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Vergesellschaftung ungewöhnlich ?! auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Fampf

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Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2014, 23:24

Vergesellschaftung ungewöhnlich ?!


Hallo Kaninchenfreunde

Mein Name ist Benedikt. Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil ich inzwischen große Zweifel habe, von denen ich hoffe, dass mir hier geholfen werden kann.

Das Problem ist auf jeden Fall bekannt. Es handelt sich um die Vergesellschaftung. Deshalb möchte ich zunächst die Rahmenbedingungen abstecken.

Vor vier Jahren nahm unsere Familie ein Kaninchenpärchen zu sich um sie vor dem Schlachter zu retten. Es handelt sich bei den beiden um Geschwister. Die Rasse ist wohl ein Burgunder-Mischling. Nachdem er kastriert worden war, lebten sie die vier Jahre in Freilandhaltung. Das bedeutet ihr Stall steht im Garten und sie haben einen festen Auslauf mit ca. 6m², den sie tagsüber betreten können. Nachts sind sie zum Schutz im Stall eingesperrt. Wenn wir Zeit haben (mindestens einmal in der Woche) dürfen die Tiere frei im Garten springen.

Vor einigen Wochen ist das Männchen leider unerwartet verstorben. Weil unsere Dame erst 4 Jahre alt ist und eine Einzelhaltung für uns nicht in Frage kommt, haben wir uns um einen neuen Gefährten bemüht. Über die Tierrettung wurde uns ein 3 Jahre alter kastrierter Dalmatiner-Rex vermittelt, der sich in den letzten Wochen bei uns in einem separaten Gehege einleben durfte.
Inzwischen befinden wir uns mitten in der Vergesellschaftung und da beginnt das Problem. Sie ist eine Domina, der ganze Garten gehört ihr. von dem her war sie natürlich weniger einverstanden als sie mitbekam, dass sie einen neuen Mitbewohner bekommen soll.
Deshalb haben wir uns dazu entschlossen den neutralen Raum im Haus einzurichten, da der Garten nicht revierfrei sein kann.

Zu unser aller Überraschung war nach einer kurzen Fauchphase auf dem neutralen Gebiet alles Liebe. Nach ca.1 Stunde haben sich die beiden bereits abgeschleckt und zusammen gefressen. Leider konnten wir die Tiere nicht über Nacht in der Küche lassen, so kamen sie wieder in ihre Gehege. Wir haben einfach gehofft, dass sie sie nicht vergessen und es ging gut. Die nächsten Tage waren in der Küche immer Leibe auf den ersten Blick. Sofort wurde geschleckt, gefressen und geschmust.

Also haben wir den nächsten Schritt vorgenommen. Wir wollten sie im Garten zusammen bringen (ihr Revier). So harmonisch es in der Küche lief, so heftig war es draußen. Er wurde durch den gesamten Garten gejagt. Das alleine wäre ja noch kein Grund zur Sorge. Allerdings stellte sich in den letzten Tagen keine Besserung ein und so langsam kehren Zweifel ein, ob wir einen gravierenden Fehler gemacht haben.

Deshalb wollte ich Fragen ob jemand vielleicht schon Ähnliches erlebt hat und uns Tipps geben kann oder uns in Punkten zurechtweisen kann, die wir falsch gemacht haben. Ich hoffe auf viele Anregungen und hoffe, dass alles gut wird.

Viele Grüße




Geändert von Fampf (18.11.2014 um 23:31 Uhr).
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Benutzerbild von Lucky&Flocke
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.09.2014
Beiträge: 62
Lucky&Flocke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2014, 23:38

Hallo, ich begrüße Dich hier im Forum.

Das hört sich echt nach sehr Dominaten Tier an.
Vielleicht solltet ihr versuchen im Garten etwas zu verändern beziehungsweise etwas Neues dazu stellen, wo die Beiden überhaupt noch nicht kennen.

Versuche den Stall etwas anders zu stellen, denn dann hat auch das Dominantere Tier erstmal etwas, wo es sich erst dran gewöhnen muss.

Die Beiden werden sich schon noch miteinander verstehen - viel Glück ;-)

LG, Patrick



__________________
Herzliche Grüße von Kaninchen Poppy und vom Herrchen Patrick

http://www.kaninchenforum.de/attachment.php?attachmentid=45343&stc=1&d=14616562  80



Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.11.2014, 23:55

Zitat:
Zitat von Lucky&Flocke Beitrag anzeigen
Hallo, ich begrüße Dich hier im Forum.

Das hört sich echt nach sehr Dominaten Tier an.
Vielleicht solltet ihr versuchen im Garten etwas zu verändern beziehungsweise etwas Neues dazu stellen, wo die Beiden überhaupt noch nicht kennen.

Versuche den Stall etwas anders zu stellen, denn dann hat auch das Dominantere Tier erstmal etwas, wo es sich erst dran gewöhnen muss.

Die Beiden werden sich schon noch miteinander verstehen - viel Glück ;-)

LG, Patrick
Danke dir für die schnelle Antwort !

Ja, sie ist die absolute Königin hier. Selbst die Katzen gehen ihr aus dem Weg.



Wir haben schon einige Dinge getan. Wir haben beispielsweise das Schneiden der Bäume/Büsche hinausgezogen bis sie raus dürfen. Im eigentlichen Auslauf direkt vor dem Gehege waren sie darüberhinaus noch gar nicht, sondern nur im Garten, der ihr ja auch "gehört".
Ob es wohl besser wäre sie direkt in diesem einzugewöhnen und nicht im großen Garten ?
Ich frage mich, was die Zuneigung in der Küche überhaupt wert ist. Ist diese nur dem Stress geschuldet und hat damit im eigentlichen Lebensraum gar keine Bedeutung oder wie ist das einzuschätzen ?

Viele Grüße



Lucky&Flocke likes this.

Benutzerbild von Lucky&Flocke
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.09.2014
Beiträge: 62
Lucky&Flocke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 00:09

...Würde es auf jeden Fall probieren mit dem Gehege.

Wie groß ist den das Gehege?...

Am besten noch mit mehreren Futterstellen und Häuser mit mindestens zwei Ein/Ausgänge, damit die Beiden sich auch aus dem Wege gehen können.

Habe zwar kein Garten, ist aber fast das gleiche wie die reine Wohnungshaltung.

Würde die Beiden erstmals für ein paar Minuten im Gehege lassen, und danach die Türe öffnen zum großen "Garten-Auslauf" - was man auch gut mit ein paar Apfelschnitten auf der Wiese hinterlegen kann.

LG, Patrick



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 01:34

Herzlich willkommen bei uns!

Ich würde es genau so machen, wie Lucky&Flocke es vorgeschlagen hat. Da würde ich sie einige Tage lassen und dann nur das Männchen in den Garten lassen, damit er den Garten als "sein Revier" markieren kann. Das würde ich so 1-2 mal machen und dann beide rauslassen.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 16:35

Ich möchte ein kleines Update bringen.

Heute haben wir sie erst mal getrennt in den Garten gelassen. Darüber hinaus haben wir die Sperre zwischen den Gehegen etwas verkleinert, dass man sich jetzt auch sehen und riechen kann. Das sah zunächst super aus. Man schleckt sich durch das Gitter ab und ist happy und sitzt nebeneinander.
Nachdem er im Garten war, durfte dann sie zu ihm. Das ging zunächst ganz gut. Man hat sich beschnuppert und nebeneinander Gras gefressen. Nach einer Viertelstunde ist es dann allerdings komplett gekippt. Nachdem sie ihn zweimal angefaucht hat, ist er immer vor ihr weggerannt. Sie hat das wohl als Aufforderung verstanden ihn zu jagen. Im näheren Umkreis um ihr Gehege duldet sie ihn erwartungsgemäß auch überhaupt nicht.

Jetzt sitzen sie wieder im Gehege und schlecken sich durch das Gitter ab.




Benutzerbild von janh
Kaninchen
 
Registriert seit: 22.05.2012
Beiträge: 5.391
janh befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 16:40

Du hast gar nix falsch gemacht.
Bei meiner letzten VG ging das genauso.Im Gehege war alles gut.Aber sobald ich sie raus in den Garten gelassen hatte,ging eine wilde Jagerei los.
Ich habe das "Problem" einfach ausgesessen
Nach etwa 2-3 Monaten war es dann vorbei und das Männlein wird seitdem im Garten geduldet ohne große Jagerei.
Solange keins der Ninchen verletzt wird,ist das Jagen auch gar nicht schlimm




Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 16:54

Zitat:
Zitat von janh Beitrag anzeigen
Du hast gar nix falsch gemacht.
Bei meiner letzten VG ging das genauso.Im Gehege war alles gut.Aber sobald ich sie raus in den Garten gelassen hatte,ging eine wilde Jagerei los.
Ich habe das "Problem" einfach ausgesessen
Nach etwa 2-3 Monaten war es dann vorbei und das Männlein wird seitdem im Garten geduldet ohne große Jagerei.
Solange keins der Ninchen verletzt wird,ist das Jagen auch gar nicht schlimm
Das klingt schonmal sehr gut, danke

Hoffen wir, dass es sich noch weiter verbessert. Verbessert Futter die Situation ?




Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 17:33

Update #2

In der Dämmerung haben wir sie jetzt noch einmal kurz raus gelassen. wie zu erwarten war in der Dämmerung richtig was los. Dabei hat sich folgendes herausgestellt. Wenn sie sich im Garten einige Minuten nicht sehen, dann scheppert es richtig, wenn sie sich länger sehen, dann ist es sanfter. Jetzt stellt sich für uns die Frage ob wir sie morgen nicht in einem umgestalteten Gehege (6m²) einfach zusammensetzen und schauen, ob sie sich nicht nach einer gewissen Zeit zusammenraufen, wie es auch in der Küche war. Das Gehege lässt sich wesentlich besser umgestalten, als der gesamte Garten.
Hat vielleicht schonmal jemand mit einer solchen Crashvergesellschaftung Erfahrungen gemacht ?




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.08.2014
Beiträge: 371
die-sue1983 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.11.2014, 18:02

Hallo ,

Eines habe ich nicht richtig verstanden, trennt ihr die Beiden zwischendurch immer wieder? Also nachts etc?
Dwenn ja kann das schon mit das Problem sein, dann müssen die Beiden nämlich jeden Tag von neuem abeginnen und werden immer genervter und es geht mehr zur Sache. Wenn ihr sie zusammen setzt, dann müsst ihr sie zusammen lassen, ausser es gibt schlimme Verletzungen, sonst können die Beiden das nicht klären.




Benutzerbild von janh
Kaninchen
 
Registriert seit: 22.05.2012
Beiträge: 5.391
janh befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.11.2014, 00:11

Zitat:
Zitat von Fampf Beitrag anzeigen
Das klingt schonmal sehr gut, danke

Hoffen wir, dass es sich noch weiter verbessert. Verbessert Futter die Situation ?
Es wurde besser,als es kalt wurde draussen.Da hat Minnie (mein Weibchen) dann erkannt,dass ein Kuschelpartner im Winter eine feine Sache ist




Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.11.2014, 18:42

Zitat:
Zitat von die-sue1983 Beitrag anzeigen
Hallo ,

Eines habe ich nicht richtig verstanden, trennt ihr die Beiden zwischendurch immer wieder? Also nachts etc?
Dwenn ja kann das schon mit das Problem sein, dann müssen die Beiden nämlich jeden Tag von neuem abeginnen und werden immer genervter und es geht mehr zur Sache. Wenn ihr sie zusammen setzt, dann müsst ihr sie zusammen lassen, ausser es gibt schlimme Verletzungen, sonst können die Beiden das nicht klären.
Ja, wir müssen sie leider nachts trennen. Aufgrund der Gefahr von Fuchs, Marder und Co (die hier in der Nähe des Waldes gerne mal unterwegs sind) können sie nicht im Außengehege bleiben und die beiden zusammen in den Stall zu sperren...ne das ist uns ohne Aufsicht zu gefährlich.

Zitat:
Zitat von janh Beitrag anzeigen
Es wurde besser,als es kalt wurde draussen.Da hat Minnie (mein Weibchen) dann erkannt,dass ein Kuschelpartner im Winter eine feine Sache ist
Na das würde ja gerade passen




Geändert von Fampf (21.11.2014 um 18:43 Uhr). Grund: Ergänzung

Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.11.2014, 21:17

Zitat:
Zitat von die-sue1983 Beitrag anzeigen
Hallo ,

Eines habe ich nicht richtig verstanden, trennt ihr die Beiden zwischendurch immer wieder? Also nachts etc?
Dwenn ja kann das schon mit das Problem sein, dann müssen die Beiden nämlich jeden Tag von neuem abeginnen und werden immer genervter und es geht mehr zur Sache. Wenn ihr sie zusammen setzt, dann müsst ihr sie zusammen lassen, ausser es gibt schlimme Verletzungen, sonst können die Beiden das nicht klären.
Ich habe das noch mal nach unten geholt weil ich das auch für den "Hauptfehler" bei dieser Vergesellschaftung halte. Gibt es denn im ganzen Haus keinen Raum oder Ähnliches an dem die Beiden sicher vor Marder und Co sitzen können? Garage, Kellerräume, Flure, Bad, usw.?




Ninchen
 
Registriert seit: 18.11.2014
Beiträge: 7
Fampf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.11.2014, 22:43

Zitat:
Zitat von Tinachen Beitrag anzeigen
Ich habe das noch mal nach unten geholt weil ich das auch für den "Hauptfehler" bei dieser Vergesellschaftung halte. Gibt es denn im ganzen Haus keinen Raum oder Ähnliches an dem die Beiden sicher vor Marder und Co sitzen können? Garage, Kellerräume, Flure, Bad, usw.?
Doch, das schon. Allerdings sind die Beiden im Haus absolut friedlich, Fressen zusammen, schlecken sich ab und schlafen zusammen. Deshalb haben wir es nicht unbedingt für nötig befunden, diese länger dort länger als diese 4 Tage zu halten. Besonders, weil der Tierarzt uns sagte, dass man Tiere, die im Winter draußen gehalten werden sollen, nicht zu lange in warmen Räumen halten sollte.




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.11.2014, 23:59

Vier Tage sind für die Festigung eines funktionierenden Sozialgefüges zu wenig. Wäre es möglich in einem in Frage kommenden Raum das Fenster gekippt zu lassen (natürlich gegen Eindringlinge gesichert) und die Heizung herunter zu drehen? Dann wäre es nach der geglückten Vg kein Problem die Beiden wieder nach draußen zu setzen.



 
 
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Antwort

Stichworte
domina, tod, ungewöhnlich, vergesellschaftung



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