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| Wurden Karlis Zähne mal gründlich untersucht? Evtl. würde sich sogar ein Röntgenbild anbieten. Zahnprobleme können sich mitunter gut verstecken, können aber einen sehr negativen Einfluss auf die Darmflora haben. Ob ein geringes Maß an Kokzidienbefall "normal" ist, da sind die Tierärzte unterschiedlicher Meinung - schon allein, weil nicht jedes Tier gleich reagiert. Wurde nach Abschluss der Behandlung denn nochmal eine Kontroll-Sammelkotprobe von 3 Tagen untersucht?
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| Hallo Lupine, danke für deine Antwort. Karlis Zähne wurden normal untersucht, also ohne sie zu röntgen, und es wurde nichts festgestellt. Woran erkenne ich, ob er Zahnprobleme hat? Vor ein paar Tagen hat er noch genüsslich Apfelzweige gemümmelt und komplett aufgefressen. Aber ich werde die Tierärztin nochmal zu den Zähnen befragen. Ich habe nur einmal eine Sammelkotprobe abgegeben. Ich werde morgen mal die Tierärztin anrufen und ihr das Problem schildern. Vielleicht muss das erneut untersucht werden. Generell hätte ich eine Frage zur Fütterung: Hälst du eine Heudiät für sinnvoll oder nicht? Auf Fenchel würde ich ungerne verzichten. Liebe Grüße ![]()
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| Der Verzicht auf die Kontrollkotprobe erstaunt mich - das ist normalerweise Standard. Kokzidien können unter Umständen auf das gewählte Medikament resistent sein - ähnlich wie die Bakterien bei Antibiotika. Dann muss man ein anderes Medikament wählen und damit noch einmal behandeln. So ist leider nicht geklärt ob die Behandlung damals erfolgreich war, eine erneute Kotprobe ist deshalb jetzt der erste Schritt. Denke bitte daran von 3 aufeinanderfolgenden Tagen zu sammeln. Eine Heudiät ist nicht sinnvoll. Man empfahl das früher für Kaninchen die mit handelsüblichem Trockenfutter ernährt wurden, bei Verdauungsproblemen. Die meisten Kaninchen werden aber heute zumindest mit einer Teil-Frischfütterung ernährt. Wäre es jetzt Sommer, würde ich eine Wiesendiät empfehlen. Anders als Heu hat Wiese nämlich zum einen ausreichend Flüssigkeit, zum Anderen auch viele Nährstoffe die durch das Trocknen leider verloren gehen (diverse Vitamine beispielsweise). Ich habe mir deine Fütterung jetzt noch einmal genauer angeschaut, und unter anderem auch die Rodicare Basic Pellets gefunden. Die würde ich auf jeden Fall weglassen. Zum einen verträgt nicht jedes Kaninchen Pellets - einige haben Probleme mit der stark gemahlenen Struktur, die anders als beim Kauen grober rohfaserhaltiger Nahrung nur eine einzige Partikelgröße oder sehr wenige Partikelgrößen enthält. Die Partikelgröße hat aber Einfluss auf die Verweildauer im Blinddarm, der einen wichtigen Anteil an der Kaninchenverdauung hat. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Verweildauer der Partikel im Blinddarm unterschiedlich ist, damit die wichtigen Mikroorganismen sich in der richtigen Zusammensetzung erhalten können. Zum anderen habe ich gerade mit Erschrecken festgestellt, dass im Rodicare Basic Weizenkleie enthalten ist. Da schrillen bei mir die Alarmglocken - viele Kaninchen vertragen nämlich keinen Weizen. Die enthaltenen Klebereiweiße, die den Weizen stark von ursprünglichen Gräsern und Getreidesorten unterscheiden, lösen bei diesen Kaninchen Entzündungsreaktionen im Darm aus. Beim Menschen ist das je nach Ausprägung eine Glutenunverträglichkeit bzw. sogar eine Zöliakie. Mein Leo war von dieser Unverträglichkeit auch betroffen. Er durfte keinerlei weizenhaltiges Futter bekommen - auch nicht in geringster Menge. Er bekam sofort Durchfall. Fenchel solltest du nicht im Übermaß geben, er kann die Verdauung zwar stabilisieren, aber auch anregen. Hier ist Augenmaß gefragt - er darf ihn zwar täglich haben, aber eben nicht in sehr großer Menge.
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| Hallo Lupine, erstmal danke für deine ausführliche Antwort . Ich nehme an, meine Tierärztin hat keinen neuen Befund angefordert, da der Durchfall damals so schnell ging, wie er gekommen war. Ich war nämlich zu einer Nachkontrolle da. Aufgrund des Befundes ging sie davon aus, dass Ursache für den Durchfall die hohen Temperaturen waren (es hatte damals bei uns fast 38 Grad und ich durfte nur mit Klimaanlage und Kühlakku zum Tierarzt fahren, weil es so heiß war). Die Kotprobe wurde über drei Tage gesammelt. Die Rodicare Pellets würde ich ehrlich gesagt nicht absetzen. Ich habe sie schon zwei mal zuvor bei Verdauungsproblemen an Karli verfüttert und er hat sie gut vertragen. Fenchel füttere ich in der Tat sehr viel (an zwei Kaninchen eine kleine Knolle pro Tag). Ich fahre jetzt mal die Dosis runter. Ich hätte noch eine Frage bzgl. Karottengrün: Meine Tierärztin meinte, dass das sehr gut für Kaninchen sei. Von Karotten und Äpfeln rät sie ab (insbesondere bei meinem Dickerchen), da diese zu zuckerhaltig seien. Ich hab gelesen, dass Karottengrün allerdings auch nicht zu oft verfüttert werden soll. Am Freitag habe ich den beiden einen Bund davon zur Verfügung gestellt und sie haben sich - wie erwartet - darauf gestürzt. Am Samstag hatte Karli Durchfall. Könnte hier ein Zusammenhang vorliegen? Ich werde morgen mit Karli zum Tierarzt fahren und insbesondere die Zähne untersuchen lassen. Liebe Grüße
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| Ob ein Zusammenhang zwischen Karottengrün und Durchfall vorliegt, ist schwer zu sagen. Nicht immer muss ein Durchfall auf ein Futtermittel vom Vortag zurückgehen - eine gesunde Darmpassage dauert beim Kaninchen ca. zwischen 4 und 6 Tagen bis tatsächlich alles was an dem Tag gefressen wurde wieder raus ist. Es kann also auch der Tag davor gewesen sein oder ein Zufall. Karottengrün wird deshalb oft als "nicht gut" eingestuft, weil es sehr viel Kalzium enthält. Für Kaninchen mit einem Hang zu Harngries oder Blasensteinen ist es deshalb nur in kleiner Menge geeignet, ebenso für Kaninchen die einen hohen Anteil trockenes (und damit ebenfalls sehr kalziumreiches!) Futter bekommen. Denn die meisten Kaninchen trinken nur wenig, in der Natur wird überschüssiges Kalzium durch den natürlichen Wassergehalt der Futtermittel mit ausgeschwemmt. Füttert man besonders trocken (so wie du mit Pellets, die einen wirklich extremst geringen Restfeuchteanteil haben und zusätzlich noch mit Trockenkräutern), dann besteht die Gefahr dass das Kalzium nicht rechtzeitig ausgeschwemmt wird und sich Gries oder gar Steine bilden können. Wie gesagt: Pellets können aufgrund ihrer Struktur und Beschaffenheit erhebliche Probleme verursachen - das kommt darauf an wie empfindlich ein Kaninchen ist. Darmgeschädigte Kaninchen sind da besonders empfindlich, weil ihre Darmflora nicht stabil genug ist. Die Pellets verursachen nicht sofort und auf der Stelle Symptome, das ist das tückische daran. Die Symptome können sich über Wochen und Monate hin entwickeln, wenn ein Teil der Darmflora immer mehr abstirbt. Was da drin ist, kannst du Karli auch anderweitig zur Verfügung stellen - und die Weizenkleie weglassen. Das fände ich sinnvoller. Natürlich entscheidet jeder selbst - ICH würde jedoch lieber sowas hier einsetzen: http://www.kaninchenladen.de/kraeuter-getrocknet/darmschoner.html
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| Mein Männchen verträgt auch kein Karottengrün und Wurzelgemüse auch nicht, gibt am nächsten Tag Matschkot. Also wird es weggelassen. Absonsten gibt es bei uns Cuni Complete von Versele Laga, das sind vitaminisierte Würmchen, da ich darauf nicht verzichten will. Immer mehr Halter mit Darmproblemkaninchen füttern sie zusätzlich als Leckerlie oder zur freien Verfügung, je nach Tier, obwohl es mal so verpönt war sie zu füttern. Die Zeiten ändern sich. Vielleicht könntest du nochmal eine Sammelprobe abgeben, die Zähne röntgen lassen und wenn dann alles negativ ist, mit einer Ausschlussfütterung beginnen. Also Heu zur ständigen Verfügung und Wasser. Stangensellerie und Chicoree, z.B., passiert 2-3 Tage nix, um eine andere Sorte erweitern und immer so weiter. Radicchio wird ebenso gerne gefressen oder Feldsalat und Ruccola. Auf knolliges würde ich vorerst verzichten, ebenso auf zuviel Trockenkräuter.Versuch es lieber mit jetzt gängigem Kohl. Grünkohl, Chinakohl, Wirsing, Weiß-und Rotkohl.
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Zum Ausschluss Verfahren bei uns ists der Chicorée der nicht vertragen wird. Merkwürdig hm ![]() Und die Cunis auch nicht.
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| Unterstützend zur tierärztlichen Betreuung könntest du es mit bestimmten Pflanzen versuchen. Ich möchte da mal wieder mein Lieblingsbuch zitieren Natürlich werden die Pflanzen keine Wunder wirken, Parasiten und Krankheiten solltest du klinisch ausschließen lassen und die Pflanzen nur als Unterstützung verstehen.
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