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Myxomstose auf Kaninchen Forum

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  • 2 Post By mausefusses
  • 9 Post By Blacky2009
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  • 4 Post By mausefusses

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.02.2015
Beiträge: 695
Kaninchen 1998 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 23:05

Myxomstose


Hallo,
ich wollte mich mal genau über Myxomstose Informieren lassen.
Im Internet gibt es so viele verschiedene Bilder und beschreibungen dazu.
Hat jemand eventuell eigene Erfahrungen mit der Krankheit?
Das es durch Viren hervorgerufen wird und Kaninchenpest genannt wird und meist mit dem Tod endet hab ich schon gelesen.
Der Rest von Verlauf,Symptomen etc gibt es viele Varianten beschrieben.

LG



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Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 23:12

Ja weil es viele verschieden Verläufe gibt. Bei debrain.de findest du alles wichtige.
Les mal dort nach...wäre Unsinn hier nochmal alles zu schreiben... Es sei denn du hast eine ganz konkrete Frage!



__________________
Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 23:12

Nutz deoch mal die Suche in verschiedenen Foren.
Hier, im Kaninchenschutz...da findest Du eniges inkl. Erfahruhngsberichte ...

z.B.
http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=115265

http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/24294-myxomatose-im-kampf-mit-kollodialem-silber.html

http://www.kaninchenforum.de/search.php?searchid=1023220



Selkie and maximus like this.

Geändert von mausefusses (03.03.2015 um 23:15 Uhr).

Blacky2009
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 03.03.2015, 23:26

Züchten und keine Ahnung von nichts. Du hast wirklich mehr Glück als Verstand

Zitat:
Meinen Erfahrungen mit Myxomathose

Name: Victor



Seine Vorgeschichte:
Er ist am 12. Februar 2014 auf die Welt gekommen. Er war der schwächste von seinen fünf Geschwistern. Also wurde er zum Flaschenkind. Er hat sich gut entwickelt und ist zu einem großen Bub heran gewachsen. Er ist ein lieber gut mütiger Kerl. Da wir schon öfter Probleme mit der myxo hatte impfen wir alle drei Monate. Er hat im März seine erste Impfung bekommen und vier Wochen später erneut. Ende Juni wurde er ganz normal mit den anderen geimpft und wie auch am 20. September. Er ist munter und fröhlich wie immer, doch das sollte sich bald ändern...


Tag 1: 21. September 2014
Gestern verhielt er sich noch vollkommen normal. Und auch jetzt merkt man ihm nichts an. Er ist nur ein wenig ruhiger. Doch die ersten Merkmale hab kann man schon sehen. Seine Augen sind ganz leicht geschwollen. Und seine Ohren auch. Er hat heiße Ohren. Das Fieber messen ergab das es 40,6C sind. Wir hoffen auf eine Impfreaktion. Vorerst bleibt er bei den anderen. Medikamente bekommt er heute noch keine.



Tag 2:
Es geht ihm schlechter, auch das Fieber ist nun bei 40,9C. Doch es besteht noch Hoffnung das es nur eine Reaktion auf das impfen vor zwei Tagen ist. Am Nachmittag schüttet es aus Strömen. Victor glüht, ihm ist heiß. Es regnet seit einer halben Stunde, als ich ihn vollkommen durchnäßt aus dem Regen hole. Er ist klatschnass und zittert. Die letzte Hoffnung das es ihn nicht erwischt hat, ist nun auch zerstört. Er wird separiert und bekommt die erste Gabe Dupha( leider weis ich nicht genau wie es ausgeschrieben heist), 0,4ml. Zusätzlich bekommt er 5 Tropfen Novalgin gegen das Fieber. Es dauert stunden bis er wieder ordentlich trocken ist. Er zieht noch heute in einen Quarantäne Käfig.

Tag 3:
Es geht ihm zusehends schlechter. Das Fieber liegt heute bei knappen 40C. Heute morgen gab es erneut 5 Novalgintropfen. Heute Mittag dann wieder 0,4ml Dupha. Die Nase schwillt immer weiter, leider bekommt er auch sehr schlecht Luft. Deshalb haben wir heute 0,8ml Bisolvon gegeben damit die Atemwege abschwellen. Es ist als wäre all sein Lebensgeister aus ihm gewichen. Er existiert nur noch so vor sich hin. Beide Ohren sind mittlerweile so schwer das sie hängen. Abends gibt es erneut 5 Novalgintropfen. Das Fieber geht nicht runter. Es liegt nun wieder bei 40,7C.



Tag 4:
Erneute gabe morgens und abends 5 tropfen Novalgin. Ebenfalls Dupha und Bisolvon. Er bekommt schlecht Luft, die Nase schwillt immer weiter. Er frisst noch eigenständig. Nicht viel aber noch frisst er. Die Ohren beginnen ganz leicht abzuschwellen und es bilden sich erste Anzeichen von den Pestbeulen.
Man kann deutlich die Schwellung der Nase erkennen.


Tag 5:
Heute geht es ihm sehr schlecht. Er hat das fressen fast ganz eingestellt. Er bekommt immer noch Novalgin, Dupha und Bisolvon. Dennoch ist das Fieber wieder bei 41,3C.
Er reagiert nicht auf stimmen oder berühren. Es ist fast so als wäre er unter Narkose. Man kann deutlich hören wie schwer ihm das Atmen fällt. Doch wir geben nicht auf. Erfahrungen nach sind die Tage fünf und sechs die schlimmsten. Es ist trotzdem schwer für mich ihn so zu sehen. Ich weis das er leidet. Und er verliert langsam seinen Kampfgeist. Doch ich glaube fest daran das wir das schaffen. Ich kämpfe so sehr um ihn.

Tag 6:
Ein kleiner Sonnenstrahl am Horizont tut sich auf, als er heute morgen wieder auf meine Stimme reagiert. Es geht ihm ein wenig besser. Medikamentengabe wie immer. Das Fieber sinkt das erste mal auf 39,9C.
Er war eine halbe Stunde draußen um frische Luft zu bekommen. Es hat ihm gut getan. Ich habe aufeinmal wieder ein wenig Hoffnung das es wieder werden kann.



Tag 9:
In den letzten Tagen hat sich nicht viel verändert. Medikamentengabe wie immer. Er wirkt wieder ein wenig wacher. Das Fiber hat sich bei stabilen 40C eingependelt. Die Atmung wird nach wie vor tägl. Schlechter. Die große Frage ist, geht es ihm denn besser? Ab wann ist es denn Quälerei. Ich würde sagen es ist eine dünnen Linie. Ich will nicht das er leidet. Ich kann es kaum ertragen wenn ich ihn so schnaufen höre. Doch sollten wir aufgeben? Nein! Vorerst wird weiter gekämpft.

Tag 12:
Es sieht gut aus. Medikamentengabe wie immer. Nur das Novalgin beschränkt sich auf 3 Tropfen Morgen und 4 abends. Fieber messen ist die reinste Tortur. Er will gar nicht mehr stillhalten. Ich sehe das als gutes Zeichen. Sein Kampfgeist kehrt zurück. Die Augen beginnen langsam zu verkrusten ebenso wie die Nase.



Tag 15:
Gestern hat er das letzte mal Dupha bekommen. Novalgin bekommt er auch keins mehr. Ein wenig Fieber ist für die letzten Schritte wichtig. Zurzeit ist er dank der 1.000 Mücken noch ansteckend und lebt bei den Merris. Bisolvon bekommt er noch, weil er immer noch nicht gut Luft bekommt. Die Krusten an den Augen sind mittlerweile geplatzt und ich säubere sie tägl. Mit warmen Wasser. Ach die Ränder der Ohren sehen schlimm aus, ebenso wie seine Nase. Aber das schlimmste hat er überstanden.

(Das sind seine Augen)

Tag 17:
Ab heute ist er medikamentenfrei und fieberfrei. Sein Nase, naja die Kruste, ist heute abgefallen. Jetzt muss es heilen. Die Ohren und Augen creme ich jz tägl. Mit Bepanten ein. Das mag er gar nicht.

Tag 20:
Nun ist es endgültig sicher, er hat es geschafft. Die Wunden die die Krusten hinterlassen haben müssen heilen. Seit heute ist er auch wieder bei seinen Artgenossen. Er ist happy und springt wieder herum. Doch er ist anders als vorher. Er ist sehr anhänglich mir gegenüber. Vllt ist das seine Art danke zu sagen.
Ich bin froh das wir gekämpft haben, immerhin hat er es geschafft. Dennoch sehe ich es nicht als selbstverständlich. Es war unglaublich schwer und Kräfte zerrend. Er hat uns zwei verbunden. Doch es hat viel tränen und schlaflose Nächte gekostet.


Letzter Eintrag 6. Dezember 2014
Victor geht es super, er ist munter und aufgedreht. An den Ohren hat er anstatt kahler Stellen weißes Fell bekommen. Seine Nase ist immer noch kahl und er hat seit dem ein wenig schnupfen. Doch er ist wieder ganz der alte geworden. Er ist lieb und verrückt. Er ist so wie ein Bub mit einem halben Jahr sein sollte.
Ich bin froh das ich ihn nicht verloren habe. Und drücke allen anderen die das selbe durchleben müssen wie ich, die Daumen. Fühlt euch alle mal in den Arm genommen. Ich weis wie schwer das ist.❤️
Eigener Bericht von mir.




Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 23:34

Oh Lena, ich finde die weißen Stellen an Viktors Ohren so putzig!
Aber eigentlich sind es ja Zeichen seines schlimmen Kampfes gegen diese schlimme Seuche! Na ja, er hat den Kampf ja gewonnen...und er hat Spuren hinterlassen...eben auch süße Spuren!



Minerva and Blacky2009 like this.
__________________
Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 23:35

Vielen Dank für den Bericht Blacky, Du hast meinen vollsten Respekt vor dieser großartigen Leistung. Das Tier so zu sehen muß so unendlich viel Kraft kosten !




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.03.2015, 07:12

In meiner FB Gruppe findest Du ein paar Berichte, wenn Du kein FB hast, dann auf meiner HP. Musst nur in meiner Signatur kopieren



__________________

Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html]
Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/
Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/
Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/



Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.02.2015
Beiträge: 695
Kaninchen 1998 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.03.2015, 10:26

Also erstmal Danek für die Infos
Spi das es dem süßen wieder gut geht

Und zu dem mehr Glück als Verstand:
Eventuell gibt es diese Krankheiten hier in der Gegend einfach (noch) nicht!!
Und ich hoffe die bleiben auch weg aus dieser Gegend!
(Mixe sind auch nachweislich nicht so Krankheitsanfällig wie hochgezüchtete Tiere)

Das einzige was 3 Tiere von mir hatten war EC.
Das kleine Baby ist noch selben Tag beim TA gestorben,ein anderes musste nach langer Behandlung doch eingschläfert werden und das 3 hat Überlebt und sitz munter draußen.
Die Behandlung hat uns mehrere Stunden täglich gebraucht,
Tränken und Füttern mit der Spritze teilweise,das trinken war anders kaum noch möglich.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 04.03.2015, 11:28

Zitat:
Zitat von Kaninchen 1998 Beitrag anzeigen
...
Und zu dem mehr Glück als Verstand:
Eventuell gibt es diese Krankheiten hier in der Gegend einfach (noch) nicht!!
Möglich. Das gilt vor allem für Bergregionen, weil es dort relativ wenig Mücken gibt bzw. diese nicht durch den Wind so leicht eingetragen werden können.

Zitat:
Und ich hoffe die bleiben auch weg aus dieser Gegend!
Da wäre ich mir nicht so sicher. Für Myxomatose werden Ausbreitungsgeschwindigkeiten von 400 km pro Jahr genannt.

Zitat:
(Mixe sind auch nachweislich nicht so Krankheitsanfällig wie hochgezüchtete Tiere)
Generell eine Aussage, die sich möglicherweise sogar mit wissenschaftlichen Mitteln bestätigen lässt, wenn man die Gesamtmasse aller Erkrankungen, also auch z. B. Haut- und Skeletterkrankungen sowie durch anatomische Besonderheiten verursachte Atemwegs- oder Herzprobleme mit erfasst. Das Immunsystem selbst wird aber durch die Zucht längst nicht so wesentlich beeinflusst wie man manchmal glaubt.

Du solltest zum Beispiel einmal überlegen, warum die Myxomatose in der Lage ist in kompletten Landstrichen die Wildkaninchen nahezu auszurotten. Es gibt Erreger verschiedener Virulenz, so dass die Sterblichkeitsrate zwischen 20 und 100 % liegen kann - völlig unabhängig von gezüchteten oder Wildkaninchen.

Zitat:
Das einzige was 3 Tiere von mir hatten war EC.
Das kleine Baby ist noch selben Tag beim TA gestorben,ein anderes musste nach langer Behandlung doch eingschläfert werden und das 3 hat Überlebt und sitz munter draußen.
Die Behandlung hat uns mehrere Stunden täglich gebraucht,
Tränken und Füttern mit der Spritze teilweise,das trinken war anders kaum noch möglich.
Kranke Tiere sind grundsätzlich sehr zeitaufwändig, das hängt nicht an E.C. Die Behandlung selbst beschränkt sich bei E.C. auf die Medikamentengabe, die schnell erledigt ist. Was du aber meinst, ist die Versorgung. Es gibt Erkrankungen die noch wesentlich zeitaufwändiger sind weil zur Versorgung auch noch die eigentliche Behandlung kommt (z. B. Spülen eines Abszesses, oder - um bei der Myxomatose zu bleiben - die häufige Gabe von Augentropfen, Inhalationen, Behandlung der Wunden und der wunden Haut).

Myxomatose tritt übrigens oft in Wellen auf. Aufgrund der Beobachtungen sagen viele, es gäbe Infektionswellen alle 7 Jahre. Das heißt, dass möglicherweise in deinem Gebiet bald so eine Infektionswelle bevorstehen könnte, wenn du dich nicht an die letzte erinnern kannst.

Ich habe gerade mal einen Blick auf die Seuchenkarte 2014 vom bunny-in geworfen. Dort waren Myxomatosefälle vor allem für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz verzeichnet. Eine breite Basis also leider für die Ausbreitung in alle Teile Deutschlands.

2013 dagegen war lt. Seuchenkarte ein eher ruhiges Jahr, ebenso 2012. 2011 waren die Ausbrüche dagegen großflächiger und mehr, 2008 bis 2010 war auch Bayern deutlich mit betroffen.

Und dabei ist zu beachten, dass diese Karte NUR die Fälle auflistet, die auch dem bunny-in gemeldet wurden. Die Dunkelziffer dürfte demnach enorm hoch sein.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.02.2015
Beiträge: 695
Kaninchen 1998 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.03.2015, 19:25

Nein ich meinte schon die Behandlung.
Wir haben nicht nur mit den üblichen TA mitteln das Tier behandel sondern auch mit einem Gerät täglich 2 Stunden mindestens therapiert(Mein Vater hat im Bekanntenkreis Leute die sich mit Homopathie und anderedingen auskennen)

Anfangs ging es bergab und ich musste das Tier in einen Karton setzten, weil es einfach nichtmehr in der lage war anständig zu laufen.
Die anderen Tiere der Gruppe häöten ihr zwar nichts getan aber das war ihr nicht mehr zuzumuten.
Als dann der absolute Tiefpunkt überstanden war ging es ihr schnell besser und sie konnte nach genesung zurück zu den anderen

AChja noch Danke für den Erfahrungsbericht



 
 
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