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Kaninchen ist blind, Folge = Tod???Hallo, Ich war eben mit meinem Kaninchen beim TA Ihm wurde die Diagnose "Sternkucker" gestellt, er ist also aufgrund eines Pilzes in dem Auge (auf der Netzhaut vlt?) blind. Der TA meinte es sei unheilbar und kann in kurzer Zeit zum Tod führen. Kennt sich jemand mit dem Thema aus? Oder hatte ähnliche Erfahrungen? Wie schnell kann sowas auftreten? Was sind Gründe? Ich würde mich über Antworten freuen!
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| Du solltest gleich morgen zu einem kompetenten TA gehen. Bei EC ist es wichtig, dass möglichst schnell mit der Behandlung begonnen wird. Die meisten EC-Kaninchen überleben so einen Ausbruch mit mehr oder weniger bleibenden Schäden. EC als tödlich zu bezeichnen ist schon grob fahrlässig. Welche Medikamente hast Du denn mitbekommen? Es sollten Baytril, Panacur und Vitamin B sein.
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| Hallo, der Tierarzt scheint wirklich nicht kompetent zu sein wenn er diese Krankheit gleich als tödlich verkündet. Ich habe EC zwei Mal mit unterschiedlichen Tieren durchgestanden und es waren nach einiger Zeit deutliche Besserungen zu erkennen. Die Symptome gingen dann endlich nach und nach zurück. Es dauert, man macht sich Tag für Tag Sorgen. Aber wenn das Kaninchen Lebenswillen zeigt und weiterhin freiwillig frisst während du es mit Medikamenten (die du hoffentlich bekommen hast) behandelst, ist das zu schaffen. Und auf jeden Fall das Partnerkaninchen bei dem Erkrankten lassen. Das ist wichtig. Als bei mir ein Tier erkrankt war, nahmen Kuscheleien und Fürsorge unter den Kaninchen plötzlich kein Ende. Wie schon gesagt auf jeden Fall so schnell es geht einen anderen Tierarzt aufsuchen. Und nicht zum Einschläfern überreden lassen ohne dass vorher eine Therapie versucht wurde. Viel Kraft dir und deinem Ninchen!
__________________ Vivere militare est.
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| Hallo, danke für die lieben und hilfsbereiten Antworten!! Bis jetzt zeigt er als Symptome "nur" die Blindheit. Ich habe vom TA nun Wurmmitel "Panacur" mitbekommen. Er meinte damit könnte es weggehen, es sei jedoch überhaupt nicht sicher. Antibiotika wollte er mir nicht mitgeben, er meinte es sei zu viel für mein Kaninchen. Ich hab jedoch heute im Stall ihn schon ein wenig umkippen gesehen und es sah aus, wie er die Hinterfüße beim Essen einmal nicht richtig nachgezogen hat. Sind das schon erste Anzeichen für die Lähmungen? :/
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| Ja. Steig bitte dem Tierarzt aufs Dach, und verweise ihn auf seine Kollegin Dr. Drescher. Sie ist anerkannte Kaninchenspezialistin und hat sich mit dieser Erkrankung intensiv beschäftigt. Hier der entsprechende Auszug aus ihrem Dossier: Zitat:
Vor euch liegt eine harte Zeit, aber das kämpfen lohnt sich so lange dein Kaninchen Lebenswillen zeigt. Schau mal in die Forensuche, es gibt eine Menge Threads zum Thema E.C. Übrigens haben hier auch Leute mehr als die von Dr. Drescher angesetzte Woche bis zur Besserung kämpfen müssen, oft 2 - 3 Wochen, und mit weit schlimmeren Symptomen als sie dein Kaninchen jetzt zeigt (rollen, massive Kopfschiefhaltung). Trotzdem gelang es ihnen, ihren Tieren so weit zu helfen dass diese ein Leben mit nur geringen Einschränkungen und hoher Lebensqualität führen können. Die Aussage des TA dass ein Antibiotikum für dein Tier zu viel wäre, ist Unsinn - das AB ist im Gegenteil seine Chance!
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| Hallo, ein kleines Update: Mein Kaninchen würde nun 18 mal täglich mit Panacur behandelt. Es sieht aus, als es ihm glücklicherweise wieder ziemlich gut geht. Keine Kopfschiefhaltung, Lähmungen oder Hinken. Ich kann nichts erkennen. Er isst wieder normal nur das Trinken ist manchmal noch bisschen viel. In seinem Stall macht sich seine Erblindung kaum bemerkbar. Im Auslauf draußen hatte ich ihn bei diesem Wetter noch nicht, deshalb weiß ich nicht wie er sich dann dort zurechtfinden wird.
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| Das ist toll.dass es Deinem Ninchen wieder gut geht. Ninchen können mit Blindheit erstaunlich gut leben.Für den Nahbereich haben sie ja ihre Tasthaare und ihre Nase.Und was sonst um sie rum geschieht können sie mit den großen Ohren gut hören.Du solltest nur drauf achten,dass Du nix veränderst oder umstellst,wo es gegen laufen könnte.Und Gefahrstellen absichern,wo es runterfallen oder sich verletzen könnte.
__________________ "O Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!" "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön." Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.
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| Zitat:
Unterstütze bitte das Trinken, es schützt seine Nieren ein bisschen. Frischfutter kannst du ihm feucht anbieten, darauf achten dass er möglichst viel frisches und möglichst wenig trockenes Futter angeboten bekommt, und wenn er weniger trinkt ihm gelegentlich zusätzlich zum Wasser etwas lauwarmen ungesüßten Tee anbieten, oder Wasser mit einem Schuss Apfel- oder Möhrensaft.
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| Ich habe gerade selbst ein nierengeschädigtes EC-Nin mit Schiefkopf bei mir in Behandlung. Trinken ist sehr wichtig, damit der Erreger es möglichst schwer hat, sich in den Nieren anzusiedeln und schnell wieder ausgeschieden wird. Bei meinem Nin wurde leider erst die Niere geschädigt, der Schiefkopf kam viel später, als es schon lange in Behandlung war. Der Erreger setzt sich leider überall im Körper, insbesondere den Nieren und im Gehirm fest, aber nicht nur da. Mit dem Panacur kannst du den Erreger im Magen-Darmtrakt bekämpfen, in den anderen Bereichen muss das Immunsystem des Kaninchens selbst mit dem Erreger klarkommen. Das Vitamin B gibt man zu Unterstützung der Nervenregeneration, das anfängeliche AB (gehirngängiges), um Sekundärinfektionen zu bekämpfen, die sich vor allem in den abgestorbenen Hirnregionen, die dem Erreger zum Opfer gefallen sind, einen ansonsten guten Nährboden finden würden. Alles in allem ist EC nicht völlig heilbar, aber oft gut therapierbar. Wenn dein Kaninchen viel trinkt, wäre ein Bluttest unter Umständen keine schlechte Idee, um u.a. die Kreatininwerte und den Harnstoffwert überprüfen zu lassen, was einen Anhaltspunkt liefern kann, ob die Nieren schon in Mitleidenschaft gezogen sind. Mein Nin wird wegen der sehr eingeschränkten Nierenfunktion täglich Infundiert, seit ungefähr 6 Monaten schon. Blindheit ist in der Regel für Kanichen kein großes Problem, zumindest wenn es in einem Bereich lebt, der nahezu unverändert ist, wo es seine Wege kennt und sich nicht unverhofft an gefährlichen Gegenständen oder Gegebenheiten verletzen kann. Ich wünsche deinem Nin alles Gute.
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