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Kaninchen hat Probleme mit den Zähnen, jetzt sollte alles gut sein, ist es aber nicht auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von M3llex
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 04.12.2014
Beiträge: 610
M3llex befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.12.2014, 20:23

Kaninchen hat Probleme mit den Zähnen, jetzt sollte alles gut sein, ist es aber nicht


Hallo liebe Kaninchenforummitglieder/innen,

ich bin noch neu hier & hoffe sehr, dass mein Beitrag in der richtigen Kategorie usw. seinen Platz gefunden hat.

Kurz zum Allgemeinen:

Habe eine Häsin und ein Männlein, die Häsin seit ca. 6 Jahren, das Männlein seit ca. 3 Jahren (sie ist schätzungsweise 8 Jahre, genauso wie das Maennelein). Beide Tiere wurden ausgesetzt, wobei das Männlein (was ich vom Tierschutz habe) misshandelt wurde früher & lange Zeit sehr sehr scheu war und keinerlei Vertrauen fassen konnte. Mittlerweile lässt er sich von mir anfassen und hoppelt mir auch hinterher.

Nun zum nicht so tollen Sachverhalt:

Das Männlein hatte ca. im Juni 2014 eine Zahnop (zum ersten Mal tauchte die Problematik Zähne auf). Diese hatte er gut überstanden und nach einem Termin zur Nachkontrolle sollte ich in 3 Monaten wieder zur Kontrolle kommen. In der Zeit bin ich in eine andere Stadt gezogen und habe nun auch einen neuen Tierarzt, den mir mein Freund empfohlen hat.

Als es dann soweit war (Ende September) und ich mit dem Maennlein zur Kontrolle wollte (hatte schon einen Termin) kam er mir jedoch zuvor. Er zeigte keinerlei Änderungen im Fressverhalten zu dieser Zeit hatte sich aber schon ne fette Entzündung durch die Zahnproblematik wieder eingefangen und extrem schlechte Zähne in diesem Zeitraum bekommen. Also ging ich zum Tierarzt, der mir die Diagnose stellte, dass er wieder eine Zahn-OP benötigt. Bei dieser sollte ein Zahn entfernt werden. Vorsorglich hatte er die Zaehne die stoeren könnten allerdings auch abgeschliffen.

Der Zustand von Costa verschlechterte sich abdann dramatisch, sodass nach wenigen Tagen zu abgemagert war und die OP notgedrungen verschoben werden musste. Hab ihn zum Glueck so weit paeppeln koennen dass es dann doch zur OP kam. Nach der OP (alles gut überstanden) fing er wieder laaaangsam an Heu zu fressen. Hatte mich allerdings zu früh gefreut. 2 Wochen später immer noch keine Heuaufnahme, wie gewohnt. Dann stellte sich heraus, dass der Kleine gegen das Anitibiotika-Depot resistent war und sich die Wunde (wo der Zahn gezogen wurde) richtig mies entzuendet hatte. Wir haben es dann mit einem anderen Antibiotika versucht, der Tierarzt machte mir allerdings keine großen Hoffnungen.. Ich hatte mir in der Zeit frei genommen, gepaeppelt, Medikamente alle paar Stunden gegeben und siehe da, die Entzündung ging langsam aber stetig zurück. Karotten hat er zwischendrin immer problemlos fressen können.

Nun Stand der Dinge ist nun, dass keine Entzündung mehr vorhanden ist, und sein Zustand sich verschlechtert. Der Tierarzt (wirklich ein super TA, der ihn sich lange angeschaut und gründlich untersucht hat) meinte dass er mir unbefriedigenderweise keine Diagnose stellen kann... Er weiss nicht woran es liegt, dass er kein Heu mehr frisst. Er meinte, da sein Gebiss angegriffen und er schon alt ist, koennte die Nahrung etwas am Zahnfleisch reiben, was ihn stoert und er deshalb nicht genug isst. Ich bekam Pellets mit um zu schauen, ob er die denn aufnimmt.

Seit diesem Tierarzttermin (diese Woche Dienstag) hat er am Abend nicht mal mehr Karotte gegessen.... Er schleckt es ab und hat Interesse und will eigentlich.. Das tut mir schon richtig weh das zu sehen.... Die Pellets isst er nur, wenn ich sie mit dem Löffel ganz ganz klein mache...

Ich hab bestimmt etliche Dinge vergessen zu schreiben, bin sehr durch den Wind momentan.....

Gibt es irgendwen, der eine ähnliche Situation schon einmal hatte... Hat irgendjemand einen Rat für mich??? Ich weiss solangsam nicht mehr weiter.

Morgen lasse ich ein Blutbild von dem Racker machen, in der Hoffnung doch noch zu erfahren, wie ich ihm denn helfen kann...

Vielen lieben Dank schonmal für alle Antworten.

LG M3llex



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 04.12.2014, 21:22

Ich würde vorschlagen, ihm zunächst ein Schmerzmittel zu verabreichen (Metacam bietet sich da an), um zu schauen ob Schmerzen der Grund für die Futterverweigerung sind.

Außerdem sollte ein aktuelles Röntgenbild des Kopfes gemacht werden um darauf nach bislang unerkannten Problemen zu suchen (evtl. Auffälligkeiten im Kiefergelenk, ein bislang nicht erkannter Kieferbruch, retrogrades Wurzelwachstum), um das weitere Vorgehen besser planen zu können.

Um ihm die Nahrungsaufnahme zu erleichtern, könntest du versuchen ihm Cuni Complete anbieten. Das sind keine Pellets, sondern Extrudate. Sie sind langfasriger als Pellets in ihrer Struktur und nicht ganz so hart, einige Zahnkaninchenbesitzer haben schon gute Erfahrungen in solchen Situationen damit gemacht. Ich würde auch versuchen, sie einzuweichen - vielleicht behalten sie die Form. Ich selbst habe einmal, als mein Leo (ebenfalls Zahnkaninchen) wegen Schmerzen nach einer Zahnsanierung nicht gut fressen konnte, von der Fa. Vitakraft die VitaSpecial Best Age geholt. Ich lehne normalerweise ein solches Futter vehement ab und würde es niemals einem gesunden Kaninchen dauerhaft geben, aber es gab in dieser Situation kaum eine andere Wahl. Leo fraß nichts breiförmiges freiwillig, und diese Kugeln behalten selbst eingeweicht ihre Form, das Kaninchen kann davon dann ein Stück ablutschen. Vielleicht funktioniert das mit den Cunis auch - sie dürften von der Struktur her etwas besser sein als die Vita Special.




Benutzerbild von M3llex
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 04.12.2014
Beiträge: 610
M3llex befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.12.2014, 21:54

Schmerzmittelmäßig ist er schon die ganze Zeit eingestellt. Momentan bekommt er die Hoechstdosis. Aufgrund seines instablien Zustandes meinte der TA, dass ein Röntgen wieder ein Risiko wäre, da er dafür narkotisiert werden muss. Habe neben den Pellets auch heufaserstaengelchen aus dem Fressnapf geholt bei dem offenen Futter. Die kann man leicht zerdruecken und davon nimmt er auch etwas zu sich. Habe noch selective 4 + gekauft, dass frisst er zerkleinert ebenfalls.. Hat dir dein Zahnkaninchen nach der Zahnsanierung auch Probleme bereitet oder hat er von selbst iwann wieder richtig gefressen? Danke schonmal für deine Antwort.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.12.2014, 22:04

Ich seh es wie Lupine. Es sollte unbedingt ein Röntgenbild vom Kiefer gemacht werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da etwas im Argen liegt. Ein guter TA kann auch ohne Narkose röntgen.
Hat Dein TA die Zusatzbezeichnung Zahnheilkunde oder Kleine Heimtiere? Ich würde zu einem Zahnspezialisten gehen.
Bei meinen Zahnis war es unterschiedlich. Ein Tierchen hat mind. 24-48 Std. gebraucht, bis es wieder normal gefressen hat. Mein letzter Zahni kam nach der Zahnsanierung nach Hause und hat sich sofort übers Futter hergemacht. Du könntest noch geriebene Möhre oder Haferflocken anbieten, das geht meistens. Mit Cuni Complete habe ich gute Erfahrungen gemacht. Wir konnten damit die Kürzungsintervalle (Schneidezähne) verlängern und der Matschkot, den mein Kleiner zwischendurch immer wieder hatte, ist verschwunden.




Benutzerbild von M3llex
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 04.12.2014
Beiträge: 610
M3llex befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.12.2014, 09:47

Ich werde heute nochmal mit dem TA sprechen und mich mal schlau machen, ob er das mit dem Röntgenbild hinbekommt. Habe mir schon Adressen von Zahnspezialisten herausgesucht und falls mein TA das nicht "hinbekommen" würde, würde ich dort heute noch anrufen um einen Termin zu vereinbaren. Geriebenes Möhrchen bekommt er zur Zeit und ist das Gott sei Dank auch immer brav auf. Danke für deine Antwort! Das mit dem Cuni Complete werde ich gleich mal ausprobieren heute!



 
 
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