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Tod des Kaninchens nimmt mich sehr mit auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.01.2016, 19:06

Tod des Kaninchens nimmt mich sehr mit


Noch immer kann ich nicht verstehen, warum mein Kaninchen gestorben ist. Das Ganze ist zwar schon am 15. Oktober letzten Jahres passiert, nimmt mich aber noch sehr mit. Weihnachten war deswegen ziemlich trostlos und den Jahreswechsel habe ich deshalb auch nicht gefeiert. Weiterhin habe ich manchmal Alpträume, wo das Kaninchen sich bitterlich beklagt, dass ich für seinen Tod verantwortlich bin und ich es auf dem Gewissen habe.

Ich habe sie Ende April letzten Jahres von einer Familie gekauft, die sie in der Wohnung gehalten hat. Sie wurde im Oktober 2013 geboren und war ein weißes Widderkaninchen mit ein paar braunen Punkten auf der Nase und um die Augen. Zudem hatte sie braune Ohren. Die Mutter hat gemeint, dass ich mich nicht wundern soll, wenn sie einen aufgeblähten Bauch bekommt, nachdem sie zu viel Gras gegessen hat. Eventuell war dies schon ein Zeichen, das Irgendetwas nicht gestimmt hat.

Die Umstellung nach draußen verlief reibungslos, da es Ende April und über den gesamten Sommer richtig warm wurde. Anfang Mai ging ich mit ihr zur Tierärztin, da sie von meinem kastrierten Rammler öfters besprungen wurde. Es wurde eine Scheinschwangerschaft festgestellt. Zudem wurde festgestellt, dass sie Milben hatte (wahrscheinlich von der Familie zuvor, da meine anderen beiden Kaninchen keine Milben hatten). Die Zähne wurden auch überprüft, der Kot jedoch nicht.

Im Sommer meinten Bekannte, dass sie recht mager sei und man eventuell deswegen zum Tierarzt sollte. Sie spritze jedoch ihren Urin überall hin (sie war eine dominante Häsin) und daher dachte ich, dass es ihr schon gut gehen wird beziehungsweise sie glücklich sein wird, wenn sie dies macht. Ich dachte, dass sie eventuell aufgrund ihrer Erbanlagen dünner ist.

Gras holte ich von einer Wiese in Nähe des Waldes. Hierbei dachte ich nicht groß darüber nach. Eventuell hat sie sich hier etwas geholt. Auf eins bis zwei Fotos finde ich nun, dass sie etwas aufgebläht aussieht. Ich kann jedoch nicht beurteilen, ob sie damals eine Aufgasung hatte. Beim Kot fiel mir nichts auf.

Ende September ging ich für eine Woche in den Urlaub. Als ich am 27. September zurückkam, lag sie völlig relaxt und weit ausgestreckt im Gehege. Damals schien es ihr noch gut zu gehen. Am 02. Oktober lag sie im Käfig und war recht teilnahmslos. Ihr ging daher mit ihr zum Tierarzt. Die Assistent-Tierärztin stellte einen ganz aufgeblähten Bauch und eine Trommelsucht fest. Sie spritze sie und gab Rodicare sowie Dimeticon mit.

Ich machte mir Gedanken, warum sie dies bekommen hat. Am Dienstag zuvor hatte ich verschlafen und die Kaninchen bekamen daher erst Mittags etwas zu essen, statt morgens. Eventuell war dies der Grund. Ich dachte jedoch nie, dass Kaninchen so empfindlich sind.

Die Medikamente wollte sie nicht nehmen, trotz liebevoller Versuche von mir. Sie stampfte mit den Hinterläufen und rannte davon. Aufgrund dessen, dass es ihr viel besser zu gehen schien, ließ ich es. Eventuell war dies ein großer Fehler. Heute bereue ich es sehr.

Die nächste Woche schien es ihr gut zu gehen. Am Sonntag, den 11. Oktober beschäftigte ich mich ein paar Stunden mit den Kaninchen. Hierbei fiel mir nichts auf. Die nächsten beiden Tage (Montag und Dienstag) saß sie in einer Ecke des Geheges, was merkwürdig war, da sie eigentlich das geselligste Tier war. Es ist möglich, dass sie schon damals aufgegast war und ich bereue sehr, dass ich nicht nach ihr geschaut habe. Ich war jedoch selber angeschlagen. Am Mittwoch Mittag lag sie wieder so da. Zwar sah ich dies, jedoch realisierte ich es nicht. Abends schaute ich nach ihr und dort trank sie einiges an Wasser, wirkte jedoch ein wenig schwächlich.

Als sie am Donnerstag immer noch so da saß, ging ich sofort mit ihr zur Tierärztin. Sie stellte eine heftige Unterkühlung fest und meinte, dass sie keine Temperatur reinbekommt (das Thermometer ging bis 31 Grad). Sie spritze sie und legte sie auf ein Wärmekissen. Dies half bedauerlicherweise nicht viel und sie starb dann um 22:00 Uhr (die Ärztin hat ihre Praxis und ihre Wohnung im selben Gebäude). Die Ärztin meinte, dass sie eine heftige Unterkühlung hatte, dies zu Kreislaufversagen führte und letztendlich zum Tod.

Ich war richtig geschockt, als ich es erfuhr. Das ganze Wochenende war ich überaus traurig. Am Montag ging ich in die Praxis und fragte, ob man eine Obduktion machen könnte (hierbei wäre ich bereit gewesen 150,- € zu zahlen). Die Ärztin meinte aber, dass dies nichts mehr bringt und sie sofort nach ihrem Tod hätte eingefroren werden müssen. Meine beiden anderen Kaninchen habe ich komplett durchchecken lassen. Hierbei wurde nichts festgestellt. Nur beim Kot wurde ein leicht erhöhter Anteil an Fadenwurmeiern festgestellt. Laut Tierärztin war dies aber niemals der Todesgrund, da der Anteil dann viel höher hätte sein müssen. Zudem meinte sie, dass sich die beiden Kaninchen ganz prächtig entwickelt hätten.

Seit diesem 15. Oktober beschäftige ich mich jeden Tag mindestens eine Stunde mit meinen Kaninchen (bis auf gestern) und mir fiel nicht das geringste Krankheitszeichen auf. Die Ärztin meinte, dass sie in einem Topzustand seien. Aber dies bringt eben dem verstorbenen Kaninchen nichts mehr.

Könnte der Todesgrund sein, dass sie zwei Tage auf ihr geliebtes Allgäuer Wiesenheu verzichten musste? Meine Mutter kauft diese Säcke immer für ihre Meerschweinen und als der letzte Sack leer war, holte sie erst zwei Tage später Nachschub. Sie hatte aber Karotten und Körner zum Fressen.

Könnte der Todesgrund gewesen sein, dass eventuell die Reste aus dem letzten Sack verunreinigt gewesen sind? Es war etwas viel "Kleinkruscht" auf dem Boden des Sackes. Die anderen Kaninchen fressen zwar auch Heu, aber nicht so viel wie sie gefressen hat.

Könnte der beginnende Fellwechsel eventuell der Todesgrund gewesen sein? Eventuell hat sie etwas an Haaren verschluckt und starb daran. Andererseits hat aber erst nach dem 15. Oktober der Fellwechsel richtig begonnen und die Kaninchen dann richtig zu haaren angefangen. Auch haben sie sich gegenseitig mehr abgeschleckt, als meine Häsin.

Könnte es auch möglich sein, dass mein Kaninchen ein Megacolon-Kaninchen war (siehe >KLICK HIER!< (http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/verdauung-magen-darm/megacolon-syndrom-kaninchen/)?) Mein Kaninchen sah so aus, wie das Kaninchen auf den meisten Bildern. Angeblich werden diese Kaninchen nur zwei Jahre alt, was passen würde.

Mein Bruder meinte zu mir, dass das Kaninchen schon früher Probleme hatte und sehr teilnahmslos war. So spielte er mit ihr und sie wehrte sich überhaupt nicht, als er etwas Stroh auf sie legte. Wahrscheinlich war sie schon zu diesem Zeitpunkt aufgegast. Ein anderes Mal lag sie vor dem Eingang des Geheges und wurde von den anderen beiden Kaninchen "überrannt". Auch damals bewegt sie sich nicht und war wohl auch aufgegast. Irgendwie scheint sie gute Zeiten gehabt zu haben, wie es ihr sehr gut ging. Und dann Zeit, wo sie teilnahmslos war. Mein Bruder kann aber nicht mehr sagen, ob dies vor, während oder nach meinem Urlaub war.

Mir tut es eben leid, dass ich nicht mehr nach ihr geschaut habe. Wahrscheinlich hätte man sie dann retten können. Aber ich dachte nie, dass es ihr so schlecht ging. Zumal es den anderen beiden Kaninchen sehr gut ging beziehungsweise geht.



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.01.2016, 19:16

Ich glaube du solltest einfach nicht mehr darüber nachdenken, dass du schuld gewesen sein könntest!
Als Tierhalter wird man früh oder später mit dem Tod des Tieres konfrontiert und das gehört leider mit dazu. So wie du schreibst glaube ich nicht, dass du den Tod verhindern hättest können. Manche Tiere werden einfach nicht sehr alt, da kann irgend ein Erbfehler dahinterstecken, dass es halt so ist.
Eine Aufgasung kannst du aufgrund von Bildern nicht erkennen. Wenn es auf den Bildern so zu erkennen wäre, wäre es dir auch vom Verhalten sehr deutlich aufgefallen. Nachdem vor dem Tod alles unauffällig war, es wird auch kein Durchfall am Po geklebt haben, hättest du wohl nichts aufhalten können.
Kaninchen sind sowieso Meister im Verstecken von Krankheiten, so dass auch ein sehr erfahrener Tierhalter nicht verschont wird und ein Kaninchen wegen einer akuten Erkrankung den Zustand zu spät merkt und das Tier dann trotz Bemühungen stirbt.
Mir sind dieses Jahr auch einige Tiere verstorben. Teils komplett ohne Krankheitszeichen, eines mit akuter Lungenentzündung. Auch ich denke immer wieder daran aber versuche immer daran zu denken, dass es halt so ist und ich es nicht verhindern konnte und sie ein schönes Leben bei mir hatten. Versuch doch die schönen Momente wieder aufleben zu lassen und dich mit den verbleibenden Tieren abzulenken.



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Kaninchen
 
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Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.01.2016, 19:21

Tut mir leid für dich und dein Kaninchen. Ich gebe zu dass ich nur den ersten Absatz gelesen habe, aber bei der Beschreibung deines Tieres war schon eins klar: es war ein sogenannter Chaplin, ein reinerbiger Schecke. Die Verpaarung von Typschecken, also zwei gescheckten Eltern, ist nach dem Tierschutzgesetz verboten, weil mit einer 25%igen Wahrscheinlichkeit solche Chaplins entstehen. Mit dem Scheckungsgen ist ein sogenannter Letalfaktor verknüpft, sprich er wird mit vererbt. Und wenn ein Tier diesem Faktor von beiden Eltern erbt, entwickelt es das Megacolonsyndrom, eine Missbildung des Darms, die zu solchen von dir beschriebenen Verdauungsstörungen führt und letztlich zu einem frühen Tod. Du kannst nichts dafür und hättest nichts dagegen machen können. Diese Erkrankung ist nicht heilbar. Nur der Züchter hat es in der Hand, solche Tiere nicht entstehen zu lassen, und den Leuten ist ein Vorwurf zu machen, dass sie nicht nur kranke Tiere züchten, sondern wissentlich abgeben mit verharmlosenden Erklärungen statt umfassender Aufklärung.




Benutzerbild von Skippy170609
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.12.2009
Beiträge: 1.374
Skippy170609 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.01.2016, 11:59

Hallo,

ich kann gut nachfühlen, wie du dich fühlst. Meine Bambi ist am 19.12. um 18:00 Uhr mit gerade mal 13 Monaten über die Regenbogenbrücke gehoppelt. Nach 24 Stunden hoffen und bangen und einer schlaflosen Nacht ist sie auf dem Weg in die TK (das wäre der 3. Besuch gewesen) gestorben Natürlich fragt man sich im Nachhinein, ob man irgendwas falsch gemacht hat, ob sie dann evtl. noch leben könnten. Aber diese Frage kann einem keiner Beantworten. Im Nachhinein denke ich auch, dass es besser gewesen wäre, wenn ich Bambi morgens, als ich nochmal in der TK war, einschläfern lassen hätte. Dann hätte ich mir aber auch wiederum Vorwürfe gemacht, ob sie es vielleicht auch hätte schaffen können.

Für mich war Weihnachten deshalb auch ein sehr trauriges Fest. Aber wir müssen versuchen nach vorne zu schauen. Unsere Süßen würden nicht wollen, dass wir in Trauer versinken.

LG
Melanie



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2016, 19:40

Hallo,

lieben Dank für die Antworten. Dies war sehr nett. Danke!

Dies mit Bambi tut mir natürlich sehr leid. Es ist immer schlimm ein Kaninchen zu verlieren. Und kurz vor Weihnachten muss es dann besonders schlimm sein.

Das Ganze beschäftigt mich schon, da sie ja ein Lebewesen war und nur 23 Monate alt wurde (für ein Kaninchen ist dies absolut kein Alter). Sie war ein überaus liebes und sehr intelligentes Kaninchen. Daher tut der Verlust besonders weh.

Noch heute kann ich nicht verstehen, warum sie plötzlich gestorben ist und bin eben sehr traurig. Eventuell hatte sie doch das Megacolon Syndrom. Jedenfalls mache ich mir schon große Vorwürfe, dass ich es nicht gesehen habe und dann nicht gehandelt habe.

Ich habe für sie hier ein Album angelegt, da mit man sehen kann, wie sie aussah. Hier ist es: http://www.kaninchenforum.de/members/hochseefischer-albums-ida.html

Danke nochmals für die Antworten und alles Gute.

Mit besten Grüßen,




Benutzerbild von Nathi
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.07.2014
Beiträge: 763
Nathi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Nathi eine Nachricht über Skype™ schicken
Geschrieben am 20.01.2016, 22:16

Hallo!

Das war eindeutig ein Chaplin, ich hatte auch so einen Fall... da kann man nichts machen, wie Angora-Angy schon sagte, es ist unheilbar. Auch wenn du es gewusst hättest, hättest du nichts dagegen tun können, nur eventuell mit Sab einwenig hinauszögern. Tut mir leid, ich weiss wie das ist. Ich war bei 3 versch. Tierärtzen mir ihm und nimand wusste das es ein Chaplin ist.



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Sämtliche Rechtschreibfehler sind mein geistiges Eigentum, dienen der allgemeinen Belustigung und sind gewollt.



Benutzerbild von Stephanie P.
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2015
Beiträge: 405
Stephanie P. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2016, 19:37

Mein Beileid!

So eine süße Maus, das tut mir so leid für dich!
Fühle Dich gedrückt und getröstet, es war mit Sicheheit nicht deine Schuld.

Stephanie



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"... Die ganze Welt wird dein Feind sein, Fürst mit tausendfachen Feinden, und wann immer sie dich fangen, werden sie dich töten.
Aber zuerst müssen sie dich fangen, Gräber, Lauscher, Läufer, Fürst der schnellen Warnung. Sei schlau und voller Listen, und dein Volk wird niemals vernichtet werden."

aus: Watership Down (Unten am Fluss) von Richard Adams

(\_/) This is Bunny. Copy Bunny into your
(0.0) signature to help him on his way to
(> <) world domination!



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.06.2014
Beiträge: 62
Hochseefischer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.01.2016, 18:05

Hallo,

ich bedanke mich für die Antworten und für das Mitgefühl. Dies war nett. Danke!

Ja, Ida war ein ganz besonderes Kaninchen. Vom Aussehen war sie schon süß und schnucklig. Aber auch vom Charakter war sie ganz wunderbar. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht an sie denke. Generell tut mir dies sehr weh. So versuche ich jedem meiner Kaninchen ein möglichst schönes, langes und glückliches Leben zu ermöglichen. Wenn dann das Kaninchen so toll war, tut es ganz besonders weh.

Es tut mir sehr leid, dass Nathi die selbe Erfahrung machen musste. Dies wünsche ich keinem.

Ich bedanke mich nochmals für die Mühe und wünsche ein schönes Wochenende.

Mit besten Grüßen,



 
 
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