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Problem - Fehlkauf Horse Mash - Rezeptideen? / Kaninchen hat Magengrummeln auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Adisa

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Ninchen
 
Registriert seit: 30.11.2016
Beiträge: 2
Jerael befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2016, 12:54

Problem - Fehlkauf Horse Mash - Rezeptideen? / Kaninchen hat Magengrummeln


Hallo alle zusammen,

ich habe folgendes erstes Problem: Am liebsten kaufe ich mein Hasenfutter in größeren Mengen. Da dachte ich mir, warum im Reifeisen nicht einfach einen großen Sack Pferdefutter kaufen. Dort gibt es bspw. 15kg Säcke getrocknete rote Bete für Pferde, aber das ist ja genauso gut für Kaninchen. Weil alles umgebaut war und auch das Angebot leider ein völlig anderes war habe ich nun den falschen Sack gegriffen. Im Angebot waren 15kg Trockenfutter ohne Getreide, ohne Zusätze, reine Wiesenkräuter etc. Ich habe aber erst zu Hause beim Öffnen gemerkt, dass das keine Pellets, sondern "Mash" also Pulver ist.

Das fressen meine Kaninchen zwar auch, aber die sollen ja auch was zum Kauen haben. Da der Sack schon offen ist, kann ich ihn nicht zurück geben. Da ich Student bin und momentan finanziell sehr angeschlagen bin, will ich das Zeug auch nicht wegwerfen. Also was mache ich nun damit?

Ich könnte daraus doch Kekse für die Kaninchen backen. Kennt ihr vielleicht ein paar Rezepte, die möglichst ohne Mehl auskommen? Ein paar (Riesen-)Kekse habe ich schon gebacken, allerdings leider mit etwas Mehl, damit das Ganze auch zusammenhält. Wie komme ich ohne Mehl aus?

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Da ich hier nun schon schreibe, kann ich auch um Rat bezüglich eines zweiten Problems nachfragen. Ich habe insgesamt drei Zwergkaninchen. Zwei davon sind recht groß und haben schön was auf den Rippen. Das dritte Kaninchen hingegen ist klein und obendrein recht dürr. (Vielleicht fehlt mir aber auch ein objektiver Vergleich, denn die anderen beiden sind, dafür dass es Zwergkaninchen sind eigentlich zu groß, so meine Tierärztin. Aber es ist ja wirklich nicht nur die Größe, sondern die Kleine ist einfach knochiger als die anderen.)

Letzteres macht mir immer ein wenig sorgen, weil die Kaninchen das ganze Jahr draußen sind, d.h. auch mit niedrigen Temperaturen zurecht kommen müssen. Leider habe ich (und auch meine Freundin) den Eindruck, dass die Kleine (im folgenden Cheyenne) über längere Zeit hinweg auch noch etwas abgenommen hat. Bei ihr merkt man wirklich die Rippen im Gegensatz zu den anderen, wenn man Sie untersucht.

Alle drei bekommen aber das gleiche zu fressen. Es gibt drei Näpfe an drei unterschiedlichen Stellen und eine große Heuraufe, damit es zu keinem Streit kommt. Teilweise liegt auch noch verteilt etwas im Stall herum. Ich versuche die Kaninchen überwiegend mit Frischfutter zu füttern und orientiere mich dabei an diebrain.de, d.h. die Kaninchen bekommen neben Heu viel Karotte, viel Sellerieknolle, viel Selleriestange, recht häufig Äpfel (wir hatten bis dieses Jahr einen Apfelbaum), recht häufig rote Bete, gelegentlich Fenchel und Steckrübe, selten auch sowas wie Pastinaken und Petersilienwurzel. Gelegentlich bekommen sie auch Salat und Gurke - wie viel genau, weiß ich allerdings nicht, weil sie das vor allem von meiner Mutter bekommen, wenn beim Kochen etwas Übrig bleibt. Solange es draußen grün ist sammle ich den Kaninchen so oft ich kann auch frisches Grünzeug (ebenfalls mit Orientierung an diebrain.de). Im Karten habe ich für die Kaninchen auch eine Reihe frischer Kräuter gepflanzt, von denen Sie ab und an etwas bekommen und für den Winter trockne ich davon ebenfalls ein klein wenig. Im Herbst bekommen sie im Übrigen gerne auch mal frische Hagebutten.

Weil sie diese so gerne mögen, trockne ich davon auch etwas fürs ganze Jahr. Das mische ich dann unter das Trockenfutter. Die Pellets beziehe ich überwiegend aus dem Internet und achte darauf, dass kein Getreide enthalten ist. Es handelt sich also überwiegend um Gras-, Kräuter- und Gemüsepellets. Enthalten ist aber dennoch auch ein wenig untergemischtes Kraftfutter (mit Getreide), weil ich aus finanziellen Gründen nicht ganz darauf verzichten konnte, seit dem ich Student bin, und mir eine Gewichtszunahme bei Cheyene erhoffte. Ab und an bekommen Sie auch mal etwas getrocknetes Brot (die stehen total dadrauf), aber ich achte darauf, dass das nicht viel ist, oder ganz selten auch mal ein paar wenige Nüsse als Leckerli.

So viel also zur Ernährnung meiner drei Kaninchen. Daran hat sich seit Jahren nichts verändert. Seltamerweise haben zwei davon, wie gesagt, durchaus was auf den Rippen, ohne dabei jetzt fett zu werden. Cheyenne hingegen legt nie etwas zu - eher im Gegenteil. Obendrein hat Cheyenne offenbar Probleme mit der Verdauung. Seit 2-3 Jahren hat sie mal mehr oder weniger "Bauchgrummeln", zeitweise sogar ständig, manchmal sogar richtig laut, sodass man sich fragen muss, wie ein Kaninchen so laute Magengeräusche von sich geben kann - und das bei unveränderter Fütterung. Soweit ich das beurteilen kann, frisst sie aber (für ihre Verhältnisse) normal. Ich kann sie natürlich nicht die ganze Zeit über beobachten, um zu sehen, wie viel sie wirklich frisst oder ob die anderen beiden die Näpfe überwiegend allein leer machen. Auch an ihren Kötteln hat sich nichts verändert, jedenfalls habe ich nichts dergleichen bemerkt.

Ich war deswegen auch schon beim Tierarzt. Dort konnte man aber nichts feststellen. Sie hat keine Knoten, keinen verfestigten Bauch, scheinbar keine Schmerzen, keine Zahnfelstellung, auch keine zu langen Zähne... Solange sie also frisst, solle ich mir keine Sorgen machen. Da Cheyenne, ich vermute weil sie so "schlank" ist, aber schnell dazu neigt zu frieren (sie zittert dann regelrecht), mache ich mir natürlich trotzdem Sorgen. Ich möchte nicht eines Tages im Winter nach Hause kommen und eine erfrorene Cheyenne vorfinden. Die anderen Stecken das locker weg, aber bei Cheyenne habe ich ein wenig Zweifel.

Hat hier jemand einen Rat, woran das die Probleme mit Cheyenne liegen könnte und was ich dagegen unternehmen könnte?

Gruß
Jerael



PS: Falls es noch Fragen zur Unterbringen geben sollte, die vielleicht auch relevant sind: Ich habe einen selbstgebauten 2x2 Meter Hasenstall. Es gibt auch soetwas, wie ein zweites Stockwerk in dem Stall, aber das macht vielleicht 1x1 Meter aus. Ich weiß, das ist für drei Kaninchen eigentlich zu wenig, zumal ein wenig vom Platz ja auch wegfällt, durch verschiedene Dinge, die im Stall stehen. Bspw. steht ein wärmegedämmtes Häusschen im Stall. Leider ohne Klappe, da diese sofort "zerfetzt" wird. Der Käfig war auch nur für zwei Kaninchen ausgelegt. Das dritte Kaninchen habe ich nur aufgenommen, weil ich und vorallem meine Freundin mit diesem so viel Mitleid hatten. Das war unter elendigen Bedingungen in einem winzigen Käfig im Dunkeln bei der Schwester meiner Freundin untergebracht, die sich NULL über die Haltung solcher Tiere informiert hat. Das arme Ding war völlig verängstigt. Damals konnte man das nicht anfassen ohne gekratzt und gebissen zu werden.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2016, 14:19

Was das Mash angeht, so brauche es halt einfach auf. Die Kaninchen haben ja trotzdem genug zum Knabbern, wenn sie Heu und regelmäßig Zweige bekommen. Besonders für das zu dünne Tier mag das hilfreich sein. Wenn es wirklich so viel kleiner ist als die anderen, kannst du ihm einen Unterschlupf basteln, wo die Großen nicht reinpassen, und dort besonders kalorienreiches Futter anbieten. Parallel bitte die Zähne kontrollieren lassen, evtl. kann es nicht richtig fressen? Bitte unbedingt auch die Backenzähne richtig anschauen lassen mit einem Otoskop, zur Not unter leichter Sedierung. Viele TÄ schauen nur mal kurz die Schneidezähne an und sagen "alles in Ordnung" während die Backenzähne schon fiese Spitzen haben und in die Wangen stechen.
Hast du Fotos von deinen Kaninchen? Manche Schecken (google mal nach Chaplin) haben angeborene, genetische Verdauungsprobleme, da kann man nichts dagegen machen. Je nach Schwere der Fehlbildung des Darms ist auch das Problem unterschiedlich schwer ausgeprägt, manche Tiere kommen mit bestimmten Futtermitteln ziemlich gut zurecht, andere haben unabänderlich eine stark verkürzte Lebenserwartung.
Deine Fütterung ist auf jeden Fall verbesserungswürdig. Du fütterst zu viel Knolliges, Zuckerhaltiges. Lass mal erstmal die vielen Karotten und Sellerie und Bete weg. Versuch auf Blättriges auszuweichen, KarottenGRÜN, Kohlrabiblätter, Chinakohl... Fenchel darf ein Tier mit Verdauungsproblemen sehr viel haben, denn Fenchel stabilisiert die Verdauung. Du kannst auch Fenchel (Anis Kümmel) Tee anbieten.
Welches Pelletfutter ist das, das du gibst? Pellets sind generell von der Struktur her schlecht für die Verdauung. Du kannst als Kraftfutter gut naturbelassenes Getreide geben, hier besonders Hafer und Gerste. Solltest du in deinem Raiffeisen auch finden.




Ninchen
 
Registriert seit: 30.11.2016
Beiträge: 2
Jerael befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2016, 17:52

Danke für die Antwort.

Mit Tee habe ich es auch schon versucht, u.a. Kamillentee. Sowas rühren die aber nicht an. Dann trinken die überhaupt nichts...

Was die Pellets angeht, kann ich da leider nichts genaues sagen. Ich habe das auf Vorrat gekauft, da große Packungen günstiger sind. Zum Beispiel habe ich reine Wiesenpellets oder Petersilienpellets etc. als Packungen gekauft und dann alles selbst gemischt. Die Pellets fallen daher unterschiedlich groß und fest aus.

Was ist eigentlich das Problem mit Karotten? Fenchel bekommen sie im Übrigen zwar ab und an, aber leider mögen die das nicht besonders.

Was das Grün angeht: Natürlich bekommen die Kaninchen, wenn ich denen eine Sellerieknolle kaufe oft auch das Grün mit dazu, gleiches hilt auch für Kohlrabi. Aber ich werde versuchen denen, gerade den Winter über, wenn ich draußen nichts pflücken kann, mehr Grün zu geben. Momentan ist es finaziell nur wirklich besonders schwierig, da ich gerade auf das Ergebnis meiner Masterprüfung warte, noch keinen Job habe und solange ich nicht exmatrikuliert bin auch keinerlei Unterstützung bekomme...




Geändert von Jerael (30.11.2016 um 18:08 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.04.2016
Beiträge: 104
Adisa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2016, 21:20

auch wen ich zu dem eigentlichen Problem nichts beitragen kann, aber zu dem Grünfutterkosten. Meine fressen jetzt in Aussenstallhaltung viel Grünkohl, Wirsing , Weisskohl und Kollegen. Das kostet nicht viel und hällt einige Tage wenn ich eingekauft habe, allerdings kriegen die keine Pellets. Das soll durchaus zu Problemen führen können. Was ich sehr empfehlen kann ist im Supermarkt , im Biomarkt, auf dem Wochenmarkt oder im Bauernladen nach Grünabfall zu fragen. Hier vom Bauernladen krieg ich Kolrabi und Möhrengrün Kistenweise, auch Wirsingblätter und sowas, das Möhrengrün will ich in der Menge gar nicht verfüttern (Calciumanteil etc.) und das Alles für tutti. Haselnusszweige sind auch kostenlos an jeder zweiten Ecke zu haben. Das ist sehr Portemonai schonend. Trau Dich, mehr als Nein sagen werden die nicht und oft ist das sogar sehr lohnend. Schönen Gruß



Angora-Angy likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.12.2016, 09:27

Möhren enthalten unheimlich viel Zucker, aber wenig Fasriges. Die Kaninchenverdauung braucht aber Fasern, um zu funktionieren. Außerdem kann der viele Zucker evtl. vorhandene Hefen fördern, die wiederum die Verdauung aus dem Tritt bringen können. Eine Kotprobe wird dann wohl eher grad nicht drin sein, finanziell? Das gleiche gilt übrigens auch für die anderen Knollengemüse, die du aufgezählt hast - viel Zucker, wenig Faser. Ich würde das probehalber wenigstens eine Woche komplett weglassen und gucken was passiert.
Was die Pellets angeht, schau mal auf kaninchenwiese.de, da wird das sehr gut erklärt warum die problematisch sind. Ich finde die Seite generell besser als diebrain. Wenn ich du wäre, würde ich die Pellets erstmal komplett weglassen und schauen ob sich was an der Verdauung verbessert. Du musst sie ja nicht direkt wegschmeißen, aber wenigstens mal einen Monat damit pausieren. Die werden auch nicht gleich schlecht.
Ich kenne das, wenn das Hemd nicht übern Hintern reicht und man sich dann noch Sorgen um die Vierbeiner machen muss. Du schaffst das schon! Wenns von der Entfernung her geht, würde ich dich gern mit Heu unterstützen, falls du das brauchst, ich hab dieses Jahr so viel gemacht, dass ich was abgeben kann.
Ansonsten kann ich dir auch noch Leinkuchen ans Herz legen (ebay, verschiedene Ölmühlen im Direktverkauf... Preisvergleich lohnt, die Preise und das Angebot schwanken stark. Im Moment sind sie hier im Angebot: https://oelfreund.de/bio-pellets). Die enthaltenen Schleimstoffe sind auch gut für den Darm. Die werden auch gern gefressen, zumindest von meinen. Die sehen übrigens nur zufällig so aus wie Pellets, sind aber keine in dem Sinne.



 
 
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