Hallo Kaninchenfreunde!
Nachdem ich schon so lange hier rumgeistere, wird es nun mal endlich Zeit für eine Vorstellung. Kaninchen sind für mich die besten Haustiere, die es gibt: sie sind interessant, gutmütig, dankbar, man kann sie nicht einfach beobachten, ohne schmunzeln zu müssen… Kurz gesagt, sie erfreuen mich jeden Tag auf’s Neue!
Mein erstes Kaninchen hatte ich mit 10: Es lebte bei meinem Opa, wo ich zumindest jedes Wochenende besuchen konnte; er kümmerte sich liebevoll um das Tier. Leider war es aber unkastriert, lebte im Stall und allein. Damals wussten wir es nicht besser, denn früher hielt man Tiere so. Ein Fehler!
Im November 2013 begann ich nach langer Pause wieder mit der Kaninchenhaltung. Dieses Kaninchen bekam ich vom Züchter, wo es bereits über ein halbes Jahr alt war und niemals zuvor unter Artgenossen gelebt hatte. (Er hatte bei einer Ausstellung 96/100 Punkten erreicht). Ich nannte ihn Amaretto und ich wusste damals noch nicht, wie sehr er mir ans Herz wachsen würde. Er war mein „Seelenkaninchen“. Im darauffolgenden Februar (in den Semesterferien) ließ ich ihn kastrieren. Da aber mein damaliger TA den harmlosen Spulwurmbefall falsch behandelte, konnte erst im Juni seine Partnerin, Pixie, einziehen. Sie war damals vier Monate alt.
Ich hatte so viel Bedenken, was die VG anging. Diese sollte sich als unproblematisch herausstellen. Bereits abends waren Amaretto und Pixie die besten Freunde und konnten in ihr Gehege ziehen.
Insbesondere ab diesem Zeitpunkt merkte ich, wie toll die Liebe zwischen Kaninchen sein kann. Hier bestätigt sich wiederum, dass es nun mal soziale Tiere sind. Es ist so toll zu beobachten, wie sie miteinander spielten, futterten und sich putzen. Deshalb möchte ich hier nochmal anmerken, dass Einzelhaltung ein absolutes No-Go ist!!!
Amaretto war allerdings sehr anfällig, was vielleicht daran lag, dass er überzüchtet war, ich weiß es nicht. Zumindest erkrankte er im November an einer chronischen Erkältung/Schnupfen (bei der Diagnose war sich keiner sicher, insgesamt war er damit bei vier verschiedenen Tierärzten). Da seine Symptome anfangs falsch mit AB behandelt wurden, wurde es chronisch und er wäre bereits im Februar fast an einer Pneumonie gestorben, doch wird bekamen es wieder in den Griff. Bis zum Herbst 2016. Die Verläufe und Symptome wurden immer heftiger und er war wohl resistent gegen die AB geworden. Er bekam Fieber und auch die Verdauung spielte verrückt. Die Prognose war sehr sehr schlecht. Schweren Herzens entschlossen wir uns dafür, ihn zu erlösen.
Pixie, die bisher immer gesund war, litt sehr unter der Einsamkeit. Also zog vor ca. drei Wochen ein kleiner Farbenzwerg (Frühkastrat) namens Amadeus bei uns ein. Die beiden verstehen sich mittlerweile super und Pixie blüht wieder total auf. Der Kleine ist ganz schön pfiffig für sein Alter und lässt sich von Pixie nichts gefallen.

So sehr wir Amaretto vermissen, hat er etwas dafür gesorgt, dass die Trauer nicht ganz so schlimm ist.
Mein Freund teilt sich mit den beiden Kaninchen das Arbeitszimmer bzw. sie eher mit ihm, da sie fast das ganze Zimmer für sich beanspruchen.

Sie haben ein halboffenes Gehege, das heißt, dass sie 24h auch den kompletten (riesengroßen) Flur zur Verfügung haben. Diese große Fläche nutzen die beiden auch gerne. Da sich Pix gerne in Küche oder Wohnzimmer schleicht (was eigentlich tabu für die Nasen ist), muss man aufpassen, dass man sie nicht aus Versehen einsperrt.
So, ich hoffe ihr könnt euch ein Bild von mir und meinen Tieren machen. Ich bin echt froh, dass es hier im Forum so viele nette und hilfsbereite Menschen gibt, denen das Wohl ihrer Tiere genauso am Herzen liegt, wie mir.
