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Kastration vs. Hormonspritze beim Weibchen auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Angora-Angy

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Benutzerbild von Velvet
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 21.10.2015
Beiträge: 600
Velvet befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 09:03

Kastration vs. Hormonspritze beim Weibchen


Hallo zusammen,

ich weiß zu o.g. Thema gibt es schon sehr viele Threads, aber irgendwie habe ich noch nicht die passende Lösung gefunden und bin immer noch unschlüssig...

Meine Situation ist folgende:
Habe zwei Ninchen daheim, einen kastrierten Rammler und eine unkastrierte Dame, beide 1,5 Jahre alt in einem 6qm großen Gehege in Innenhaltung.
Schon seit der Pubertät berammelt sie meinen Kastraten mehrmals täglich und rupft ihm das Fell raus. Sie scheint sehr nervös zu sein und wenn sie ihn nicht gerade berammelt, will sie geputzt werden.
Der arme Kerl ist immer schon ganz genervt von ihr und oft wenn wir sie im Wohnzimmer springen lassen, zieht er sich in irgendeine Ecke zurück, damit er wenigstens ein paar Minuten in Ruhe vor sich hindösen kann...
Sie scheint aber nicht scheinschwanger z sein, da sie keine Nester baut, auch das ausgerupfte Fell von ihm frisst sie immer selber -_-"
Aber sonst verstehen sie sich Super und sind ein tolles Paar

So, beim letzten Tierarztbesuch haben wir das Thema angesprochen. Dabei wurde auch festgestellt das ihre Geschlechtsteil knallrot und wundgerieben ist.
Meine Ärztin hat mir zu einer homöopathischen Therapie geraten, wenn dies nicht hilft, dann eine Hormonspritze, wobei letzteres schon ein stärkerer Eingriff sei. Also haben wir uns erst einmal für die homöopathische Methode entschieden.
Wir hatten das Gefühl, das es vielleicht einen Monat lang geholfen hat, wenn es nicht blos Einbildung war. Inzwischen ist wieder alles beim alten...

Habe gestern noch einmal mit meiner Tierärztin gesprochen, diese lehnt die Kastration absolut ab, es sei ein zu starker Eingriff. Sie hat gemeint es gäbe andere Methoden, z.B. die Hormonspritze. Meine Ärztin setzt sehr viel auf alternative Heilmethoden.

Die Hormonspritze würde wohl ihre Gefühlswelt in Ordnung bringen, schützt es sie aber auch vor Veränderungen der Gebärmutter? Ich möchte nicht das eine ausprobieren um dann doch das andere machen müssen... Manchmal denke ich ob diese Spritzen nicht nur Geldmacherei sind, um Patienten zu binden?? Will meiner Ärztin natürlich nichts unterstellen.

Nun bin ich total zwiegespalten, da mich meine Ärztin doch sehr verunsichert hat. Aber ich möchte auch das es meiner Häsin gut geht und sie nicht ständig irgendwelchen OPs oder Medikamenten ausgesetzt ist. Zumal das auch alles ziemlich ins Geld geht. Außerdem sollte mein armer Rammler auch mal zur Ruhe kommen. Würde auch gerne einen zweiten Rammler zu Ihnen dazusetzen.

Vielleicht könnt ihr mir hier weiterhelfen, oder eure Erfahrungen mit mir teilen! Vielen Dank!



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Benutzerbild von Nozi
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 22.06.2014
Beiträge: 193
Nozi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 09:38

Hallo!

Ich hatte im Sommer das selbe Thema mit meinen Tierärzten, da sie, wenn kein medizinischer Grund vorliegt, eine Kastration nur ungerne in Betracht ziehen. Und Veränderungen an der Gebärmutter waren nicht erkennbar.

Meine kleine Zicke hat meinen Kastraten aber auch ganz schön malträtiert, weshalb meine TA ihr dann eine Spritze zur Förderung des Eisprung gegeben haben. Es hat ungefähr eine Woche gedauert, aber dann war Ruhe.
Jetzt jagen sich die beiden nur noch morgens (ohne Rammeln) eine Runde um die Heuraufe, was aber der Ungeduldigkeit zuzuschreiben ist, immerhin gibt's ja Frühstück.




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 09:59

Ich würde noch etwas abwarten. Sie ist ja noch sehr jung, ihr HOrmonhaushalt muss erst noch ins Gleichgewicht kommen. Versuchs mal mit Melisse, täglich eine Handvoll, die wird als beruhigend beschrieben (Ursula Glauser, Kaninchenapotheke, Verlag Kleintiere Schweiz). Weiterhin stehen Apfel (Frucht und Pflanzenteile), Lavendel, Rose und Wilde Möhre unter dem Stichpunkt beruhigend im Buch.
Bei Kindern führt zu viel Energie oft zu "hyperaktiven Ausbrüchen", evtl. guckst du mal deine Fütterung an, ob die zu energiereich sein könnte. Futter mit geringer Energiedichte beschäftigt lange, bis man energetisch satt ist. Da hat man weniger Zeit für Blödsinn und den Kollegen zu quälen



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Benutzerbild von Velvet
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 21.10.2015
Beiträge: 600
Velvet befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.10.2015, 20:49

Vielen Dank für eure Hilfe!
Werde mir mal bei einem anderen Arzt eine Zweitmeinung einholen gehen und dann schauen was für meine Kleine die Beste Lösung ist.




Benutzerbild von Teekannenloser
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.09.2013
Beiträge: 6.396
Teekannenloser befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.10.2015, 20:52

Also meine Fluse hat auch sehr heftig reagiert. Sie war sehr heftig scheinschwanger (keine Ursache gefunden) usw. Wir haben uns dann für eine Hormonspritze entschieden. Eine Woche nach der Spritze war der ganze Spuk vorbei. Die Wirkung hielt ein Jahr. Anschließend ging es noch mal nicht ganz so heftig aber doch noch doll los. Der TA hat erneut eine Hormonspritze gegeben und im Moment herrscht Ruhe. Ich denke auch das eine Kastration, wenn kein gesundheitlicher Grund vorliegt nicht nötig ist. Geldmacherei ist einiges, aber die Wirkung der Spritze kann ich bestätigen ist sehr gut. Das Beides ein Eingriff in den Homonhaushalt ist, dass ist klar.



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