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Kaninchen Vermittlung als Hobby auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 03.10.2014
Beiträge: 14
Tamara200 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 12:41

Kaninchen Vermittlung als Hobby


Hallo Leute,
ich wollte euch mal nach euer Meinung Fragen und wissen, was ihr von meiner Idee haltet

Ich liebe Kaninchen und Meerschweinchen mehr als alles andere und so tut es mir immer wieder leid zu sehen, wie viele Besitzer ihre Tiere einfach im Tierheim absetzen ohne ein richtiges Zuhause zu suchen.

Deswegen hatte ich die Idee, dass ich die Tiere von Leuten aufnehme und mich selbst um ein schönes zuhause kümmere, wenn die Besitzer keine Lust/Zeit haben dies zu tun und sie nicht einfach im Tierheim landen sondern die Chance auf ein zweites Leben haben

An Fischfutter komme ich immer billig ran und auch Stroh und Heu bekomme ich von einem nahelegenden Bauer. Das einzige was ich nicht billiger bekomme ist einstreu aber daran wird es nicht scheitern. Ich habe den Platz, das Geld und die Zeit um für die Tiere ein neues Zuhause zu finden.

Jetzt wollte ich mal fragen ob ihr die Idee gut findet.



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Benutzerbild von SilversWacht
Kaninchen
 
Registriert seit: 27.04.2014
Beiträge: 2.964
SilversWacht befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 13:15

Es gibt viele private Pflegestellen die genau dieses Konzept haben.

Du musst neben Futter, Platz und Einstreu aber auch den ärztlichen Aspekt betrachten. Die Tiere sollten vor der Weitervermittlung unbedingt ärztlich untersucht werden, evtl geimpft und ganz wichtig: Gute Oflegestellen geben Männchen nur kastriert ab. Die wenigsten Besitzer die in dein oben genanntes Schema fallen, die denen es nur zweitrangig ist, wo die Tiere hinkommen die haben in den seltesten Fällen kastrierte Tiere.

Auch als Pflegestelle sollte jedes Tier ausreichend Platz haben und nicht im Käfig sitzen. Viele Tierheime sind überfüllt und müssen die Tiere in Käfigen unterbringen.

So ne Pflegestelle ist eine riesen Verantwortung. Aber jeder fängt mal klein an.

Edit: Fang aber bitte erst damit an, wenn du einen Autoführerschein hast.
In deinen jungen Jahren ist das noch keine so gute Idee...



__________________
Nele Milka Milly Lio
Summer Sunai Zsa Zsa Georgie Paula

In Erinnerung an
Luna, Silver, Jumbo, Lilly, Perci, Ignaz, Edward, Donna, Sunny, Fritz und Klopfer

Lieber ein kastriertes, als ein einsames Leben.



Ninchen
 
Registriert seit: 03.10.2014
Beiträge: 14
Tamara200 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 13:21

Ja an Futter komme ich sehr leicht ( ich bekomme immer mehr als genug geschenkt ) , genug Platz habe ich auch und Einstreu kann man ja kaufen. Wir haben eine sehr gute Tierärztin die sehr wenig verlang daher sind die Tierarzt kosten auch nicht so schlimm ( und fals doch was ist das Geld haben wir )

Natürlich würden die Kaninchen dann nicht im Käfig landen, ich bin eigentlich strickt gegen Käfighaltung und setze lieber auf Freilaufhaltung, da es den Tieren dort auch besser geht

Ich will auch nicht jedes Tier aufnehmen und auch kein Geschäft oder so mit den Tieren machen, ich will einfach nur den Tieren eine zweite Chance geben und ihnen ein schönes Leben ermöglichen.




Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 13:39

Die Tiere zu vermitteln ist nicht einfach, selbst wenn sie gesund sind. Viele Pflegestellen sind in Vereinen, da diese die Plattformen haben um die Tiere in Vermittlungsanzeigen vorzustellen.

Die Kosten darf man auf keinen Fall außer acht lassen. Ein Tier braucht nur mal eine Bauchgeschichte, ggf mit OP oder deinen Bruch mit OP zu haben, das geht in den dreistelligen Bereich.

Was mich abhalten würde, wäre, nicht persönlich nehmen, deine Minderjährigkeit, denn du bist somit noch nicht voll Geschäfts- und Handlungsfähig.Ergo müssten das deine Eltern machen.



Ich finde das ganz interessant
http://www.wir-fuer-tiere.org/pflegestelle-werden/



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Liebe Grüße Heike



Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 17.083
LuLu03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 13:43

Ernsthaft.

Du bist 14
Deine Engagement in allen Ehren, vielleicht solltest du erst einmal in Pflegestellen aushelfen bevor du dich in irgendwas stürzt.
Ich glaube du unterschätzt das ganze finanziell und auch emotional.



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Benutzerbild von Toflolesa
Kaninchen
 
Registriert seit: 15.01.2015
Beiträge: 3.557
Toflolesa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 13:50

Schön, dass du so denkst und helfen möchtest.

ABER.....

Was sagen denn deine Eltern dazu?

Stehen die zu 100% hinter dieser Idee und wollen das auch? Sind sie bereit dafür finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen?

Denn ohne deine Eltern wirst du das ja nicht schaffen können. Und wenn du dich mal bei den Notfällen und Kleinanzeigen umschaust. Es sind ganz oft unkastrierte Rammler oder kränkliche Tiere, die da abgegeben werden.

Mein Ta verlangt auch nicht viel für die Kastra, aber 40€ muss ich da auch hinlegen. Plus die Kotuntersuchung, die immer Pflicht sein sollte ... sind schon mal 50-60€ weg. Und da darf das Tier noch Nichts haben und gegen irgend etwas behandelt werden....

Dann musst du sicherstellen können, das unkastrierte Rammler niemals Kontakt zu den Mädels bekommen können. Mit handelsüblichen Gitterelementen ist es da nicht getan.


Und die Vermittlung in wirklich artgerechte zu Hause ist auch nicht einfach, schon gar nicht wenn man eine angemessene Schutzgebühr verlangt.

Das solltest du vorher auf jeden Fall alles genau mit deinen Eltern besprechen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 03.10.2014
Beiträge: 14
Tamara200 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 13:52

(Ja meine Eltern finden die Idee toll und mein Vater meine auch das ich das gerne machen kann wenn ich mich dann auch um die Tiere kümmere)

Okey genau deswegen habe ich ja auch hier nach eurer Meinung gefragt
eben weil ich mir nicht sicher war ob das eine gute Idee ist.

Ich gebe zu das es nicht die beste Idee ist,aber irgendwie wollte ich den Tieren helfen und hielt das für eine Sinnvolle idee. Ich stimme euch zu das ich wirklich noch etwas jung bin und darüber, das ich noch nicht so wirklich Geschäftsfähig bin im ersten Moment gar nicht nachgedacht habe ( oder nicht dachte das es ein Hinterniss ist ) ich überlasse das wohl doch lieber den Menschen im Tierheim, die wissen besser als ich was sie machen

Trotzdem danke für eure Antworten



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 29.12.2015, 13:56

Hallo Tamara,

schön dass du dich um Tiere kümmern möchtest die eine neue Chance bekommen sollen.

Da du erst 14 Jahre alt bist, gibt es da aber ein grundsätzliches Problem: du darfst, zumindest in Deutschland, keine lebenden Tiere erwerben. Auch nicht von Privat.

Das heißt, dass deine Eltern diejenigen sein müssen, die diese kleine Notstation betreiben.

Sie müssen dafür gerade stehen wenn etwas ist - Tierarztkosten beispielsweise, Kastrations- und Impfkosten sowie die Behandlung der fast immer kranken Tiere. Für eine Eingangsuntersuchung mit Kotprobe musst du mindestens 20 - 25 Euro pro Tier rechnen, und auch die Impfungen schlagen kräftig zu Buche. Dazu noch die Kastration unkastrierter Rammler, da kommen leicht dreistellige Beträge pro Tier zusammen.

Dann musst du auch einigen Aufwand treiben - denn du hast 6 eigene Kaninchen.

Fast alle Abgabekaninchen bringen unerwünschte Mitbewohner mit, meist Kokzidien oder Würmer, teils chronischen Schnupfen. All das ist hoch ansteckend, du brauchst nicht nur ein Quarantänegehege und darfst die Tiere nicht auf dem gleichen Gebiet laufen lassen wie deine eigenen, sondern solltest auch die Kleidung wechseln bevor du zu deinen eigenen Tieren gehst, mindestens die Schuhe - und gründlichst Hände waschen natürlich.

Schnupfer sind besonders problematisch. Sie bedürfen zum einen einer umfassenden Behandlung, zum zweiten sollte man den Haupterreger feststellen und nach Möglichkeit nur zu einem passend erkrankten Tier vermitteln, und man muss den eigenen Bestand vor einer Ansteckung schützen, denn Kaninchenschnupfen ist keine harmlose Erkältung sondern eine meist chronisch verlaufende, schwere Erkrankung deren Komplikationen tödlich enden können wenn man Pech hat.

Ein weiteres problematisches Feld sind die Zahnkaninchen. Die Behandlungen sind aufwändig und teuer, und müssen ein ganzes Leben lang fortgeführt werden.

Und die Vermittlungschancen? Ganz ehrlich - es ist schwer, einen guten Platz zu finden. Du musst also als Pflegestelle damit rechnen, die Tiere monatelang zu betreuen. Bist du sicher, sie dann wieder abgeben zu können? 6 eigene Kaninchen sind für eine 14jährige machbar, aber mehr - auf Dauer?

Sprich all das bitte mit deinen Eltern durch, ob sie bereit sind das Risiko mit zu tragen.

Falls ja, halte die Augen und Ohren offen nach einem Notfellchen in deiner unmittelbaren Nachbarschaft - und versuche zunächst einmal, nur bei der Vermittlung zu helfen. Lass das Tier, falls keine Gefahr für dessen Leben besteht, erst einmal beim Vorbesitzer. Denn man darf es solchen Leuten nicht zu leicht machen ein Tier loszuwerden! Sonst rennen sie in ein paar Wochen in den nächsten Zooladen und kaufen das nächste Tier. Im Tierheim müssen sie normalerweise wenigstens eine Abgabegebühr zahlen, um das inzwischen ungewollte Tier "loszuwerden". Du wirst eine solche Gebühr nicht durchsetzen können, deshalb solltest du den Leuten klar machen dass die Verantwortung weiterhin bei ihnen liegt, und du nur hilfst, ihnen die Verantwortung aber nicht einfach abnimmst.

Und nun? Ein guter Platz muss her. Der muss geprüft werden! Eine persönliche gründliche Vorkontrolle ist unerlässlich. Es gab schon Fälle, wo Leute eine "Vorzeigehaltung" mit wenigen Tieren hatten, und im Hinterhof dann einen Kaninchenknast... billiges "frisches Blut" für die "Zucht"... oder gar Futter für die Schlange oder den Hund... Schutzverträge bieten nur unzureichende Sicherheit. Am Ende kommt es auf die Menschenkenntnis an.

Wie gesagt: an sich ist dein Plan prima, aber du brauchst im Moment noch deine Eltern um ihn durchzuführen. Sprich mit ihnen. Und verschweige ihnen bitte nicht die möglichen Probleme - du wirst über kurz oder lang damit konfrontiert werden und sie damit auch. Nur wenn ihr alle dazu bereit seid, macht es Sinn das Projekt jetzt schon zu starten. Falls nicht, gibt es sicher auch andere Wege um deine Lieblingstiere zu unterstützen.



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 14:02

Zitat:
Zitat von Tamara200 Beitrag anzeigen
(Ja meine Eltern finden die Idee toll und mein Vater meine auch das ich das gerne machen kann wenn ich mich dann auch um die Tiere kümmere)

Okey genau deswegen habe ich ja auch hier nach eurer Meinung gefragt
eben weil ich mir nicht sicher war ob das eine gute Idee ist.

Ich gebe zu das es nicht die beste Idee ist,aber irgendwie wollte ich den Tieren helfen und hielt das für eine Sinnvolle idee. Ich stimme euch zu das ich wirklich noch etwas jung bin und darüber, das ich noch nicht so wirklich Geschäftsfähig bin im ersten Moment gar nicht nachgedacht habe ( oder nicht dachte das es ein Hinterniss ist ) ich überlasse das wohl doch lieber den Menschen im Tierheim, die wissen besser als ich was sie machen

Trotzdem danke für eure Antworten

Ich finde es toll das du so reagierst und nicht eingeschnappt bist

Wenn du in ein paar Jahren auch noch so denkst und dann Platz und Mittel hast, ist das dann sicher ein von dir lange geplanter Schritt, den du bis dahin mehrfach überlegt hast.



__________________
Liebe Grüße Heike



Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 14:31

Ich finde die Idee super ABER warte damit, bis du 18 bist.
Außerdem kann es dir wie mir ergehen:
Ich habe 2 Abgabetiere aus ebay-Kleinanzeigen zu mir geholt, ohne vorher alles abzuchecken, weil sie mir so leid taten. sie saßen in einem 120 x 60 cm Käfig in einer völlig verrauchten Wohnung.
Und das Rammlerchen entpuppte sich als Horrorzahnkaninchen. Ich musste ihn 7 mal operieren lassen, bis seine Problemebeseitigt waren. Das hat mich locker, mit Nachsorge und Medikamenten, über 2000 Euro gekostet.
Manchmal konnte ich nachts nicht schlafen, weil ich solche Geldsorgen hatte.
Wenn du eine Pflegestelle aufmachst, solltest du auch Sponsoren haben, sonst kann es dich in den Ruin treiben.



__________________



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.11.2015
Beiträge: 142
Cattleya 21 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 15:50

Die Kosten können sehr schnell sehr hoch werden - so teuer wie mancher Hund mit einer schweren Erkrankung. Ich habe für meine Hasis in letzter Zeit weit über 2000 Euro bezahlt. Leider sind sie trotzdem gestorben.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 15:58

Wie die anderen vor mir schon schrieben, ist damit eine sehr große Verantwortung und einiges an Kosten verbunden. Evtl. gibt es aber eine Möglichkeit, damit Du Einblick in eine Pflegestelle bekommst. Je nach dem, wo Du wohnst, könntest Du ein Notfalltier einer Pflegestelle aufnehmen und betreuen. Z.B. 1-2 Kastraten, die ihre Kastrafrist absitzen müssen. Die wären ja soweit gesund, blockieren aber für 5-6 Wochen einen Platz, den ein anderes Notfalltier vielleicht dringender braucht. Es werden auch immer wieder Pflegestellen für trächtige Weibchen gesucht, wo sie in Ruhe ihre Babys zur Welt bringen und großziehen können. Auch Tierheime sind froh, wenn sie trächtige Weibchen in eine Pflegestelle geben können, aus genannten Gründen. Vielleicht wäre das ja was für Dich? So könntest Du schon Erfahrungen sammeln und wächst langsam in die Aufgabe rein.



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Benutzerbild von Sunrise86
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.03.2015
Beiträge: 5.888
Sunrise86 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.12.2015, 16:53

Vielleicht hast du auch direkt die Möglichkeit bei einer Pflegestelle in deiner Nähe mal reinzuschnuppern für einige Wochen.



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Es grüßen Dani, Lilly, Sammy, Pünktchen und Snowie
=)

http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/37678-das-m%E4dchen-die-knutschkugel-%3D.html

" Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort..."



Benutzerbild von Nathi
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.07.2014
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Nathi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Nathi eine Nachricht über Skype™ schicken
Geschrieben am 31.12.2015, 15:14

Ich würde auch sageb das du dich villeicht ehrenamtlich einsetzt Tierheime... Andere Vergabestellen usw. Was ich noch für eine gute Idee finden würde...viele suchen Plätze auf Zeit wegen Umziehn, Urlaub oder Geschäftliche Reisen... Wenn man da nichts findet, kann es auch zu aussetzen bzw abgeben der Tiere führen. Villeicht kann man da ja was machen?



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Sämtliche Rechtschreibfehler sind mein geistiges Eigentum, dienen der allgemeinen Belustigung und sind gewollt.



Benutzerbild von Einhorn09
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Registriert seit: 31.05.2015
Beiträge: 5.570
Einhorn09 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.12.2015, 15:41

Ich finde es auch wirklich toll, möchte aber auch noch einen anderen Aspekt anmerken.

Ich werde selber bald erst 16 (das schreibt sich toll ) und habe lange Zeit in einem Gnadengarten geholfen.
Ich kann dir sagen, es tut weh was man alles sieht.

Mal ein Beispiel:
Zitat:
Heute ist so unglaublich viel passiert... Wieder einmal kann ich nicht fassen wozu Menschen fähig sind. Ich kann es nicht glauben...


Aber mal ganz von Anfang. Alles began irgendwie damit das Jessi mir eine EBay-Anzeige geschickt hat. Und da war aufeinmal das Gefühl.
Also habe ich auch mal geschaut, und natürlich auch einiges gefunden. Doch eine Anzeige war nicht wie die anderen. Und da war es wieder, das Gefühl. Ein kleiner schwarzer Hase:



Doch irgendwas hat mich berührt an der Anzeige. Ich kann gar nicht sagen was es war. Die Augen hatten etwas. Sie sind wie Blackys Augen so dunkel und voller Tiefe. Doch bei dem Hasi nicht, wenn man genau schaut sieht man die Angst die sich spiegelt. Ein Blick der sich einbrennt.

Ich wollte ihn da raus holen, koste es was es wolle. Nachdem Kontakt zu der Besitzerin wusste ich das es ein Kastrat, 6 Monate alt und geimpft war. Zuhause durfte ich ihn nicht aufnehmen.
Ich habe wirklich lange mit mir gehadert ob er in den GG kommen darf, eigentlich nehmen wir keine Tiere mehr auf. Und eigentlich gab es auch gar keinen wirklich Grund, nur mein Gefühl.

Doch auch jetzt eine Woche später hat mich dieses Gefühl nicht losgelassen. Gestern Abend fiel die Entscheidung das er kommen darf.

Doch was heute passiert ist, damit hätte niemand gerechnet. Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht ...

Heute Morgen um elf war es soweit wir wollten den kleinen abholen. Nach mehrmaligem Klingeln ging allerdings niemand an die Tür. Wir warteten also bis jemand kam. Mit in die Wohnung hat man uns nicht genommen, wir haben vor der Haustür den Hasi in die Hand gedrückt bekommen. Die Leute konnten kaum deutsch. Aber damit nicht genug.

Ich habe hart mit den Tränen gekämpft als ich das gesehen habe:


Auch jetzt kann ich es kaum fassen. Der kleine war keine 12 Wochen alt und nicht kastriert, geschweige denn geimpft. Aber total verängstigt.

Trotz der Kosten,die ab jetzt, regelmäßig auf uns zu kommen, war klar das wir ihn mitnehmen.

Allerdings waren wir nicht der Meinung 50€ zu bezahlen, da wir den Käfig auch gar nicht wollten. Wir haben sogar mit der Polizei gedroht. Und dann ging es los. Der Vater (Italiener, der kein Deutsch konnte) hat angefangen lauthals zu schimpfen, warum genau, keine Ahnung. Ich glaube es ging ums Geld.
Er wollte nicht das wir den kleinen mitnehmen. Die Diskussion wurde so heftig, das wir echt Angst bekommen haben...

Irgendwann kamen immer mehr Leute dazu, auch die Tochter. Die war die einzige die irgendwie Deutsch konnte. Sie hat dann versucht zu vermitteln. Sie meinte das den Hase eh keiner will und das gar kein Sinn macht und wir ihn einfach mitnehmen sollen. Dann fing die kleine Schwester an zu heulen, weil es ja ihr Hase ist. Wieder eine Mega Diskussion.
Ende vom Lied war dann, das wir dem kleinen Mädel 10€ und eine Visitenkarte gegeben haben mit dem Angebot ihren Hasen zu besuchen. Der Vater war immer noch sehr aufgebracht hat uns aber dann gehen lassen.

Aber das Happy End war noch nicht in Sicht. Denn kaum eine halbe Stunde im Auto, hat mein Handy geklingelt. Wir hätten den Hasen aus der Wohnung (in der wir ja gar nicht waren) gestohlen. Ich habe dann aufgelegt. Ich zeige euch mal wie die mich mit Anrufen terrorisiert haben:




Das ganze ging soweit, das sie gedroht haben das im GG was passiert wenn sie die 40€ nicht bekommen.
Dann sind wir zur Polizei und haben denen die Lage geschildert. Das Veterinäramt ist eingeschaltet und wird die Familie prüfen. Außerdem ist es dem Polizisten gelungen ein Gespräch mit dem Anrufer zu führen, es ist jetzt offiziell zu einer Einigung gekommen und der kleine ist uns. Sonst hätten wir ihn zurück bringen müssen !

Der kleine wurde Benny, kurz Ben (Hebräisch für Glückskind) getauft.

Ich möchte euch jetzt um etwas bitten, wir brauchen Unterstützung. Es werden viele Kosten mit dem kleinen auf uns zukommen und sind immer und zu jeder Zeit über einen kleine Unterstützung froh.

Der kleine bin ist nur einer der vielen. Er muss jetzt schnellstens kastriert werden, die Zähne wurden heute schon gekürzt und müssen das mit Sicherheit, ab jetzt regelmäßig. Und wer weiß was er sonst noch an Baustellen hat.

Damit er nicht alleine bleiben muss, sitzt er jetzt mit Flöckchen im Quarantänegehge und wartet auf ein Ende der Kastrafrist.



Auch muss er ganz langsam auf Frischfutter umgestellt werden, geimpft wurde er heute auch gleich.
Lange hätte er es mit dem Zustand nicht mehr überlebt... Nächste Woche wäre es schon zu spät gewesen.

Und so geht ein Tag voller Angst und Aufregung vorbei. Es hat und wird uns noch viele Nerven kosten den kleinen geholt zu haben. Allerdings war es das beste was wir machen konnten.

Und ich hatte da einfach so ein Gefühl. Und es hat mich nicht getäuscht. Ein wenig gruselig finde ich das ja schon. Aber es gibt mir das Gefühl eine Aufgabe zu haben...

Dieser Blick hat sich eingebrannt in meinem Kopf, wie die mir den kleinen in die Hand gedrückt haben. Er hatte so Angst. Und ist so klein und zerbrechlich.
Man sieht das er sich schon lange nicht mehr putzen konnte... Die Zunge ist nur noch gegen die Zähne gestoßen.
Aber er dreht total auf sobald er Platz hat. Auch den Regen fand er Mega spannend.

Wie heißt es doch so schön?
Wir können nicht alle Tiere auf der Welt retten, aber die Welt eines einzigen Tieres.

Und heute haben wir seine Welt gerettet. Nie und nimmer hätte ich ihn wieder hergegeben. Er hat so flehend geschaut...
Ben ist mitlerweile bei uns eingezogen, er entwickelt sich gut.
Ihm wurde 2x die Zähne gekürzt und jetzt letzten endes gezogen. Er hat eine mega Infektion bekommen und man fand herraus das er wohl etwa 5 Jahre alt ist. Im Moment kämpft er noch mit einem kleinen Abzess. Er wurde kastriert und geimpft. Er hat eine menge AB bekommen und musste fast täglich zum TA, alles in allem kann man sagen das der kleine Kerl etwa 1.000€ gekostet hat.

Ich habe selber schon viele tierische Schicksaale gesehen, gehört und erlebt. Und du musst dir bewusst sein, das es alles andere als einfach ist mit den Rackern zu kämpfen.
Weil du es siehst in den Augen, es ist furchtbar zu sehen wie sie leiden, wenn sie aufgeben wollen. PS heißt nicht nur gesunde Tiere aufnehmen, schmusen und ein schönes Zuhause finden. Es heißt auch mit Dingen konfrontiert zu werden, die man selber nie für möglich gehalten hätte.

Ebenfalls wichtig ist, du schenkst den Tieren dein Herz. Ben könnte ich nie im Leben wieder abgeben, wir haben so viel gemeinsam gemeistert und gehören zusammen. Aber er ist gerade seit September in meiner Pflege, 3 Monate sind für ein PS Kaninchen nicht ungewöhnlich.
Ich könnte es nicht und ich denke das du dafür einfach noch zu jung bist. Du würdest innerlich kaputt gehen, die Tiere immer wieder abzugeben.

Vllt irgendwann mal wenn die Zeit reif ist.

Wenn dir die Sache wirklich so wichtig ist, rette zwei Kaninchen ihre Welt und schenke ihnen deine Zuwendung und deine Liebe. Du wirst sehen wie stark man zusammen wächst in kurzer Zeit.


Liebe Grüße Lena



__________________
Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡



Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen...
✝08. Mai 2017
Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017)
für immer vereint...



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.03.2014
Beiträge: 101
*max* befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.01.2016, 20:57

@ einhorn Das ist ja eine gruselige Geschichte.....

Ich habe auch schon öfters Tiere aus schlechter haltung aufgenommen und muss auch sagen, dass der Kontakt zu den ehemaligen Haltern kräftezehrend ist. Fast kostet das mehr Kraft, als die Pflege am Tier.

Ich hab auch schon mal in Erwägung gezogen, Pflegestelle zu werden und garkeine eigenen Tiere zu haben, aber genau aus den Gründen hab ich es nicht getan. Ich hatte den Platz, das Geld, die Lust - aber Kontakt zu solchen grauenvollen Menschen - das wollte ich nicht.



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