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Kokzidien auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By marinahexe
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Benutzerbild von FlusenHase
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2015
Beiträge: 47
FlusenHase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 09:11

Kokzidien


Hallo Ihr Lieben,

ich wollte euch nur mal mein "leid" kund tun.
Nachdem meine Bande zum vorsorglichen Herbst Check Up beim Tierarzt vorgestellt wurde (mittlerweile sieben Stück) - habe ich, wie ich das so immer mache - vorsorglich eine Kotprobe abgegeben, diese habe ich untersucht und Strongyliden und Kokzidien gefunden. Hefen allerdings nicht - immerhin!

Da ich sieben Stück habe, das Gehege draußen ist, wird das ganze eine tierische Arbeit (schwitz!). Eine separate Unterbringung ist bei mir nicht möglich!

Vielleicht nützen einem die anderen Infos ja jemandem hier der nicht weiß was man machen kann oder unsicher ist.

Nun, gegen die Strongyliden gab es erst einmal Advocate für die kleinen, 0,1 ml pro kg in den Nacken.

Ich wartete noche eine Woche da ich den kleinen Körper nicht so belasten will.

Folgendes habe ich noch in Erfahrung gebracht. Um Kokzidien wirksam im Gehege abzutöten bedarf es einem Desinfektionsmittel mit dem Wirkstoff Kresol. Die Wirksamkeit von Capha DesClean ist nahezu unwirksam, zwar besitzt das Caphadesclean chlorkresol, allerdings in einer sehr niedrigen Dosierung Näheres hierzu unten:

Die Desinfektion des Geheges:
1. Stalldesinfektion:
Nachdem die überforderte Apothekerin keinen Rat wusste, recherchierte ich im Netz und habe Neopredisan entdeckt. Ein Stalldesifektionsmittel.
Dieses Mittel kostet im Verkauf rund 35€. Also bestellte ich das Mittel aus welchem ich eine 3-4%ige Lösung anrühren muss (nur beim TA möglich! oder ebay..), die dann 2 Stunden einwirkt... nun stellte sich die Frage, wie mache ich das mit der ganzen Fläche des Geheges? Wohin mit den Kaninchen??

Da kam mir die Idee.. alle Kaninchen werden natürlich raus gefangen und müssen wohl leidlich 2 Stunden im Kennel warten (ohhh.... :P ). Ich kaufe mir morgen einen Unkrautbrenner (35€) ( so ein Flammenwerfer ding) und werde sämtliche Steine "abbrennen" - da die Oozyten ab 70° sterben, dachte ich das Sie bei 180° mit sicherheit tod sind..(sterbt ihr Paraisten sterbt).
Das muss natürlich für meine Nachbarn lustig aussehen wenn ich da Ghostbuster-mäßig durch renne...

Die desifnektion geht über die gesamten drei Tage am Wochenende. Eine heiden arbeit.

Eingestreut wird das Wochenende nur in der Kaninchentoilette. Sonst explodietr die Mülltonne.

Nicht vergessen zu desinfizieren:
- Raufen
- Näpfe
- ggf. Trinkflaschen (ich hab nru Näpfe)
- Toiletten
- Spielzeug
- Häuschen, Tunnel, Kisten

Therapie:
Als Medikament spritze ich über drei tage Bigramm (Trimethoprim 40.mg Sulfamethoxazol 200.mg) mit der Dosierung 0,1 pro kg - ich sah vieleicht aus als ich mit 30 Kanülen, einer Flasche Bigramm und diversen Spritzen in der Tüte aus der Praxis stapfte...

Folgendes wird aus dem Gehege entfernt:
Spielzeug, Buddelkiste. Da ich diese nur einmal desifiziere. Das spart arbeit für die nächsten Tage. Alles muss desinfiziert werden. Wirklich... alles...(auch die Kennel indem die Mäuse dann saßen während das Mittel einwirkt.

Fütterung:
Es wird ausschließlich Heu und getrocknete Kräuter über das Wochenende geben, sowie kleine Mengen Gemüse ohne große zuckerbelastung und stärkebelastung. Also kein Obst. Das Futter wird in Raufen verteilt, um zu verhindern das möglichst wenig auf dem Boden landet, da die Oozyten mit dem Kot ausgeschieden werden und eine wiederaufnahme der Eier sollte möglichst vermieden werden, daher auch diese "mega desifektionsparty".


Falls noch jemand einen guten Tipp hat, eine Anmerkung oder eine Info - her damit

morgen fange ich dann an - ich hoffe - dass mich die Mäuse dann noch ein wenig mögen, wenn ich die drei tage hintereinander rausfange und in die Seite piekse


Wie ich mir die Biester eingefangen habe?
Möglich wäre das ein neues Tier diese eingeschleppt hat ( hier sollte man eigentlich immer eine Quarantäne bevorzugen, das geht nur leide rbei mir nicht) ODER ich habe Gras von einer verseuchten WIese gefüttert. Da wir hier in Kölle sowieso Wildkaninchen haben, ist dies nicht ganz auszuschließen.

Gut möglich das ich mir die dort eingefangen habe, allerdings möchte ich nicht auf eine Wiesenfütterung verzichten, somit wechsel ich nun einfach die Wiese vorsorglich.

Nach der Prozedur geht es erneut mit einer Kotprobe zum TA.


Liebe Grüße

Flusi




Geändert von FlusenHase (10.09.2015 um 09:15 Uhr).
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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 12:54

Wow. Ich wünsche dir viel kraft und vor allem viel Erfolg bei der Megaaktion!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 14:15

Wie heißt die Epidemie, die Du gerade bekämpfst?



crazy curry likes this.

Benutzerbild von FlusenHase
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2015
Beiträge: 47
FlusenHase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 14:27

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Wie heißt die Epidemie, die Du gerade bekämpfst?
Es handelt sich um Kokzidien - das sind einzellige Darmparasiten beim Kaninchen, die u.a. Verdauungsprobleme verursachen können. Bei manchen mehr bei manchen weniger.

Hier sieht man die Eier:


Die kleinen Sind vom Einzeller (kokzidien), das große ist eine Strongylide. Strongyliden sind Rundwürmer.

beim kaninchen nennt man die Krankheit auch Kokzidiose.

Ich empfehle jedem kaninchenhalter der Wildwiese füttert pro halbjahr mal eine Kotprobe untersuchen zu lassen. gerade bei kranken oder Alttieren. So eine Untersuchung kostet 10€ - man kann in den Praxen einfach den Kot reinbringen (kleine Menge über drei Tage sammeln) - das Tier ansich muss nicht mit.

Also Kurz:
Kokzidien / Kokzidiose - Einzelliger Parasit. Die Eier werden auch Oozyten genannt. Aufnahme durch verunreinigte Nahrung - auch Schweine, Rinder und Pferde können befallen sein. Ausscheidung der Eier im kot.
--> Durchfall, Appetitlosigkeit, abmagerung

Strongyliden: Rundwürmer - ein Weideparasit. Aufnahme durch verunreinigte Nahrung. Hohes Ansteckungsrisiko im Herbst/Spätsommer.
-->Blind- und Dickdarmentzündung -Durchfall, Kolik, Appetitmangel, Abmagerung, Leistungsminderung




Geändert von FlusenHase (10.09.2015 um 14:32 Uhr).

Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 20:48



Gib ihnen Baycox , sammel die Köttel ein und mache tägl. das Klo sauber. Den ganzen anderem Mist mit den Chemikalien kannst vergessen, völlig unnötig.

Ich habe Außenhaltung, da mache ich auch nicht mehr. Kokzidien sind vereinzelt im Körper, kommt es zum Stress vermehren sie sich und es kommt zu Symptomen.

Ich habe noch nie ein Wildie mit Desinfektionsmitteln gesehen , man kanns echt übertreiben.
Selbst meine Handaufzuchten bekommen nichts anderes.


Marinahexe, der war gut



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__________________
Liebe Grüße Heike



Benutzerbild von FlusenHase
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2015
Beiträge: 47
FlusenHase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 22:27

Schön das ihr euch zumindest amüsiert - ich mach mich dann demnächst auch über Euch lustig wenn ihr mal Rat sucht oder euch ein Kaninchen verendet. Bestimmt voll gut! Oder Frust habt. Oder sonst irgendwas. ;-)
Ich habe alttiere da drin sitzen und keine Lust einen ewigen Kreislauf von kokzidiose zu haben - das Desinfektionsmittel wird halt in den Ställen eingesetzt. Der Rest wird abgebrannt, weil ich u.a. Rheinkies im Gehege habe und nicht jeden köttel aufsammeln kann - aber wenn ihr das könnt dürft ihr gerne vorbei kommen.


Wenn ihr meint das sei übertrieben - Bitte. Ich habe keine Möglichkeit alles penibel einzusetzen daher neopredisan.


Desinfektion ist das a und o einer kokzidiose - aber das wisst ihr bestimmt.




Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 17.083
LuLu03 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2015, 22:35

Desinfektion ist übertrieben. Normale Sauberkeit reicht vollkommen aus.
Meine Tiere laufen immer noch im Garten wo schon Wurmköttel und Kokzidien lagen. Kann ich nicht ändern schon allein weil wir hier elendig viele Tauben haben.
Wir sind trotzdem seit 8monaten Kokzidien frei tatsächlich ohne jegliche Desinfektion.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2012
Beiträge: 1.323
Hase2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2015, 20:53

Ist bei mir genauso. Ich lass ein paar Kokzidien halt rumschwirren. Daran ist noch keins gestorben. Bei Neuzugängen mit schwerem Befall behandel ich natürlich.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2014
Beiträge: 94
Rotkuschel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2015, 13:43

Ich habe meinen Kaninchen Baycox gegen die Kokzidien gegeben.
Das Gehege habe ich aber auch mit Desinfektionsmittel gereinigt. 2 Tage lang musste das einwirken. Wir haben das damals vom TA für 5 € mitbekommen.

Ich finde nicht, dass Desinfektionsmittel übertrieben ist. Wenn man nur Baycox verwendet und das Gehege nicht desinfiziert, dann stecken sich die Kaninchen doch immer wieder mit Kokzidien an. Denn diese Kokzidien sind nicht nur im Kaninchen, sondern auch im Gehege, mit einfacher Reinigung ist das nicht getan, so sagte uns das der TA. Und er hatte Recht: Meinen Kaninchen geht es dank Baycox und Desinfektionsmittel wieder gut. Ich gehe lieber auf Nummer Sicher und reinige das Gehege mit Desinfektionsmittel, als das eines meiner Kaninchen stirbt, nur weil ich kein Desinfektionsmittel verwendet habe.

Lieber doch etwas "übertreiben" als "untertreiben".

LG
Laura




Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2012
Beiträge: 1.323
Hase2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2015, 18:38

Kokzidien sind, nach allem was man so liest extrem wirtsspezifisch, daher spielen Tauben keine Rolle. Bei Tauben weiss man, dass es verschiedene Kokzidien gibt, die sogar so spezialisiert sind, dass sie nur in bestimmten Bereichen des Verdauungstraktes unterwegs sind. Auch bei Kaninchen soll es wohl Kokzidien mit unterschiedlich starker Pathogenität geben, in allgemeinen sind auch bei Kaninchen vor allem ganz junge Tiere in Bezug auf Kokzidiose gefährdet, die Alten sind meist nur Träger (Deine Kaninchen haben keine Kokzidiose, sie haben Kokzidien). Da in diesem Fall keine Erkrankung vorliegt, scheinen deine Kokzidien nicht von allzugrosser Pathogenität zu sein. Wie auch immer, es muss jeder für sich von Fall zu Fall beurteilen, aber Rotkuschels Meinung "lieber zu übertreiben" teile ich bei Kokzidien nicht in jedem Fall, denn die innerliche und äusserliche Chemiekeule ist auch nicht gesund, zumal wenn man mit Wiederholungen rechnen muss.



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