 | Ninchen | | Registriert seit: 08.02.2015
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Geschrieben am
08.02.2015, 12:47
| | | | Wann ist eine Vergesellschaftung aussichtslos? Guten Morgen,
ich habe mir bei vielen Problemen schon Rat aus dem Forum geholt. Wollte jetzt aber mal nach meinem persönlichen Problem fragen.
Ich habe mir vor 3 Wochen einen 5 Jährigen kastrierten Bock zu meiner verwidweten 5 Jährigen Dame dazu geholt, von einem Tierschutzbund. Die Vergesellschaftung habe ich vorbereitet wie die letzten auch: Neutraler Boden (etwa 4 o. 5 m²), mehrere Futterstellen, etc...
Es ging recht normal los, sie rammelte ihn ein oder zwei mal an und er hat sich zurück gezogen und hat sich, außer zum Fressen, kaum mehr von seinem Platz bewegt. Dann geschah eigentlich nichts mehr. Die einzigen AUseinandersetzungen die es darauf hin gab, waren keine "ich will dich dominieren" sondern "ich will nicht dass du mir zu nahe kommst". Er ging immer direkt auf sie los, wenn sie einen bestimmten Abstandsradius überschritten hat. Demensprechend war es kein Jagen, sondern eher ein richtiges Kämpfen und Beißen. (Nicht selten hat Sie dabei geschrien, wenn er sich in sie verbissen hatte).
Parallel habe ich mit einer Kaninchenberaterig gesprochen die mir immer wieder sagte, dass kleine verletzungen nicht schlimm seien. Mitlerweile ist Sie übersäht mit Bisswunden, ihre ohren sehen aus wie eine Scheibe Käse, und sie sind sich immernoch kein Stück näher gekommen, geschweigedenn, dass einer den anderen mal anrammelt, es wird immer direkt gebissen und gekämpft.
Nun quintessenz der Geschichte ist, dass ich wegen dem Männchen letzten Montag nachts in die Tierklinig musste, weil er eine Kralle ins Auge gestochen bekommen hat. Auf Anraten der Tierärztin musste ich die Beiden trennen, weil an das Auge nichts mehr ran kommen sollte, und er beeinträchtigt wäre, wenn es wieder zu einer Auseinandersetzung mit meinem Mädchen kommen sollte.
Nun wohnt er in meinem Schlafzimmer und sie in meinem Wohnzimmer, beide erholen sich von ihren Wunden. Wobei er schlimmsten Falls noch am AUge operiert werden muss weil es so schwer abheilt.
Meine Tierärztin legt mir bei jedem Besuch nahe, es nicht noch einmal mit den beiden zu versuchen. Weil es aus eigener Erfahrung eigenrlich nicht mehr klappt, wenn sie sich schon derartig verletzt haben.
Ich bin überfordert und verwirrt. Ich möchte den Kleinen Kerl nicht wieder "zurück geben", gerade auch weil er mich in den letzten 3 WOchen an die 200€ gekostet hat. Ich kann auch unmöglich mein altes Mädchen weggeben, geschweigedenn beide.
Was würdet IHR mir empfehlen? Soll ich es in ein paar Wochen noch einmal Probieren? Oder hört sich das für euch auch eher aussichtslos an?
Danke, dass ihr euch den Batzen Text angetan habt! Ich bin dankbar für jeden Ratschlag. |