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Kaninchenbabies in unterirdischer HöhleLiebe Forumsmitglieder, vorgestern habe ich beim Füttern per Zufall gesehen, dass unter meiner Kaninchendame ein kleines Häschen in ein Loch geschlüpft ist. Sie wohnt in Außenhaltung mit einem relativ großen Gehege. Ich hatte einen Rammler zu ihr gesetzt, den habe ich zwar kastriert, aber natürlich ist er danach erst mal weiter zeugungsfähig. Das war eigentlich auch gewünscht. Vor ca. drei Wochen dachte ich auch, dass sie evtl. trächtig sein könnte, sie sammelte Materialien für ein Nest. Da es dann weder Nest noch Junge gab, hielt ich es für Fehlalarm. Nun vermute ich aber, dass sie die Jungen unter der Erde hat. Ich habe nur einen ganz kurzen Blick erhaschen können, aber das Kleine war definitiv schon behaart, also kann es nicht frisch sein. In dem Loch saß noch ein Kleines, auch das habe ich nur ganz kurz gesehen. Die Kaninchendame hat das Loch zugebuddelt. Ich hatte vorher zwar mal reingefasst, aber es ist mehr ein Gang und geht um die Ecke. Ich mache mir nun Sorgen, dass es unter der Erde zu kalt ist. Ich habe seitdem auch kein Junges mehr gesehen. Die Kaninchendame hat das Loch gestern nicht mehr zugebuddelt. Wird aber böse, wenn ich zu nahe komme. Heute hat sie es wieder zugebuddelt. Soll ich versuchen, die Kleinen auszugraben und in den Stall umzubetten? Wenn sie rauskommen, sind sie nicht sicher, sie würden durch die Gitterstäbe des Außengeheges schlüpfen können. Vielleicht habe ich sie ja auch nur gesehen, weil sie ausbüxen wollten? Aber warum sehe ich keines mehr? Es macht mich total verrückt, dass ich nicht weiß, was da unten ist. Kann mir nicht vorstellen, dass es warm und gemütlich ist. Andererseits scheint es die Kaninchendame bisher allein gut hingekriegt zu haben (ist 10 Monate alt, erstes Mal trächtig). Bisher hoppelte ja auch noch der Rammler noch mit ihr rum, den habe ich nun natürlich getrennt. Bin völlig ratlos, was ich machen soll.
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| Die Absicherung mit Volierendraht würde ich dir auch dringend empfehlen. Ob du nun die Höhle an sich einzäunst, bleibt dir überlassen, normal dürften sich die Kleinen erstmal nicht allzu weit davon entfernen. Für Kaninchen ist es das Natürlichste der Welt, dass Jungtiere in die Gruppe hineingeboren werden. Ein (nicht stark verhaltensgestörtes) erwachsenes Kaninchen wird einem Jungtier generell nichts tun. Das kommt dann erst mit der Geschlechtsreife, dann fangen die Kleinen an, ihren eigenen Platz in der Gruppe zu finden. Das ist dann wie eine sehr milde VG. Da kann manchmal ein bisschen gescheucht werden. Ich würde das Nest auf KEINEN FALL umsetzen! Wenn die Kleinen schon behaart sind, dann macht die Mutter alles richtig und du musst nicht eingreifen. Erdhöhlen (Setzröhren) sind die normale Kinderstube für Kaninchen, eben weil es unter der Erde so konstante Bedingungen hat.
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| Danke Gerti und Angora-Angy für eure Antworten. Das beruhigt mich etwas. Prinzipiell weiß ich ja, dass die Mama bisher auch ohne mein Zutun alles wie im Lehrbuch gemacht hat, unter ungünstigsten Bedingungen (kein extra gutes Futter, keine Ruhe weil Rammler in der Nähe). Die Kleinen müssten schon gute 14 Tage alt sein, aber ich habe sie einfach nur zu kurz gesehen und weiß nicht, ob da unten alles in Ordnung ist. Ich denke ständig drüber nach. Vielleicht liegen tote Jungtiere dabei. Vielleicht sind die Lebenden schon entwischt und von irgendeinem Tier gefangen worden. Aber würde die Mama das Nest dann so bewachen, wenn es keine Jungtiere mehr gibt? Sie frisst wie ein Scheunendrescher, seit ich ihr ständig Futter hinstelle. Müssen die nicht bald rauskommen? Das Außengehege hat Regenschutz, einen Volierendraht werde ich anbringen, das ist eine gute Idee, so etwas habe ich auch noch. Generell ist das Außengehege mardersicher, nur der Abstand der Gitterstäbe ist einfach zu groß.
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| Wenn der Gitterabstand zu groß ist, ist es nicht mardersicher. Ja, mit 14 Tagen dürften sie bald in Erscheinung treten. Dadurch, dass die Höhle von der Mutter verschlossen wird, sind sie gut geschützt vor Raubtieren. Das ist ja Sinn und Zweck der Übung Ob da nun noch tote Junge drin liegen, wirst du nicht mehr erfahren. Ist jetzt auch unerheblich. Wenn die KLeinen die Höhle verlassen haben, schau einfach mal rein und schütte sie dann zu. Es ist falsch, anzunehmen dass Muttertiere Ruhe vor allem und jedem brauchen. Im Gegenteil, sie brauchen weiterhin Gesellschaft und Beschäftigung. Kein Wildkaninchen zieht sich von der Gruppe zurück zur Jungtieraufzucht. Man soll nur als Mensch nicht alle Naselang im Nest rumwühlen oder das Tier ständig betüddeln und "untersuchen". Das ist mit "Ruhe" gemeint.
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| Nun habe ich heute wieder einen Blick erhaschen können. Ich habe die Schnauzen von 2 Jungen gesehen, ein Schwarzes und ein Geflecktes, wie beim letzten Mal. Vielleicht gibt es nur die beiden. Sie sahen mir recht groß und neugierig aus. Vielleicht eher 3 Wochen alt? Scheint also alles gut zu laufen. Wann ist denn bei so Jungtieren das Gröbste überstanden? Wieviel Kälte vertragen sie? Wird es erst unter Null kritisch? Das hat es bei uns fast nie, wir wohnen in der Rheinebene. Normalerweise mache ich mir wegen Kälte bei den Kaninchen auch gar keine Gedanken, wir hatten vorher schon welche, die waren immer draußen und hockten normalerweise nicht mal im Stall. Weder Gehege noch Stall sind irgendwie isoliert, stehen halt in einer eher geschützten Ecke im Garten mit Bäumen drüber. Aber bei so kleinen Kaninchen muss ich jetzt vielleicht irgendetwas machen? Evtl. behalten sie den Winter über diese Höhle? Tut mir Leid, viele Fragen, ich weiß. Ich hatte noch nie Kaninchennachwuchs und jetzt unter diesen Bedingungen.
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| Tja, vielleicht lernst du daraus und machst dir vorher Gedanken, wenn du den Plan hast, neues Leben zu erschaffen... Die Jungen werden dann wohl bald die die Höhle anfangen zu verlassen. Da sie in das Klima hinein geboren wurden, sollten sie damit zurechtkommen. Die Höhle könnte da tatsächlich hilfreich sein. Wenn du beobachtest, dass sie sie dann noch nutzen, kannst du sie ja lassen, solange sie nicht einsturzgefährdet ist. Mit 4-5 Wochen sind sie dann eigentlich selbstständig überlebensfähig, brauchen dann nur noch deshalb ihre Mutter, um Sozialverhalten zu lernen.
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UmsiedelnHallo ihr, ich brauche wieder Rat. Die kleinen Kaninchen strecken immer mal die Köpfe aus dem Tunnel, bisher wurden 4 verschiedene Fellfärbungen gesichtet. Sie verschwinden aber schnell wieder. Sehen sehr proper und dicht behaart aus. Zwei Mal habe ich allerdings schon ein Junges erwischt, das irgendwie außerhalb des Geheges geraten ist, ich weiß nicht, ob es einen zweiten Ausgang gibt oder wie es sonst rauskommt. Ich habe das Gehege mit Volierendraht umspannt. Auf jedern Fall ist das gefährlich. Außerdem würden wir natürlich die Kleinen gerne sehen und auch an Menschen gewöhnen. So ist es ja so, als ob da Wildkaninchen wären. Darum würde ich sie gerne in den Stall verlegen. Der ist sicher. Die Temperaturen sind gerade total warm, auch nachts, erscheint mir also eine günstige Zeit. Was meint ihr? Besteht die Gefahr, dass die Kaninchenmama, die sich bisher so hingebungsvoll gekümmert hat, sie nicht mehr säugt, wenn sie woanders sind? Oder dass die Kleinen den Umzug nicht verkraften? Wir tippen mittlerweile, dass sie ca. 4 Wochen alt sind, so dicht wie das Fell aussieht. Über Ratschläge wäre ich dankbar.
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| Das ist schwer zu beurteilen. Ich hab meine Würfe umsiedeln können, aber meine Kaninchenmama haben auch keine Angst vor mir und Stress bekommen, wenn ich bei ihren Babies war. Hast du Bilder vom Gehege? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das nicht gut absichern kann. Eine Lücke muss doch zu finden sein.... Als ich den Nachwuchs unserer Kaninchenmamas umgesiedelt hab, hab ich die Kaninchenmama danach auf die Kinder gehockt um zu zeigen, dass sie jetzt da sind und es hat problemlos funktioniert.
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| Versteh ich das richtig? Im Garten steht das Gehege und dieses hast du einmal rundherrum mit Volierendraht gezogen und trotzdem findest du die kleinen außerhalb? Ich würde tuppen, ein Loch, sie kriechen unten drunter durch, ein Tunnel, letzteres wäre aber für alle Kaninchen nicht sicher. Wie Angora-Angy geschrieben hat, wären sie mit 4-5 Wochen auch ohne Mutter überlebensfähig. Dann solltest du aber besser die Mutter mit umsetzten oder ist der Stall auch im Gehege? Jetzt schon an Menschen gewöhnen ist für euch sicher schön und man denkt, dass es schneller geht, aber man kann Kaninchen auch super an sich gewöhnen, wenn 12 Wochen alt sind oder noch älter sind.
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| Ja, eines der Kleinen habe ich zwei Mal außerhalb gefunden. Allerdings ist es auch möglich, dass es durch die Gitter der Klappe entkommen ist. Dort war kein Volierendraht, weil ich die Klappe für die Mutter öffne, damit sie Auslauf hat. Ich stelle jetzt immer ein Brett davor. Das Gehege selbst ist wahrscheinlich einigermaßen sicher, allerdings führt der Tunnel zur Höhle, in der die Kleinen sitzen, unterirdisch außerhalb des Geheges. Dort ist ein Gelände mit unzugänglichen Büschen. Ich kann kein Loch erkennen, das ein zweiter Zugang zur Höhle sein könnte, aber ich denke, sowas ist ja schnell gebuddelt. Wenn sie sich eines Nachts dort rausbuddeln, sind sie sicher ganz schnell tot. Ich habe eine Katze, die immer um den Stall rumschleicht und in der Gegend wohnen noch mehr Katzen. Marder oder Iltisse könnten sich von diesem Gelände außerhalb in die Höhle hineingraben. Im Stall bestünden diese Gefahren alle nicht, dort ist der Boden gesichert.
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| Dann würde ich die Kinder wohl wirklich umsiedeln. D. h. alles vorsichtig aufgraben um nichts zu riskieren. Unser "Höhlennachwuchs" kam gleich rausgelaufen, wenn man die Höhle aufgemacht hat, aber die war auch nur knapp 1 Meter weit rein, aber vielleicht kommen dir so schon alle entgegen, dass du sie umsetzen kannst.
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| Stichworte |
| höhle, kaninchenjunge, unterirdische |
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