben ihre Stammzüchter und sagen denen Bescheid, gerade bei großen Ketten kann auch mal ein Kaninchen übrig bleiben dann werden die neuen Kaninchen eben dazugesetzt. Wenn dann würde ich kleinere Zoohandlungen (auch weil der Laden viel zu klein ist um den Kaninchen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen) oder Baumäkte nicht unterstützen, da die wahrscheinlich eher machen um den Laden zu halten also reiner Profit und weniger an die Tiere denken.


Ich finde es wird heute, obwohl sich in den ganzen Jahren sehr viel verändert hat, immer noch übertrieben was den Kauf von Tieren in Zoohandlungen angeht. Wie ich geschrieben habe, gibt es kaum kleinere Läden die Tiere verkaufen, auch große Ketten wie z.b. Fressnapf haben bei uns keine Tierverkäufe zumindest in den kleinere Filialen nur noch in den XXL Filialen, Futterhaus verkauft nur noch Tiere mit Impfpass und es wird auch immer nach einem Partner gefragt und MegaZoo haben ihre eigenen Züchter und dort ist nie ein Kaninchen alleine, den es werden auch immer welche bestellt sobald nur noch 1 da ist. Und wenn neue Kaninchen da sind dann wird eine "Eingewöhnugszeit" eingehalten bevor die kleinen verkauft werden. Also ich finde das gerade diese Ketten seriöse Kaufquellen sind. Es geht hier nicht um Profit, natürlich Zoohandlungen leben auch von der Kundschaft aber das was nicht geht wird meistens aus dem Sortiment genommen und neues reingenommen.

Was ich schrecklich fand, war bei uns in der Nähe eine kleine Zoohandlung die hat zu Ostern "massen Kaninchen" bekommen und in dem Kaufzentrum daneben wurden dann Gehege aufgestellt. Okay die Kaninchen hatten viel Platz und alles wunderbar aber ich fand es schrecklich den Tieren das überhaupt zu zumuten. Diese Menschenmassen die vorbeikommen vorallem waren das meistens Jungtiere. Ich fand die ganze Aktion nur reine Profitmache aber nach 2 Jahren wurde die Aktion nicht mehr gemacht und irgendwann gabs die Zoohandlung auch nicht mehr. Worüber ich ganz froh war. Also man sieht schon es tut sich was in der Welt da draußen und es nicht mehr ganz so schlimm wie viele vielleicht denken.

Ich finde in den ganzen Jahren hat sich so ein kleiner Ausgleich zwischen Zoohandlungen und Tierheim entwickelt. Und außerdem kann man immer zu einem unaufgeklärten Menschen der nur ein Tier aus der Zoohandlung hat, sagen, hol dir ein zweites aus dem Tierheim.

Zitat:
Zitat von Banapfel Beitrag anzeigen
Ein Kaninchen zu retten ist meiner Meinung nach nur sinnvoll, wenn man damit nicht unterstützt, dass neue Kaninchen produziert werden.
Im Grunde ja aber hast du nicht geschrieben man sollte Kaninchen bei seriösen Züchtern kaufen. In dem Sinne wird dann auch dort die Produzierung unterstützt.




Geändert von Susane (13.02.2017 um 20:12 Uhr).

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Geschrieben am 13.02.2017, 22:11

Gut, man kann sagen, im Tierheim verhält sich ein Tier anders als zu Hause. Ich kenne aber auch einige Halter mit Tierheim-Kaninchen und keins davon ist aggressiv. Mein bisher verschmustes Kaninchen stammte sogar aus einem Tierheim. Also ich kann nicht bestätigen, dass der Großteil der Tierheim-Kaninchen aggressiv ist. Aber das ist ja eigentlich auch nicht der Punkt.



Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Es geht hier ja nur um 1 Tier und nicht um jedes Tiere.
Da aber sehr viele Menschen so denken, ist es eben nicht nur ein Tier. Ich habe schon so oft von Menschen gehört, die schon mal Tiere in Zooläden gekauft haben und es auch wieder tun würden, die den Verkauf von Tieren in Zooläden gar nicht so gut finden. Jeder denkt sich, ein Tier macht doch keinen Unterschied, bei jedem ist es ja nur ein Tier. Und in der Summe sind es dann schon viel mehr Tiere.
Das ist wie wenn man nicht wählen geht, weil man ja eh nur eine Stimme hat und die macht ja keinen Unterschied.

Zitat:
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Ein schlechtes Gewissen lass ich mir nicht einreden nur weil ich ein Tier aus der Zoohandlung geholt habe
Mir geht es nicht darum, dir oder irgendjemandem ein schlechtes Gewissen einzureden. Das ist lediglich meine Meinung zum Thema Tiere aus Zooläden. Ich könnte es eben nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber wie ich schon schrieb, letztlich muss es jeder für sich selbst wissen.


Zitat:
Zitat von Susane Beitrag anzeigen
Also ich finde das gerade diese Ketten seriöse Kaufquellen sind.
Das denke ich eben nicht. Seriös wäre diese Quelle nur, wenn die Tiere aus einer seriösen Zucht stammen würden. Einem seriösen Züchter steht das Wohl der Tiere an erster Stelle. Er wählt die neuen Beistzer für seine Tiere sorgfältig aus und gibt seine Tiere nicht irgendwohin. Wenn ein Züchter seine Tiere an einen Zooladen verkauft, hat er keine Kontrolle darüber, wohin sie weiterverkauft werden. Und viele Zooladentiere enden leider als Kinderzimmerkaninchen, in Käfigen oder ähnlichem. Allein das spricht schon gegen die Seriösität. Dann kann man eben nie wissen, wo die Tiere wirklich herkommen. Es ist leider so, dass die Zoohandlungen meistens Tiere von Vermehrern beziehen. Dort werden Tiere auf engstem Raum gehalten, Weibchen werden wieder und wieder gedeckt, die Tiere viel zu früh von der Mutter getrennt, damit diese neuen Nachwuchs bekommen kann und die Babys noch klein und süß sind usw... Züchtet man vernünftig, verdient man kein Geld, man zahlt drauf. Ein seriöser Züchter hat eigentlich auch nicht massig Jungtiere und gar nicht die Möglichkeit immer dann Tiere abzugeben, wenn der Laden wieder welche braucht.
Im Laden sind die Bedingungen meist gar nicht so schlecht. Das Problem sind eben wirklich die Zuchtbedingungen. Diese kann man ja auch nicht überprüfen und allein deshalb kann man nicht wissen, inwieweit die Quelle seriös ist oder nicht. Allein das ist für mich schon Grund genug, dort nicht zu kaufen.
Bei einem Züchter würde ich auch nie ein Tier kaufen, ohne mir vorher die Haltungsbedingungen anzuschauen.

Zitat:
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Im Grunde ja aber hast du nicht geschrieben man sollte Kaninchen bei seriösen Züchtern kaufen. In dem Sinne wird dann auch dort die Produzierung unterstützt.
Ein Tier bei einem seriösen Züchter zu kaufen, hat ja nichts mit retten zu tun. Mir ging es darum, dass man ein Tier aus Mitleid kauft. Das bringt eben nichts, wenn direkt das nächste Tier nachrückt.



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Susane befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.02.2017, 17:22

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Seriös wäre diese Quelle nur, wenn die Tiere aus einer seriösen Zucht stammen würden. Einem seriösen Züchter steht das Wohl der Tiere an erster Stelle. Er wählt die neuen Beistzer für seine Tiere sorgfältig aus und gibt seine Tiere nicht irgendwohin. Wenn ein Züchter seine Tiere an einen Zooladen verkauft, hat er keine Kontrolle darüber, wohin sie weiterverkauft werden. Und viele Zooladentiere enden leider als Kinderzimmerkaninchen, in Käfigen oder ähnlichem. Allein das spricht schon gegen die Seriösität.
Das seh ich etwas anders. Den wie gesagt Zoohandlungen haben sich sehr verändert im laufe der Zeit und achten darauf das Kaninchen zumindest einen Partner haben. Aber ein seriöser Züchter kann auch nicht mehr tun als Zoohandlungen nämlich nachfragen ob bereits ein Partner da ist oder die Leute aufklären aber beide Quellen können und werden das nicht kontrolliert wo das tier wirklich am Ende landet.

Im Grunde kann man das Personal in Zoohandlungen, Züchter egal ob seriös oder nicht anlügen und man bekommt trotzdem ein Kaninchen. Ich weiß ja nicht wie es ist wenn jetzt wirklich jemand sagt "Nein das Kaninchen bleibt alleine" Ich hab das noch nicht getestet ob die Verkäufer wirklich verkaufen. Aber damals hat mich auch noch keiner auf ein Partnertiere angesprochen und deswegen seh ich auch das sich etwas getan hat aber wenn man nicht hingeht und fragt oder nachhackt dann kann man auch nicht wissen das sich etwas geändert hat und wie gesagt ich hab das Gefühl das es einfach nicht genug ist und es dann am Ende wirklich böse endet.

Zitat:
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Dann kann man eben nie wissen, wo die Tiere wirklich herkommen. Es ist leider so, dass die Zoohandlungen meistens Tiere von Vermehrern beziehen.
Das ist auch nicht mehr so. Das ein Vermehrer einfach hingehen kann und die Tiere dort zum Verkauf hingeben kann. Wie gesagt, die größeren Zoohandlungen haben ihre Stammzüchter. Auch werden kranke Tiere nicht mehr verkauft, zumindest bei MegaZoo, da war ich schon öfters und da waren mal die Meerschweinchen krank da stand "wegen Krankheit kein Verkauf."
Also ist es auch nicht mehr so das kranke Tiere, sofern man es eben erkennt das diese krank sind, verkauft werden und man diese los werden möchte um Platz für neue Tiere zu machen.

Zitat:
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Dort werden Tiere auf engstem Raum gehalten, Weibchen werden wieder und wieder gedeckt, die Tiere viel zu früh von der Mutter getrennt, damit diese neuen Nachwuchs bekommen kann und die Babys noch klein und süß sind usw... Züchtet man vernünftig, verdient man kein Geld, man zahlt drauf.
In der heutigen Zeit verdient man generell nicht mehr am Tierverkauf. Tierverkauf wird meistens von den Futtermitteln anderer Tiere wie Hund und Katze finanziert, deswegen halten sich kleinere Zoohandlungen ziemlich schlecht oder gar nicht mehr. Zumindest hab ich das von meiner Stammzoohandlung die kein Tierverkauf mehr macht, weil es einfach nicht mehr so ist wie früher.

Ich denke auch das es die Form von Vermehrer wie du sie kennst gar nicht mehr gibt. Nur noch der Kinderzimmer Nachwuchs oder möchte gern Züchter, die denken Geld mit dem Tieren machen zu können aber realisieren, nach dem ersten Wurf, das diese Tiere nicht mehr so gekauft werden oder damit Geld zuverdienen ist, wie es früher mal war.

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Ein seriöser Züchter hat eigentlich auch nicht massig Jungtiere und gar nicht die Möglichkeit immer dann Tiere abzugeben, wenn der Laden wieder welche braucht.
Doch kann er und zwar wenn sich Zoohandlungen und Züchter absprechen und es kam auch schon vor das ich gar keine Kaninchen oder Kleintiere gesehen habe. Das heißt dann sind sie eben noch nicht soweit oder haben keine neuen Nachwuchs.



 
 
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