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Zahnprobleme? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 15.10.2014
Beiträge: 6
Winterfrost befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.10.2014, 17:31

Zahnprobleme?


Servus,

mein 4- oder 5- jähriger Rammler wurde vor 10 Tagen kastriert, also haben mein Freund und ich gerade die Fäden gezogen. Beim Fädenziehen habe ich ihm zufällig ins Mäulchen geschaut. Seine Zähne sehen so aus:

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/pa310299bd7r9l0fup.jpg

Zum Vergleich habe ich sofort meine 8,5- jährige Kaninchendame geholt und deren Zähne überprüft: Sie sind schneeweiß mit einer leichten gelblichen Färbung, was aber denke ich aufgrund ihres Alters absolut in Ordnung ist.

Dann ist mir aufgefallen, dass er die ganze Zeit schon sehr wenig frisst und man die Knochen spürt. Ich habe ihn erst seit zwei Wochen, kenne ihn also noch nicht wirklich. Er wiegt 1225 Gramm und ist ein sehr kleines Kaninchen in meinen Augen.

Frisst er aufgrund seiner Zahnprobleme so wenig oder ist das normal? Kann man da noch was machen?



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.10.2014, 21:07

Eigentlich sollte der Tierarzt vor der Kastration einen Rundumcheck gemacht haben, und dazu gehört auch der Blick ins Maul. Ich fürchte das ist unterblieben, und da er wenig frisst stell ihn bitte so zeitnah wie möglich nochmal dem Tierarzt vor und sprich die von dir entdeckten Veränderungen und das zögerliche Fressen an mit der Bitte, er möge die Backenzähne kontrollieren. Dort ist möglicherweise akuter Handlungsbedarf!




Ninchen
 
Registriert seit: 15.10.2014
Beiträge: 6
Winterfrost befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2014, 14:03

Hallo,

danke, das habe ich schon befürchtet... Ist es möglich, den Zahnstein ohne Narkose zu enfernen? (Ich frage so blöd, weil ich weiß, dass bei Frettchen zum Beispiel der Zahnstein normalerweise unter Narkose entfernt wird..)

LG
Winterfrost




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2014, 18:17

Zitat:
Zitat von Winterfrost Beitrag anzeigen
Hallo,

danke, das habe ich schon befürchtet... Ist es möglich, den Zahnstein ohne Narkose zu enfernen? (Ich frage so blöd, weil ich weiß, dass bei Frettchen zum Beispiel der Zahnstein normalerweise unter Narkose entfernt wird..)

LG
Winterfrost
Bei Kaninchen ist das Problem kein Zahnstein, sondern, dass sich die Zähne zu wenig abnutzen (z.B. durch falsche Fütterung, Fehlstellung) und sich deshalb Haken bilden, die in die Wange oder die Zunge stechen und beim Kauen Schmerzen bis hin zu Verletzungen und eitrigen Wunden verursachen. Es wird also kein Zahnstein entfernt, sondern die Zähne werden abgeschliffen. Das sollte a) in Narkose gemacht werden und b) sollten die Zähne keinesfalls geknipst werden, denn es besteht die Gefahr von Brüchen des Zahns, Verletzungen usw..



__________________



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.09.2014
Beiträge: 136
Pippo68 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2014, 21:01

Unsere Fluffy hat jeden Monat ein Kontrolltermin beim Ta.
Wenn nötig wird Sie in Nakose gelegt und die Backenzähne bei geschliffen.




Ninchen
 
Registriert seit: 15.10.2014
Beiträge: 6
Winterfrost befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2014, 21:31

Zitat:
Zitat von Keks3006 Beitrag anzeigen
Bei Kaninchen ist das Problem kein Zahnstein, sondern, dass sich die Zähne zu wenig abnutzen (z.B. durch falsche Fütterung, Fehlstellung) und sich deshalb Haken bilden, die in die Wange oder die Zunge stechen und beim Kauen Schmerzen bis hin zu Verletzungen und eitrigen Wunden verursachen.
Ah, des Problems bin ich mir bewusst. Ich weiß auch, dass man den am besten mit Ästen usw. vorbeugen kann und nicht mit hartem Brot. Dann hörts auch schon auf..
Hat denn mein Kaninchen eine Zahnfehlstellung? Kann man das so leicht erkennen?

Zitat:
Zitat von Keks3006 Beitrag anzeigen
Es wird also kein Zahnstein entfernt, sondern die Zähne werden abgeschliffen. Das sollte a) in Narkose gemacht werden und b) sollten die Zähne keinesfalls geknipst werden, denn es besteht die Gefahr von Brüchen des Zahns, Verletzungen usw..
a) wird wohl ein Problem werden, da er erst in Narkose gelegt wurde. Aufgrund des Alters möchte ich ihm keine weitere Narkose in der nächsten Zeit zumuten. Auf was kann ich bei der Ernährung achten? Ist Fruchtzucker ok?
b) wurden die Zähne vom Nachbarkaninchen geknipst..




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.11.2014, 12:36

Zahnkaninchen müssen regelmäßig narkotisiert werden, manche alle paar Wochen. Was sein muss, muss sein - wenn er da wirklich Schmerzen hat, kommt ihr da nicht drumherum. Achte darauf, dass er eine Inhalationsnarkose bekommt, die ist schonender als eine Injektionsnarkose. Lass erstmal die Backenzähne etc. kontrollieren, evtl. ist keine Korrektur nötig. Wenn es allein die Verfärbung ist, wäre das nicht schlimm.

Knipsen wird leider immer noch gemacht, ist aber einfach nicht zu empfehlen. Schleifen ist für die Zähne viel schonender und birgt weniger Risiken, weil durch Knipsen die Zähne eher mal beschädigt werden. Außerdem haben Kaninchen nach dem Knipsen oft Zahnweh und fressen erstmal schlecht, das fällt beim Schleifen weg.

Kaninchenzähne nutzen sich nicht an hartem Futter ab, denn kein Futter ist hart genug dazu. Sie nutzen sich ab, indem sie beim Kauen aneinander reiben. Deshalb ist alles gut für den Zahnabrieb, was wenig Kalorien hat und viel Struktur, sodass die Kaninchen viel fressen und das, was sie fressen, zudem lange kauen müssen. Pellets, Cobs und Co., ebenso wie zu viel kalorienhaltiges Futter wie Flocken, Getreide, Sämereien sind daher nicht gut für den Zahnabrieb, da sie schnell sattmachen und meist kaum gekaut werden müssen. Auch Knollen- und Wurzelgemüse hilft dem Abrieb nicht, da diese Sorten wenig Struktur haben und zudem eher gequetscht werden als gekaut. Positiv hingegen ist alles, was blättrig ist = Gräser und Wiesenkräuter, dazu Heu und evtl. getrocknete Kräuter (unpelletiert), alternativ Blattgemüse, Gemüsegrün, Küchenkräuter, dazu Heu und getrocknete Kräuter. Außerdem frische Zweige. Fruchtgemüse wie Tomate, Gurke, Paprika sollte eher nicht gegeben werden, Wurzel- und Knollengemüse in Maßen (max. eine Handvoll pro Tier und Tag), Obst auch in Maßen, weil Dickmacher (Apfel enthält nicht so viel Zucker, da ist so ein Viertel pro Tag kein Problem).

Wenn er wirklich zu dünn ist, kann zum Aufpäppeln aber kalorienreiches Futter sinnvoll sein (Haferflocken, Sonnenblumenkerne...). Außerdem würde ich dazu raten, Kot von drei Tagen auf Parasiten untersuchen zu lassen. Würmer sind z.B. Mitesser und können sich in Gewichtsverlust äußern, und überhaupt kann ein Befall Bauchweh verursachen, damit wenig Appetit und entsprechend eine Abnahme.



__________________



Geändert von Keks3006 (02.11.2014 um 12:41 Uhr).
 
 
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