So, hiermit möchte ich auch mal "Hallo" sagen und meinen bunten Haufen an Mümmelnasen vorstellen.
Also, hallo!

Die Geschichte beginnt vor ungefähr 5 - 6 Jahren, als Löwenköpfchen Flo und seine auserwählte Zwergwidderdame Schnuffel bei mir eingezogen sind. Die beiden haben vorher bei einer Freundin gewohnt, in einem kleinen Käfig in der Wohnung. Bei einem Telefonat hatte sie mich irgendwann gefragt, ob ich die beiden nicht bei mir aufnehmen wollte, da sie sie nicht mehr halten konnte - oder wollte. Ich, die nun schon länger mit dem Gedanken gespielt hatte, sich solche kleinen, süßen, langohrigen Fellknäuel zuzulegen, musste natürlich nicht lange überlegen. Bei ihrem nächsten Besuch einige Wochen später würde sie sie mitbringen. Und dann ging das hektische, vorfreudige Gerenne los

ab in den nächsten Tierfachmarkt, den größten zur Verfügung stehenden Stall gekauft, ein Häuschen, Weidenbrücken, Heuraufe, Futtertrog, Wasserflasche, Elemente für Außengehege und eine PVC-Matte - musste ja alles so schön wie möglich sein. Dann den Stall in einem ruhigen Raum aufgebaut, davor die PVC-Matte, drum rum das "Außen"gehege und eine Weidenbrücke über die offene Eingangsklappe gelegt, dass die Nins sich nicht beim raus- und reingehen durch hängenbleiben verletzten konnten. Noch schön eingerichtet und dann konnten die beiden kommen.
Anfang habe auch ich noch den Fehler der Trockenfutterfütterung gemacht, aber dann nach und nach auf Frischfutter mit vielen Kräutern und Gemüse umgestellt. Auch die Trinkflasche wurde schließlich durch eine Schale ersetzt, die dann auch viel lieber genutzt wurde.
Im Frühling ist Schnuffel dann überraschend verstorben, Flo schien das noch lange Zeit schwer mitzunehmen. Aber alleine bleiben konnte er natürlich nicht, eine neue Dame musste her. Im Tierheim hab ich dann die Farbenzwergin Nancy gefunden, die ich auch sofort mit nach Hause genommen habe.
Die beiden haben sich auf Anhieb verstanden und sind dann gleich zusammen in den Garten gezogen, wo ihnen ein großer Stall mit großzügigem Freilaufgehege zur Verfügung stand. Dort lebten sie dann Jahr für Jahr, bis dieses Jahr.

Vor ein paar Wochen hieß es dann nämlich die gewohnte Umgebung verlassen und auf neutralen Boden in die 12 qm² große Garage. Da standen einige Häuschen aus Pappkartons, eine erhöhte Plattform und ein Tunnel. Und da lag überall gaaaaanz viel Grünzeug rum. Ach, und dann waren da noch diese vier kleinen, frechen Weiber, 10 - 12 Wochen alt.
Das waren die Schwestern Willow, Nasca, Gibsy und Trixie. Nancy sah da natürlich erstmal rot, vier Weiber, die wollten ihr doch nur ihren Flo wegnehmen!

Also wurden sie abwechselnd durch die ganze Garage gejagt, damit sie auch ja verstanden, wer hier das Vorrecht auf Kuschelstunden mit dem Mann im Hause hatte - nämlich nur SIE! Flo war das mit den vielen Weibern wohl nicht ganz geheuer, er hatte sich wohl ganz nach dem Motto "Ich bin zu alt für sowas" in den Tunnel verkrochen und streckte höchstens mal ganz vorsichtig den Kopf raus, nur um gleich wieder zu verschwinden. Nancy gesellte sich zwischen jagen, markieren und fressen zu ihm und jede, die es wagte auch nur in die Nähe eines Tunneleingangs zu gehen, wurde sofort mit Nachdruck verjagt.
Schon am nächsten Tag hatten sich die Wogen geglättet. Als die Futterhaufen erneuert wurden stürzten sich sofort alle Weiber auf einen, Nancy eingeschlossen. Lediglich hier und da musste sie die ein oder andere nochmal zurrecht weisen - Kinder...
Flo wollte sich ganz augenscheinlich nach wie vor nicht in die Weiberangelegenheiten einmischen, und tapste vorsichtig zum dem Tunnel am nähesten gelegenen Wiesenhaufen um dort in Ruhe allein zu futtern.
In der Zwischenzeit war die männliche Unterstützung in Form von zwei deutschen Riesen für den lieben überforderten Flo bereits kastriert und saß im Quarantänezimmer

die Brüder Nexus und Stan, beide wie der Weiberhaufen auch zwischen 10 und 12 Wochen alt.
Am Wochenende war es dann soweit, das Gehege auf dem Wiesenstreifen neben dem Haus war fertig und bereit für Vergesellschaftung Nummer 2. Genug Häuschen, Unterschlüpfe mit Schlupflöchern zum Ausweichen, erhöhte Ebenen und natürlich jede Menge Wiese und Zweige. Alle achte nahmen zunächst dass neue, größere Freiluftgehege unter die Lupe. Erst nach einigen verstrichenen Minuten wurden die schwarzen, großen Neuen von den Kleinen genauer beschnuppert. Und auch wenn sie nicht direkt verjagt wurden, rannten Nexus und Stan zunächst ständig vor den Kleinen weg. Aber die tun doch gar nix - die wollen doch nur spielen! Nancy hingegen demonstrierte gleich wieder Stärke und jagte die beiden kreuz und quer, und die Kleinen auch noch mal, nur zur Sicherheit. Flo und sie hatten schnell ihre Lieblingsecke in einem Unterschlupf gefunden, und die wurde auch in den darauffolgenden Tagen konsequent verteidigt. Die Jugend hatte ja noch das andere Häuschen mit angebauten Unterschlupf zum Chillen.
Mittlerweile ist in der Gruppe Ruhe eingekehrt, nur Nancy jagt hier und da die Jungen noch ein bisschen rum, sitzt beim fressen aber auch völlig verträglich neben dran und lässt sich auch mal dazu herab, sich an der gegenseitigen Fellpflege minimal zu beteiligen. Ansonsten liegt sie eng an ihren Flo gekuschelt in ihrer Höhle. Die Jungen Wilden hoppeln jeden Tag wohl mehrere Kilometer durchs Gehege. Und falls nicht sind sie entweder mit Fressen, Fellpflege oder kuscheln beschäftigt - und wenn kuscheln dann auch gerne mal alle zusammen.
Mal sehen wie die Story weiter geht, wenn bei den Mädls erstmal die Hormone durchkommen.
Nachfolgend noch einige Bilder von den Schnuckel'chens

Erstes - von vorne nach hinten: Trixie, Gipsy, Nexus
Zweites: Willow
Drittes: Nasca
Viertes: Flo, im Hintergrund Stan
Fünftes: Die Alphadame persönlich - Nancy