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Kopf schief bei älterer Dame auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Lupine
  • 1 Post By Coufeach

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Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 20:37

Kopf schief bei älterer Dame


Hallo liebes Forum,

ich bin ganz neu hier und habe mich wegen meiner Flocke angemeldet.
Erstmal kurz die Vorgeschichte:

Ich habe zwei Kaninchen, Flocke und Flecky, Mutter und Tochter. Die beiden haben bisher auf dem Balkon gewohnt (großer Balkon!), Regengeschützt, mit Stroh, Einstreu gegen die Bodenkälte, täglich frisches Wasser und empfohlenes Futter (frisches Gemüse, manchmal Obst, Kräuter, Zweige, Trockenfutter nur im Winter ein bisschen). Ich hab die beiden seit vier Jahren etwa, Flocke ist ca. 8 - 9 Jahre alt, Flecky dürfte etwa 6 Jahre alt sein. Bisher waren beide nie krank, immer kern gesund, immer aktiv. Flecky frech und neugierig, Flocke eher dominant und etwas zickig. Beide sind nicht handzahm, aber lassen sich durchaus streicheln.

Jetzt ist mir seit gestern an Flocke der Schiefhals aufgefallen. Sie verdreht den Kopf komisch, die ganze Zeit. Ich hab es sofort gegoogelt, alles mögliche gefunden, kann es aber nicht eingrenzen, weil sie keine sonstigen Symptome zeigte. Sicherheitshalber habe ich die beiden jetzt aber reingeholt (da ich am Samstag umziehe, müssen sie erstmal in der Küche wohnen ). Soweit, so gut. Flocke (und Flecky auch) frisst gut, trinkt auch, hoppelt rum, schläft viel, alles wie immer. Das einzige Symtom ist der schiefe Kopf und seit einigen Stunden hoppelt sie viel im Kreis.. Ich gehe morgen früh sofort zum TA (und gebe das Geld, das eigentlich für den Umzugslkw geplant war, da aus.. )

Meine eigentliche Frage ist hier:
Was immer es ist, es wird ja wohl mit Medikamenten behandelt. Wie gebe ich aber einer alten Kaninchendame, die weder festhalten, noch Handfütterung oder sonstiges gewohnt ist, Medikamente? Sie frisst mir zwar aus der Hand, aber nur ungern und nur ihr Lieblingsfutter. Ich kann ihr keine Spritzen geben und habe auch keinen zweiten dabei, der sie mit mir festhalten könnte. Wie mache ich dass denn am dümmsten, mit Tropfen, Tabletten oder ähnlichem? Salben oder so könnte ich wohl beim streicheln mitreinschummeln, aber alles orale.. Ich bin ratlos und hoffe auf eure Ratschläge!

(Und natürlich auf die beruhigende Antwort, dass beschriebene Symptome warscheinlich nichts ernstes sind und ich mein Kaninchen nicht bald verliere...)
Ratlose Grüße,
Coufeach



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.01.2015, 20:50

Ich vermute entweder eine Ohrenentzündung oder Encephalitozoon Cuniculi. Du wirst beim googeln wahrscheinlich schon darauf gestoßen sein. Es ist eine langwierige und für den Halter schwer zu ertragende Erkrankung, aber es lohnt sich zu kämpfen. Schau hier im Forum ein bisschen herum, es gibt ein paar Threads die dir Mut machen werden, wenn du wieder keinen Schritt voran siehst, oder wenn sich die Situation zwischendurch verschlechtert.

Achte darauf, dass sie neben einem gehirngängigen Antibiotikum auch Panacur bekommt und Vitamin B.

Die Medikamente wirst du ihr mit sanfter Gewalt einverleiben müssen - mit einer Spritze ohne Nadel seitlich ins Mäulchen. Der Tierarzt kann dir das zeigen, keine Angst - das klappt selbst bei Kaninchen die nicht handzahm sind. Einziger Nachteil: man muss sie natürlich festhalten. Aber selbst meine Wuschel, die eine echte Mimose war, hat mir das recht schnell wieder verziehen. Je mehr Selbstvertrauen du dabei zeigst, desto weniger wird sie sich zur Wehr setzen. Sie merkt, ob du überzeugt bist dass das nötig ist und dass du es kannst.




Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 20:53

Danke erstmal für die schnelle Antwort. Auf E.C. bin ich als erstes gestoßen. Mir wäre die Ohrenentzündung irgendwie lieber.. *seufz* Dass der alten Dame dass noch passieren muss..
Lohnt sich das auch für eine alte Dame ? Soweit ich weiß, werden Nins ca. 10 Jahre alt, Flocke ist mindestens 8.. Ist es für sie dann nicht angenehmer, sie zu erlösen, falls es E.C. wäre? Ich meine, sie muss ihren Lebensabend ja nicht mit Schmerzen und ständigem Stress durch Medikamente und Tierarzt erleben, oder ?

Ihr werdet mich für die Frage sicher hassen, aber.. falls es E.C. ist, was kommt denn da finanziell auf mich zu ? Ständige Tierarztbesuche und Medikamente?
Ich bin alleinerziehend & Hartz V, ich hab zwar n Notpolster für die Tiere, aber ob das ausreicht ?




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.01.2015, 21:08

An Medikamenten kommt es natürlich ein bisschen auf die Größenklasse des Kaninchens an, und auch wie lange die Behandlung durchgeführt werden muss. Ständige Tierarztbesuche sind aber eher tabu, denn Stress verschlimmert die Symptome oft. Deshalb gilt bei E.C.: nur so oft wie unbedingt nötig zum Tierarzt, lieber die Medikamente gegebenenfalls so nachordern. Die Tierärzte wissen das normalerweise auch und spielen da problemlos mit. E.C.-Kaninchen tragen den Erreger ihr Leben lang, und es besteht die Gefahr dass irgendwann ein neuer Schub auftritt. Allerdings muss das nicht so sein, es gibt auch Kaninchen die jahrelang schubfrei sind wenn sie den ersten Schub überstanden haben.

Ich würde ihr die Chance geben. Auch wenn sie "schon" 9 Jahre alt ist. Denn ich kenne Nins, die auch älter als 10 Jahre wurden bzw. sind. Wenn sie ein halbwegs stabiles Immunsystem hat, kann sie die Erkrankung zu großen Teilen überwinden und behält vielleicht eine Kopfschiefhaltung zurück, es gibt aber auch Fälle wo sich die Behinderungen ganz wieder zurück bilden.

Wenn du merkst dass sie keine Kraft mehr hat, ist es an der Zeit sie gehen zu lassen. Viele Halter machen es daran fest ob das Kaninchen noch Appetit hat, denn fressen heißt überleben wollen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 21:11

Okay. Na, das klingt ja nicht soo megaschlimm. Ich denke, ich warte erstmal ab, ob es überhaupt E.C. ist und wie es läuft. SOlang sie will, mache ich das natürlich mit - solang ich das finanziell kann. Aber wenn ich merke, dass sie aufgibt.. ich hab vor ein paar Monaten meinen Vogel einschläfern müssen. Krebs. Sie hatte auch aufgegeben.. Ich kenn das.. leider. Ach, mensch, gerade jetzt, wo alles so schön sein sollte, mit extra Kaninchenzimmer und allem.. Ich könnte so heulen! Sie sollte einen so schönen Lebensabend haben..




Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 21:14

Was wäre denn bei einer Ohrenentzündung, wie würde das ablaufen ? Ist das gut behandelbar ?




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.01.2015, 21:14

Selbst wenn sie es nicht schaffen sollte - bitte denke auch daran dass sie bei dir ein viel schöneres Leben hatte als der überwiegende Teil der Kaninchen! Denn die meisten Langohren landen immer noch als Kuschel- und Käfigtier in Einzelhaltung.

Zunächst einmal gehe ich aber davon aus dass sie es schafft




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.01.2015, 21:16

Die Ohrenentzündung wird ähnlich behandelt, mit Antibiotika. Sollten Milben daran schuld sein, kommt evtl. noch eine lokale Behandlung mit dazu. Die Behandlungen ähneln sich ziemlich, deshalb gibt man oft beim leisesten Verdacht auf E.C. das komplette E.C.-Programm, denn schaden kann es nicht. Panacur ist gut verträglich, und B-Vitamine tun auch bei der Ohrenentzündung gut. Und ein Antibiotikum wird gegen beides eingesetzt.




Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 21:27

Okay. Puh. Na, ich hoffe einfach mal, dass es - was auch immer - bald vorbei geht und sie es hinter sich hat, so, oder so. Ich mag nicht, wenn Tiere leiden.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.01.2015, 21:29

Das glaube ich dir. Ein wenig Geduld wirst du aber auf jeden Fall brauchen. Ich habe dir in deinem Vorstellthread noch einen Thread mit einem E.C.-Tagebuch verlinkt, dort findest du einen möglichen Verlauf.




Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 21:34

Werd ich gleich mal gucken, vielen Dank!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 22:06

Zitat:
Sie sollte einen so schönen Lebensabend haben..


Sie wird einen schönen Lebensabend haben!

Selbst wenn es EC sein sollte, hört sich das für mich nach einem leichten Ausbruch an. Wenn die Ohren in Ordnung sind, lass auf jeden Fall auf EC behandeln. Ich drück die Daumen!




Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 22:12

Danke

Das Prob. ist nicht die Behandlung an sich, ich mach alles mit. Das Prob. ist, ich weiß nicht, ob ich das auf Dauer bezahlen kann.. Medikamente sind teuer. *seufz*
Mal abwarten. Im Moment geht es ihr scheinbar schlechter, sie ist jetzt schon zweimal umgefallen und kam kaum wieder auf. Ich hab in einer Nottierklinik angerufen, Hausbesuche machen sie nicht, leider. Ich kann also wirklich erst morgen früh zum TA und beten, dass sie Zahlen auf Rechnung aktzeptieren..

Was kann ich denn sonst tun, um ihr etwas Gutes zu tun? Kann ich ihr das ganze irgendwie erleichtern, sie irgendwie verwöhnen? Ich will ihr gern zeigen, dass ich weiß, dass es ihr nicht gut geht und ich etwas daran ändern will.. Im Moment komm ich mir so mies vor, ich sitz hier am Laptop, während Flocke verwirrt im Kreis läuft und umfällt.. kann man den garnichts machen ?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2015, 22:27

Lass Dir reichlich Panacur mitgeben (abgefüllt oder evtl. eine Flasche), für 28-30 Tage. Vitamin B kann der TA das erste Mal spritzen, danach holst Du in der Apotheke Vitamin B-Komplex von ratiopharm (Kapseln). Diese Kapseln öffnest Du und streust sie z.B. über Haferflocken oder löst den Inhalt in Wasser auf und gibst das mit der Spritze oral. AB kann der TA das erste Mal spritzen, danach gibst Du es oral mit der Spritze. Wichtig ist, dass das AB gehirngängig ist (Baytril).

EC Tiere haben keine Schmerzen. Sie leiden unter Schwindel und Gleichgewichtsproblemen. Durch das AB kann es zu Appetitlosigkeit kommen. Dann musst Du sie überzeugen, dass sie fressen muss.




Ninchen
 
Registriert seit: 25.01.2015
Beiträge: 10
Coufeach befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.01.2015, 08:30

Panacur, in Flaschen, für 30 Tage. Vitamin B Kapseln aus der Apotheke. AB gehinrgängig, Baytril. Evtl. Fressunlust. Okay. Hab ich mir so aufgeschrieben..
Also ich bring jetzt meine Tochter in den KiGa und geh dann mit Flocke los.. Ich hab ganz schön die Hosen voll, ich muss gestehen ich war mit ihr noch nie beim TA..
Hoffen wir das beste. Danke für eure Tipps!



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Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.01.2015, 09:04

Und? wie geht es Flocke?
Was hat der Tierarzt gesagt?



__________________
Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 12.02.2014
Beiträge: 46
Plüschgiraffe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.01.2015, 18:55

Ich bin auch neugierig, wie war es beim Tierarzt?



 
 
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kopf schief gestellt, schiefhals



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