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e. cuniculis? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 15.12.2014
Beiträge: 7
usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 07:48

e. cuniculis?


hallo!
ich habe am freitag ( heute montag) eines meiner beinden kaninchen ( pascha ) mit schiefem kopf im gehege gefunden und bin sofort zum tierarzt gefahren. der wollte/ konnte mir aber nicht sagen was es ist und deshalb habe ich im.internet rumgesucht und vermute nun, dass pascha e.cuniculis hat. er dreht sich auch immer, ich denke es sind muskelkraempfe? ich fuettere ihn immer mit einer spritze mit wasser und brei, gestern habe ich ihm auch maismehl mit wasser gegeben. ausserdem gebe ich ihm ein bisschen antibiotika. der tierarzt wollte pascha einschlaefern, aber ich habe die hoffnung noch nicht aufgegeben.
ich habe die beiden kaninchen getrennt weil ich angst habe sie koennten sich anstecken. ist das berecjtigt? in den anderen theads stand nein, aber wikipedia sagt da was anderes *verwirrt*

danke im vorraus!
usahana2



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Benutzerbild von NiTi
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2014
Beiträge: 3.289
NiTi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 07:50

Geh bitte so schnell wie nur möglich zu einem anderen TA, am besten heute morgen noch. EC ist eine Krankheit, die nur dann heilbar ist, wenn man schnell und richtig handelt.

Das Kaninchen braucht ein Antibiotikum, und zwar ein gehirngängiges. Dazu Panacur (Wurmmittel) und Vitamin B.

Geh zu einem anderen TA, dieser scheint so gar keine Ahnung zu haben. Vielleicht schreibst du marinahexe hier im Forum an, sie kann dir sicherlich einen guten TA in deiner Nähe nennen.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 329
Katharina P. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 08:35

Das mit dem Anstecken ist auch vollkommender Quatsch

es tragen über 3/4 aller Tiere den Erreger in sich und wenn hat dein anderes Tier das eh schon
setz sie wieder zusammen, der braucht Gesellschaft. Du musst aber das Gehege so sichern, dass ersich beim rollen nicht verletzen kann

geh auch unbedingt zu einem anderen Tierarzt
er muss dringend fachgerecht behandelt werden

du solltest ihm, sofern er nicht frisst, mit etwas anderem zufüttern. Maismehl ist kein geeignetes Futter
es gibt beim Tierarzt Critical Care, Herbicare oder Rodicare zum Anmischen

ich verwende immer Schmelzflocken angerührt mit Fencheltee, gemahlene Sonnenblumenkerne oder Hirse und Criticalcare, alles mit Babybrei vermengt für den Geschmack
wichtig ist Sab Simplex gegen Blähungen sollte man auch geben wenn man zufüttert

man kann auch frische gemahlene Kräuter als Brei geben




Benutzerbild von Sunny0788
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 05.11.2013
Beiträge: 198
Sunny0788 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 09:36

Ich habe gerade einen E.C. Schub mit einem meiner Kaninchen überstanden. Hier meine Ratschläge:

1. geh sofort zu einem anderen Arzt und lass dir die Medikamente verschreiben, die NiTi oben schon erwähnt hat. Beginn sofort mit der Behandlung. Je schneller du beginnst, desto besser stehen die Chancen, dass Pascha wieder symptomfrei wird. Beim Tierarzt sollten übrigens auch die Ohren angeschaut werden. Die Kopfschiefstellung könnte auch von einer Mittelohrentzündung kommen...

2. Setz deine Tiere wieder zusammen. Die Medizin ist wichtig, aber mindestens genauso wichtig ist die Gesellschaft des Partnertiers, das das kranke Tier pflegen und trösten kann. Meine gesunde Kaninchendame hat sich die ganze Zeit ganz rührend um meinen erkrankten Chuck gekümmert. Ich bin mir sicher: wäre sie nicht gewesen, hätte er nicht so einen großen Überlebenswillen gehabt!

3. Je nachdem, wie unsicher das kranke Tier auf den Beinen ist, muss das Gehege "barrierefrei" gemacht werden.



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 14:34

Lies Dir das auch noch durch:

www.kaninchenforum.de/small-talk/33729-die-offizielle-kaninchenforum-zeitschrift-ausgabe-2-m%E4rz.html

Alles Gute und lass Dich vom Tierarzt nicht verunsichern.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 16:02

Wo genau in Hessen wohnst Du denn? (PLZ und Ort per PN)




Ninchen
 
Registriert seit: 15.12.2014
Beiträge: 7
usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 17:51

vielen dank fuer die vielen antworten, ich hab momo und pascha zusammengesetzt, aber pascha hat angefangen sich zu putzen und momo hat sich nur fuer das heu intressiert.

@marinahexe ich weiss leider nicht wie man einen pn schickt und was das ist (๑´•.̫ • `๑)




Ninchen
 
Registriert seit: 15.12.2014
Beiträge: 7
usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 18:08

Ich habs doch hinbekommen *das mist mir ein bisschen peinlich...*




Benutzerbild von Sunny0788
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 05.11.2013
Beiträge: 198
Sunny0788 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 18:54

[QUOTE=usahana2;696480]vielen dank fuer die vielen antworten, ich hab momo und pascha zusammengesetzt, aber pascha hat angefangen sich zu putzen und momo hat sich nur fuer das heu intressiert. QUOTE]

Vielleicht kommt die Zuneigung ja noch. Aber selbst wenn nicht: Alltag und gewohntes Umfeld ist ganz wichtig und kann Wunder bewirken!



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Geändert von Sunny0788 (15.12.2014 um 19:02 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 15.12.2014
Beiträge: 7
usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 22:40

ja, ich hoffe es sehr.

mein vater waere der einzige der mich zu einem tierarzt fahren koennte aber jetzt will er nicht.ich moechte auch nicht mit der bahn hinfahren weil das sicher extrem stressig fuer pascha waere. ich habe ihm die seite mit den tipps bei e.c. hier im forum gezeigt aber er hat gleich bei wikipedia geguckt wie die medikamentewirk eund herausgefunden dass panacur nicht im darm aufgenommen wird und deshalb angeblich nicht wirkt. wir geben ihm doxycylin. (4mg) das ist ok oder? (es hat uns kein tiartzt verschrieben)

paschas auge das unten ist ist geschlossen und ich mache mir sorgen dass es entzuendet sein koennte. ich moechte es auch nicht mit gewalt aufmachen oder so.




Benutzerbild von Sunny0788
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 05.11.2013
Beiträge: 198
Sunny0788 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2014, 23:29

So viel ich weiß, ist doxycyclin ein Mittel gegen bakterielle Atemwegserkrankungen....



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 01:03

Die Kombination aus Antibiotikum, Panacur und Vitamin B ist die Standardmedizin gegen E. C.. Wiege das Kaninchen (ohne Stress) und versuch einen TA zu finden bei dem Du die Mittel abholen kannst. Wenn Dein Vater Dich nicht fährt mußt Du eine andere Möglichkeit finden. Das Tier ist doch auf euch angewiesen und braucht so schnell es geht die richtigen Medikamente. Nimm vom TA auch eine Augensalbe mit, z.B. Corneregel das hat bei meiner Cassy gut geholfen.




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 01:09

Ich kopiere das zum besseren Verständnis hier her, vielleicht zeigst Du das Deinem Vater:

Fenbendazol: Wirkungsweise gegen E. Cuniculi (Überblick)

Kurze Zusammenfassung, wie die Infektion mit E.Cuniculi verläuft

Nach der oralen Aufnahme der E.Cuniculi-Organismen verbreiten sich die Sporen über den Darm. Von dort wird über die Blutbahn zunächst gut durchblutetes Gewebe (Niere, Lunge, Leber) befallen, und erst danach das Zentralnervensystem.

Dies erklärt möglicherweise, warum Durchfall und Nierenprobleme vielfach als Erstsymptome auftreten.

Die Spore verwendet zwei Arten, um in Zellen einzudringen. Einerseits nutzt sie es aus, dass Fresszellen sie aufnehmen, welche sie dann als Wirtszellen benutzt. Andererseits besitzt sie ein sogenanntes Pol- oder Polarfilament, das man sich am besten vorstellt wie eine Harpune an einer Schlinge oder einem Seil. Die Spore schiesst ihre Harpune auf eine Zelle, perforiert damit die Zellwand und dringt in die Zelle ein.

Einmal in der Zelle angekommen, wird E. Cuniculi mit Zellteilung und Vermehrung beginnen. Da sich nicht alle Sporenabkömmlinge gleich schnell vermehren, befinden sich nach ca. 48 Stunden neue ausgebildete Sporen und viele Organismen im Zwischenstadium in der Zelle. Wenn genügend Sporen und Abkömmlinge in der Zelle sind, platzt die Zelle und gibt die Erreger frei, die sich nun neue Wirtszellen suchen. Damit ist die Zelle zerstört, was die irreparablen Schäden erklärt, die das Kaninchen durch eine E. Cuniculi Infektion erleidet.

Die Immunantwort des Kaninchens auf die Infektion erfolgt sowohl innerhalb der befallenen Zellen (zelluläre Immunantwort) als auch in Blut oder Lymphe (humorale Immunantwort).

Die zelluläre Immunreaktion ist von sehr grosser Bedeutung. Innerhalb der Zellen werden spezielle weisse Blutkörperchen versuchen, die Sporen zu eliminieren. Die T-Helfer Zellen mit dem schönen Namen CD4+ werden spezielle Moleküle herstellen, z.B. Stickstoffverbindungen, um die Sporen abzutöten. Von überlebenswichtiger Bedeutung sind jedoch die Killerzellen CD8+ (auch T-Helferzellen, nur eine andere Art), die Zellen abtöten können.

Es ist gezeigt worden, dass diese körpereigene Immunantwort aus CD8+ überlebenswichtig ist. Mit Hilfe von speziellen Proteinen, den Cytokinen, und hier offenbar vor allem des Gamma-Interferons, werden die CD8+ Zellen überhaupt angeregt. Fehlt die Fähigkeit zur Bildung von gamma-Interferon oder von CD8+ Zellen, z.B. bei speziell genmanipulierten Mäusen, ist ein Überleben der Infektion nicht möglich.

Obwohl die CD4+ Zellen nicht überlebenswichtig sind, ist zumindest für den Menschen belegt, dass sie insbesondere dann an E. Cuniculi-Infektionen erkranken, wenn ihr Bestand n CD4+-Zellen sehr gering ist. Dies ist regelmässig bei HIV-positiven Menschen nach einiger Zeit der Fall.

Ausserhalb der Zelle werden Antikörper gegen E. Cuniculi gebildet, die alleine zwar nicht in der Lage sind, die Erreger zu vernichten, aber offenbar verstärkend auf die zellulären Immunprozesse wirken.
Es wird angenommen, dass ein ansonsten gesundes Kaninchen die Infektion sehr lange kontrollieren kann, indem es zwar den Erreger nicht vollständig eliminiert, aber doch eine Art Gleichgewicht herstellt. Die Immunreaktion ist jedoch eine gewisse Belastung, und infizierte Kaninchen sind insgesamt anfälliger für Krankheiten. In Situationen mit grossem Stress oder infolge der Alterung des Tiers kann das Gleichgewicht u.U. nicht aufrecht erhalten werden und es zeigen sich klinische Symptome.

Wie wirkt Fenbendazol (Panacur)?

Zur Behandlung der E.C. Infektion nach Auftreten der klinischen Symptome gilt Fenbendazol als Mittel der Wahl. Fenbendazol ist ein Mitglied der chemischen Familie der Benzimidazole und es gilt, zusammen mit Oxfendazol und Albendazol zu den wirksamsten Benzimidazolen, weil sie nicht so schnell verstoffwechselt werden (erst nach etwa 13 Stunden). Oxfendazol und Fenbendazol sind gegenseitige Stoffwechselprodukte, können also mit relativ wenig Umstand im Körper ineinander umgewandelt werden.

Fenbendazol bindet ein Protein, das für die Bildung neuer Sporen unverzichtbar ist und somit der Spore nicht mehr zur Verfügung steht. Denn E. Cuniculi ist ein Eukaryot und besitzt somit nicht nur einen Zellkern, indem die DNA untergebracht ist, sondern weitere Organellen in der Zelle, wie Mitochondrien und den Spindelapparat. Der Spindelapparat setzt sich aus Mikrotubuli zusammen, gibt der Zelle Struktur und ist für Form und Bewegung der Zelle massgeblich. Für die Bewegungen der Zelle wird den Microtubuli an den Enden laufend etwas hinzugefügt oder ein paar Glieder abgetrennt.

Der Spindelapparat ist entscheidend für die Zellteilung, da die erforderlichen Bewegungen zur Verdopplung des Chromosomensatzes durch die Microtubuli gesteuert werden. Deshalb führt eine Störung der Microtubuli effektiv zu einer Störung der Zellteilung.

Da sich E. Cuniculi aussschliesslich asexuell durch Zellteilung (Mitose) vermehrt, die Benzimidazole aber die dazu benötigten Proteine für die Microtubuli an sich binden, führt Fenbendazol (wie auch Albendazol oder Oxfendazol) dazu, dass die Sporen sich nicht mehr vermehren können.

Deshalb ist eine Resistenzbildung nicht möglich.

Hier liegt auch der Unterschied zu Bakterien (Resistenz gegen bestimmte Antibiotika). Bakterien besitzen keinen Zellkern, es sind sogenannte Prokaryoten. Nach der Duplizierung der Chromosomen schnürt sich die Bakterie ein und danach sind es zwei Bakterien mit je einem vollständigen Chromosomensatz. Die Resistenzen treten auf, wenn z.B. das Antibiotikum an einem bestimmten Oberflächenmolekül andockt und im Laufe von Mutationen manche Bakterien mit einem Defekt gebildet werden und das Oberflächenmolekül nicht mehr besitzen. Übertragen auf E.Cuniculi wäre daher eine Serie von Mutationen erforderlich, mit denen die Microtubuli entweder ganz ersetzt werden oder E. Cuniculi als einzige in der Gruppe der Eukaryoten (zu denen auch der Mensch und alle anderen komplexeren Wesen gehören) andere Proteine verwenden würde. Das würde einem neuen Zellorganisationsprinzip gleichkommen und somit ein paar Millionen Jahre in Anspruch nehmen.

Und dies ist auch der Unterschied zu den Würmern, gegen die mit Benzimidazolen vorgegangen wurde und die teilweise resistent sind. Ihr Problem ist bzw. war eine Art Vergiftung, der durch kleine Änderungen im Stoffwechsel bis zu einem gewissen Grad ausgewichen werden kann. Denn die Resistenz der Würmer im Falle des Benzimidazoles entfaltet keine Schutzwirkung mehr, wenn die Wümer den Medikamenten nur lange genug ausgesetzt werden; wenn es also gelingt, den Stoffwechsel von Pferd oder Hund zu verlangsamen (z.B. durch Verringerung der Futtermenge).

Unverträglichkeit und Schäden des Organismus

Fenbendazol wurde vor allem etwa 1965-1975 exzessiv hinsichtlich seiner Langzeitschädlichkeit, seiner Schädlichkeit für Embryonen und seiner Veränderungen im Blutbild an einer ganzen Reihe von Tieren getestet (WHO Food Additives). Für das Kaninchen fehlen Untersuchungen zu Langzeitschäden, aber die übrigen Parameter sind völlig unauffällig. Deshalb gilt Fenbendazol als unbedenklich für den menschlichen und den Kaninchenorganismus.

Die Langzeitschäden spielen für die Kaninchen insofern keine Rolle, als ein Ausbruch klinischer Symptome meist erst im fortgeschrittenen Alter erfolgt.

Im Gegensatz zu Fenbendazol können Albendazol und Oxfendazol sehr wohl zu Schäden führen. Albendazol hat sich bei der Anwendung für den Menschen als äusserst potent gegen E. Cuniculi erwiesen, kann jedoch beim Kaninchen zu Schäden am Knochenmark führen. Oxfendazol kann bei Karnivoren zu Nierenschäden führen. Von Albendazol wird man noch mehr hören, weil es in der Tumorverhinderng eine gewisse Rolle spielt.
Wirksamkeit von Fenbendazol

Für Fenbendazol wurde in verschiedenen Studien und Experimenten eine direkte Wirkung nachgewiesen, allerdings nicht unbedingt in 100% der Fällen. Es gibt, am anderen Ende des Spektrums, auch Belege für spontane Selbstheilungen. Fenbendazol kann prophylaktisch eingesetzt werden und hat im klinischen Versuch eine Infektion verhindert bzw. bei bestehender Infektion eine verstärkte Erregerproduktion blockiert (Suter 1991).

In einer Studie mit 145 Tieren haben Sieg/Hein 2007 die Wirksamkeit einer Behandlung mit Fenbendazol in Kombination mit Oxytetrazyklin (Antibiotikum) und Dexamethason (Cortison) getestet. Wesentliches Erfolgskriterium war das Überleben der Infektion nach einer bestimmten Anzahl Tage. Dabei wurde gezeigt, dass die Behandlung mit einer Kombination aus Fenbendazol und Oxytetrazyklin mit einer Überlebensrate von 60% tendenziell besser abschneidet als Oxytetrazyklin alleine (40%). Durch Dexamethason wurde keine Verbesserung erreicht, unabhängig von der Therapieform.

Als Therapievorschlag wurde daher genannt: Oxytetrazyklin in Kombination mit Fendenbazol, dazu Vitmin B und allenfalls Infusionen, bei Anfällen Diazepam und für de Begleittiere ebenfalls 10 Tage Fenbendazol.

Quellen:

Gut verständlich und man muss das gamma-Zeug ja nicht lesen:

Flock 2010: Enzephalitozoonose beim Kaninchen - eine retrospektive Auswertung, Diss München 2010, Flock U.

Jass 2004: Evaluierung von Liquorpunktion und PCR zur klinischen Diagnose der Enzephalitozoonose beim Kaninchen, Diss München 2004, Jass, A.

Sieg 2010: Vergleich verschiedener Therapiemodelle zur Enzephalitozoonose beim Kaninchen, Sieg J. et al., Vortrag an der 18. Jahrestagung der DVG FG InnLab, Düsseldorf

Suter 1991: Prevention and Treatment of Encephalitozoon Cuniculi infection in rabbits with fenbendazole, C. Suter et al. Veterinary Record 2001

Für die harten Immunologen, Microinteressierten und Cytoaffinen:

Cai 2007 : Pharmacokinetics of Albendazole in New Zealand White Rabbits: Oral versus Intraperitoneal Administration, Cai Z-Y et al., Anticancer Research 2007

Eckert: Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin von Horst Zahner, Johannes Eckert, Karl Friedhoff

Franssen 1996: Susceptibility of Encephalitozoon cuniculi to several drugs in vitro, 1996, Franssen F. et al. , Antimicrobial Agents and Chemotherapy

Katiyar 1997 : In Vitro Susceptibilities of the AIDS-Associated Microsporidian Encephalitozoon intestinalis to Albendazole, Its Sulfoxide Metabolite, and 12 Additional Benzimidazole Derivatives, 1997, Katiyar S., Edlind T., Antimicrobial Agents and Chemotherapy

Moretto 2004: Induction of a Rapid and Strong Antigen-Specific Intraepithelial Lymphocyte Response during Oral Encephalitozoonose Cuniculi Infection, Journal of Immunology, Moretto M. et al.

Bouladoux 2003: Rôle de l’interferon- γ (IFN- γ ) dans l’immunité cellulaire anti-microsporidienne. Etude du modèle de la souris déficiente pour le récepteur à l’IFN- γ , infectée oralement avec la microsporidie Encephalitozoon intestinalis., Diss. Paris 2003, Bouladoux N.

WHO Food Additives Series 29, Toxicity of Fenbendazole



Dieser Bericht wurde von april ausgearbeitet und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Danke, april!







Benutzerbild von KleineLady
Zwergkaninchen
 
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KleineLady befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 11:35

Woher habt ihr denn jetzt das doxycylin?
Hat ein Tierarzt euch das für diese Erkrankung verschrieben oder hattet ihr es noch da?

Bitte keine Experimente mit Antibiotika oder sonstigen Medikamenten. Damit schadet ihr dem Tier nur. Das AB dass er gegen sein EC bekommen muss, muss hirngängig sein. Da kann man nicht irgendeines nehmen.

Sprich noch mal mit deinem Vater. Ihr habt das Tier aufgenommen und habt damit die Verantwortung. Da kann man doch nicht einfach sagen, ich hab jetzt keine Lust. Auch Wikipedia ist da keine Lösung. Da muss jetzt ein kaninchenerfahrener Tierarzt dran, sonst wird es dein kleiner Kerl nicht lange schaffen



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Ninchen
 
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usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 21:14

ja, ich bin heute mit der bahn zum tierarzt gefahren aber der meinte dass die krankheit schon sehr vortgeschritten ist und vielleicht nicht mehr heilbar ist. ich weiss nich sonst noch machen kann... ich nehme mal an garnichts ausser zum tierarzt zu gehen...




Benutzerbild von Sunny0788
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Beiträge: 198
Sunny0788 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 21:20

Ja und hast du keine anderen Medikamente bekommen????



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Ninchen
 
Registriert seit: 15.12.2014
Beiträge: 7
usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 21:29

nee, ich soll morgen nochmal kommen. heute hab ich das kaninchen hingebracht aber da wurde operiert und meine mutter musste es abholen. deswegen habe ich nicht mit dem arzt reden koennen aber morgen. muss ich wenn ich pascha zum tierarzt bringe momo zur stressreduzierung mitnehmen?
usahana




Benutzerbild von marinahexe
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Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 23:06

Ja, nimm das Partnertier mit. Und lass Pascha auf keinen Fall einschläfern. Das machen TÄ gerne, wenn sie nicht weiterwissen. Du warst aber nicht bei den TÄ, die ich Dir empfohlen habe, oder?

Du brauchst vom TA folgende Medikamente:

AB (Baytril oder Chloramphenicol)
Panacur
Vitamin B

Das Vitamin B kannst Du auch in der Apotheke holen (ratiopharm, Kapseln)

Wenn Du beim Arzt warst, melde Dich wieder hier.



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Ninchen
 
Registriert seit: 15.12.2014
Beiträge: 7
usahana2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.12.2014, 17:46

ich war gestern beim Arzt. Er hat gesagt dass die Chancen dass er wieder gesund wird gering sind weil er es ja schon seit Freitag hat und es sich nicht gebessert hat. Ich soll heute nochmal hin und wenn es nicht besser wird einschlaefern... das haben jetzt schon zwei T.Aerzte gesagt. Pascha frisst aber auch nicht wenn man ihm was unter die Nase haelt, erst wenn man ihm eine Spritze in den Mund drueckt... ich hab Momo gestern mitgenommen und Fabendazol fuer Katzen bekommen falls sie die Erreger im Darm hat oderso. Ich weiss nicht was ich machen soll...
ich will ihn natuerlich nicht einschlaefern aber ich will ja auch nicht dass er leidet. _(._.)_




Benutzerbild von JayJay
Kaninchen
 
Registriert seit: 07.01.2011
Beiträge: 15.808
JayJay wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.12.2014, 17:56

Bis sich Verbesserungen einstellen dauert es nicht Tage, sondern WOCHEN !
Meine Dame hat auch E.C, wir haben zusammen gekämpft und auch wenn sie nach 2-3 Wochen nochmal nen Rückfall hatte lebt sie nun immer noch und ist fit und glücklich - über ein Jahr bereits !!!
Es ist nur eine kleine Gesichtslähmung geblieben, ohne die richtige Medikation hätte die Lähmung voranschreiten können - wenn Zunge und/oder Schluckreflex betroffen wären, hätte man sie nicht mehr retten können.
E.C wird nie verschwinden, aber ich genieße jeden Tag mit meiner mopsigen Schnatterente. 1 weiteres Jahr wurde ihr schon geschenkt.



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Grüße vom teuflischen Duo und ihrer Haussklavin
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