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Kaninchen Inkontinent - Ursache nicht gefunden auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Niedgen
  • 1 Post By Lupine

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Ninchen
 
Registriert seit: 02.08.2015
Beiträge: 2
Santana befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2015, 01:51

Kaninchen Inkontinent - Ursache nicht gefunden


Hallo zusammen,
nun schlage ich mich schon so lange mit dieser Sache rum und habe rein durchs lesen hier auf diesem Forum schon so viele gute Tipps bekommen doch leider alles ohne das Problem zu lösen. Da ich hier nun auch nichts weiter zu der Sache finde schreibe ich euch jetzt die ganze Geschichte auf und hoffe, dass ich auf dem Weg endlich mein Hasi gesund bekomme


Es geht um meine Buca.
Sie ist eine mittelgroße, ca. 4-5 Jahre alte Widderdame und lebt seit knapp einem Jahr bei mir.
Ich hatte sie und ihren Kumpel damals von meinen ehemaligen Nachbarn genommen. Dort waren die beiden sozusagen "ausrangierte" Kinderkaninchen.
Schon im Jahr zu vor habe ich die beiden, wärend die Besitzer im Urlaub waren, versorgt und mir fiel auf dass Buca zwischen den Beinen ganz kahl ist. Sonst sah man nix. Also habe ich die Besitzer darauf hingewiesen, dass das beobachtet werden muss und nicht normal ist.

Ein Jahr später als ich sie dann bekam war der Zustand unverändert.
Laut Tierärzin kommt das Problem durch vorhandenen Harngries.
Ich stellte die Ernährung auf Kaltiumarme kost um und Buca bekam Schmerzmittel und Antibiotika.
Das half und die Haare wuchsen nach aber nach ein paar Wochen war sie wieder feucht und es begann sich zu entzünden. So bekam sie wieder Antibiotika, das half wieder...und nach ein paar Wochen gings wieder los usw...

Ein Ultraschall der Blase war völlig unaufällig doch eine Röntgenaufnahme der Gebärmutter ergab, dass diese entzündet ist.
Diese wurde also entfernt. Toi toi toi hat sie das super überstanden!
Das Problem der Inkontinez kam aber ein paar Wochen nach der OP wieder (waren gefühlte sechs Wochen. Habs leider nicht aufgeschrieben) So war also klar, dass die Gebärmutter nicht die Ursache war sondern in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ab hier war ich wieder bei meiner „alten“ Tierärztin zu der ich bis dahin nicht bin weil sie so weit weg ist.

Mit ihr zusammen „probierte“ ich dann verschiedene Wege aus.
Ich liste einfach mal auf:

Waschen mit verschiedenen Lotionen, Salben, Puder, Ergänzungsfuttertabletten zu Unterstützung der Blase, erneuter Ultraschall um einen sich bildenden Tumor auszuschließen, Ultraschall der Nieren, andere Antibiotika, Urinuntersuchung im Labor
...es ist einfach durch nichts in den Griff zu bekommen. Ich führe erst jetzt genau Buch aber kann schon sagen, dass es irgendwie intervallartig ist. Also meistens geht’s ihr so 6-8 Wochen gut und dann 3 -5 Wochen schlecht.

Hier im Forum las ich über die Möglichkeit dass ein Kaninchen inkontinent sein kann aufgrund einer Arthrose im Lendenwirbel die auf den Nerv der Blase drückt. Laut meiner TÄ erkennt man eine solche Arthrose aber nur im MRT, daher gebe ich ihr nun Schmerzmittel und muss sehen ob es was hilft

An diesem Punkt bin ich gerade. Seit vier Tagen ist Buca wieder nass und ich muss noch beobachten doch hab ich leider schon die Vermutung, dass die Schmerzmittel nicht das wahre sind. Zumal sie ja auch keine Dauerlösung sein können.
Oder doch? Hat jemand Erfahrung?

Jetzt gibt es noch zwei Strohhalme an die ich mich klammern kann:

Ich habe von Akupunktur bei Kaninchen gehört doch ich kann nichts darüber raus finden.
Weis vielleicht jemand etwas darüber und kann mir sagen ob es das wert wär sie so behandeln zu lassen?

Es gibt ein Antispasnikum für Hunde die eine Blasenschliesmuskelschwäche haben. Das hilft bei Hunden sehr gut. Der Hersteller kann aber keinerlei Erfahrungsberichte bezogen auf Kaninchen vorweisen und sagt ausdrücklich dass ich es auf eigene Gefahr geben würde.
Ist natürlich heikel...das mache ich nicht, außer jemand von euch hat damit Erfahrung!?

Das ist also die Geschichte in Kurzform ;-) leider einfach unmöglich zu erklären ohne einen Roman zu schreiben..

Hier noch ein paar eventuell relevante Zusatzinfos:
Buca ist ursprünglich aus dem Baumarkt,
ihre Schwester ist vor zwei Jahren ohne erkennbaren Grund gestorben.
Vor drei Jahren war Buca nach einem Hitzschlag von Fliegenmaden befallen, zum Glück hat sie das überlebt!
Außer der Inkontinenz lässt sich an Buca kein weiteres Symptom erkennen, sie frisst und hoppelt so wies sein soll und der Partnerhase ist völlig gesund.
Die beiden lebten bis vor ein paar Wochen in Innenhaltung und sind mittlerweile in ihr neues Außengehege gezogen.
Ich fütter Gemüse im Winter und Wiese im Sommer, Heu vom Bauern (scheint aber eh keinen Einfluss auf die Erkrankung zu nehmen)

Jetzt fällt mir nix mehr dazu ein. Jetzt wisst ihr alles über mein Hasi wie die CIA
Ich hoffe wirklich, dass mir hier jemand weiterhelfen kann!
Vielen Dank fürs lesen und schon mal fürs Antworten!



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Benutzerbild von Niedgen
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 27.10.2013
Beiträge: 302
Niedgen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2015, 14:30

Hallo

Wenn ich mir deinen Beitrag so durchlese, dann denke ich nicht, dass dein Kaninchen wirklich inkontinent ist, weil:
a)es durch gabe von Antibiotikum weg geht
b)es kein dauerhafter Zustand ist.


Habt ihr den Urin auf Bakterien in der Akutphase untersucht?
Für mich klingt das eher nach einer rezidivierenden Blasenentzündung. So einen haben wir hier auch:

Das Problem bei ihm ist, dass er wirklich viel und schnell Blasenschlamm produziert und die Blase vergrößert ist. Das Problem bei Kaninchen ist auch die ein wenig eigenartige Anatomie der Blase.Wenn du ein Röntgenbild gesehen hast, siehst du, dass die Blase so nach unten "hängt" und der Ausgang eher weiter oben ist. Das heißt, dass der Blasenschlamm (wie Kaffeesatz) am Boden zurück bleibt und fast ausschließlich "klarer" Urin abgegeben wird. In dem Rest , der in der Blase zurückbleibt, können sich Bakterien vermehren wie im Paradies. Außerdem kann der Schlamm und kleine Steine die Blasenwand verletzen und alles entzündet sich auf dem Weg...
Bei unserem ist es so, dass er dadurch die Blase nicht vollständig entleeren kann.


Lange Rede kurzer Sinn: Ihr müsstet herausfinden, welche Art Kalziumristalle sie in der Blase hat, je nachdem könnt ihr dann versuchen mit pflanzlichen Sachen wie Urologist, Allrodin etc unterstützen.

Bei uns hat bisher nichts davon geholfen, da Edgar wahrscheinlich eine Stoffwechselstörung oder sowas hat. Er produziert den Blasenschlamm schnell nach, trotz ultimativer Blasenkaninchen- Ernährung. Wir suchen auch schon lange nach der Ursachen, aber sie bleibt uns verborgen.
( wir haben noch einen Trumpf, der demnächst ausgespielt wird, jedoch ist die Hoffnung gering)

Ihr könntet zum Beispiel das Tier beim Ta infundieren und die Blasen ausmassieren lassen, oder eine Blasenspülung unter Narkose versuchen das ist (je nach Kaninchen) stressfreier als das aumassieren, aber nicht so "nachhaltig"...
Wobei das Pro beim Infundieren eindeutig die Durchspülung der Nieren ist, da diese auch verkalken können

Liebe grüße von Nadine und dem Blasen-Eddie^^


Edit: Wir aben auch immer so 4-6 Wochen Ruhe und dann wieder feucht...



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Geändert von Niedgen (15.09.2015 um 14:36 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 15.09.2015, 14:52

Ergänzend zu Niedgen würde ich noch evtl. mal nach E.Cuniculi schauen. Die Krankheit ist so enorm vielfältig in ihrer Erscheinungsform, und es ist bekannt dass sie auch die Nieren schädigen kann, außerdem kann sie neurologische Schädigungen verursachen die auch die Hinterhand betreffen (unter Umständen auch ausschließlich - ich habe solch einen Fall selbst erlebt). Deshalb würde ich nicht ausschließen wollen, dass hinter dieser Symptomatik eine ungewöhnliche Form von E.C. stecken könnte - das sollte man evtl. abklären. Dazu würde auch passen dass es unter Antibiotika besser geworden ist, denn AB ist ein Teil der Behandlungsstrategie gegen E.C.



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Stichworte
blasenproblem, entzündet, inkontinenz



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