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Beinamputation? Einschläfern?Hallo, es geht um meine kleine Teddy. Sie hatte vor ungefähr 3 Wochen einen Unfall. Sie ist mit ihrem linken Hinterbein am umgekippten Häuschen hängen geblieben. Danach konnte sie nicht mehr auftreten. Ich wollte erstmal abwarten und sie beobachten (ich hoffte es wäre nur ein kurzer Schmerz. Kann ja mal passieren und sie machte nicht gerade den Eindruck zu leiden). Nach wenigen Stunden kam keine Besserung habe ich mich dann doch dazu entschlossen zur Tierklinik zu fahren (es war Samstagsabend). Dort wurde sie untersucht (ohne röntgen) und die vorläufige Diagnose war eine muskuläre Verletzung. Teddy bekam eine Schmerzspritze und Schmerztropfen für zuhause. Sollte es am darauffolgenden Montag nicht besser werden, sollte ich zu meinem Tierarzt zum Röntgen. Was ich auch leider musste. Das Röntgenbild war unauffällig. Alles sah in Ordnung aus. Der Tierarzt wollte noch eine Woche abwarten. Die Schmerzmittel sollte ich in der Zeit weiter geben. Nach ein paar Tagen habe ich sie wieder auf die Wiese gesetzt, um sie mir mal genauer anzuschauen. Teddy trat immer noch nicht auf, aber ich hatte auch nicht den Eindruck, dass sie Schmerzen hatte oder sich unwohl fühlte. Sie hoppelte weiter nur auf 3 Beinen. Das eine Beinchen stand immer seltsam an der Seite. Es knickte auch manchmla weg und sie taumelte. Da kam mir der Verdacht, dass sie das Bein nicht spürt. Meinen Verdacht habe ich dann dem Tierarzt mitgeteilt. Nach einigen Tests stand fest, dass sie absolut kein Gefühl im linken Hinterbein und Schwänzchen hat. Die Schockdiagnose lautete Lähmung. Wir wollten erstmal abwarten wie sich die Sache entwickelt und wie sie damit klar kommt. Mittlerweile hat sich die Muskulatur am Bein und am hinteren Rücken sehr stark zurückgebildet (es sieht aus, als würde hinten eine Ecke vöm Kaninchen fehlen). Am Montag war ich nochmal beim Tierarzt, weil ich an ihrem speziellen Beinchen eine Wunde entdeckt habe (ausgerissenes Fell, gereizte Haut, kein Blut und kein offenes Fleisch). Sie hat sich wohl zu stark geputzt, weil sie ja nicht merkt wann Schluss ist. Sie hat Salbe und einen kleinen Verband bekommen, den ich jetzt täglich wechseln muss. Naja ab hier fängt mein großes Problem jetzt richtig an. Ich bin verzweifelt, weil ich einfach so verunsichert bin wie es weiter gehen soll. Meine Tierärztin sagte, dass sie ihr das Bein sofort amputieren würde, wenn sie jünger wäre (Teddy ist vor kurzem 8 Jahre alt geworden). Wenn Teddy mit der Situation nicht klar kommt, muss man sie erlösen. Die Tierärztin möchte sie ungerne einschläfern, weil sie einfach topfit ist und sie denkt, dass sie noch mehrere Jahre leben könnte. In der letzten Zeit hat sie etwas abgenommen (von 1450g auf 1380g), was auch von dem Muskulaturverlust kommt. Ich frage mich jetzt was ich machen soll. Der aktuelle Zustand ist auch nicht das Wahre. Ich merke, dass sie das Beinchen stört und behindert. Sie frisst, zeigt normales Sozialverhalten und ist von ihrem allgemeinen Verhalten auch normal (sie ist ruhiger geworden. Dazu muss man aber auch sagen , dass sie vorher ein absoluter Rambo war). Ich merke, dass sie sich noch nicht aufgegeben hat. Ich wasche sie täglich im Intimbereich, weil sie das zur Zeit selbst nicht richtig hinbekommt. Ich weiß nur nicht wie es weiter gehen soll. - Amputation wagen und ein Risiko eingehen? - Einschläfern und sie damit aufgeben und erlösen? Wie lange erträgt sie diese Situation? Ich möchte nur ihr bestes. Aber was ist das? Ich möchte mir auch noch die Meinung der Tierklinik dazu holen. Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit Amputationen? Besonders auch bei älteren Kaninchen? Ich bin auch für jeden Rat dankbar. Zur Zeit bin ich etwas überfordert.
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| Das Bein ist nicht gebrochen. Die Nerven sind so schwer verletzt, dass das Bein gelähmt ist.
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| Sorry, dann hab ich das mißverstanden. Vielleicht ist auch einfach nur ein Nerv eingeklemmt. Wie gesagt, wenn sie sonst fit ist, würde ich es wagen. Wenn Du sie einfach nur einschläfern lässt, wirst Du Dich immer fragen, ob die Entscheidung richtig war.
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| Ich werde morgen mal einen Termin in der Tierklinik machen. Mal sehen was der Tierarzt dort dann sagt
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| Vorsorglich würde ich Vitamin B Komplex von Ratiopharm geben, ist gut zur Nervenregeneration. Wenn sie sonst fit ist, würde ich niemals ans einschläfern denken. Ich würde eine 2te Tierarztmeinung einholen und evtl warten ob die Nerven sich regenerieren. Falls das nicht geschieht und das gefühllose Beinchen stört (zB angenagt wird, sie damit immer hängen bleibt, etc.) würde ich es amputieren lassen. Narkose ist natürlich immer ein Risiko, aber wenn sie sonst fit ist, steckt sie die gut weg ... Ich hab auch ein Dreibein in meiner Gruppe, sie kommt damit gut zurecht ...
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| Wie lange hat dein Dreibein denn ungefähr gebraucht um sich an die neue Situation zu gewöhnen? Damit meine ich auch so Dinge wie hoppeln und putzen. Teddy hat das Problem, dass sie sich bepinkelt. Ich muss sie täglich waschen. Kann sich dein Dreibein selbst gut sauber machen?
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| Hmmm, bei Loony war das anders. Wie ich sie bekommen hab, war sie 7 Wochen alt und das Beinchen fehlte schon. Ursache ist unbekannt, Vermutung das die Mutter es vor Stress abbiss (enge Buchtenhaltung). Bei ihr ist es ein Vorderbein. Sie putzt sich selbst, hat aber auch noch einen kleinen "Stumpen" zum abstützen. Wenn dein Nin sich einnässt, werden auch die Nerven an der Blase beteiligt sein. Hebt sie beim Pippi machen das Schwänzchen? Geht also in diese typische "PippimachStellung" oder hast du das Gefühl das sie gar nicht merkt wenn sie Pippi macht? Sprich das auch mal morgen in der Tierklinik an! Umso wichtiger jetzt schnell Vitamin B zu geben. Die Kapseln bekommst du übrigens in der Apotheke, sind für Menschen. Das Vitamin B vom Tierarzt muss gespritzt werden und brennt dabei wohl ziemlich ...
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| Nerven brauchen sehr lange , bis sie sich regenerieren. Ich spreche hier von bis zu mehreren Monaten !!! Ich würde zunächst warten mit einer OP . Vielleicht heilt das ja von selbst aus . Vitamin B würde ich auf jeden Fall geben. Lass Dich von guten TA beraten und hol dir mehrere Meinungen ein!!! LG
__________________ Viele Grüße von mir ![]()
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| Wenn das Beinchen nach Außen wegsteht deutet es auf einen Hüftschaden/-bruch hin. Ich habe davon 2 Kandidaten hier, allerdings Hasen. Sie bekommen Nur Ruhe und Schmerzmittel. Mehr kann man bei Wildtieren nicht machen. Das Problem bei der Hüfte ist, das man es schlecht im Röbild darstellen kann .Wie lange sie brauchen um sich daran zu gewöhnen hängt vom Tier ab, allgemein aber kommen sie sehr schnell damit zurecht. Das Problem ist eher der Phantomschmerz hinterher und das putzen wollen und nicht können, Beimchen fehlt ja. Einnässen wird sie sich in der ersten Zeit auch, vielleicht auch für den Rest ihres Lebens, das muss man dann abwarten.
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Richtiges Einnässen ist es nicht. Sie bringt sich in Position, aber sie kann das Schwänzchen nicht mehr ganz heben. Ich habe es auch getestet. Früher wurde sie ganz giftig, wenn ich in Schwänzchen angefasst habe. Jetzt kann ich damit machen was ich will und sie zuckt nicht mal. Dadurch wird ihr rechtes Bein ganz nass. Mit dem Häufchen machen klappt es ganz gut. Da ist sie auch nicht verschmiert. Sie möchte sich auch putzen, aber das gelähmte Bein ist ihr im Weg, da sie das nicht anheben kann. Das Beinchen steht so komisch, weil sie es selbst nicht mehr anziehen kann. Es steht dann so wie es gerade kommt. Darauf abstützen kann sie sich überhaupt nicht. Sie fällt dann um. Vitamin B bekommt sie schon die ganze Zeit. Schmerzen hat sie wohl keine. Nachdem das Schmerzmittel abgesetzt wurde, habe ich keine Anzeichen dafür gesehen. Sie beteiligt sich auch aktiv am Leben (gegenseitiges Putzen, schmusen, spielen). Nur ihre berühmten Bocksprünge macht sie nicht mehr. Ein wackliges und abgestütztes Männchen schafft sie auch. Ich habe vorhin in der Klinik angerufen. Ich habe am Montag um 8 Uhr einen Termin. Es wird auch direkt der Chirurg anwesend sein und falls nötig könnte sie sofort operiert werden. Ich bin da eigentlich recht optimistisch. Bisher habe ich sehr gute Erfahrung mit dieser Klinik gemacht. Vor 2 Jahren haben sie Teddys Schwester gerettet, nachdem sie von einem Hund aus dem Stall gezerrt und schwer verletzt wurde. Mittlerweile bin ich auch ruhiger geworden. Teddy ist bei mir geboren und ich war sogar bei der Geburt dabei. Ich musste sie als Baby mitversorgen, weil die Mutter vollkommen überfordert war. Durch diese enge Bindung hatte ich Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Ich habe kein Problem sie beim sauber machen zu unterstützen. So schnell ekel ich mich nicht. Sie hat sich auch mittlerweile daran gewöhnt. Eigentlich wird sie nicht so gerne auf dem Arm gehalten, aber sie merkt, dass wir ihr helfen möchten. Sie ist ganz brav dabei. Meine Schwiegermutter hält sie fest und ich kann sie in Ruhe waschen. Das System funktioniert prima.
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| Ich war heute mit Teddy in der Tierklinik und habe sie operieren lassen. Bei der OP ist alles super gelaufen und sie ist auch schon wieder zuhause. Sie putzt sich, hat ihren Innenstall erkundet und frisst auch wie gewohnt, Sie hat einen Druckverband am Becken der sie noch stört, aber sie kommt langsam besser damit klar. Durch den Verband bleibt ihr der Trichter erspart. An ihrem Verhalten merkt man überhaupt nicht, dass sie eine OP hinter sich hat. Ich bin unfassbar glücklich, dass sie die OP so gut überstanden hat.
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| Ich werde weiter berichten. Ja das Beinchen ist jetzt weg. Morgen steht die erste Kontrolle beim Tierarzt an. Dann sehe ich auch wie die Wunde aussieht. Durch den Verband kann man nur schwer erahnen was da drunter ist. Hoffentlich kann der Tierarzt den Verband etwas dünner machen. Zur Zeit sieht Teddy aus als würde sie eine Windel tragen. Dann stört er sie hoffentlich weniger. Ich habe den Innenstall mit Küchenrolle ausgelegt. Darauf rutscht sie sehr viel. Das geht ihr auch auf den Keks, aber da muss sie jetzt wohl durch. An den Verband geht sie zum Glück nicht dran. Bis sie wieder nach draußen zu ihrer Schwester darf wird noch etwas dauern. Dafür muss sie erstmal auf drei Beinen zurecht kommen. Der Stall hat 4 Etagen. In 2 Wochen sollen die Fäden gezogen werden. Das Antibiotikum gebe ich ihr jeden Tag ins Mäulchen (was sie nicht besonders lustig findet).
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| Hol Dir in der Apotheke oder im Sanitätshandel saugfähige Hygieneunterlagen. Die sind eigentlich für s Bett gedacht funktionieren aber ganz gut. Vielleicht kommt sie damit besser klar. Gute Besserung an die tapfere Maus.
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| Wie lang soll sie denn drin bleiben? Ist gerade eine blöde Zeit. Am besten Fenster so oft wie möglich auf und abends keine Beleuchtung. Evtl. könnte man die Schwester nach 1-2 Wochen auch reinholen und innen wieder zusammen führen (Heimvorteil für Dreibein).
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| die Wickelunterlagen kann ich nur empfehlen! am besten in nem Drogeriemarkt da sind die dinger halbwegs bezahlbar. Damit lässt sich das ganze schön sauber halten (grad mit der frischen Wunde am Becken sehr wichtig) ich muss ehrlich sagen wir hatten weder Verband noch Kragen, hat bei uns super geklappt.. der Herr kam nämlich wegen der nicht existenten Balance gar nicht erst ran... Edit: das hatte ich noch vergessen: lass die beiden ruhig wieder zusammen, sobald Teddy die OP verdaut hat bzw. halbwegs stabil steht. unsere Madame hat ihrem Macker ziemlich geholfen. außerdem lernt Teddy das viel schneller wenn du ihr möglichst viel Auslauf im Haus einrichten kannst.. Geändert von Monster2 (29.09.2015 um 14:46 Uhr).
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| Wie lange sie drinnen bleiben soll weiß ich noch nicht. Es hängt davon ab wie die Heilung verläuft. Eine Trennung kennen die beiden schon. Vor 2 Jahren wurde Lissy von einem Hund in unserem Garten angegriffen. Sie war 2 Monate drinnen, weil sie sich einen Wirbel angebrochen hatte und wegen einer Athrose in der Wirbelsäule nicht operiert werden konnte. Da war absolute Schonung angesagt. Ich werde morgen mit dem Tierarzt darüber reden. Auch was das Thema Auslauf angeht. Teddys Schwester ist manchmal ein kleiner Giftzwerg.
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