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Zitat von MoehrchenTina Du arme :-( |
Sehr hilfreich...

Auf jeden Fall den Streithammel sofort aus der Gruppe rausnehmen. Selbst wenn das erstmal Einzelhaft bedeutet, besser als dass wirklich noch einer draufgeht. Vielleicht findest du auch heraus, mit welchem Gruppenmitglied er sich einigermaßen gut versteht, dann setzt du die beiden zusammen. Ein 25m² Gehege zu teilen sollte nicht zu schwer sein.
Überprüfe bitte mal ganz kritisch deine Einrichtung auf Sackgassen. Alle Häuser und UNterschlüpfe müssen mind. 2 Eingänge haben, damit kein Tier in die Enge getrieben werden kann. Es müssen genügen Unterschlüpfe da sein, damit ggf. jedes einzelne Gruppenmitglied einen eigenen Unterschlupf hat. Sie müssen sich aus den Augen gehen können, da helfen schon einfach Pappkartons oder Bretter"wände". Mehrere Futterstellen ohne Sichtkontakt sichern auch rangtiefen Tieren genug Futter.
Zu guter Letzt gehört jedes einzelne Tier genau untersucht, besonders das aggressive. Schmerzen können Tiere aggressiv machen, Kaninchen verstecken ihre Schmerzen aber sehr gut, denn ein verletztes oder krankes Tier würde aus der Gruppe verstoßen werden, weil es Raubtiere anziehen könnte. Die wissen ja nicht, dass sie bei dir vor Raubzeug sicher sind (hoffentlich).
Gleichgeschlechtliche Gruppen sind immer mit einem höheren Risiko behaftet, zu missglücken, denn Kaninchen fechten ihre Rangordnungen innerhalb ihres Geschlechts aus. Ein Männchen-Weibchen-Gespann ist also die "sicherste" Haltungsform, oder auch gemischte Gruppen. Ich selbst halte 9 Damen mit einem dominanten (!) Kastraten, der dazwischen geht, wenn sie sich anzicken. Ich habe aber auch eine reine Männer-WG, die aber sehr ungewöhnlich ist, weil darin zwei unkastrierte Rammler harmonisch zusammen leben. Bei gleichgeschlechtlichen Gruppen muss man sehr genau beobachten, ob es harmoniert und muss schnell und entschlossen eingreifen, wenn es kracht. Dazu gehört, dass man eine Ausweichmöglichkeit hat, falls die Gruppe zerbricht.