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Blindes Kaninchen vergesellschaften auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.11.2014, 23:13

Blindes Kaninchen vergesellschaften


Moin,
es ist mittlerweile fast 10 Jahre her, dass ich hier mal aktiv war.
Dennoch hab ich mich heute wieder angemeldet, da ich etwas Hilfe brauche. Leider ist am Wochenende unser Opa-Hase eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht. Er war 14 1/2 Jahre alt (RIP, mein Alter ) . Bei allen war die Trauer riesig, besonders bei seiner Partnerin. Sie hat aufgehört zu fressen und angefangen ihn zu suchen. Bei uns war die Sorge groß, dass sie es nicht verkraftet. Die beiden waren seit einer Ewigkeit ein Herz und eine Seele.
Wir haben also schweren Herzens versucht einen neuen Partner zu finden, da unser Eindruck war, dass sie alleine auch geht. Wir sind also die Tierheime abgeklappert und haben gecheckt, ob ein Kaninchen ein neues Zuhause sucht. Gustav war das zweite Tierheimkaninchen, was wir hatten, seine Partnerin das Dritte. Leider wollte keins der Tierheime überhaupt ein Tier abgeben, da Zitat "die Dame zu alt für sowas" ist.
Ok, sie ist mittlerweile auch nicht mehr die Jüngste (9 Jahre) und hat leider auf beiden Augen ein Glaukom. Sie kommt damit beeindruckend gut klar, wenn man es nicht wüsste oder ihre Augen sieht, würde man es gar nicht bemerken. Sie ist zudem auch noch unglaublich fit für ihr Alter.
Da wie gesagt, die Not groß war, haben wir ein etwa ein halbes Jahr altes kastriertes Böckchen aus der Tierhandlung geholt (ich weiss, nicht optimal). Wir haben ihn lange beobachtet um zu checken, wie er drauf ist (war eine ca 8 Tiere große Gruppe in einem ca 10qm Bodengehege in der Tierhandlung). Von der Persönlichkeit her ist er ein sehr entspannter, gar nicht dominanter Welcher, sehr sozial andern gegenüber und freundlich.
Wir haben sie am Abend noch zusammen in ihrem Zimmer sich kennenlernen lassen. Unser Vorratsraum ist ihr komplettes Refugium. Es gibt zwei Käfige als Klo, Kartons zum Knabbern einen Rascheltunnel (also sie können sich notfalls auch aus dem Weg gehen) ein großes Fenster mit Zugang zum Garten. Die erste Begegnung war toll. Sie hat ihn beschnuppert, ihm die Augen geschlabbert und vor allem Gottseidank wieder angefangen zu fressen. Da er noch mit der Nahrung umgestellt wird (hat noch nie Saftfutter bekommen ), haben wir sie in der Nacht getrennt, also er hat einen der grundgereinigten Käfige bekommen und dort Futter und Heu gefasst, sie war wie immer frei im selben Raum. Seit heut morgen sind sie sich aus dem Weg gegangen. Ab heut abend ist Fell geflogen, wenn er in die Nähe kam.
Dummerweise ist er halt jünger als sie und kann abhauen, wogegen sie wegen der Behinderung nicht so schnell hinterher kommt. Sieht für mich trotzdem nach Revierverhalten aus. Normal würd ich die "neutraler Boden" Taktik fahren, aber da sie blind ist, haben meine Frau und ich Sorgen, dass sie wo gegen rennt und sich verletzt, wenn sie das Gebiet nicht kennt.
Daher bräuchte ich Tips, wie ich die Sache gestalten kann, ohne beide zu überfordern. Mit den letzten Vergesellschaftungen war es megaunkomliziert, da lief es einfach so.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.



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Ninchen
 
Registriert seit: 27.02.2014
Beiträge: 10
Haustiere-kaninchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.11.2014, 00:12

Hallo,

wir haben auch ein halbblindes Kaninchen, welches sich aus Revierkämpfen ganz raushält. Ob euer Kaninchen nun blind ist oder nicht, spielt für die Vergesellschaftung keine große Rolle. Kaninchen kommen damit ganz gut klar.

Damit aber eure Vergesellschaftung auf "neutralem" Boden stattfindet, rate ich euch dazu das komplette Gehege mit Essigreiniger sauber zu machen. Der Essigreiniger entfernt den Geruch der Tiere, so dass es wie ein neutraler Boden riecht. So haben wir es auch bei uns gemacht, da wir auch nur auf dem Balkon eine Vergesellschaftung machen konnten. Wenn ihr noch ein wenig umstellt, erkennen eure Kaninchen das Gehege nicht mehr wieder. Das würde ich aber bei einem blinden Kaninchen nicht unbedingt machen.

Ansonsten ist sehr wichtig, dass ihr sie nicht trennt! Denn sonst fangt ihr immer wieder von vorne an. Lasst sie zusammen. Dass Fell fliegt, ist normal. Reinigt einmal das Gehege gründlich, setzt dann erst das neue Kaninchen rein und dann eure Dame. Stellt im Gehege, wenn überhaupt ein wenig um. Sorgt dafür, dass immer 2 Aus- bzw. Eingänge vorhanden sind. Und beobachtet die ersten Stunden, was passiert.

Wenn ihr mehr Tipps braucht, könnt ihr auch weitere auf meiner Webseite nachlesen:
http://www.haustiere-kaninchen.de/kaninchenzusammenfuehrung.html

LG
Matthias



__________________
Meine Kaninchenseite:

[url]http://www.haustiere-kaninchen.de[/url]



Gesperrt
 
Registriert seit: 28.03.2014
Beiträge: 65
Hasengaby befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.11.2014, 03:02

Wenn das Licht aus ist und es im Zimmer dunkel ist, finden sich meine ja auch zurecht. Britty hat ja ganz lange Tasthaare und Whisper (Rex-Mischling) hat kaum welche. Er orientiert sich mit an Britty und außerdem werden Gegenstände mit dem Kinn und einem Duftstoff, den wir Menschen nicht riechen können, markiert. So kommen die Tiere auch nachts gut klar, ohne an Schränke oder Gegenstände zu stoßen. Genauso verhält es sich bei einem blinden Tier. Sie sehen ohnehin nicht besonders gut und ich habe von anderen Kaninchenhaltern auch schon erfahren, dass sie ihre blinden Tiere gut vergesellschaften konnten.

Du solltest Dir bitte ausreichend Zeit nehmen, um die ersten Stunden dabei sein zu können, aber das gilt für jede VG. Ich kann mit vorstellen, dass jedes Tier unter der Einsamkeit leidet, ob blind oder nicht.

Dass Deine Häsin gegangen ist, tut mir sehr leid. Es ist egal, wie alt die lieben Wackelnasen geworden sind, es tut immer weh.

Meine Häsin ist ja auch schon weit über 10 und das älteste Kaninchen, das ich je hatte. Ihr Jungspund (2) dürfte nicht lange allein bleiben. Er hängt wahnsinnig an seiner Britty und war von Geburt an nie allein. Deswegen wollte ich damals seine Schwester auch nehmen, leider hat die ZF nicht funktioniert, sie ist mittlerweile auch vermittelt.

Wir Menschen haben oft mehr Bedenken als die Tiere mit Handycap, sie kommen oft besser damit klar als wir denken.




Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.11.2014, 08:36

Hallo,
erstmal Danke für die Antworten. Wie gesagt, als unser Opa-Hase Gustav am Wochenende gestorben war, hat sie erstmal komplett das Fressen eingestellt. Wenn sowas läuft, schrillen bei uns alle Alarmglocken. Dadurch sind uns unsere allererste Häsin (Trudy) und nach Jahren nochmal eine weitere (Lina, Opas erste Partnerin) innerhalb von nur einem Tag gestorben. War bei beiden eine Entercolitis.
Wir haben sie (Nele) als neue Partnerin damals von einer Pflegestelle nach Qualhaltung geholt, wo sie knapp dreiviertel Jahr gewesen sein muss. Die Vergesellschaftung lief megaunkompliziert, sie und ihr Opahase waren mehr als 8 Jahre zusammen.
Naja, nach dem Wochenende war sie nach eingehender Untersuchung gesund, hätte eigentlich ihren gewohnt guten Appetit haben müssen. Sie hat die Wohnung komplett abgesucht und alles Essen nicht angerührt. Daher kam halt jetzt der Kleine (wir haben ihn Leo getauft) dazu. Sie hat dann nach anderthalb Tage wieder vorsichtig gefressen, als er da war.
Im Gehege (das ist ca 14qm groß) kann er ihr aus dem Weg gehen, zumal sie, wenn wir da sind, ja auch im Wohnzimmer rumlaufen können. Da kommt nochmal eine Menge Fläche dazu. Er ist zudem verdammt flott unterwegs, sodass er ausreißen kann und ich jedesmal wenn sie sich bisher kurz gejagt haben nen Herzinfarkt bekommen hab, dass sie nicht wo gegenrennt.

Das mit dem Essigreiniger werd ich versuchen. Vielleicht klappts ja da.
Unser Notfallplan ist, dass wir den großen Käfig (der ist leider nur ca 1qm) duftfrei reinigen, ihn in die Küche stellen und sie dort zusammensetzen. Darin kann sie sich nicht weh tun. Aber das würden wir gern vermeiden, da das für eine reifere Dame und einen kleinen Halbstarken ziemlich stressig wird.




Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 10:52

Wir haben mittlerweile ein Gehege gekauft und es im Wohnzimmer aufgestellt. Die Gefahr, dass sie sich beim Kämpfen jagen und unsere blinde Oma irgendwo gegenrennt war uns zu groß. Mittlerweile ist klar, wer der Boss ist, nämlich der kleine Kampfzwerg. Er jagt sie, beisst sie in die Flanke oder den Hintern, rupft manchmal richtig Fell raus, also mit mehreren Malen ruckartigem ziehen. Er versucht sie nicht zu rammeln, was uns komisch vorkommt. Er rennt nur hinter ihr her und beisst sie. Es ist weniger geworden, denk ich, aber sie macht uns mittlerweile echt Sorgen.
Seit ca 24 Stunden eventuell etwas länger wirkt sie teilnahmslos. Sie flüchtet zwar, wenn er sie bedrängt und versucht immer entlang des Gitters wegzuhoppeln. Sobald er aber ablässt, liegt sie und schließt die Augen. Sie wirkt müde, frisst vor allem nicht. Nach viel gutem Zureden hat sie ein paar Blatt Basilikum genommen und gestern abend etwas Möhrenkraut. Aber im Vergleich, was sie sonst futtert, war das fast nichts.
Der Bauch ist weich, sie wirkt nicht aufgegast oder als ob sie offensichtlich starke Schmerzen (also sie knirschelt nicht mit den Zähnen) hat. Sichtbare Wunden hat sie auch nicht davon getragen, außer dass sie Fell lassen musste.
Wir wissen nicht mehr weiter, machen uns große Sorgen um sie, dass sie keinen Willen mehr hat und einfach nicht mehr weitermachen möchte.




Geändert von Rasta (14.11.2014 um 11:04 Uhr).

Benutzerbild von Rike86
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.12.2013
Beiträge: 364
Rike86 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 11:57

Ich persönlich halte den Altersunterschied zwischen den beiden für viel zu groß! Zwischen den beiden liegen ja 8,5 Jahre. Leo ist altersbedingt viel aktiver als deine blinde Oma. Dazu kommt dann natürlich auch noch, dass sie blind und ihm meiner Meinung nach völlig unterlegen ist. Das wird für sie purer Stress sein.
Lässt Leo ihr denn ihre gewohnten Ruhephasen?




Benutzerbild von iLulu
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.07.2012
Beiträge: 4.098
iLulu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 12:41

Ich halte den Altersunterschied auch für zu hoch. Stell dir mal vor du würdest eine Oma mit einem aktiven Kind in einen Raum stecken. Da wäre die Oma mit der Zeit wohl auch fertig mit den Nerven.

Dennoch kann ich verstehen, dass ihr es versucht habt, aus Sorge um sie. Wenn ihr allerdings das Gefühl habt, dass sie mehr darunter leidet, als davon zu profitieren, würde ich den Versuch aufgeben. Es bringt ihr nichts einen Kampfzwerg an der Seite zu haben, sie braucht einen Partner. Der auch lieber rumliegt als rumzuspringen.

Hättet ihr die Möglichkeit 2 getrennte Gehege zu machen mit jeweils mind. 4 qm? Dann würde ich für den Kleinen noch einen Tierheim-Partner holen, der zwischen 1 und 3 Jahren alt ist - und für die alte Damen einen älteren Partner, im Kaninchenschutz findet sich sicher jemand. Etwa 6 sollte er meiner Meinung nach sein. Wenn der Kleine dann aus dem Gröbsten raus ist (so mit 1,5 bis 2 Jahren - ihr merkt ja wenn er ruhiger wird) würde ich dann alle 4 vergesellschaften, wenn es der Gesundheitszustand von ihr zulässt. Falls sie in der Zeit sterben sollte, passt der Altersunterschied dann auch noch um die 3 zu vergesellschaften.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 15.11.2013
Beiträge: 669
Kanarienvogel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 12:43

Ich bin der selben Meinung. Normalerweise sollte ein neues Kaninchen max. 1-2 Jahre Altersunterschied betragen +/-...
Gab es keine Möglichkeit einen alten Kastraten zu finden? Wenigstens + 4 Jahre?
Die Tierheime, von denen du sprichst scheinen inkompetent zu sein...
Hier im Forum werden in der Kontaktbörse Kaninchen jeden Alters abgegeben...
Also einer 9 jährigen würde ich keinen auf keinen Fall einen 6 Monate alten Jüngling zutrauen.
Auch auf eBay, tierwelt und co. Kann man ältere Kaninchen kaufen.
Ich würde ihn ehrlich gesagt austauschen. Sie braucht einen ruhigen undominanten Partner und auch er braucht eine Partnerin, mit der er Umgehen und normal Spielen kann.




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 13:14

Ich denke auch, dass es etwas unüberlegt war ein so junges Tier zu holen.... Wenn sie jetzt nicht blind wäre, hätte es klappen können, wobei ich dann eher 2 so Jungspunde genommen hätte, aber nachdem sie blind (!) ist, hätte ich ihr auch ein älteres und auch gehandicaptes Tier geholt.



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Benutzerbild von Lupine
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 14.11.2014, 13:29

Angesichts ihrer Reaktion würde ich den Vergesellschaftungsversuch abbrechen. Sie steht unter ganz massivem Stress.

Schau dich vielleicht nach einem älteren oder ebenfalls gehandicapten Tier um, das eher ihrem Aktivitätsprofil entsprechen würde.




Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 14:41

Hallo,
danke für die Antworten. Das Problem war, dass sie nach dem Tod von ihrem Partner aufgehört hat zu fressen und so wirklich schlimm getrauert hat. Wir mussten was tun.
Tierheime haben gesagt, sie geben keine Partner für so alte Kaninchen. Wobei ich nicht den Eindruck hatte, dass die jeweils dort von Kaninchen Ahnung hatten. Das heisst, die Option wäre allein leben gewesen. Wir hatten Panik, weil sie so schlimm getrauert hat. Ist ja wie gesagt nicht das erste Mal, dass ein Kaninchen gehen muss. Und eigentlich sollte man auch dankbar sein, dass Gustav fast 15 Jahre hatte und friedlich eingeschlafen ist. Aber so ein Trauerverhalten haben wir noch nicht erlebt.
Der Kleine gibt ihr Pausen. Wir haben beobachtet, dass sie sich etwa alle 2 Stunden mal jagen. Aber sie liegt halt nur in der Ecke und wirkt apathisch. Wir habe sie jetzt grad rausgenommen und gecheckt. Sie hat wohl jetzt auch noch leicht Durchfall bekommen.
Wir haben abgebrochen.

Edit:
Wir haben ihm jetzt mit dem Gehege einen Bereich im Hasenreich abgetrennt. Sie darf im Moment im Wohnzimmer sitzen. Sie ist schnurstraks auf die Stelle geschlurft, wo ihr Gustav immer gesessen hat, hat sich klein gemacht und schläft anscheinend.
Mittelfristig werden sie beide in einem Zimmer bleiben müssen, Sichtkontakt ist garantiert. Aber wenn er sie nicht mehr angreifen kann, wirds vielleicht besser. Er braucht eine Partnerin, daran führt kein Weg vorbei, das kann man ihm nciht antun, ihn alleine zu halten. Ich habe keine Ahnung, wie das weitergehen soll. Im Moment hoff ich einfach nur, dass sie sich erholt.




Geändert von Rasta (14.11.2014 um 15:22 Uhr).

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 15.11.2013
Beiträge: 669
Kanarienvogel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 15:38

Du hättest zwei Optionen:

1. Du gibst den neuen in ein artgerechtes Zuhause, und suchst nach einem ältereren, undominanten Kastraten, der eventuell auch ein Handicap hat, für deine Häsin.

oder, wie iLulu vorgeschlagen hat:

2. Du suchst nach einer Jungen Häsin für den kleinen Kastraten (aber bloß nicht in einer Zoohandlung bitte) und einen Kastraten für deine alte Häsin, mit den selben Bedingungen.
Beide Gruppen vergesellschaftest du jeweils auf neutralem Boden. Und wenn die Kleinen größer geworden sind und ruhiger, kannst du alle Vergesellschaften.
Aber davor könnten die beiden Gruppen ja parallel nebeneinander leben.
Dann allerdings bräuchtest du ein mind. 8qm großes und getrenntes Gehege + getrennten Auslauf...
Oder ein mind. 10qm, in der hälfte getrenntes großes Gehege ohne Auslauf, besser größer...

Dauen gedrückt, dass alles gut geht.



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Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 15:46

In was für einer Tierhandlung bekommt man denn Kastraten die 1/2 Jahr alt sind??

Du hättest die 2 gar nicht trennen sollen über Nacht, so wie ich es verstanden habe flog etwas Fell-na und, das gehört zu einer VG und ist kein Trennungsgrund.

Von der Sache her hätte ich ihn einfach zu ihr ins Gehege gesetzt, fertig. Jedoch nicht ein Tier in so einem jungen Alter sondern einen araten der mind. 2 ist und auch kotprobensauber.

Hier sind so viele Notfalltiere......

Such Dir jetzt ein Tier was älter als 2 ist oder 2 Tiere und mach ne Gruppe draus....wenn genug Platz da ist.



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Geändert von mausefusses (14.11.2014 um 15:48 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 16:18

Wir werden jetzt erstmal sehen, dass wir unsere Oma wieder zum Fressen bringen. Ich denk Option 2 ist noch eher das Richtige. Ich glaub nicht, dass meine Frau einen Hasen weggeben kann.
Ich hab echt Schiss, dass sie durch die Trauer und den Stress mit dem Kleinen nicht mehr will.




Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 20:53

Ich versteh die Welt nicht mehr. Wir haben sie grad beerdigt. Sie wollte nicht mehr.
Der Tierarzt meinte, dass sie altersbedingt einen schweren Leberschaden hatte, den sie bis zum Tod von Gustav sehr geschickt überdeckt hat.




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 21:14

Oje, dass tut mir jetzt wirklich leid! Aber das kann man ja vorher auch nicht wissen!



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Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.11.2014, 21:41

Ich verstehs nicht, wie es nichtmal 5 Tage dauern kann, und beide sind weg.
Wir haben mit Gustav etwa 12 Jahre zusammengewohnt. Nele kam vor 9 Jahren dazu (meine Frau meinte, sie war 10 1/2 nicht 9). Es ist unglaublich, wie sehr die Hasen Teil der Familie werden. Wir sind total fertig.



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Blindes Kaninchen vergesellschaften-dsc02002.jpg  

Geändert von Rasta (15.11.2014 um 08:20 Uhr).

Benutzerbild von luxifluxi
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.08.2014
Beiträge: 247
luxifluxi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.11.2014, 17:41

R.I.P. kleine Nele und kleiner Gustav, kommt gut über die Regenbogenbrücke.
Ich wünsche euch ganz viel Kraft um mit diesen Verlusten umgehen zu können. Es ist schrecklich ein geliebtes Tier zu verlieren.




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Ninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 16
Rasta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.11.2014, 08:54

@Luxifluxi
Danke für das Bild. Meiner Angetrauten hat es zumindest sehr geholfen.

Es ist halt kaum vorstellbar, dass man innerhalb von 5 Tagen zwei Kaninchen verliert, mit denen man so ewig zusammen war, die eigentlich immer da waren, irgendwie fast solange man sich erinnert. Gustav kannte ich z.B. nur anderthalb Jahre weniger als meine Frau. Der alte Mann hat 2 Umzüge in je eine Wohung und in unser Haus mitgemacht, das Studium von uns beiden etc. Seine Partnerin war ebenso Teil der Familie und fast ein Jahrzehnt bei uns. Es ist grauenvoll, dass sie nicht mehr da ist. Dadurch, dass sie in der Wohnung gelebt haben wenn wir da waren und an sonsten ihren verglasten Balkon bzw. jetzt ihren Raum hatten, waren sie immer um uns rum und gehörten fest zum "zu Hause".
Es ist tröstlich, dass viele in dem Forum hier ein ähnlich enges Verhältnis zu ihren Hasen haben.
Es ist auch tröstlich, dass 14,5 und 10,5 Jahre für Kaninchen ein stattliches Alter ist. (irgendwo hab ich mal gelesen, dass 8 Jahre normal sind, 10 Jahre viel, 12 Jahre steinalt, alles drüber unglaublich. Wie alt ist das älteste hier im Forum?). Es hilft, dass keins der beiden gelitten hat und dass Gustavs Tod das Unvermeidliche bei Nele nur beschleunigt hat.

Der Tierarzt meinte, dass das normal nicht innerhalb von einem Tag so schlimm werden kann, und dass Kaninchen Krankheiten wie Weltmeister verstecken können. Wir sind am Freitag abend zum Tierarzt, weil sie halt wirlich nur noch da lag und nicht fressen wollte. Sie hat sie untersucht und als sie die Schleimhäute untersucht hat, waren die rund um das Auge leuchtend gelb. Sie meinte, vermutlich war durch das Alter die Leber stark angegriffen und die schaltete jetzt ab. Sie meinte auch, dass sie da nicht mehr viel machen kann. Sie machte auch den Eindruck, dass sie von Kaninchen Ahnung hat, also keinen Käse erzählt.
In der Natur werden so schwer kranke Tiere anscheinend auch weggebissen oder sie gehen freiwillig (was wohl den gescheiterten Vergesellschaftungsversuch und das komische Verhalten von Leo erklärt). Das einzige, was sie tun konnte, war es sanft beenden.

RIP, Opa Hase und Oma Hase.



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Blindes Kaninchen vergesellschaften-dsc00093.jpg   Blindes Kaninchen vergesellschaften-dsc00094.jpg  

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Geändert von Rasta (16.11.2014 um 09:07 Uhr).

Benutzerbild von luxifluxi
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.08.2014
Beiträge: 247
luxifluxi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.11.2014, 13:33

Ich kann es soo gut nachvollziehen wie es dir geht, mein Kaninchenmädchen ist vor ein paar Monaten gestorben und kurze Zeit später kam raus, dass ihr Partner an einer sehr starken, genetisch bedingen Zahnanomalie leidet! Ihm ging es wirklich schlecht und wir haben monatelang gekämpft und gebangt. Vergesellschaftet haben wir ihn dann auch noch und durch den ganzen Stress ist sein Schnupfen ausgebrochen Aber ihm geht es soweit gut, ich hätte euch so sehr gegönnt noch ein bisschen Zeit mit Nele zu verbringen, aber sie hat Gustav wohl zu sehr vermisst. Ich finde, das zeigt aber auch noch mal deutlich, dass Kaninchen denkende und fühlende Lebewesen sind und eben nicht "nur Kaninchen", wie man das so oft hört.



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