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Panikhase bei Vergesellschaftung auf Kaninchen Forum

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  • 3 Post By marinahexe
  • 2 Post By marinahexe
  • 1 Post By Obererpel

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2014
Beiträge: 38
Obererpel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 15:40

Panikhase bei Vergesellschaftung


Hallöchen!

Meine beiden (Lumpi und Lotti), beide unter zwei Jahren, waren bis Mitte März über ein Jahr lang ein glückliches Pärchen. Weil Lumpi alleine zum Tierarzt wegen einer Backenzahnbehandlung musste und Lotti ihn danach nicht mehr akzeptierte, hatten sie zwischenzeitlich Einzelhaft.

Nun wollten wir sie heute eigentlich auf dem Balkon wiedervergesellschaften. Das Ganze ging auch sehr gut los, Lumpi hat gleich angefangen zu rammeln, die beiden haben sich ein wenig gejagt, Pause, fressen, wieder jagen, das Übliche halt.

Scheinbar hat Lotti ihren neuen alten Partner wohl ein wenig unsanft gezwickt. Er hat eine kleine offene Stelle am unteren Rücken. Fleischig rosa, blutet nicht. Nichts, weswegen ich aufgebracht zum Tierarzt fahren würde. Lumpi ist jetzt allerdings derartig panisch, dass er sich nicht mehr gegen Lotti wehren mag, stattdessen flüchtet er nur noch und hat sogar versucht, über die Absperrung zu hüpfen. Sie übt keinen ständigen Druck auf ihn aus, gibt sich und ihm ausgedehnte Verschnaufpausen. Dennoch ist er nur noch panisch.

Was sagt ihr dazu? Ich würde sie eigentlich auf keinen Fall trennen wollen. Ist Mitleid angebracht?



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.02.2015
Beiträge: 695
Kaninchen 1998 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 16:30

Hallo
warte noch ein paar Tage ob es sich bessert
LG




Benutzerbild von HaniM
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.08.2010
Beiträge: 840
HaniM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 16:32

Huhu,

Es ist verständlich das Lumpi jetzt kein vertrauen hat und starke panik. Ob du sie trennen solltest würde ich entscheiden , ob sie sehr starke schmerzen hat.
Es hört sich aber eher nach Panik an, ich schätze sie wird sich später unterwerfen so wie sich das anhört, also so war es bei meinem kleinsten.

Kann Lumpi denn Hoppeln ohne schmerzen? Oder macht sie den eindruck das sie sich kaum bewegen kann?



__________________

Liebe Grüße




http://kanincheninfo-artgerecht.webnode.com/




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2014
Beiträge: 38
Obererpel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 16:42

Zitat:
Zitat von HaniM Beitrag anzeigen
Huhu,

Es ist verständlich das Lumpi jetzt kein vertrauen hat und starke panik. Ob du sie trennen solltest würde ich entscheiden , ob sie sehr starke schmerzen hat.
Es hört sich aber eher nach Panik an, ich schätze sie wird sich später unterwerfen so wie sich das anhört, also so war es bei meinem kleinsten.

Kann Lumpi denn Hoppeln ohne schmerzen? Oder macht sie den eindruck das sie sich kaum bewegen kann?
Zuerst: Lumpi ist ein Kerl

Ich danke euch beiden für eure Antwort. Er kann problemlos flüchten, ihm sind ja sogar Mutsprünge über die Absperrung möglich (auch, wenn er es nicht ganz rüber schafft). Mittlerweile ist er glücklicherweise auch nicht mehr ganz so panisch, wie vorher. Lotti wollte ihm ein Küsschen auf die Nase geben, was er mit einem Paukenschlag quittiert hat und abgehauen ist.

Eine Frage noch zur Balkongeschichte:
Beides sind eigentlich Stubenkaninchen, sind jetzt im Zuge der Vergesellschaftung allerdings auf dem Balkon (einzig neutraler und nutzbarer Ort der Wohnung). Die Wettervorhersage gibt minimal 6°C Außentemperatur in der Nacht an, auf dem (verglasten) Balkon sollte es bei offener Tür über Nacht also noch etwas wärmer sein (Thermometer war die letzten Nächte bei knapp 10°C). Platz zum Hoppeln ist (natürlich) ausreichend vorhanden.
Kann ich die beiden den Temperaturen aussetzen oder ist das eher kritisch?




Benutzerbild von HaniM
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.08.2010
Beiträge: 840
HaniM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 16:52

Zitat:
Zitat von Obererpel Beitrag anzeigen
Zuerst: Lumpi ist ein Kerl

Ich danke euch beiden für eure Antwort. Er kann problemlos flüchten, ihm sind ja sogar Mutsprünge über die Absperrung möglich (auch, wenn er es nicht ganz rüber schafft). Mittlerweile ist er glücklicherweise auch nicht mehr ganz so panisch, wie vorher. Lotti wollte ihm ein Küsschen auf die Nase geben, was er mit einem Paukenschlag quittiert hat und abgehauen ist.

Eine Frage noch zur Balkongeschichte:
Beides sind eigentlich Stubenkaninchen, sind jetzt im Zuge der Vergesellschaftung allerdings auf dem Balkon (einzig neutraler und nutzbarer Ort der Wohnung). Die Wettervorhersage gibt minimal 6°C Außentemperatur in der Nacht an, auf dem (verglasten) Balkon sollte es bei offener Tür über Nacht also noch etwas wärmer sein (Thermometer war die letzten Nächte bei knapp 10°C). Platz zum Hoppeln ist (natürlich) ausreichend vorhanden.
Kann ich die beiden den Temperaturen aussetzen oder ist das eher kritisch?

Ups tut mir leid
Okay, dann kannst du IHN guten Gewissens drin lassen. Die Panik dauert lange an, bei meinem Liebespaar hat es 4 monate gedauert bis sie nicht mehr voreinander weggelaufen sind. Bzw der kastrat vor der Dame.
Also lass ihnen Zeit ich drücke dir die daumen!

Also 6°C ist schon recht wenig, aber da ich meinen kleinen auch bei der Temperatur Nachts in etwa raus gesetzt habe würde ich sagen ja.
Bei 10°C ist das kein Problem. Schaff nur 2 "Kuschelplätze" mit Stroh und oder Heu ein, damit sie beide die möglichkeit auch voneinader getrennt haben, auch mal ins wärmere zu gehen.



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Liebe Grüße




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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 16:55

Ich hatte auch mal so einen Panikhasen. Er sollte in eine 6er Gruppe integriert werden. Es lief eigentlich gut, keiner hat ihn böse attackiert. Keine Verletzungen, gar nichts. Mogli hat sich später nur noch in eine Ecke gedrückt und versucht, sich "unsichtbar" zu machen.

Nachdem er aus dieser Ecke nicht mehr freiwillig rauskam, hab ich gefühlsmäßig für mich entschieden, die VG abzubrechen. Ich brachte ihn also wieder in die Wohnung. Dort saß er auch wie ein Häufchen Elend in der Ecke, ohne sich zu rühren. Er sollte auch Zeit bekommen, sich zu erholen. Nachdem er 2 Std. später immer noch im selben Eck neben der Couch lag, hab ich ihn hochgenommen um auf evtl. übersehene Verletzungen zu überprüfen. Er hatte keinerlei Körperspannung mehr, der Kreislauf war total zusammengebrochen. Ich bin abends um 23 Uhr mit ihm in die TK, wo er die Nacht verbracht hat. Man hat mir wenig Hoffnung gemacht.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück bin ich zur TK und hab ihn nach Hause geholt, obwohl man damit nicht einverstanden war. Meine Überlegung war, wo sich ein Panikkaninchen besser regenerieren kann: in der fremden TK oder im gewohnten Umfeld.
Mogli hat sich wieder erholt, aber es hat Wochen gedauert, bis er seine ursprüngliche Lebensfreude wiedergefunden hatte.

Was ich Dir damit sagen will:
Beobachte das sehr genau und hör auf Dein Gefühl. Wir hier kennen die Kaninchen nicht und können nur anhand der Fakten Ratschläge geben. Evtl. wäre ein Leben, getrennt durch Gitter, für einige Wochen ratsam.



HaniM, Hase2 and Loveless_ like this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2014
Beiträge: 38
Obererpel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 17:07

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Ich hatte auch mal so einen Panikhasen. Er sollte in eine 6er Gruppe integriert werden. Es lief eigentlich gut, keiner hat ihn böse attackiert. Keine Verletzungen, gar nichts. Mogli hat sich später nur noch in eine Ecke gedrückt und versucht, sich "unsichtbar" zu machen.

Nachdem er aus dieser Ecke nicht mehr freiwillig rauskam, hab ich gefühlsmäßig für mich entschieden, die VG abzubrechen. Ich brachte ihn also wieder in die Wohnung. Dort saß er auch wie ein Häufchen Elend in der Ecke, ohne sich zu rühren. Er sollte auch Zeit bekommen, sich zu erholen. Nachdem er 2 Std. später immer noch im selben Eck neben der Couch lag, hab ich ihn hochgenommen um auf evtl. übersehene Verletzungen zu überprüfen. Er hatte keinerlei Körperspannung mehr, der Kreislauf war total zusammengebrochen. Ich bin abends um 23 Uhr mit ihm in die TK, wo er die Nacht verbracht hat. Man hat mir wenig Hoffnung gemacht.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück bin ich zur TK und hab ihn nach Hause geholt, obwohl man damit nicht einverstanden war. Meine Überlegung war, wo sich ein Panikkaninchen besser regenerieren kann: in der fremden TK oder im gewohnten Umfeld.
Mogli hat sich wieder erholt, aber es hat Wochen gedauert, bis er seine ursprüngliche Lebensfreude wiedergefunden hatte.

Was ich Dir damit sagen will:
Beobachte das sehr genau und hör auf Dein Gefühl. Wir hier kennen die Kaninchen nicht und können nur anhand der Fakten Ratschläge geben. Evtl. wäre ein Leben, getrennt durch Gitter, für einige Wochen ratsam.
Er ist ja im allgemeinen nicht so ängstlich. Wir vermuten nur, dass es von der Verletzung kommt. Mittlerweile ist es recht ruhig geworden mit den beiden. Ich habe ihnen eine Ladung Sonnenblumenkerne spendiert (quer über den Balkon verteilt, ich komme mir dabei immer vor, wie beim Hühner füttern) und sie haben beide fleißig gesucht und gemümmelt, sind sich dabei auch problemlos nahe gekommen. Bloß die alte Liebe ist (verständlicherweise) noch nicht da.

Gitter an Gitter hatten wir ganz am Anfang. Ging überhaupt nicht, da Lotti sehr... aufbrausend sein kann. Die wäre fast durch das Gitter gekommen.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 17:11

Wenn er sich beruhigt hat, ist doch gut. Dann war es eher ein Schockzustand als Panik.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.08.2010
Beiträge: 840
HaniM befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.04.2015, 17:12

Zitat:
Zitat von Obererpel Beitrag anzeigen
Er ist ja im allgemeinen nicht so ängstlich. Wir vermuten nur, dass es von der Verletzung kommt. Mittlerweile ist es recht ruhig geworden mit den beiden. Ich habe ihnen eine Ladung Sonnenblumenkerne spendiert (quer über den Balkon verteilt, ich komme mir dabei immer vor, wie beim Hühner füttern) und sie haben beide fleißig gesucht und gemümmelt, sind sich dabei auch problemlos nahe gekommen. Bloß die alte Liebe ist (verständlicherweise) noch nicht da.

Gitter an Gitter hatten wir ganz am Anfang. Ging überhaupt nicht, da Lotti sehr... aufbrausend sein kann. Die wäre fast durch das Gitter gekommen.
Mein Tier war auch allgemein nicht ängstlich. Aber das Tier ist ja jetzt unter Stress, mit verletzung. Ich stimme marinahexe zu, es sind deine Tiere du kennst sie am besten. Also beobachte sie einfach und entscheide nach gefühl.



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Liebe Grüße




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Zwergkaninchen
 
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Obererpel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.04.2015, 09:46

Lumpi ist wieder wohlauf. Er jagt sie ab und an ein wenig. Über Nacht haben wir den Balkon offen gelassen und den Eingangsbereich mit Modulen abgesperrt, damit sie noch ein etwas wärmeres Notfallplätzchen hatten.

Panikhase bei Vergesellschaftung-003.jpg
Lotti: schwarz/weiß Lumpi: grau/beige

Ich muss dazu sagen, dass ich von der Vergesellschaftung der beiden verwöhnt bin. Da haben wir sie morgens zusammengesetzt und abends waren sie schon ein Herz und eine Seele.



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