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Kieferabzess/ Ich weiss nicht mehr weiter :(Hallo an alle, bis jetzt war ich nur ein stiller mitleser in diesem forum und muss sagen, ich finde dieses forum wirklich spitze warum ich mich nun angemeldet habe und nun meinen ersten Beitrag verfasse, hat leider traurige gründe... ersteinmal ein paar infos, ich habe insgesamt 3 Kaninchen, 2 Männchen, 1 Weibchen, die bei mir zuhause ein zimmer in beschlag nehmen. bisheriger Krankheitsverlauf: ende Dezember 2015 stellte ich plötzlich fest, das mein ältestes männchen/Paul/ca 3 Jahre plötzlich den kopf schief hielt. nachdem ich in der Vergangenheit schon einmal diesen fall hatte und das betroffene Kaninchen damals innerhalb von ein paar stunden gestorben ist, habe ich es sofort eingepackt und bin zum nächsten Tierarzt gefahren. dort wurde Paul gründlich untersucht und ihm wurden Backenzähne abgeschliffen, da man vermutete dass er durch die scharfen kannten , die er scheinbar hatte , sich die mundschleimhaut verletzt hatte. ich bekam Schmerzmittel mit und sollte ihn beobachten. der Tierarzt damals war guter dinge, dass es sich nur um eine kleine Verletzung in der Mundhöhle Handelt und er den kopf nur schief hält weil der zahn an die Schleimhäute gerieben hat. leider verschlimmerte sich innerhalb ein paar tagen die Situation, an der betroffenen seite quoll das Auge richtig aus der Augenhöhle und ich bin sofort wieder zum Tierarzt. dieser meinte man müsse das Auge sofort entfernen , da auf diesem ein unheimlicher druck sei und dies große schmerzen für das tier bedeutet. ich war natürlich geschockt, mein Paul mit nur einem Auge, konnte ich mir kaum vorstellen. der Arzt vermutete einen Abszess hinter dem Auge, der das Auge aus der Augenhöhle drückt. das Auge wurde entfernt, einen Abszess dahinter fand man jedoch nicht, kein eiter gar nichts. der kleine steckte die op so weit ganz gut weg und gewöhnte sich schnell daran sich mit nur einem Auge zurecht zu finden. nach einigen tagen, kam jedoch eiter aus der wunde. die Tierärztin vermutete, dass sich die wunde entzündet hatte, es wurde mit Antibiotika behandelt und die wunde täglich gespült. die Tierärztin erklärte mir ,dass dies nicht so selten sei und eigentlich durch die Antibiotika Behandlung rasch wieder verschwinden sollte. ich spülte daheim die wunde so gut wie möglich, leider war keine Besserung in Sicht. beim nächsten tierarztbesuch, machte mir die Tierärztin klar, dass es sich wohl doch nicht nur um eine entzündete wunde handle sondern wohl ein zahnproblem dahinter stecken würde. dies würde man bei Kaninchen sehr selten erfolgreich behandeln können und sie legte mir nahe den kleinen einzuschläfern da sie mir auch nicht noch weitere kosten zumuten wollte und es gut sein könne dass ich den kleinen dann trotzdem einschläfern letztendlich einschläfern lassen müsse. ich war absolut geschockt!! eine Woche davor wurde mir gesagt nur die wunde sei entzündet und nun solle ich ihn direkt einschläfern? es war einen tag vor weihnachten, der kleine machte einen guten Eindruck, einschläfern kam für mich nicht in frage. ich habe daraufhin den Tierarzt gewechselt, und der neue Tierarzt meinte, dass ein zahnproblem nicht gleich ein Todesurteil sein muss, solange der kleine keine schmerzen hat und weiterhin fit und lebendig ist, frisst und so weiter solle man ihm am leben lassen. es wurde das Antibiotika gewechselt , auch welches ich nach dem spülen in die wunde eingab und es schien als würde es sich bessern. die wunde am Auge eiterte nicht mehr ganz so dolle aber der eiter verschwand leider nicht komplett. irgendwann stellte sich heraus, dass der eiter sich ein wenig weiter unten ansammelt, die abzesshöhle wurde also aufgeschnitten, weiterhin spülte ich jeden tag, was soweit auch alles gut klappte und der kleine mann sich auch gut gefallen lies. meine neue Tierärztin meinte, dass der eiter unter umständen von noch nicht aufgelösten Faden verursacht werden könnte, oder eben durch die zähne. aber das,dass soweit eigentlich gut im griff gehalten werden könne und es sich ja auch nicht verschlimmere. man solle sich überlegen ob man ihn in naher Zukunft in Narkose legen sollte und der Ursache auf den Grund gehen möchte. eine Woche später stellte ich leider fest, dass auch am Unterkiefer ein knubbel tastbar ist, der kleine wurde unter Narkose gelegt, geröntgt, der Abszess wurde geöffnet, massenhaft eiter, auch die wunde am auge wurde geöffnet, es ließ sich jedoch kein faden oder ähnliches finden. das Röntgenbild schaffte Klarheit, was ich inzwischen aber schon längst vermutete, die zähne sind schuld an der ganze Misere. im Oberkiefer haben sich die Zahnwurzeln nach oben ausgebreitet und im Unterkiefer ist es ähnlich. Die zähne konnten wohl leider nicht gezogen werden, weil der Kiefer dadurch instabil würde und es auch schlicht nicht machbar wäre, da man an die zähne nicht gut genug dran kommen würde. seit dem hat sich eigentlich nichts verändert ich spüle seit Dezember nun die inzwischen minimal Öffnung am auge/bzw da wo einmal ein Auge war. es kommt inzwischen nur noch minimal eiter raus, aber er ist eben auch nicht komplett verschwunden. am unterkiefer sieht das ganze schlimmer aus, jeden tag kam dort ordentlich eiter aus, und auch weiter vorne ist es wieder etwas dicker geworden. bis jetzt habe ich einfach jeden tag gespült bin einmal in der Woche zum Tierarzt zur Kontrolle und zum Nachschub für Spüllösung und so weiter. natürlich frag ich mich schon seit längerer zeit, wie lange das noch gehen soll, ob es für das tier nicht eine unheimliche quälerei ist, jeden tag spülen, einmal in der Woche zum Tierarzt etc. dazu kommt noch dass ich die Kaninchen trennen musste, da der kleine ja ständig nach Medikamenten und spüllösung riecht und das andere Männchen wohl auch mitbekommen hat, dass er ein wenig angeschlagen ist. wurde er nur noch gejagt von dem anderen Männchen, sodass ich den jüngeren ersteinmal alleine setzen musste... dies ist natürlich auf dauen auch keine Lösung, aber leider geht es momentan nicht anders... gestern musste ich dann feststellen, dass es nun am hals ganz dick ist und auch, dass beim spülen die flüßigkeit nicht mehr wirklich aus der wunde kommt. es scheint sich inzwischen alles richtig hals abzusetzen, was ein spülen schwierig macht.ich war heute beim Tierarzt und der schnitt den großen knibble unter örtlicher Betäubung auf und meine Befürchtung bewahrheitete sich, es kam der ganze eiter der oben nicht mehr auffindbar war jetzt am hals raus. meine Tierärztin meinte, dass sich der eiter wahrscheinlich immer weiter nach unten absetzt und ich bin inzwischen nur noch ohnmächtig, weil ich einfach nicht mehr weiss was ich machen soll. dass der kleine keine sonderlich großen heilungschancen mehr hat, war mir inzwischen klar, jedoch habe ich die ganze zeit gehofft das ganze halbwegs im griff zu halten und ihm weiterhin ein schönes leben zu ermöglichen. inzwischen bin ich mir jedoch unsicher ob es nicht einfach nur noch eine große Qual für ihn ist, und ich ihn nicht besser erlösen sollte. ich merke dass die ganze spülerei ihn belastet, er lässt es mit sich machen, aber ich fühl mich währenddessen immer schlecht und denk mir oh Gott der arme kleine Kerl. ich habe mit der Tierärztin heute auch nocheinmal gesprochen und ihr meine Zweifel mitgeteilt, sie sagte mir, dass sie anfangs auch großer Hoffnung gewesen sei, dass man das ganze heilen bzw im griff halten könne, es jedoch in den letzen Wochen immer schlimmer wird und sich ständig neue abzesskapseln bilden. ich möchte nicht jede Woche eine neue abzesshöhle aufschneiden lassen müssen und weiss inzwischen wirklich nicht mehr weiter. sie meinte letztendlich wäre es meine Entscheidung und ich könne am besten beurteilen, was für eine Lebensqualität der kleine noch habe. ich habe sie gefragt, was sie machen würde wenn es ihr Kaninchen wäre und sie meinte, dass sie niemand wäre der leicht aufgebe, aber sie es in diesem fall tun würde, da es bis jetzt leider keinerlei Besserung gebracht habe, im Gegenteil es in den letzten Wochen immer schlechter gehen würde... ich bin jetzt natürlich fix und fertig und hadere mit mir selbst was ich nun tun soll, ich will den kleinen auf keinen fall maltretieren und ich habe langsam das Gefühl, dass ihm die ganze spülerei etc reicht. für mich persönlich ist die ganze Sache natürlich auch sehr belastend weil man sich ständig sorgen macht und es auch kein schönes Gefühl ist wenn man weiss dass man ihn jeden tag "ärgern" muss... bis jetzt war ich der Meinung dass er trotzdem noch ein halbwegs qualitatives leben führt aber inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher. ich gebe ihm inzwischen täglich eine kleine Dosis metacam weil ich vermeiden möchte dass er schmerzen hat, er frisst weiterhin ganz normal, allerdings ist mir aufgefallen, dass er inzwischen viel mehr sitzt und ich ihn nicht mehr hingefläzt irgendwo liegen sehe... wisst ihr ob das ein Anzeichen für schmerzen ist, oder was dies zu bedeuten hat? ich brauche dringend euren rat, wart ihr schon einmal in der selben Situation wie ich ? was habt ihr gemacht, was würdet ihr in meiner Situation machen ? kennt vielleicht jemand einen richtig guten Tierarzt in diesem belangen im Raum mannheim/heidelberg? sorry für diesen elend langen text, aber ich weiß mir echt nicht mehr anders zu helfen.
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| Also ich kann dir nur raten Knuffelchen an zu schreiben ![]() Die hat hier, leider, recht viel erfahrung in sachen Kieferabszess. Alles gute für den kleinen
__________________ Liebe Grüße von den Stupsnasenhasen "Was heißt 'zähmen'?", fragte der kleine Prinz. "Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet: sich 'vertraut machen'." (Antoine de Saint-Exupéry) Unser Thread: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/39782-feh-felino.html www.seelentroesterchen.npage.de
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| Knuffelchen ist schon da! Kieferabszesse verfolgen mich seit 4 Jahren. Aber dein Fall hört sich echt heftig an. Ich würde zu der, von marinahexe empfohlenen, Klinik gehen und Paul dort vorstellen. Ich denke, die können dir eine realistische Einschätzung geben. Ich habe selbst hier meinen Mäxli , der kam 2013 mit 3 Kieferabszessen zu mir. Er wurde insgesamt 9 mal operiert, weil ich immer dachte, das wars jetzt. Nach der 8. OP hatte er auch 14 Monate Ruhe und konnte sein Leben genießen, dann gings im Januar wieder los. Er bekam einen ganz neuen Abszess am Unterkiefer und der ist beim Zähne ziehen gebrochen. Eigentlich wollte ich ja, dass der TA ihn noch währen der OP einschläfert, falls der Kiefer bricht aber der hat das nicht gemacht. Es ist alles verheilt, aber Mäxli kann seither nicht mehr selbständig fressen, d.h. ich muss ihn täglich 4 x päppeln. In der Zwischenzeit tendiere ich, wenn die Chancen auf Besserung sehr klein sind, zum Einschläfern. Aber ich würde auf jeden Fall noch die Meinung der Tierklinik einholen. Alles Liebe euch edit: Bei Mäxli habe ich immer von unten nach oben gespült, d.h. die Wunde wurde von der Maulhöhle nach außen offen gehalten und ich setzte außen am Unterkiefer an, so dass die Spülflüssigkeit durchs Mäulchen wieder rauskam. Dazu muss man aber den kopf nach unten halten, damit sich das Tier nicht verschlucken kann. Es ist ein etwas komplizierte Prozedur.
__________________ Geändert von knuffelchen (06.04.2016 um 11:12 Uhr).
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Vielen Dank an alleAlso erstmal danke , für die schnellen Rückmeldungen. es stimmt definitiv, ein Röntgenbild hätte ich schon viel früher einfordern müssen um absolute Klarheit zu habe. die zähne wurden bis jetzt bei jeder Narkose noch einmal geschliffen, das problem sind leider diese dummen Zahnwurzeln :muss: von penicillin habe ich auch schon mehrmals gelesen, meine Tierärztin wollte dies allerdings nicht geben. ich habe zu dem Zeitpunkt cleorobe von ihr bekommen, der erfolg war leider mäßig ![]() da in der Praxis in der ich jetzt war zwei Tierärztinnen sind, habe ich mich bis jetzt dort immer sehr gut aufgehoben gefühlt, und auch immer gleich 2 Meinungen zu dem Thema bekommen. ich habe jetzt dennoch bei der Tierklinik einen Termin für Freitag morgen vereinbart und bin sehr gespannt was dort rauskommt. man bat mich unterlagen mitzubringen , und ich fühle mich ganz unwohl von meiner Tierärztin die unterlagen zu verlangen... als würde ich ihr nicht vertrauen oder ihre Kompetenzen in frage stellen... ich hoffe sie nimmt es mir nicht übel... @knuffelchen, spülen durchs Mäulchen geht schlecht, da der Abszess inzwischen nur noch eine minimal Öffnung in den Mund hat... ich denke wenn mir nun ein weiterer Tierarzt eine schlechte Prognose stellt, werde ich mich auch dagelegen entscheiden weiter herum zu doktern und ihn in ruhe seine letzten tage/wochen lassen und ihn dann wenn ich merke dass es nicht mehr geht erlösen. aber wer weiss vielleicht gibt es ja doch noch eine chance auf eine Verbesserung... die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ... danke an alle für die Ratschläge und tipps!
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