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KaninchennachwuchsHallo zusammen, ich bin neu hier und aufgrund der Ereignisse der letzten beiden Wochen habe ich ein paar Fragen. Der Sachstand: Am Fr. 21.09. ist unsere Häsin Brauni (6J.) plötzlich verstorben. Unser Böckchen Flocke (6J. kastriert) war daraufhin alleine. Am Mo. 24.09. haben wir aus einem Tierheim eine Häsin (Bella) bekommen, sehr zutraulich, mit dem Hinweis, dass sie evtl. trächtig sein könnte. Im Tierheim ist schon ein Wurf von ihr mit 5 Jungen untergebracht. Wir haben im Garten einen doppelstöckigen Stall mit Außengehege (4mx4m) 1. Tag Mo. - Flocke jagt Bella durchs Außengehege und durch den Stall. 2. Tag Di. - Bella zeigt ihm die kalte Schulter und läßt ihn abblitzen, seine Verfolgungen werden langsamer und er versucht sich ihr schnuppernd zu nähern - Bella sucht das Weite. Beide schlafen getrennt im Stall. 3. Tag Mi. Am Nachmittag liegen beide einträchtig nebeneinander und putzen sich gegenseitig; Bella hat einen "Riesenhunger"... 4-5 Tag - die beiden haben sich gesucht und gefunden, Flocke ist ein "Schisser" und Bella die "Zurückhaltende" 6 - Tag Sa. Bella macht aus Flockes Schlafzimmer ein Kinderzimmer und wirft 3 Junge; Flocke wird obdachlos und bekommt ein neue Unterkunft im Garten mit Haus und Freigehege...und versteht die Welt nicht mehr! Nun zu meinen Fragen:
Herzliche Grüße aus Köln
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| Hallo und herzlich willkommen! Das sind ja spannende Zeiten bei euch. Normalerweise nehmen einem Häsinnen eine vorsichtige Nestkontrolle nicht übel. Wenn sie allerdings gerade selbst dort sind, kann es schon sein, daß sie etwas verteidigen. Also lieber machen, wenn sie gerade nicht im Nest ist. Tote zu entfernen ist richtig. Die Lebenden brauchen ja ein sauberes Nest. Kontrollieren sollte man auch die Lebenden. Sind die Bäuchlein rund, bekommen sie genügend Milch. Wenn eine Kaninchenfamilie sich kennt und genügend Platz hat, muß man Mutter mit Kindern eigentlich nicht abtrennen. Die Mutter regelt den Besuchsverkehr am Nest nach eigenem Gutdünken. Manche lassen die anderen Kaninchen gucken, manche nicht. Dann würden die Jungen auch ganz automatisch in die Gruppe hineinwachsen. Eure kennen sich halt noch nicht lange. Das ist das Problem. Behalten könnt ihr die Jungen bei genügende Raum. Wenn ihr die Rammler unter den Jungen frühzeitig kastrieren laßt, müssen sie nicht von den Damen getrennt werden. (Vor der 12. Woche) und ihr müßt nicht neu vergesellschaften. Geschlecht könnt ihr beim Tierarzt bestimmen lassen, wenn sie etwas älter sind.
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| Das mit der dünnen haut ist Käse. Die ist bei Erwachsenen auch nicht dicker. Jungtiere stellen noch keine Ansprüche an einen eigenen Rangordnungsplatz, daher gibt's auch keinen Grund zum beißen. Sie kriegen höchstens mal eine erzieherische Maßnahme in Form eines leichten Zwicks. Und die Alten können das dosieren. Meine Jungtiere wachsen immer in der Gruppe auf. Der aktuelle Wurf ist ebenfalls in eine frisch zusammen gestellte Gruppe hinein geboren und es gibt keinerlei Anzeichen dass ein Alttier aggressiv auf ein Junges reagierte. Ich würde den Zaun entfernen und ein großes Gehege bauen, das gleich groß genug für alle ist. Das Geschlecht kann man ab der 4.-5. Woche zweifelsfrei feststellen. Schau mal selbst auf kaninchenwissen.de/geschlechtsbestimmung (notfalls Bitte die Begriffe selbst googeln,hab das jetzt aus dem Gedächtnis getippt).
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| Nur kurz für mich @ Angy Ist das defintiv so? Ich habe das sogar so in meiner Ausbildung gelernt, das eben junge haut durchaus empfindlicher ist, und wenn man so n pöbel opi hat wie ich, sollte man dann vll. aufpassen. In einer gruppe aufwachsen ist immer toll für die kleinen, gibt dann viel zu lernen ![]()
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| Ein Junges ist halt insgesamt kleiner, natürlich ist da alles eine Nummer zarter. Aber aus Glas sind die auch nicht Und es ist schlechter für das Junge, isoliert nur mit der Mutter aufzuwachsen als vielleicht mal eine Schramme zu riskieren. Verhalten ist geschlechtsspezifisch. Die Rangordnung ist ebenfalls ggeschlechtsspezifisch. Die Mutter allein kann ihren jungen gar nicht das ganze Spektrum der Gruppendynamik beibringen. Natürlich muss man bei Tieren die sich nicht ganz normal verhalten aufpassen. Klingt aber beim TE nicht so, da wird gekuschelt statt gepöbelt.
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| Vielen Dank für die Infos, damit können ich was mit anfangen! Es tauchen jetzt neue Fragen auf. Eines der beiden Jungen, die nun 6 Tage alt sind, hat Blut am Mund, bzw. die Mundfalten sind rot. Kann die Hasenmutter instinktiv feststellen, dass ggf. ein Junges nicht überleben wird und es trennt die beiden vorsorglich voneinander? Die 2 Jungen haben die meiste Zeit zusammengelegen, heute lag das eine mit dem roten Mund versteckt unter dem Stroh entfernt vom Geschwisterchen. Danke für weitere Hinweise!
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| Mal eine Frage aus der anderen Richtung: Ist denn der mögliche Vater bekannt? Handelt es sich bei den Eltern um Schecken oder Zwergkaninchen (mit kurzen Ohren, also Typzwerge)? In dem Fall KANN es nämlich sein, dass das betreffende Junge für das SChecken- bzw. Zwergengen reinerbig ist, und da diese beiden Gene mit einem Letalfaktor gekoppelt sind, wird dieses Junge in dem Fall nicht überleben. Normalerweise können Kaninchen ihre Jungen nicht transportieren. Es berichten immer wieder Züchter von Müttern, die Junge aus dem Nest befördern bzw. dass man morgens zwei Nester vorfindet, auch wenn man die Jungen wieder vereinigt hat. Ich würde mir das Junge ansonsten gut anschauen, wenn es so erstmal ok und gesäugt wirkt, würde ich abwarten und sehen wie es sich weiter entwickelt. Manchmal krabbeln Jungtiere aus dem Nest, manchmal werden sie versehentlich mitegschleift, wenn die Mutter das Nest verlässt und ein Junges die Zitze noch nicht losgelassen hat.
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| Zitat:
Bella ist uns als Zwergkaninchen mit relativ langen Ohren (Flocke unser Löwenköpfchen hat definitiv kürzere Ohren) verkauft worden. Bella hat sich am 4. Tag viel Fell ausgerissen und ein Extranest für ein Junges angefertigt, was aber schon gestorben ist. Dieses Junge war immer getrennt von seinen beiden Geschwistern im Nest unterwegs. Das Junge, was nun die rote Färbung am Mund hat ist einfarbig grau. Sein Geschwister ist braun-weiss-gescheckt und dicker. Die beiden waren in den ersten Tagen immer nebeneinander gelegen und nun sind sie voneinander entfernt im Nest.
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| Leider hat unser Sorgenkind die Nacht nicht überlebt. Nun bleibt uns noch eines übrig, was gesund aussieht und hoffentlich durchhält - das werden wir dann auch behalten.
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| Alles Gute für das Verbleibende! Hast du Fotos? Wir sind etwas kaninchenfotosüchtig hier. ![]()
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| Zitat:
Ich habe zur Zeit zu viel zu tun, um auch noch Fotos zu machen. Nächste Woche entspannt sich die Situation voraussichtlich, dann mache ich mal ein paar Fotos - hoffentlich ist dann Nr. 3 noch dabei... Schönes Wochenende und Danke für die vielen Infos!
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