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Meine Kaninchen-Geschichte auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Woblitz
Ninchen
 
Registriert seit: 24.05.2015
Beiträge: 10
Woblitz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 12:32

Meine Kaninchen-Geschichte


Hallo,

vor über 20 Jahren sah ich in einem Gartencenter, der auch eine kleine Zoohandlung hatte, ein braun-weißes (Zwerg)Widderkaninchen. Mein damaliger Freund überraschte mich ein paar Tage mit dem kleinen Mann (Cäsar). Kurze Zeit später musste ich feststellen, dass seine Ohren immer schlimmer wurden. Milben... wir bekamen es in den Griff. Ca. 3 Wochen später verstarb er auf den Weg zum Notarzt. Ich kaufte mir danach nie mehr einen Hasen in einer Zoohandlung.

Ich kontaktierte einen Züchter und bekam meine Penny. Eine schwarze Widderdame (Zwerg). Sie lebte bei mir frei in der Wohnung und hatte sich mit meiner damaligen Katze Cleo angefreundet. Die Beiden waren unzertrennlich. Penny wurde 10 Jahre alt.

Danach wollte ich erstmal keinen Hasen mehr, weil die Gegebenheiten nicht da waren und ich auf jeden Fall, das nächste Mal zwei Kaninchen haben wollte. Der Zufall brachte mir Penny II. Mein Sohn bestand auf den Namen. Ebenfalls ein schwarzes Widder-Zwerg-Mädchen. Nachbarn fanden sie in einer Mülltonne und brachten sie zu mir. Da ich zu diesem Zeitpunkt wusste, dass wir bauen werden und ich einen Garten haben werde, um sie dort artgerecht halten zu können; nahm ich sie zu mir. Etwa 1 1/2 Jahre später zogen wir im Dez. 04 in unser Haus und als im Frühjahr 05 unser Garten fertig war, kaufte ich ein Aussengehege, das nicht so groß ist, aber gleichzeitig wurde der Garten Kaninchen-sicher gemacht, damit dieser komplett genutzt werden könnte. 1 Woche nachdem Einzug in das Gehege, lag Penny tot im Stall.

Daraufhin holte ich mir zwei Häsinnen (Susi (8 Jahre) und Mimi (1 1/2 Jahre)) , die bereits vergesellschaftet waren, aus dem Tierheim. 1 Jahr danach starb Susi. Damit Mimi nicht alleine war, kam Fabius ein braun-weißer Löwenkopf (Zwerg) an die Seite von Mimi. Kurz danach erkrankte sie und verstarb dann ebenfalls.

Danach kam der supergau 3 Kaninchen kamen an die Seite von Fabi und keines überlebte ein Jahr. Eines war sogar nur 2 Wochen bei uns. Ich erfuhr dann durch eine Untersuchung von Mona, dass die Kaninchen wohl einen Parasiten haben. Die Tierärztin sagte mir, entweder Fabius müsste den Rest seines Lebens alleine sein oder ich muss ein Kaninchen finden, dass ebenfalls diesen Parasiten hat. Ich kontaktierte die Kaninchenhilfe, Organisationen und viele Tierheime. Sie sagten, dass viele Kaninchen diesen Parasiten haben, aber sie in der Regel nicht danach testen, weil es zu teuer wäre und viele schon damit befallen wären. Ich weiß jetzt im Moment nicht mehr wie dieser Parasit heißt.

Also bekam ich Wanda (Zwerg-Widder) Ca. 2 Jahre lebten Wanda und Fabius glücklich miteinander. Eines Tages lag er tot im Stall.

Ich wollte nicht mehr. Ich konnte und kann diese Verluste nicht mehr ertragen. Ich versuchte ein gutes zu Hause für Wanda zu finden; wo sie Gesellschaft und Auslauf hat. Sie ins Tierheim zu geben, wo sie möglicherweise den Rest ihres Lebens in einem kleinen Käfig verbringen muss, wollte ich nicht. Ich fand leider keine geeignete Stelle. Also beschloss ich, dass sie bei uns bleibt, auch wenn es nicht artgerecht ist.

Ich lehne mich vielleicht etwas weit raus, aber ich glaube, dass sie glücklich ist. Früher als Fabi noch lebte, klar, suchte sie keinen Kontakt; doch jetzt sind wir ihr Rudel und versuchen soweit wir dies als Menschen sein können, für sie dazu sein.

Sie schloss sich unserer Hündin Lola an (Jack-Russell). Lola hatte wirklich einen sehr großen Jagdtrieb, doch Wanda und unsere Katze Cleo II, waren Lolas Freunde. Jedes andere Kaninchen und Katze wurden gnadelos gejagt, wenn wir nicht aufpassten; doch die Beiden gehörten zur Familie. Leider verstarb Lola im Februar 2015 und für Wanda und Cleo - und uns - ein großer Verlust.

Wanda sucht seitdem jetzt noch mehr Kontakt zu uns - vor allem zu meiner Tochter. Sie findet auch Cleo ganz toll. Was diese nicht so gut findet, aber ich muss beobachten, dass Cleo sich immer wieder in ihrer Nähe aufhält. Wer weiß...

Wenn ich im Garten arbeite oder auf der Terrasse sitze, kommt Wanda immer wieder zu mir. Stupst mich an, umkreist mich und ist immer übermütig und neugierig dabei. Ich finde sie ist eine wirkliche Schönheit und sie zu beobachten, wenn sie Luftsprünge macht, sprintet oder anderen Unsinn macht, ist wunderbar.

Wir füttern sie vor allem mit Heu, Möhren, Kohlrabi/Blätter, Rucola, manchmal Kräuter, seltener mit Obst. An heißen Sommertagen auch mal mit Wassermelone, Eisbergsalat und Gurke. Wanda wiegt im Sommer um die 1,8 kg. Im Winter nimmt sie immer etwas ab.

Dies ist meine Kaninchen-Geschichte.



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Registriert seit: 19.10.2013
Beiträge: 42.082
Minerva befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 13:17

Herzlich Willkommen!

Leider muss ich dich in deiner Wunschvorstellung, Wanda wäre ohne Kaninchenpartner glücklich, bremsen. Das ist sie nicht. Ein Kaninchen braucht immer einen artgleichen Partner.
Und wenn man sich keine weiteren Langohren holen will, dann muss man das übrig gebliebene Tier weiter vermitteln.



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Woblitz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 13:23

Ich sagte das ja verhalten und erklärte, dass ich niemanden fand.




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foreverjune befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 13:29

Aber wenn ihr niemanden findet , gibt es entweder das Tierheim (natürlich nicht schön) oder ihr besorgt ihr doch einen Partner ;-) Das ist nicht böse gemeint aber ich spreche aus Erfahrung , ich selber habe meine June fast ein Jahr lang allein gehalten und führe sie nun bald mit 2 Kaninchen zsm ...Man muss sich in die Lage des Tieres versetzen , denn ein einsames Kaninchen sucht eben Kontakt mit anderen Tieren , aber glücklich ist es nicht ... Es spricht doch eine ganz andere Sprache , isst anderes Futter , spielt anders ... da muss man seinem Tier zu liebe Abstriche machen



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Geschrieben am 24.05.2015, 13:48

Ich habe gerade in einem anderen Thread gelesen, wie krank Wanda ist (Kieferbruch). Nun geht natürlich erstmal ihre Gesundheit vor. Alles Gute für die Kleine.



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Geschrieben am 24.05.2015, 14:23

Ja, ich weiß, dass es egoistisch ist und mein erstes Kaninchen lebte ebenfalls alleine; weil ich es zu diesem Zeitpunkt nicht besser wusste.

Als ich sie damals bei dem Züchter holte, fragte ich damals nach, ob es i. O. wäre, wenn sie alleine gehalten würde und er bestätigte dies.

Ich belas mich im Laufe der Jahre und wurde eines besseren belehrt. Deshalb entschied ich mich nach ihrem Tod, dass ich erstmal, aufgrund meiner damaligen Räumlichkeiten, kein Kaninchen mehr zu nehmen, bis ich in der Lage wäre, zumindest 2 halten zu können.

Gut dann kam Penny II. Was ja nicht geplant war und am Anfang musste ich erstmal schauen, ob sie das überhaupt überlebt.

Sowohl mein Sohn als auch ich wären/waren bereit dazu, wenn wir wüssten, dass sie ein gutes zu Hause hätte.

Als damals Fabius starb, setzte ich mich u. a. mit der Kaninchenhilfe zusammen; doch sie waren überfüllt. Ich hatte es wirklich sehr lange versucht. Was soll ich machen; was ist wenn nach einem Jahr wieder ein Partner stirbt... mir wurde gesagt, dass liegt an diesem Parasiten? Wer würde meine Wanda nehmen, wenn man weiß, dass sie ihr Rudel infizieren würde? Es kann sein, dass sie ebenfalls morgen tot im Stall liegt? Ich kontaktierte -zig Tierheime und bat darum mir zu sagen, wenn sie ein infiziertes Tier haben, es mir zu vermitteln.

Und ein kleiners Übel das Tierheim? Was ist wenn sie ein Kinderzimmer mit einem kleinen Käfig kommt? Hier hat sie einen Garten für sich und "Nicht-Hasen" die sie liebevoll und respektvoll versorgen. Wir geben unser bestes.




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Geschrieben am 24.05.2015, 14:25

Natürlich gebt ihr euer bestes , das ist doch auch schön so ;-) Da sie ja immoment schlecht zu recht ist (Kiefer) warten wir erst mal ab und hoffen das beste ;-) Alles Gute und Viel Glück für euch und die Maus



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Geschrieben am 24.05.2015, 14:35

Und es wäre tatsächlich mal interessant, mehr über den "Parasiten" herauszufinden. Welche Symptome zeigten die erkrankten Tiere?



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Geschrieben am 24.05.2015, 14:46

Also ich schaute gerade nochmal in meinen Papierkorb und Gesendet, weil ich immer sehr lange Nachrichten aufhebe. Da ich ja wirklich sehr viele Tierheime anschrieb (die wussten auch gleich Bescheid). Leider neige ich dazu, mir latein. Namen nicht merken zu können.
Die damalige Tierärztin untersuchte damals meine Mona und hatte diesen Verdacht. Die Proben mussten eingeschickt werden und bestätigten ihren Verdacht, dass es dieser Parasit wäre, der ins Gehirn geht. Das ist das was ich in Erinnerung habe. Sie meinte, damals, dass jedes Kaninchen damit infiziert werden würde. Dann starb Mona und dann kam eben die Aussage, dass Fabius entweder alleine leben müsste oder ich sollte einen Hasen finden, der die gleiche Krankheit hat. Es muss nicht ausbrechen, kann aber.
Es ärgert mich jetzt kollosal, dass ich nicht mehr auf den Namen komme. Vielleicht rufe ich mal bei der ehemaligen Tierärztin an und frage nach, ob sie noch Unterlagen hat. Da sie meine Katze falsch behandelt hat bzw. die Partnerin, wechselte ich aufgrunddessen den Arzt.




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Geschrieben am 24.05.2015, 14:51

Encephalitozoon Cuniculi - kurz E.c.

Es ist so, dass die meisten Tiere den Erreger (Einzeller) in sich tragen. Aber es ist absoluter Quatsch, die Tiere deshalb alleine zu halten.

Mona hatte eine Kopfschiefstellung und motorische Ausfälle?



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Geändert von Minerva (24.05.2015 um 15:36 Uhr).

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Woblitz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 15:30

Ja, sie hatte die Anfänge von einer Schiefkopf-Lage und aufgrunddessen erhielt ich die Aussage. Ich ging ja im nachhinein das Risiko ein (obwohl wenn ich dich jetzt höre, dass das Quatsch ist) Wanda mit Fabius zu vergesellschaften. Dies war aber auch aufgrund der Aussagen von den Tierschutzvereinen und der Kaninchenhilfe.




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Minerva befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 15:36

Zitat:
Zitat von Woblitz Beitrag anzeigen
Ja, sie hatte die Anfänge von einer Schiefkopf-Lage und aufgrunddessen erhielt ich die Aussage. Ich ging ja im nachhinein das Risiko ein (obwohl wenn ich dich jetzt höre, dass das Quatsch ist) Wanda mit Fabius zu vergesellschaften. Dies war aber auch aufgrund der Aussagen von den Tierschutzvereinen und der Kaninchenhilfe.
Ja, es ist völliger Quatsch. Fast alle Tiere tragen den Erreger in sich und ob er zum Ausbrauch kommt, hängt vom Immunsystem der Tiere ab. Stress begünstigt einen Ausbruch. Ich habe hier noch ein paar Links für dich. Da kannst du dich noch etwas belesen:

http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/e-cuniculi/

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/24080-e-cuniculi-es-lohnt-sich-zu-k%E4mpfen.html



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Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2015, 17:09

Ich weis vom Tierheim Hilden , dass die E.C. Kaninchen zu E.C. Kaninchen vermitteln . Wie schon erwähnt , jedes Kaninchen trägt zu 80% (?) den Erreger in sich. Bei einem tritt es auf , beim anderen nicht . Wenn Wanda bisher nie Symptome gezeigt hat , würde ich ihr auch kein E.C. Kaninchen dazu setzen. Selbst wenn sie Erregerträgerin ist , muss es ja gar nicht ausbrechen . Wichtiger ist , dass das Tier einen Gesellen bekommt , wenn es wieder gesund ist . Auch wir haben unser erstes Kaninchen alleine gehalten. Blacky war sehr menschenbezogen . Auch wir haben es nicht besser gewusst ! Wir haben immer angenommen er war glücklich. Erst als ich hinterher 2 Kaninchen hatte , habe ich gesehen, was Blacky gefehlt hat . Zusammen schmusen, schlafen, spielen, fressen , fangen spielen ... kann man nur , wenn man einen Kumpel hat . Mach sie glücklich und schau nach einem Gefährten, wenn es ihr Gesundheitazustand zulässt . Und wenn 1 Tier krank ist, ist das zweite Tier die beste Krankenschwester !!! Die Tiere lassen sich nicht so schnell hängen und wollen für ihren Partner wieder gesund werden
LG und gute Besserung für das kranke Mäuschen !!!



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Viele Grüße von mir


 
 
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