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Vergesellschaftung scheitert, Bisse und Aggressionen auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Thyseus
  • 1 Post By Hase2

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 08.06.2012
Beiträge: 201
Thyseus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.07.2016, 23:20

Vergesellschaftung scheitert, Bisse und Aggressionen


Hey Leute,

ich war jetzt schon länger nicht mehr online, aber in meiner Verzweiflung ist mir wieder das Forum eingefallen.
Ich hab ein riesiges Problem mit meiner Kaninchengruppe bzw. deren Zusammenführung. Es klappt einfach nicht.
Zu den Kaninchen:
1. Gruppe Thyseus und Sina, beide sehr dominant aber Thyseus ist der Chef. Beide weniger zahm, vor allem Sina.
2. Gruppe Keks und Brownie, beides Böckchen und beide sehr zutraulich. Keks ist ein treudoofes niedliches Schlappohrkaninchen das sich jedem sofort unterwirft und ggüber Artgenossen extrem ängstlich ist, oft auch grundlos. Brownie ist ebenfalls lieb, aber auch clever und dominant.

Anfang diesen Jahres nahm ich Keks & Brownie auf. Die Vergesellschaftung fand auf neutralem Grund statt. Sie jagten sich und kämpften ein wenig und abends fraßen sie dann zusammen und jagten sich nicht mehr. Ich dachte, die VG sei geglückt und setzte alle viere zusammen in das alte Gehege. Da kam es dann so, dass Keks & Brownie immer in der einen Ecke des Geheges saßen und die anderen zwei in der anderen und immer, wenn einer von den neuen in die Nähe der anderen Ecke (in dieser Ecke steht u.a. das größte u. schönste Häuschen) kam, wurde er verjagt, besonders von Thyseus. Sie fraßen aber auch zusammen und am nächsten Morgen waren sie alle aneinandergekuschelt.
Dann ging es fünf Monate Auf und Ab; mal schienen sie sich toll zu verstehen und dann jagten sie sich wieder. Keks hat darunter besonders gelitten. Er hatte große Angst vor Thyseus und hat sich immer versteckt und nicht zum Futternapf getraut. Ich hab ihn dann zusätzlich aus der Hand gefüttert und mehrere Näpfe aufgestellt. Nach den 5 Monaten sah ich aber ein, dass es einfach nichts wird (Keks war mittlerweile dünn und hatte auch ein paar Kratzer am Rücken)und es den Neuen einfach scheiße geht weil sie gemobbt wurden und trennte die Gruppe. Die Neuen durften im Gehege bleiben und Sina & Thyseus zogen in den Hof.
So wollte ich es aber nicht haben, also startete ich vor ein paar Tagen den 2. Versuch. Meine Tierärztin riet mir immer wieder, die vier auf kleinstmöglichem Raum zu vergesellschaften, damit mein Thyseus irgendeinen bestimmten brutalen Sprung nicht ausführen kann. Also nahm ich den Aufsatz eines alten Kaufkäfigs und setzte diesen in das Gehege der "Neuen" - ich dachte, dass die beiden dadurch einen Vorteil haben. Falsch gedacht; Thyseus hat sie abwechselnd schlimm angegriffen und dann geputzt (hä??). Er war dabei ganz gechillt, die anderen inkl. seiner Partnerin Sina hatten eine Riesenangst und zitterten. Es war absolut grausam... sie haben sich immer alle in eine Ecke gedrängt und saßen alle ganz eng zusammen, zwischendurch bekämpfte Thyseus sie und danach putzte er alle ausgiebig, auch die Kratzer die er selber verursacht hatte. Am nächsten Tag hat es mir gereicht... Brownie hatte mittlerweile auch eine große Bisswunde davongetragen, also hab ich sie wieder getrennt...

Und jetzt sitz ich hier... und weiß nicht, was ich machen soll. Alles was ich will ist, dass sie sich verstehen. Soll ich eine 3. VG versuchen? Und wie sollte die aussehen? Ganz normal, auf neutralem Grund? Meine TÄ rät mir wie gesagt dazu, sie so eng wie möglich zusammenzupferchen damit die Verletzungen nicht so schlimm sind aber das ergibt für mich keinen Sinn und ist außerdem schrecklich. Mein größtes Problem ist halt Thyseus... Er ist sooo dominant und aggressiv. Ihm ist es egal, wie viel Platz er hat oder wie die VG stattfindet, er wird immer aggressiv sein und beißen. Was soll ich tun Mein Brownie hat so viele Wunden und meine Kleinen tun mir einfach so leid... ich will ja nur dass es klappt und sie sich endlich verstehen!

Hoffe auf Hilfe.. danke



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Benutzerbild von Numi chan
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.09.2015
Beiträge: 403
Numi chan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 00:50

Hallo und willkommen zurück.

Bei Kaninchen ist es leider wie bei Menschen, manche vertragen sich einfach nicht.
Vor allem, wenn es mehrere dominante Männchen sind, bzw dominante Tiere, kann es zu Problemen kommen und im Frühjahr/Sommer wirds durch die Jahreszeit und die Temperaturen nochmal verstärkt, da ja Paarungszeit ist.
Ich hatte damals bei meinen beiden Männchen Snowflake und Brownie ein ähnliches Problem. Brownie war ziemlich ruhig und unterwürfig, Snowflake war sehr dominant und energiegeladen. Da sie aus schlechten Verhältnissen kamen, haben sie nie andere Kaninchen kennen gelernt und der Anfang war ein Graus. Es ging so weit, dass Snowflake Brownie so stark verletzt hat, dass ihm ein Teil der Oberlippe entfernt werden musste.
Zwischendurch war es aber auch mal besser. Snowflake hat Brownie gejagt, danach haben sie wieder gekuschelt. Sie kämpften, dann wurde Brownie geputzt. Und auch nach einigen Bisswunden waren sie eigentlich immer wieder lieb zueinander. Aber nach eben diesem Vorfall, dass Brownie genäht werden musste, hab ich mich dazu entschieden beide zu trennen (und dann wegen Platzmangel Snowflake abzugeben und eine ruhige Dame für Brownie zu holen).

Die wichtigste Frage, die du dir stellen solltest ist: was ist das Beste für die Kaninchen?
Ich hätte Snowflake gerne behalten und ich habe mir gewünscht, dass sie sich verstehen. Aber es ging nicht und ich wollte Brownie nicht noch mehr zumuten als er bis dahin erleiden musste.
Wenn sie sich in den alten Gruppen verstehen, dann würde ich sie wieder getrennt halten. Weil ich zu viel Angst davor hätte, dass eines der Kaninchen wirklich Schäden davon trägt.

Natürlich ist es immer schade, wenn sich Kaninchen nicht verstehen und man eine Gruppe trennen muss, aber das ist immer besser, als wenn es einem Kaninchen schlecht deshalb geht.

Das ist jedoch nur meine Meinung. Im Endeffekt liegt es bei dir.




Ninchen
 
Registriert seit: 01.07.2016
Beiträge: 21
astrid123 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 02:35

Hallo.
Ich seh es genauso.Es ist schrecklich ein Tier abzugeben,was man so sehr liebt.Aber wie schon geschrieben wurde,muß man auch an das Kaninchen denken.Wenn Du keine Möglichkeit hast eine zweite Gruppe aufzumachen,würde ich es wirklich lieber in gute Hände abgeben,als ihn weiter diesen Gefahren auszusetzen.So hat er vielleicht die Möglichkeit einen passenden Kumpel(oder Kumpeline)zu bekommen und glücklich zu sein.
Es ist schwer,aber sonst hast Du auch keine ruhige Minute mehr und machst Dir später vielleicht noch Vorwürfe.
Ich wünsche Euch Beiden alles Liebe und Gute.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 08.06.2012
Beiträge: 201
Thyseus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 09:25

Danke für die Antworten

Es wird wohl darauf hinauslaufen dass ich zwei Gruppen aufmache - Tiere abgeben geht für mich gar nicht und würde mir sehr schwer fallen. Platz hab ich genug und es ist das Beste für die Kleinen... Es war mir eigentlich schon klar, dass es so kommen wird aber ich habe irgendwie auf ein Wunder gehofft oder eine spezielle Vorangehensweise...
Aber die Persönlichkeit meiner Kaninchen kann ich nicht auf magische Weise ändern.
Ist es möglich die zwei Ställe durch Holzwände getrennt aneinander zu bauen?
Lg



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 09:30

Ja das ist kein Problem. Ich halte meine Rammler im alten Schweinestall, sie sind da nur durch Gitter getrennt und das funktioniert. Nur zwischen zwei musste ich einen Plexiglasstreifen ziehen, weil sie sich anfangs durchs Gitter gebissen haben. Mitterweile geht das mit den beiden aber auch, sie haben sich dran gewöhnt.




Benutzerbild von Numi chan
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.09.2015
Beiträge: 403
Numi chan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 11:34

Das mit der Plexiglasscheibe ist an sich ne nette Idee. Da besteht dann keine Gefahr, dass sie sich durch das Gitter hinweg beißen und sehen sich trotzdem. Wenn es mit der Zeit dann ruhig wird, kannst du ja versuchen die Scheibe zu entfernen.
Es ist natürlich schöner, wenn man die Kaninchen behalten und einfach aufsplitten kann, das ging bei mir leider nicht.
Ich wünsche dir da ganz viel Glück, dass es deinen Nasen gut geht und sie glücklich werden =)




Ninchen
 
Registriert seit: 01.07.2016
Beiträge: 21
astrid123 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 12:46

Schön,daß Du eine zweite Gruppe aufmachen kannst.
So hast Du doch die perfekte Lösung.
Ich mußte damals mal Katzenbabies abgeben(trächtige Mama war uns zugelaufen).Hätte auch nie gedacht,daß ich das mal machen müsste.Aber ich hatte damals noch einen kranken Kater,und dem konnte ich schlecht 5 Babies vorsetzen.Mama und 2 Babies habe ich behalten(leben bei meiner Mutter).Die anderen 3 bei einer lieben Kollegin.Es geht ihnen gut,und trotzdem blutet mein Herz,wenn ich an sie denke.




Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2012
Beiträge: 1.323
Hase2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 20:11

Zitat:
Zitat von Thyseus Beitrag anzeigen
Danke für die Antworten

Es wird wohl darauf hinauslaufen dass ich zwei Gruppen aufmache - Tiere abgeben geht für mich gar nicht und würde mir sehr schwer fallen. Platz hab ich genug und es ist das Beste für die Kleinen... Es war mir eigentlich schon klar, dass es so kommen wird aber ich habe irgendwie auf ein Wunder gehofft oder eine spezielle Vorangehensweise...
Aber die Persönlichkeit meiner Kaninchen kann ich nicht auf magische Weise ändern.
Ist es möglich die zwei Ställe durch Holzwände getrennt aneinander zu bauen?
Lg
Wir haben da eine ganz ähnliche Einstellung

Holzwand funktioniert mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, hab erst einmal von einem Fall gelesen, wo das nicht klappte.

LG



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 08.06.2012
Beiträge: 201
Thyseus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.07.2016, 21:29

Ihr macht mir wieder Mut auch wenn es doof ist, zwei Gruppen zu halten und jetzt noch n Stall bauen zu müssen - jetzt bin ich wenigstens in meiner Entscheidung gestärkt und das Forum bietet ja auch viele tolle Anregungen zum Gehegebau.
Bei mir ist es der alte Hühnerstall @Angora-Angy
Aber mir ist eine ganz andere Idee gekommen: wenn ich zwischen den beiden Gehegen ein Stück als Freilauf nutze (der Teil ist von unten komplett in Beton eingefasst also buddelsicher), kann ich dann die Gruppen abwechselnd dort laufen lassen oder ist das zu viel Stress, weil sie es immer wieder aufs Neue als ihr Revier markieren wollen?



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