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Trauerbewältigung bei Tieren auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Lynn
Ninchen
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 5
Lynn befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.02.2010, 22:57

Trauerbewältigung bei Tieren


Hallo ihr Lieben,

im Juni vergangenen Jahres starb mein geliebtes Blümchen, was nicht nur für mich, sondern auch für ihren kleinen Freund, Mino, intensive Trauer bedeutete.

Anfang Oktober hatten wir dann ein neues Kaninchen gekauft und ich hoffte somit, dass Minos Trauer damit endgültig ein Ende finden würde...

Denn er hat durch den unerwarteten Tod meines kleinen Seelchens eine Verhaltensveränderung aufgezeigt:
Der kleine Kerl, welcher sonst immer Haken geschlagen hatte und von daher stets wild durch mein Zimmer getobt ist, wurde zunehmend ruhiger, nahezu apathisch.

Als Pauline bei uns "eingezogen" ist, wurde Mino jedoch wieder zunehmend lebendiger - wenn auch nicht in dem Ausmaße wie vor Blümchens Tod.
Jedenfalls fühlte er sich wieder wirklich wohl.

Nun aber hat er wieder eine vollkommene Veränderung, bezüglich seines Verhaltens, durchgemacht:
Er ist nahezu vollkommen apathisch, frisst jedoch noch mit viel Appetit, aber er möchte kaum noch frei umher hoppeln, sondern sucht stattdessen stetig die Nähe des Menschen...
er möchte nur noch geschmust werden...
und das ist für IHN vollkommen untypisch, da er dem Menschen bislang mit realitv hoher Scheu begegnet ist und Streicheleinheiten außerhalb des Käfigs als lästig empfand...

Ich frage mich, ob tatsächlich noch immer Blümchens Tod als Ursache seines seltsamen Verhaltens agieren könnte...

Ansonsten kann ich keine anderen Symptome, die z.B. auf eine Krankheit hindeuten könnten, feststellen:
Er frisst noch sehr, sehr (!!!) gerne, trinkt auch genug und zeigt sonst keine anderen, besorgniserregenden Verhaltensweisen - außerdem erscheint er äußerlich auch vollkommen gesund.
(Kein Schnupfen, keine Augenentzündungen, kein verklebter After, kein struppiges, glanzloses Fell...)
Dennoch werde ich wohl einen Tierarzt konsultieren, da seine Apathie allmählich besorgniserregend wirkt...

Ihr habt doch sicherlich auch schon Erfahrungen damit gemacht, wie Kaninchen Trauer bewältigen, in Bezug auf Verlust das Partnerkaninchens...
Wie haben eure Kaninchen auf den Tod des "Partners" reagiert?
Bei uns leb(t)en ja "nur" Blümchen und Mino, sodass Mino nach Blümchens Tod ganz allein war - natürlich reagiert ein einzeln hinterbliebenes Tier dann intensiver auf den Verlust des anderen, aber dass ein Kaninchen in einer solch starken Trauer versinken kann, wie es scheinbar bei Mino der Fall ist, hätte ich niemals zu glauben gewagt...


Ich würde mich freuen, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichten würdet bzw. wenn ihr mir Vorschläge erteilen könntet, wie eure Vorgehensweise in einer solchen Situation aussehen würde - denn in mir erwachen allmählich eben schon so manche Sorgen...

Eine (vielleicht etwas infantil erscheinende) Frage würde ich dann aber doch noch gerne formulieren:
Kann man eigentlich überhaupt Apathie "behandeln"?

Das betrifft ja die Psyche des Tieres, weshalb sich die Behandlungsmethoden doch gewiss als ziemlich schwierig enthüllen werden, oder?

Ich hoffe erstmal nur, dass keine bösartige Krankheit als Ursache seiner Apathie in Erscheinung treten wird...
im Laufe der nächsten Woche werde ich den kleinen Kerl erstmal dem TA vorstellen...
Bis dahin hoffe ich auf ein paar nützliche Antworten, da mich die derzeitige Situation sehr beschäftigt...

Liebe Grüße
Lynn




Geändert von Lynn (26.02.2010 um 23:04 Uhr).
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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.02.2010
Beiträge: 36
"Schnucki" befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 17:53

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Bei mir ist das gleiche passiert.
Charly haben wir 2 neue lebensgefährten geholt
er ist auch nicht so glücklich wie vorher da er mit schnucki(tot)
5 jahre verbracht hat.


zu dir:

wie lange haben sie denn zusammen gelebt?
und wie lange lebt er schon mit dem neuen nini?




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.02.2010
Beiträge: 36
"Schnucki" befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 17:55

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Ich würde einen tierartz empfehlen !!!




Ninchen
 
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 19
hello kitty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 18:09

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


das ist ein sehr schwieriges thema das ich zum glück so noch nicht durchmachen mußte. aber vielleicht kommt er auch mit dem neuen kaninchen nicht klar das er immer mehr bei euch seine streicheleinheiten holt.
ambesten bei tierarzt nachfragen und sich beraten lassen




Benutzerbild von Lynn
Ninchen
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 5
Lynn befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 18:24

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Hey,

mit Blümchen lebte er ca. 1 1/2 Jahre zusammen...
das ist es ja;
so eine schrecklich lange Zeit hatten sie nicht gemeinsam erlebt...
Unser neues Kaninchen (Pauline) lebt seit Anfang Oktober bei uns, demnach also seit ca. 5 Monaten...
Die Zwei verstehen sich zwar ausgezeichnet, aber dennoch scheint er sein geliebtes Blümchen nicht in Vergessenheit gerufen zu haben...
Es ist wirklich erstaunlich, was in den Seelen dieser kleinen Wesen passiert -er scheint wirklich noch immer zu "trauern"...
Ich hoffe daher umso mehr, dass keine (bösartige) Erkrankung Minos Wesensveränderung hervorruft...

danke, dass ihr versucht habt, mir weiterzuhelfen :-)

Liebe Grüße

P.S: Ich werde, wie gesagt, während der nächsten Woche auf jeden Fall mal den TA zu Rate ziehen...





Ninchen
 
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 19
hello kitty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 18:26

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


ja das denke ich auch das das die beste idee is.vielleicht steckt ja wirklich mehr dahinter




Kaninchen Freund
 
Registriert seit: 19.02.2010
Beiträge: 510
Kim R. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 18:38

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Ich denke auch, es ist eher ein Krankheitssymptom, denn eigentlich kann er sich nicht mehr an sie erinnern.




Ninchen
 
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 19
hello kitty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.02.2010, 19:00

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


wäre schon wenn du nach dem besuch mal schreibst was den kleinen so bedrückt




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.02.2010
Beiträge: 36
"Schnucki" befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.02.2010, 10:48

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Ja ich glaub das ist die beste idee




Benutzerbild von Selkie
Moderatorin
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 19.449
Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.02.2010, 14:03

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


mein leon ist letztes jahr als susi gestorben ist auch ganz ruhig geworden. hat sich nicht mehr viel bewegt ect. zudem musste er dann auch noch umziehen was ihn noch verstörter gemacht hat (meine mutter hat den im auto so transportiert dass er hin und her gerutscht ist... ich war stocksauer als ich das erfahren hab)

naja als der neue partner da war ist leon wieder langsam aufgeblüht. erst saß er beim laufen auch immer erst in einer ecke und hat sich kaum bewegt.... (da waren wir alle noch in der wohnung von meinem freund und leon stand noch ein ortswechsel bevor... wäre susi nicht gestorben hätte ich leon später geholt) in der neues wohnung wurde er dann zunehmens aktiver. nur das laminat hat ihn gestört... dann musste er dummerweise wieder ne woche umziehen (wir waren bei den eltern von meinem freund und mein freund musste ins kh... da hab ich die hasen zu den eltern von meinen freund geholt). das war echt doof. gerade für den alten leon....
dann war crusty auch noch nen männchen statt nen weibchen (dass hat leon dann aufblühen lassen...)
naja im frühjahr haben wir dann seinen alten stall balkontauglich umgebaut und die 2 wurden ausquatiert. seit den geht es leon wieder gut.

ich denke aber die apatie lag eher an der einsamkeit und den ständigen standortwechseln. aber war nicht anders möglich

lg vanessa



__________________



Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein.

(Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)




Benutzerbild von Lynn
Ninchen
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 5
Lynn befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.02.2010, 14:58

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Hey,

erstmal danke für die zahlreichen Antworten - das hat mich wirklich gefreut!

Ich hoffe naürlich inständig, dass keine Krankheit die Ursache der Wesensveränderung ist...!
Aber seltsam ist das natürlich trotzdem...
gestern Abend habe ich meinen beiden Zweige von draußen mit in den Auslauf gelegt - Pauline stürzte sich sofort darauf, Mino allerdings schien das zunächst überhaupt nicht bemerkt zu haben - obwohl ich ihm die Äste direkt vor die Nase gelegt habe...
na ja... zu meiner Erleichterung hat er jedoch schließlich auch die Zweige benagt...
aber mir ist schon aufgefallen, dass er eben Dinge oftmals erst nach einem gewissen Zeitraum wahrnimmt - wie es gestern z.B. bei den Zweigen der Fall war...
ansonsten scheint es mir, dass er allmählich etwas "aufblüht" - so spielte er gestern begeistert mit so einem Leckerli-Ball, hoppelte gemütlich durch einen Tunnel, sprang auch mal über ein Hindernis...
dennoch schließt das natürlich den TA-Besuch nicht aus!
Ich trage jedenfalls noch ganz viel Hoffnung in mir, dass der kleine Kerl an nichts "Ernsthaftem" leidet...

Ich habe auch immer noch ein schlechtes Gewissen, dass ich meinem Mino erst nach 3 Monaten eine neue Partnerin geschenkt habe - während dieser Zeit hat hat ja seine Apathie immerhin ihren Beginn gefunden…

Einsamkeit ist daher bei Kaninchen wirklich reinste Qual!

Ich werde natürlich von dem TA-Besuch berichten ;-)

Ganz liebe Grüße





Benutzerbild von Shirley
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 02.10.2009
Beiträge: 287
Shirley befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.02.2010, 15:15

AW: Trauerbewältigung bei Tieren


Als Hasi (2007) starb, schmuste Schnüffchen nur noch und man sah ihm die trauer an: auch er war nicht mehr so quirlig wie sonst, lag nur noch still rum oder schmuste mit mir, deswegen holten wir Shirley aus dem Tierheim und er fing wieder an richtig zu leben.
Als nun Schnüffchen starb, trauerte Shirley 5 WOCHEN LANG, dann fing sie an, mir zu vertrauen. Das hätte aber noch länger gedauert, wenn wir sie nicht immer wenn schönes Wetter war, in den Garten gesetzt hätten - allerdings war es auch im Sommer. Als es zu kalt wurde und oft regnete, schenkte ich ihr viel Zeit und baute zwischendurch neue z.T. selbst ausgedachte Beschäftigungen. Bald bekommt sie aber drei neue Partner, dann ist sie nicht mehr so einsam.



 
 
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