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Schock und Streiterei auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 08:56

Schock und Streiterei


Hallo!

Ich bin neu hier und habe gleich mal ein paar Fragen.
Wir besitzen 2 Kaninchenmänner (Brüder, kastriert, 7 Jahre), die schon immer bei uns leben. Die beiden sind eigentlich ein Herz und eine Seele.

Nun ist vor drei Tagen abends irgendwas passiert, was den einen Hasen, Willi, wohl zu Tode erschreckt hat. Ich habe das erst unterschätzt (ich bin jetzt kein echter Kaninchenexperte, das sind meinen ersten Hasen), dann aber bemerkt, dass es ihm wirklich schlecht geht. Am Tag danach war er, obwohl völlig unverletzt, apatisch und ganz verstört. Er ist nur dagesessen, hat nicht gefressen und es ging ihm sichtbar schlecht. Ich habe mich dann informiert, Ta angerufen, und gesagt bekommen, wie schlimm so ein Schock sein kann und dass man jetzt eigentlich nicht mehr viel machen kann außer Daumendrücken und schauen, dass er frisst.
Naja, mit ein bisschen nachhelfen und gut zureden, haben wir dann dazu bekommen doch das ein oder andere Löwenzahnblatt zu verzehren, was ihm sichtlich gutgetan hat. Gestern ging es ihm schon deutlich besser, er war wieder deutlich aktiver, hat sich geputzt, etwas mehr gefressen (aber immer noch nicht normal). Heute scheint es ihm noch besser zu gehen, aber ganz der alte ist er noch nicht.

Und jetzt meine zwei Fragen:
1. Ist es normal, dass ein Schock so lange andauert? Eigentlich ist er ein frecher, selbstbewusster Hase, der vor nichts Angst hat...

2. Sein Bruder Bertl ist eigentlich sein bester (und einziger) Freund, die beiden sind wirklich sehr harmonisch, allerdings ist Willi normalerweise der Chef. Seit dem Vorfall ist Bertl aber furchtbar böse zu Willi, geht gezielt auf ihn los und jagt ihn. Andererseits sitzen sie morgens beim rauslassen wieder wie immer zusammengekuschelt im Stall...
Ist das normal? Bleibt das so?

Vielen Dank für eure Hilfe



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 09:04

Herzlich willkommen hier im Forum .
Zu allererst solltest du dir dringend einen TA suchen der nicht so verantwortungslos hohle Ferndiagnosen stellt! Du brauchst jemand, der auf kleine Heimtiere spezialisiert ist.
Ob es ein Schock war, kann man definitiv nicht wissen, wenn man den Auslöser nicht weiß. Wahrscheinlicher ist ein gesundheitliches Problem wie ein Verdauungsstörung (Verstopfung oder Aufgasung), genauso können sonstige Schmerzen etc. ein Kaninchen so wirken lassen.
Wichtig ist dann aber, dass sehr zeitnah ein TA (Tierarzt) aufgesucht wird um das Kaninchen richtig untersuchen zu lassen um handeln zu können. Bei nichtsmachen ist die Wahrscheinlichkeit eines qualvollen leisen Ablebens sehr groß.
Auch dass dass andere Kaninchen agressiv auf ihn ist ist normal, da kranke Tiere aus der Gruppe gestoßen werden.
Nimm zum TA beide Kaninchen in der Box mit, dann ist der Stress für das Kaninchen etwas leichter und du verhinderst Ärger wegen dem Tierarztgeruch.



__________________

Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html]
Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/
Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/
Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/



Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 09:24

Danke für deine Antwort.

Nein, es war ganz sicher keine Aufgasung o.ä.. Das kenne ich. Außerdem geht es ihm dazu zu gut. Inzwischen frisst er (wenn auch immer noch nicht normal, aber doch ausreichend denke ich), köttelt, wird immer aktiver... Ich denke, er ist definitv auf dem richtigen Weg.
Was mich aber wirklich erschreckt, ist, dass der eine den anderen ständig jagt. Das gab es noch nie. Ich würde mich so gar nicht trauen beide in eine Transportbox zu sperren.
Momentan sind sie im Garten, haben also wirklich viel Platz. Da kann sich Willi schon zurückziehen. Aber nachts im Stall?
Meinst du, es wird wieder besser, wenn Willi wieder richtig fit ist?




CCC CCC ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.04.2016
Beiträge: 155
CCC befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 09:31

Die Jagerei kann durch Krankheiten verursacht werden. Ein krankes Gruppenmitglied ist in der Natur eine Gefahr also wird es vertrieben. Von daher ist das Verhalten von Bertl normal. Wie Gerti schon meinte, such dir einen TA der auf kleine Heimtiere spezialisiert ist und lass Willi mal durchchecken.
Lieber einmal zuoft beim TA als zu wenig.




Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 09:43

Danke, vielleicht sollte ich wirklich um TA fahren... Nur meine Kaninchen hassen Autofahren und werden dabei richtig panisch, alleine erst recht und zusammen in einer Box, wenn der andere gerade so böse ist?? Ich wollte ihm das nicht zumuten, denn ich bin überzeugt, dass es ein Schock war. Nicht, dass ihn die Autofahrt noch umbringt...

Aber jetzt wirkt er eigentlich stabiler, ich glaube ich ruf nochmal beim TA an... danke




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 06.06.2016, 09:46

Zitat:
Zitat von -Luzy- Beitrag anzeigen
Momentan sind sie im Garten, haben also wirklich viel Platz. Da kann sich Willi schon zurückziehen. Aber nachts im Stall?
Meinst du, es wird wieder besser, wenn Willi wieder richtig fit ist?
Wie groß ist denn der "Stall"? Mindestens 4 qm?

Grundsätzlich sollten Kaninchen auch und gerade nachts nie in einen handelsüblichen Stall gesperrt werden da sie dämmerungs-/nachtaktiv sind.

Ich vermute auch eine Krankheit die zu diesem Ungleichgewicht und der daraus folgenden Neustrukturierung der Rangordnung geführt hat.
Daher ist es immens wichtig, dass Willi tierärztlich untersucht wird um eine verborgene Krankheit ausszuschließen.

Wie schon geschrieben, werden kranke Tiere aus der Gruppe gemobbt, im schlimmsten Fall, wenn sie den Bissen (wie bei Dir) nicht entkommen können, auch so schwer verletzt dass sie daran sterben.

Du solltest also jetzt dringend:
1. Mit Willi zum (kaninchenerfahrenen!!) TA und
2. den beiden auch nachts sehr viel mehr Platz geben um Willi zu schützen.

Auch in der Nacht sollte es für Willi Rückzugsmöglichkeiten (mit zwei Ausgängen um eine "Sackgasse" zu verhindern) geben.


Übrigens,eine leichte Aufgasung oder Verstopfung sieht auch der erfahrendste Kaninchenhalter nicht sofort.



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Geändert von Terry (06.06.2016 um 09:48 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 10:01

Ich hab gerade beim TA angerufen und fahr da dann gleich hin. Ich weiß nur nicht, ob ich wirklich beide mitnehmen soll... was letztendlich stressfreier ist...

@ Terry
Ich denke, die beiden haben eigentlich genug Platz. Auch nachts sind es 3-4 qm, das muss eigentlich reichen. Rückzugsmöglichkeiten gibts auch zur Genüge.
Aber ich kann ihnen unmöglich jetzt auf die Schnelle sehr viel mehr Platz nachts anbieten. Das geht einfach nicht.
ich könnte sie nachts ins Haus holen und zB ins Bad sperren, aber ob das das wahre ist? Nachts trennen? aber wahrscheinlich wirds dann noch schlimmer...




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 10:03

Fährst du zu dem selben, der dir diese Seltsame Diagnose am Telefon gestellt hat?



__________________
GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 10:13

Die Diagnose stimmt sicher, das behaupte ich jetzt mal so.
Da war etwas, was ihn sehr erschreckt hat. Ich kenn meine Tiere.
Aber ich will sicher sein, dass sonst nichts ist. Irgendeine Verletzung, die man nicht sieht, naja, einfach auf Nummer sicher gehen halt. Nicht, dass ihn doch irgendein Viech erwischt hat und doch verletzt...
Und mein TA ist gut, ich habe die Hasen ja nicht erst seit gestern. Ich bezeichne mich zwar nicht als Hasen-Experte, aber ein bisschen kann ich das schon beurteilen.




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 10:14

Na dann - bin gespannt was raus kommt.



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Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 11:17

Es ist nichts herausgekommen, was ja schon mal nicht schlecht ist.
Außer, dass er eine ganz kleine Verletzung am Auge hat...
Aber so geht es ihm ganz gut, Verdauung passt, Schleimhäute, Temperatur auch, Zähne ok. Magen war zwar nur mäßig gefüllt, aber immerhin.
Augegast ist er definitiv nicht, war er auch nicht.
Was genau passiert ist, kann man jetzt jedenfalls so nicht mehr feststellen.

Ich habe beide Hasen mitgenommen (ich hab mir gedacht, wenn sie streiten, dann merk ich das gleich und kann den einen da lassen. Sie waren sehr reidlich und froh nicht alleine zu sein, beide. Jetzt im Garten sind sie auch friedlicher als vorher, vielleicht bleibts ja so...



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 11:51

Das hört sich zum Glück ganz gut an!
Normalerweise streiten Kaninchen in einer Transportbox auf dem Weg zum TA auch gar nicht, weil es für beide eine Ausnahmesituation ist und sie doch ganz froh nicht alleine zu sein!
Es wär wirklich schön, wenn die beiden sich jetzt einfach wieder besser vertragen, vielleicht war der gemeinsame Ausflug gar nicht schlecht



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Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.06.2016, 12:04

Ja, ich hoffe auch, bei Pferden klappt das ja auch. Und bislang waren sie wirklich immer ein Herz und eine Seele, all die Jahre lang. Wäre wirklich schade...
Ich warte jetzt einfach mal ab und wiege den Kerl brav jeden Tag, damit ich merke, wie viel er denn tatsächlich frisst.
Danke



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Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2016
Beiträge: 8
-Luzy- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.06.2016, 09:36

Hallo,

Ich wollte nur mal kurz einem kurzen Bericht liefern, wie es weiter gegangen ist. Falls es jemanden interessiert...

Also, es hat lange gedauert, aber Willi ist jetzt fast wieder der alte, zum Glück.

Die erste Woche war seltsam. Er war wirklich total verschüchtert, saß entweder still und teilnahmslos herum oder reagierte total panisch. Gefressen hat er anfangs so gut wie gar nicht, dann zumindest, wenn man ihn immer wieder etwas hingelegt und quasi erinnert hat. So als würde er in seinem Schock das Fressen einfach vergessen. In dieser Woche hat er auch ordentlich Gewicht verloren.
Doch es wurde, ganz langsam, von Tag zu Tag besser. Jetzt ist es 2 Wochen her, und er ist weitgehend der Alte. Er traut sich wieder auf die offenen Wiese, grast wieder, frisst von alleine, nimmt wieder zu und verhält sich wieder ziemlich normal. Das Verhältnis zu seinem Bruder ist noch immer nicht so, wie es war. Immernoch ist der Bruder der Boss (das war vorher anders), aber er jagt Willi nicht mehr so brutal, eigentlich nur noch beim Fressen ein bisschen. Ich habe die beiden auch schon wieder beim Kuscheln erwischt.

Euch allen nochmal viele Dank für eure Hilfe!



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