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| Als ich meine Luna, die leider im Mai eingeschläfert werden musste, vom Tierarzt nach Hause brachte, um sie im Garten zu beerdigen, saß mein Sev lange am Zaun und schaute traurig dabei zu. Ich bin sicher, er hat gespürt, dass seine kleine Freundin nicht mehr lebt. Ich habe sie ihm dann auch noch kurz gezeigt und hingehalten. Er hat sie mit seiner Schnute sanft angestubst, ausgiebig an ihr geschnüffelt und sich dann weggedreht. Danach war er tagelang sehr ruhig, auch wenn er immer noch Gesellschaft von zwei anderen Langohren hatte, mit denen er sich sehr gut verstand. Ich bin sicher, er hat getrauert.
__________________ Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist ein Geheimnis, aber jeder Augenblick ist ein Geschenk.
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| Als von unseren ersten Kaninchen (Schnuffi, Hanni, Hernan) Schnuffi gestorben war, bekam Hanni vor lauter Stress E.C. Er ist leider nach 14 Tagen Behandlung auch gestorben und Hernan blieb ganz allein übrig. Hernan saß Ende November 24 Stunden am Tag mit gespitzten Ohren vor dem Stall und hat darauf gewartet, dass Hanni wieder zurückkommt. Das konnten wir nicht aushalten und so haben wir am übernächsten Tag unser Knuffelchen von TH geholt. Ich finde es furchtbar wenn ein Kaninchen trauert.
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| Es ist auch furchtbar...die beiden sind momentan tatsächlich völlig von der Rolle, während sich das bei den anderen beiden heute schon wieder etwas gelegt hatte, sind der Bruder und die Witwe immer noch ziemlich in der Trauerphase ![]()
__________________ Liebe Grüße von den Stinkern
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| Gib Ihnen Zeit. Bei uns Menschen geht das doch auch nicht von heute auf morgen. Solange sie einigermaßen fressen, kannst du gar nichts machen, außer Beschäftigung anbieten. Als Ida gestorben ist, hat mein Maxi von mir tagelang kein Futter angenommen, da musste tatsächlich mein Mann ran. Das tut einem als Halter gleich dreimal weh. Es hat sich aber nach einer Weile (glaub aber das ging schon so ca. zwei Wochen) gelegt. Das wird schon.
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| Kaninchen können definitiv trauern ![]() Wir Kaninchenmamis und Papis sprechen unseren Kaninchen ja immer sehr viel Intelligenz zu und Trauer ist ein Gefühl, das wahrscheinlich jedes Lebewesen erlebt und unterschiedlich verarbeitet. Ich habe mal gehört, das Kaninchen nur so lange trauern, bis die Lücke wieder geschlossen wird. Z.B. durch einen neuen Partner. Bei einer Gruppe weiß ich es allerdings nicht. Ich weiß nur, das die Kaninchenfamilie einer Grundschulfreundin so schlimm getrauert hat, das sie gequietscht und geschrien haben, als der Vater gestorben ist und aus dem Gehege geholt wurde aber die Zeit heilt ja bekanntlich alle Wunden und sie haben noch ein langes glückliches Leben gehabt ![]()
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| Hallo, Trauer ist ein Gefuehl, welches sich Tiere wie Kaninchen nicht leisten koennen, und welches auch absolut keinen Sinn macht! Ein Kaninchen "kennt" auch keine Verwandschaftsverhaeltnisse! Spiegelt das Ganze auf die Natur: Kaninchen werden von vielen Jaegern erbeutet, die Gruppe taeglich reduziert. Wuerde nun ein Kaninchen um erbeutete Brueder oder Partner "trauern", waere die Gruppe schnell ausgerottet. Ist der Partner oder ein vertrautes Kaninchen nicht mehr da, sucht sich das betreffende Tier umgehend neue Partner/"Freunde". Nur so kann der starken Bejagung begegnet werden. In der Haltung fehlt es dann oft an neuen Partnern und das Tier ist isoliert/"einsam". Sobald aber ein neuer passender Partner zur Verfuegug steht, ist auch diese Phase beendet. Trauer, wie wir sie kennen, gibt es nicht!
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| Un ob es das gibt! Ich habe ein Kaninchen verloren, nachdem ich seinen Busenkumpel weggeben hatte. Es handelte sich um zwei potente Rammler, man höre und staune, die zusammen klebten wie Pech und SChwefel. Den einen Rammler habe ich an eine andere Züchterin abgegeben, woraufhin der andere still wurde, schwer erkrankte und schließlich starb. Trotz neuem Partner! Welcher seinerseits nach dem Tod des anderen nur noch in der Ecke hockte, bis ich ihm wieder Gesellschaft geben konnte. Im letzten Fall mag deine Definition zutreffen, es brauchte einfach neue Partner. Im ersten Fall dagegen halte ich die zeitliche Nähe der beiden Ereignisse für zu markant, als dass da KEIN Zusammenhang bestehen könnte. WIe gesagt, trotz neuem Partner, mit dem auch gekuschelt und dergleichen wurde!
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| Also meiner Meinung nach: wer denkt, das Kaninchen und Tiere allgemein nicht trauern können versteht seine Tiere nicht ausreichend. Das hört sich jetzt böse an, ist aber nicht so gemeint. Kaninchen können trauern, sie trauern und sie verstehen auch Familienverhältnisse. Das sind meine Erfahrungen und die von Bekannten.
__________________ Mehr von uns: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/36706-meine-fellnasen-luna-sam.html http://traeumsuessvonsaurengurken.blogspot.de/
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| Zitat:
Wie ich schon schrieb: Kaninchen unterliegen einer starken Bejagung! Wuerden nun die Kaninchen jedem verlorenen Partner oder "Freund" "nachtrauern" und in eine passive Trauerphase rutschen, waeren sie bereits ausgestorben!! Ebenso gibt es NICHTS in der Natur ohne Grund. Das gilt ganz besonders fuer ausgebildete Verhaltensmuster, die immer dem Vorteil/bestmoeglichen Fortbestand der Art dienen. Wo liegt der evolutionaere Vorteil fuer Kaninchen/Tiere, eine "Trauer" zu empfinden? Ganz im Gegenteil wuerde dieses Verhaltensmuster die Gruppe/die Art massiv zurueckwerfen und waere binnen weniger Generationen ausselektiert. Ist es nun wichtig, ob Haustiere real oder vermenschlicht gesehen werden? Prinzipiell soll jeder Halter seine Tiere so sehen, wie es fuer ihn angenehmer ist. Jeder kann fuer sich selbst entscheiden, ob er gezeigtes Verhalten real erklaeren oder in menschliche Muster/anerzogene Moral quetschen moechte. Ich sehe da auch keinen Grund fuer latente Angriffe und Unterstellungen ala "Tiere nicht verstanden"! Der Unterschied kommt wohl erst dann zum Tragen, wenn ein Partner verstirbt und das verbleibende Tier "trauert". Die eine Fraktion kuemmert sich umgehend um passenden [sic!] Ersatz und erspart dem Tier Einsamkeit, die andere Fraktion bemitleidet den trauernden Kandidaten und belaesst ihn in seiner Trauerphase/Einsamkeit... dies soll jeder selbst entscheiden :-) Thema Verwandschaft: ganz klar Nein! Es ist keiner Art moeglich, nach Abnabelung Bruder, Schwester oder Vater und Mutter zu erkennen! Hier ist auch keinerlei Platz fuer Diskussion oder Deutung. Nach Trennung von Religion, Moral und Wissenschaft wurde dieses Thema hinreichend erforscht. Geändert von innocent_devil (16.12.2014 um 00:36 Uhr).
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| @ innocent_devil: Das stimmt so einfach nicht. Tiere können durchaus eine Art Trauer empfinden, das ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Es gibt Studien zu Elefanten, die immer wieder zu den Überresten von verstorbenen Gruppenmitgliedern zurückkehren, diese dann beschnuppern, anstoßen, etc., auch reagieren die Elefanten völlig anders, wenn sie auf Knochen von Artgenossen stoßen, als bei den Überresten anderer Spezies. Die Studien haben sogar gezeigt, dass die Elefanten länger bei den Knochen eines Gruppenmitglieds verweilen und dann auch mehr "Aufregung" in der Gruppe herrscht, als bei den Überresten fremder Elefanten. Auch bei Affen scheint es eine Art Trauer zu geben, wenn man bedenkt, dass Affenmütter verstorbene Jungtiere oft wochenlang mit sich rumtragen, bevor sie endgültig Abschied nehmen, auch zeigen Studien, dass Affen sich um kranke/sterbende Gruppenmitglieder besonders kümmern, und nach dem Tod sogar eine Art Totenwache halten. Hier stellt sich auch nicht die Frage der Vermenschlichung, nachdem letztlich wir Menschen auch nur eine Art Tier sind, sondern man muss berücksichtigen, wo das Gefühl der Trauer seinen Ursprung hat. Eine wie auch immer geartete "Trauer" kann es im Tierreich nur geben, wenn soziale Strukturen vorhanden sind, die eine Bindung zwischen Individuen ermöglichen - sei es zwischen Eltern und dem Nachwuchs, den Fortpflanzungspartnern oder Familien- und Gruppenmitgliedern. Dazu kommen müssen Hirnstrukturen, in denen Gefühle verarbeitet werden, insbesondere das limbische System, und das besitzen nicht nur Säugetiere, sondern alle Wirbeltiere. Ein weiterer Faktor ist der Hormonhaushalt. Trauer führt bei Menschen zu einem Anstieg der Stresshormone im Blut. Entsprechend reagieren auch Tiere, die durch den Verlust eines vertrauten Artgenossen gestresst sind, wie zum Beispiel die Forschung an Meerschweinchen gezeigt hat. Es mag auch sein, dass verwandtschaftliche Beziehungen für keine Art erkennbar sind (wobei ich da Tieren mit deutlich besseren Sinnen noch mehr zutrauen würde, als den Menschen), aber sowohl bei Menschen als auch Tieren gibt es soziale Strukturen, und die jeweiligen Mitglieder, egal, ob blutsverwandte "Familie" oder sonstige Gruppe reagieren mit Stress auf den Verlust einzelner Mitglieder. Daran ändert auch eine starke Bejagung nichts: unsere Vorfahren, die Australopithecinen wurden auch stark bejagt, trotzdem gibt es schon hier Anhaltspunkte für Grabbeigaben, was auf Trauer, Verlustgefühle o.ä. schließen lässt.. Eine andere Frage ist, WIE die Trauer dann ausgelebt wird: es ist natürlich für eine Species, die durch Jäger o.ä. einem ständigen Überlebenskampf ausgesetzt ist, völlig unpraktisch, sich dann trauernd aufs Feld zu setzen und zu warten, bis der Fuchs vorbei kommt. Andererseits dürften auch wir Menschen nicht immer Gelegenheit haben, in eine passive Trauerphase abzurutschen: wer anno 44 im Schützengraben laut heulend über seinem getöteten Kameraden zusammenbrach, hatte wohl ebenso keine Gelegenheit mehr, sich fortzupflanzen... Dem entsprechend dürfte sowohl bei Menschen, als auch bei höher entwickelten Tieren mit sozialen Strukturen trauerähnliche Gefühle durchaus vorhanden sein, wie diese dann ausgelebt werden, hängt dann aber auch von den äußeren Umständen ab. Ein Schäferhund, der sein Herrchen verloren hat, kann sich Trauer eher erlauben, als ein Wolf in Alaska, der trotz Verlusts seiner Partnerin weiterhin jagen gehen muss, um zu überleben. Im übrigen: auch wenn wir akzeptieren, dass Kaninchen trauern können, ändert dass nichts daran, dass ein neuer Partner meist die beste Therapie ist. Darin unterscheiden wir uns aber auch nicht so sehr von den Kaninchen: auch wir brauchen, gerade in Zeiten des Verlusts eines Menschen, soziale Strukturen, die uns auffangen, und oftmals ist die Zeit der Trauer erst dann wirklich vorbei, wenn ein neuer Partner gefunden ist.
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