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Tumor Erfahrungen oder RatHallo alle zusammen! Vielleicht hat der ein oder andere meinen Beitrag über die große Wunde am Hinterbein unseres 10 jährigen Zwergwidders Charly gelesen. Ich weiß nicht ob man hier verlinken darf, deswegen lass ich es mal wieder. 2 Tage nachdem ich den Beitrag geschrieben hatte, waren wir wieder beim Tierarzt und es stellte sich eine komplett neue Lage heraus. Unter dem dichten fell, und für uns zuerst als Eiter und Gelenk getarnt, hatte sich ein Tumor entwickelt, der wohl auch die Ursache für die Wunde war. Der liebevoll "Ei" genanne Tumor wurde durch Gewebeproben bestätigt. Da Charly bereits so alt ist, dass die große OP vielleicht zu viel für ihn ist, und man bei der größe und Lage des Tumors das komplette Hinterbein hätte abnehmen müssen und die Möglichkeit von gestreuten Tumoren besteht, haben uns 2 Ärtze geraten ihm eine schöne Zeit zu machen und wenn es so weit ist ihn zu erlösen. Wir haben genau das getan. Und so geht es ihm wunderbar. Er spielt und tobt und frisst und köttelt... alles gut so weit. Er ist richtig fit. Leider ist die komplette Haut auf dem Tumor (und somit knapp 1/3 des gesamten Hinterbeins) kurz nach der Diagnose abgegangen. Er hat also eine riesige, offene, Stelle, die wir täglich Versorgen. Zusätzlich bekommt er weiterhin Baytrill und Metacam um das ganze im Griff zu halten. Übers Wochenende war die gesamte Wunde zum ersten Mal komlett zugekrustet, was für uns als Anblick mal ganz schön war da es nicht so blutete ![]() Darunter hatte sich allerdings leider Eiter gebildet. ![]() Also gings heute wieder zum Tierarzt. Und der hatte schlechte Nachrichten. ![]() Das Beinchen stirbt ab. Er fühlt schon nichts mehr im Füßchen. Der Artzt hat uns gefragt ob wir nicht vielleicht doch noch einmal über die Operation nachdenken wollen. Er meinte, dass es mit dem Bein jetzt immer schlimmer werde und völlig im Wiederspruch zu dem steht wie es Charly sonst so geht und er sich verhält. So könnten wir ihm zumindest noch eine Chance geben, denn wenn wir es so lassen wie es ist geht es nicht mehr lange gut. Allerdings ist natürlich 1. nicht klar ob er die Operation übersteht, 2. ob der Krebs nicht schon gestreut hat, 3. ob es ihm tatsächlich danach gut geht und er klar kommt ohne Hinterbein (er ist ja schon etwas betagter) Wir sind jetzt völlig hin und her gerissen. Eigentlich hatten wir uns ja bereits gegen die Operation entschieden und dachten es geht ihm irgendwann sichtlich schlechter und dann lassen wir ihn einschläfern. Jetzt ist er immernoch der kleine Frechdachs, der gerne kuschelt und den ganzen Tag alles auf den Kopf stellt und einfach keine ersichtlichen Anzeichen zeigt dass es ihm schlecht geht (außer wenn man ihm Eiter aus Wunden drückt) Ich will ihn weder unnötig quälen noch zu früh aufeben ![]() Hat vielleicht irgendjemand Erfahrungswerte? Ich weiß das ist schon eher unwahrscheinlich aber ich bin so verzweifelt.
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